(Minghui.org) Der britische Falun Dafa Verein erhielt am 23. Januar 2026 ein Unterstützungsschreiben des Britischen Ministeriums für Auswärtiges, Commonwealth und Entwicklung (im Folgenden britisches Außenministerium) als Reaktion auf Drohungen gegen die UK-Tournee von Shen Yun Performing Arts im Jahr 2026. Die Drohungen scheinen von Agenten der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) auszugehen und sind Versuche, Desinformation zu verbreiten und Shen Yun an Auftritten in Großbritannien zu hindern.
Die KPCh verfolgt Shen Yun, weil die Künstler des Ensembles die spirituelle Praxis Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) ausüben, die seit 1999 vom chinesischen Regime verfolgt wird. Die Shen-Yun-Aufführungen präsentieren zudem die 5.000-jährige chinesische Kultur aus der Zeit vor dem Kommunismus.
Nachdem Theater, in denen Shen Yun gastierte, mehrere Drohungen erhalten hatten, wandte sich der britische Falun Dafa Verein an die britische Regierung. Das britische Außenministerium antwortete: „Jeglicher Versuch einer ausländischen Macht, Einzelpersonen oder Gemeinschaften im Vereinigten Königreich einzuschüchtern, zu belästigen oder zu schädigen, wird nicht toleriert.“
Schreiben des britischen Außenministeriums an den Falun Dafa Verein vom 23. Januar 2026
Der britische Teil der Tournee 2026 von Shen Yun Performing Arts startete offiziell am 2. Januar. Der Ticketverkauf lief hervorragend, fast alle Vorstellungen waren ausverkauft. Mehrere Theater, in denen Shen Yun gebucht war, erhielten jedoch vor und während der Aufführungen Droh-E-Mails von KPCh-Aktivisten. Einige waren auf Chinesisch, andere auf Englisch verfasst und enthielten Gewaltdrohungen sowie Andeutungen politischer Konsequenzen.
Das erste Theater mit Auftritten von Shen Yun Performing Arts in Großbritannien, ein Theater in Birmingham, erhielt einige Tage vor den Vorstellungen im Abstand von wenigen Tagen zwei Droh-E-Mails.
In der ersten E-Mail hieß es:
„Sagen Sie die Shen-Yun-Aufführungen ab, sonst wird der britische Premierminister Keir Starmer aus großer Entfernung erschossen!“
Die zweite E-Mail lautete:
„Wir haben zahlreiche Plastikbomben installiert; diese Bomben werden in einer Stunde explodieren.“
In Oxford, dem zweiten britischen Tourneeort von Shen Yun, erhielt das gastgebende Theater vor den Aufführungen ähnliche Droh-E-Mails. Eine Nachricht gab sich als „unabhängiger Forscher“ für asiatische Kultur und Falun Dafa aus und behauptete, eine Risikobewertung zu erstellen. Die E-Mail enthielt Desinformationen und Drohungen:
„Die chinesische Regierung betrachtet die Ausrichtung von Shen-Yun-Aufführungen als feindseligen politischen Akt.
Dauerhafter Ausschluss: Veranstaltungsorte, die Shen Yun beherbergen, werden häufig auf ‚Nichtkooperationslisten‘ gesetzt. Dies kann in der Praxis zu einem dauerhaften Verbot führen, zukünftig offizielle chinesische Staatsorchester, Ballettkompanien oder Ausstellungen auszurichten. Ein solches Ergebnis würde Ihr Theater effektiv vom Zugang zum riesigen chinesischen Kulturmarkt und den damit verbundenen Sponsoring-Möglichkeiten ausschließen.“
Darüber hinaus ging am 10. Januar 2026 beim britischen Ticketbüro von Shen Yun sowie beim Theater in Oxford eine E-Mail ein, in der sich der Absender als eine bekannte Persönlichkeit ausgab. In der E-Mail hieß es:
„Wenn Sie Shen Yun aufführen, wird es einen Terroranschlag geben. Das ist kein Scherz.“
Der E-Mail war ein Foto einer Kugel beigefügt.
Die Theater in Birmingham und Oxford meldeten die Vorfälle der örtlichen Polizei. Diese nahm umgehend Ermittlungen auf und verstärkte die Sicherheitsvorkehrungen während der Vorstellungen. Trotz Beeinträchtigungen konnten die Vorstellungen schließlich doch planmäßig stattfinden.
Der britische Falun Dafa Verein wandte sich daraufhin mit einem Schreiben an die britische Regierung und das zuständige Ministerium bezüglich der Drohungen. Das britische Außenministerium sandte am 23. Januar eine offizielle Antwort, in der es Falun Gong und Shen Yun Performing Arts seine uneingeschränkte Unterstützung zusicherte.
In dem Schreiben an den Falun Dafa Verein äußerte das Ministerium zunächst seine Besorgnis über die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden und Shen-Yun-Künstlern:
„Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 9. Januar bezüglich der jüngsten Drohungen gegen Shen-Yun-Künstler und deren Veranstaltungsorte in Großbritannien. Die Religions- und Glaubensfreiheit ist in China stark eingeschränkt. Großbritannien ist besorgt über die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden in China und im Ausland.“
Das Schreiben verdeutlichte die Position der Regierung: „Diese Regierung steht entschieden für die Menschenrechte ein und setzt sich für die Förderung und den Schutz des Rechts auf Religions- und Glaubensfreiheit für alle ein, einschließlich Falun-Gong-Praktizierender, Shen-Yun-Künstler und deren Publikum.“
Das Ministerium bekräftigte das Hauptanliegen der Regierung: „Die oberste Pflicht der Regierung ist die Sicherheit des Landes. Wir sind entschlossen, auf ausländische Einmischung zu reagieren, insbesondere auf Handlungen, die einer transnationalen Repression gleichkommen. Jegliche Versuche einer ausländischen Macht, Einzelpersonen oder Gemeinschaften im Vereinigten Königreich einzuschüchtern, zu belästigen oder zu schädigen, werden nicht toleriert.“
Am Ende des Schreibens bekräftigte die Regierung ihre Haltung erneut: „Ich hoffe, diese Antwort versichert Ihnen, dass die Regierung die Sicherheit von Falun-Gong-Praktizierenden, Shen-Yun-Künstlern und deren Publikum sehr ernst nimmt.“