(Minghui.org) Ich bin ein älterer Falun-Dafa-Praktizierender. Auf dem Kultivierungsweg gibt es Höhen und Tiefen und ich bedaure, dass ich oft nachlässig war und mich nicht immer wie ein wahrer Praktizierender verhalten habe.
Praktizierende können in der Kultivierung auf ernsthafte Probleme stoßen, wenn sie nicht diszipliniert und streng mit sich sind. Unterschiedliche Gedanken haben unterschiedliche Folgen. Wenn gewöhnliche Menschen auf Schwierigkeiten stoßen, folgen sie normalerweise menschlichen Denkmustern wie: „Mir ist heiß, habe ich Fieber?“ oder: „Ich habe Durchfall, habe ich etwas Verdorbenes gegessen?“ Praktizierende sollten solche Gedanken nicht haben.
Der Meister sagt:
„Wir sagen, Gutes oder Schlechtes entspringt einem einzigen Gedanken. Der Unterschied in diesem einzigen Gedanken wird auch unterschiedliche Folgen mit sich bringen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 205)
Setze ich mir bei allem, was ich tue, einen hohen Maßstab? Erfülle ich die Anforderungen des Fa? Nach einem anstrengenden Arbeitstag fällt es mir manchmal schwer, die Augen offen zu halten, wenn ich auf dem Sofa sitze und ein Falun-Dafa-Buch lese. Dabei habe ich keine aufrichtigen Gedanken mehr, sondern denke: „Ich bin so müde. Ich muss mich mal richtig ausschlafen, um mich zu erholen.“ Über 20 Jahre lang habe ich auf diese Weise gedacht, ohne mir bewusst gewesen zu sein, dass dieser Gedanke falsch ist. Nur gewöhnliche Menschen fühlen sich müde und schläfrig. Das Aussenden der aufrichtigen Gedanken zur Beseitigung dieses Gedankens hat jedoch nicht geholfen.
Als ich vor Kurzem das genannte Zitat erneut las, erkannte ich, dass ich lange Zeit mit menschlichen Anschauungen über dieses Thema nachgedacht und mich selbst als einen gewöhnlichen Menschen betrachtet habe. Ich bin jedoch ein Praktizierender – ich werde nicht müde oder schläfrig.
Wenn körperliche Beschwerden bei mir auftreten, weiß ich, dass ich sie als etwas Gutes betrachten soll. Doch die Beschwerden sind real und treten immer wieder auf. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mich zermürben. Kann ich in solchen Momenten meinen unerschütterlichen Glauben an Dafa und den Meister bewahren? Erst einen starken Glauben zu haben, ist wahre Kultivierung.
Wenn ich mich körperlich schlecht fühlte und mein Hauptbewusstsein schwach war, analysierte ich die Situation manchmal mit menschlichen Gedanken: „Meine Hände und Füße sind taub. Warum fühlen sie sich in letzter Zeit taub an? Stimmt mit meinem Körper etwas nicht?“ Meine körperlichen Empfindungen beeinflussten meine Gedanken, die – voller Angst und Sorge – mit ihnen schwankten.
„Wo ist mein Hauptbewusstsein?“, fragte ich mich dann. Waren diese negativen Gedanken tatsächlich meine eigenen? Ich bin doch ein Praktizierender, kein gewöhnlicher Mensch. Deshalb muss ich negative Gedanken beseitigen und an dem aufrichtigen Gedanken festhalten, dass ich nicht „krank“ bin.
Vor dem Auftauchen menschlicher Gedanken brauchen wir keine Angst zu haben. Besorgniserregend ist nur, wenn man sie nicht erkennen kann. Ich muss meinen Glauben an Dafa und den Meister stärken. Ich werde mich weiterhin reinigen, menschliche Anschauungen ablegen, mich Dafa angleichen und mich von aufrichtigen Gedanken leiten lassen.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.