(Minghui.org) Nach gefeierten Aufführungen in Taiwan und Südkorea traf die Shen Yun New Era Company am 22. Februar im australischen Bundesstaat Queensland ein, wo sie im Gold Coast Arts Centre die dritte Station ihrer Asien-Pazifik-Tournee 2026 eröffnet. Der Australien-Abschnitt umfasst insgesamt 30 Vorstellungen in vier Metropolen und beginnt am 25. Februar.
Nur einen Tag vor dem geplanten Auftakt, am 24. Februar, gingen bei den örtlichen Shen-Yun-Organisatoren in Australien zwei Droh-E-Mails in chinesischer Sprache ein, in denen die sofortige Absage der Vorstellungen gefordert wurde. Darin hieß es, im Umfeld des offiziellen Amtssitzes des australischen Premierministers Anthony Albanese sei Sprengstoff deponiert worden. Dieser werde gezündet, sollte Shen Yun wie geplant auftreten.
Die Australian Federal Police (AFP) leitete umgehend Sicherheitsmaßnahmen ein und durchsuchte die Residenz des Premierministers gründlich. Anthony Albanese wurde vorsorglich an einen sicheren Ort gebracht, wo er mehrere Stunden verblieb. Ein Sprecher der Bundespolizei erklärte gegenüber der Epoch Times, es gebe „keine aktuelle Bedrohung für die öffentliche Sicherheit“. Weitere Informationen würden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.
Der Vorfall, bei dem Premierminister Anthony Albanese infolge einer Bombendrohung seinen Amtssitz verlassen musste, fand in den großen australischen Medien breite Beachtung. Zugleich handelt es sich nicht um einen Einzelfall: Bereits einige Wochen zuvor hatten auch Regierungsvertreter in Großbritannien, Südkorea und Dänemark ähnliche Droh-E-Mails erhalten. Nach Angaben der Organisatoren ist Shen Yun Performing Arts in den vergangenen zwei Jahren wiederholt Ziel einer transnationalen Einschüchterungskampagne der Kommunistischen Partei Chinas gewesen, zu der unter anderem Bombendrohungen, elektronische Drohbotschaften und Falschmeldungen in den Medien gezählt werden.
Zu dem jüngsten Vorfall erklärte Dr. Lucy Zhao, Vorsitzende des australischen Falun-Dafa-Vereins, gegenüber Minghui.org: „Wir verurteilen die transnationale Unterdrückung von Shen Yun und Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Dies ist ein Hassverbrechen, und diese terroristischen Drohungen zielen darauf ab, Dissidenten zum Schweigen zu bringen und Shen Yun aufzuhalten. Wir lassen uns von den Drohungen der KPCh weder einschüchtern noch aufhalten. Im Gegenteil: Wir werden uns noch entschlossener dafür einsetzen, dass die Shen-Yun-Veranstaltungen in Australien sicher und erfolgreich stattfinden.
Wir werden unsere Informationsarbeit zu Falun Gong fortsetzen, um die Verfolgung durch die KPCh öffentlich zu machen. Solche Drohungen wurden den nationalen Sicherheitsbehörden gemeldet. Ich bin dankbar, dass die Australian Federal Police (AFP) Maßnahmen zum Schutz unseres Premierministers ergriffen hat. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Regierung diese Einmischung der KPCh in ausländische Angelegenheiten nicht länger dulden, weitere Ermittlungen einleiten und geeignete Schritte ergreifen wird, um sie zu unterbinden.“
Der ehemalige australische Vizepremierminister und jetzige One-Nation-Abgeordnete Barnaby Joyce (Website der australischen Regierung)
Als Reaktion auf die jüngsten Droh-E-Mails erklärte der One-Nation-Abgeordnete Barnaby Joyce: „Es ist in Australien völlig inakzeptabel, jemanden einzuschüchtern, der seine Religion auf eine Weise ausübt, die weder die australische Kultur bedroht noch die Rechte anderer verletzt.“
„Wir leben in einer australischen Kultur mit klaren Verhaltensregeln“, betonte er. „Sie steht für Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Freizügigkeit, misst der Familie zentrale Bedeutung bei … und dem Patriotismus gegenüber Australien.“
Nach Angaben des Falun Dafa Information Center (FDIC) wurden zwischen März 2024 und Oktober 2025 insgesamt 193 anonyme Morddrohungen gegen Falun-Gong-Praktizierende im Ausland oder gegen Personen registriert, die sich als solche ausgaben. Seit 2024 erhielten zudem mehrere Theater im Rahmen der Welttournee von Shen Yun Performing Arts Bomben- und Schusswaffendrohungen.
Im September 2024 sollen sich mutmaßliche Hacker aus dem Umfeld der KPCh wiederholt als Mitarbeiter der The Epoch Times ausgegeben und Bombendrohungen an das Weiße Haus sowie an Behörden der US-Bundesregierung versandt haben. Im Oktober 2024 ging in der New Yorker Zentrale der Zeitung ein Drohbrief mit weißem Pulver ein.
