(Minghui.org) In unserer Fa-Lerngruppe lasen wir im Januar 2026 „Essentielles für weitere Fortschritte I“ und tauschten anschließend unsere Verständnisse darüber aus. Durch diese Gespräche entdeckten wir viele verborgene Anhaftungen. Einige Praktizierende erkannten, wie sie sich Jahre zuvor schlecht verhalten hatten und beseitigten ihren Neid. Andere konnten zum Beispiel den Groll gegenüber Familienangehörigen loslassen. Die positive Wirkung unseres Fa-Lernens und unseres ehrlichen Meinungsaustausches freute mich sehr.
Meine Kultivierung begann im Jahr 1996. Persönlich habe ich viel Gutes durch Falun Dafa erfahren. Mit Engagement bestätigte ich das Fa und konnte sowohl beruflich als auch familiär die Dinge gut handhaben. Doch als ich den Artikel „Wahre Kultivierung“ erneut las, entdeckte ich mehr und tiefer verborgene Anhaftungen. Danach fühlte ich mich innerlich gereinigt.
Zum Beispiel habe ich angenommen, den Groll gegen meine Schwiegermutter bereits überwunden zu haben, weil sie verstorben ist. Als ich jedoch nach innen schaute, stellte ich fest, dass noch immer ein Rest von Verbitterung vorhanden war. Als mein Mann und ich über unsere Familie sprachen, erwähnte ich manches mit der Absicht, um zu zeigen, wie gut ich seine Familienangehörigen behandelt hatte. War das nicht durch menschliche Interessen verursacht? Kultivierende sollten barmherzig anstatt „nett“ sein. Auch steht das Festhalten am Groll im Gegensatz zur Barmherzigkeit und gehört zur Kultur der Kommunistischen Partei.
Wenn unsere Hände nur etwas verschmutzt sind, genügt einfaches Waschen; sind sie jedoch mit Schlamm bedeckt, braucht es eine gründlichere Reinigung. Anhaftungen zu beseitigen, bedarf ebenso eine tiefgehende Läuterung. Wenn ich davon ausgehe, etwas bereits losgelassen zu haben, höre ich möglicherweise auf, weiter gründlich nach innen zu schauen. Als ich den Artikel „Wahre Kultivierung“ wiederholt las und die Ereignisse in meiner Familie Revue passieren ließ, erkannte ich, dass ich die Dinge nach entarteten moralischen Maßstäben beurteilt hatte. Ich fühlte mich ungerecht behandelt. Meine starke Anhaftung, Beachtung zu erlangen, hatte den Neid überdeckt. Doch Selbstsucht kann die verborgenen Anhaftungen zum Vorschein bringen, gleich der Zündschnur einer Bombe. Kaum hatte ich eine Anhaftung erkannt, suchte ich tiefer und fand die nächste. Anhaftungen an Ruhm, Eigennutz und Gefühle sind Dämonen. Ich soll sie beseitigen und mich nicht von ihnen manipulieren lassen. Was ich anstrebe, ist Fleiß sowie eine aufrichtige, solide Kultivierung.