(Minghui.org) Minghui.org berichtete bereits über den Tod eines 83-jährigen Bewohners des Kreises Yunyang (Chongqing), der wegen seines Glaubens an Falun Dafa inhaftiert gewesen war.
Neu bekannt gewordenen Informationen zufolge lautete sein korrekter Name Liu Xinggui – nicht Liu Xingui, wie zuvor gemeldet. Außerdem war er bereits vor seiner letzten Verurteilung mehrfach ins Visier der Behörden geraten und einmal inhaftiert worden. Nachfolgend finden sich die aktuellen Details.
Am 28. März 2002 befand sich Liu zu Hause, als Polizeibeamte gewaltsam eindrangen und seine Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien sowie Bargeld beschlagnahmten. Er wurde 24 Stunden lang auf der Polizeiwache verhört und anschließend in Untersuchungshaft genommen.
Die Polizei verhängte eine Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) und ließ ihn erst frei, nachdem sie ihm zusätzlich 10.000 Yuan (rund 1.200 Euro) abgepresst hatte. Während seiner Haft musste er zudem über 600 Yuan für Lebenshaltungskosten bezahlen.
Nach seiner Rückkehr stand Liu unter ständiger Schikane und Überwachung. Die Belastung setzte seiner Frau so stark zu, dass sie psychisch erkrankte, schließlich arbeitsunfähig wurde und an Inkontinenz litt. Liu kümmerte sich aufopferungsvoll um sie und stand häufig mitten in der Nacht auf, um sie zu waschen und ihre Kleidung zu wechseln.
Um weiterer Verfolgung zu entgehen, zog das Ehepaar schließlich in die etwa 320 Kilometer entfernte Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan.
Am 5. November 2008 ging Liu mit seiner Tochter und seiner Nichte einkaufen, ohne zu ahnen, dass sie von mehreren Beamten verfolgt wurden. Die Polizisten fanden bei ihm Informationsmaterialien über Falun Dafa und nahmen alle drei fest. Sie ließen seine Tochter wenige Stunden später und seine Nichte am darauffolgenden Tag frei.
Liu wurde in die Gehirnwäsche-Einrichtung Jinhua in Chengdu gebracht und später zu einer Haftstrafe von unbekannter Dauer verurteilt.
Es ist unklar, wann Liu zuletzt festgenommen und zu einer zweiten Haftstrafe verurteilt wurde und wie lange diese dauerte. Minghui.org bestätigte, dass er Ende März 2023 aus der Gruppe der neu aufgenommenen Häftlinge des Gefängnisses Yongchuan in Zelle sechs der Zehnten Abteilung verlegt worden war.
Da Liu an seinem Glauben festhielt musste er täglich stundenlang regungslos auf einem kleinen Hocker sitzen. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide, bis er nicht einmal mehr aufrecht sitzen konnte. Er wurde ins Gefängniskrankenhaus eingeliefert und starb dort einen Monat später – um den 4. Mai 2023 herum.
Früherer Bericht:
Verspätete Nachricht: 83-Jähriger aus Chongqing verstirbt 2023 in unrechtmäßiger Haft