Piero Tozzi, Stabsdirektor der Congressional-Executive Commission on China (CECC), wertete die Vorfälle als Teil einer Strategie der KPCh, die USA im Rahmen einer „uneingeschränkten Kriegsführung“ unter Druck zu setzen. „Dies ist eindeutig eine Taktik, die zunehmend angewandt wird“, sagte er. „Wir müssen weiterhin äußerst wachsam bleiben.“
Den jüngsten Droh-E-Mails an den Premierminister und hochrangige australische Beamte war eine Erklärung vorausgegangen, die Anfang des Jahres auf den offiziellen Websites der chinesischen Konsulate in Sydney und Melbourne veröffentlicht wurde. In der Mitteilung vom 2. Januar wurde die seit Langem verbreitete Propaganda der KPCh gegen Falun-Gong-Praktizierende und Shen-Yun-Aufführungen erneut aufgegriffen und die australische Öffentlichkeit aufgefordert, die Vorstellungen nicht zu besuchen.
Bereits zuvor war in Sydney die Vorführung eines im November 2025 geplanten Dokumentarfilms abgesagt worden, der die Zwangsorganentnahme durch die KPCh thematisiert. Anlass waren zwei eingegangene Bombendrohungen.
Ralph Babet, Senator des Bundesstaates Victoria von der United Australia Party (Screenshot mit freundlicher Genehmigung der Website der United Australia Party)
Senator Ralph Babet veröffentlichte eine scharf formulierte Stellungnahme, in der er das chinesische Konsulat kritisierte: „Dies ist Australien, nicht China. Wir sind ein freies Land. Wir lassen uns von einem autoritären Regime, das Kunst zensiert, Religion unterdrückt und Dissidenten inhaftiert, keine Vorschriften über unsere Kultur machen.“
„Die KPCh besitzt die chinesische Kultur nicht“, betonte er. „Sie spricht nicht für alle Chinesen. Und sie hat kein Recht, Zensur und Einschüchterung nach Australien zu exportieren.“
Bereits am 23. Januar hatten Falun-Gong-Praktizierende in Sydney vor dem chinesischen Konsulat gegen die Verleumdung von Shen Yun und Falun Gong protestiert. Sie erklärten, die Verbreitung solcher Hasspropaganda in der australischen Gesellschaft stelle eine Form transnationaler Repression dar. Auch der in Australien lebende Rechtswissenschaftler Yuan Hongbing ergriff bei der Kundgebung das Wort. „Die Tyrannei der KPCh zielt darauf ab, das freie Australien in eine politische, wirtschaftliche und kulturelle Kolonie zu verwandeln“, sagte er. „Die australische Gesellschaft muss klarer erkennen, dass die KPCh im Kern für eine globale Ausweitung kommunistischer Totalitarismen steht und als treibende Kraft internationalen Terrorismus wirkt.“
Der Menschenrechtsaktivist Bob Vinnicombe warnte, man dürfe solche Handlungen nicht folgenlos hinnehmen. Sollte die australische Regierung nicht entschieden reagieren, könne dies die KPCh ermutigen, künftig noch ungehinderter vorzugehen.
Der ehemalige australische Bundesabgeordnete George Christensen teilt am 8. Januar 2026 einen Bericht von NTD Television
Am selben Tag veröffentlichte George Christensen, ein ehemaliger australischer Bundesabgeordneter mit mehr als 140.000 Facebook-Followern, einen Bericht von NTD Television über die Stellungnahme des chinesischen Konsulats. In zahlreichen Kommentaren wurde deutlich, dass die Erklärung der KPCh ihr Ziel offenbar verfehlte – und stattdessen unfreiwillig als wirksame Werbung für Shen Yun wahrgenommen wurde. Mehrere Nutzer berichteten zudem von ihren positiven Eindrücken aus früheren Aufführungen.
Im Jahr 2026 begeht Shen Yun Performing Arts sein 20-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Welttournee werden die acht Ensembles in 21 Ländern und 170 Städten auftreten und Millionen von Zuschauern die Schönheit und spirituelle Tiefe der 5.000 Jahre alten, traditionsreichen chinesischen Kultur näherbringen.
Am 22. Februar 2026 trifft die Shen Yun New Era Company in Brisbane, der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Queensland, ein. Dort beginnt am 25. Februar ihre Tournee durch vier große australische Städte mit insgesamt 30 geplanten Aufführungen.
Der Abgeordnete aus Queensland, Scott Buchholz, hieß Shen Yun herzlich willkommen und würdigte insbesondere die „universellen Werte von Freundlichkeit, Mut und Hoffnung“, die in den Aufführungen thematisiert werden. Die Abgeordnete aus New South Wales, Tanya Davies, gratulierte Shen Yun Performing Arts zum 20-jährigen Bestehen und ermutigte die Künstler, diese bedeutende kulturelle Tradition weiterhin zu bewahren. Auch weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens übermittelten Glückwünsche und lobten Shen Yun dafür, Tugenden mit jahrtausendealter Tradition – darunter Freundlichkeit, Gerechtigkeit, Weisheit, Loyalität und kindliche Pietät – auf die Bühne zu bringen und damit einen tiefgreifenden sowie positiven Beitrag zur australischen Gesellschaft zu leisten.
Der Bundestagsabgeordnete aus Queensland, Scott Buchholz, hat ein Glückwunschschreiben an Shen Yun Performing Arts gerichtet. Darin äußert er die Hoffnung, dass die Menschen in Queensland diese seltene Gelegenheit, Shen Yun live zu erleben, zu schätzen wissen. (NTD Television)
Tanya Davies, Parlamentsabgeordnete für New South Wales, Australien, gratuliert Shen Yun Performing Arts zum 20-jährigen Jubiläum und lobt das Ensemble für seinen herausragenden Beitrag zur Kunst (NTD Television)
Weitere Informationen zu den Aufführungen von Shen Yun finden Sie auf der offiziellen Website: https://www.shenyun.com.