(Minghui.org) Vier Frauen aus der Stadt Weifang in der Provinz Shandong wurden am 27. Januar 2026 verurteilt, weil sie Falun Dafa praktizieren.
Wang Sumei, 69, ist Rentnerin einer Düngemittelfabrik. Sie wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt; Wu Aicong, 78, erhielt 16 Monate; Yan Jianyun, 77, wurde zu 14 Monaten verurteilt und Wang Yufen, 80, erhielt 10 Monate.
Die vier Frauen wurden im Jahr 2025 innerhalb weniger Tage von Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Fangzi und der Polizeistation Fenghuang festgenommen. Wu wurde am 29. August festgenommen, gefolgt von Wang Yufen am 30. August, Wang Sumei am 1. September und Yan am 3. September.
Man brachte die Frauen in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Weifang. Wang Yufen wurde 18 Tage später gegen Kaution freigelassen. Yan bekam während ihrer Haft Ödeme und wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt ebenfalls gegen Kaution freigelassen. Ihre Familie brachte sie zur Behandlung ins Krankenhaus.
Wang Sumeis Tochter, die nach einer Gallenblasenoperation im Krankenhaus lag, als ihre Mutter verhaftet wurde, suchte nach ihrer Entlassung zusammen mit ihrem Vater die Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Fangzi auf. Die Polizei versprach, ihre Mutter innerhalb von drei Tagen freizulassen. Dies geschah jedoch nicht. Sie kontaktierte die Polizei erneut und erhielt die Auskunft, ihre Mutter werde in einem Monat freigelassen, was ebenfalls nicht eintrat. Bei einem dritten Gespräch mit der Polizei überredeten die Beamten ihren Vater, ein Dokument zu unterschreiben, das lediglich mit einem Siegel versehen war.
Die Polizei leitete den Fall gegen die vier Frauen später an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Fangzi weiter, die den Fall jedoch wegen unzureichender Beweise zurückwies. Die Polizei fälschte daraufhin weitere Beweise und erreichte schließlich, dass die Staatsanwaltschaft den Fall annahm und Anklage gegen die Frauen erhob.
Das Bezirksgericht Fangzi verhandelte den Fall am 27. Januar 2026. Yan und Wang Yufen wurden von ihren Familienangehörigen zum Gerichtsgebäude begleitet. Wang Sumei und Wu wurden von Gerichtsdienern in den Gerichtssaal geführt und trugen Handschellen.
Der Vorsitzende Richter unterbrach Wang Sumei und Wu wiederholt, als diese sich in eigener Sache verteidigten. Am Ende der Verhandlung verurteilte er alle vier Praktizierenden.
Wu war am 12. Juni 2018 schon einmal festgenommen, nachdem jemand sie angezeigt hatte, weil sie mit Menschen über Falun Dafa gesprochen hatte. Damals wurde sie zur Vernehmung auf die Polizeiwache Nanyuan gebracht. Als sie sich weigerte, ihre Fingerabdrücke abzugeben, schlugen und traten die Polizisten auf sie ein. Sie brachten sie in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Weifang, das sie jedoch nicht aufnahm. Denn eine ärztliche Untersuchung hatte ergeben, dass sie nicht haftfähig war. Sie wurde zurück zur Polizeiwache gebracht. Die Polizei beschlagnahmte die 286 Yuan (ca. 35 Euro) Bargeld, die sie bei sich trug, und zwang ihre Tochter, 300 Yuan (ca. 37 Euro) zu zahlen, bevor Wu um 21:30 Uhr freigelassen wurde.
Fünf Beamte der Polizeistation Fenghuang brachen am 27. August 2019 in Yans Wohnung ein. Sie war nicht zu Hause. Die Beamten beschlagnahmten alle ihre Falun-Dafa-Bücher. Am nächsten Tag kehrten sie zurück und filmten und fotografierten sie gegen ihren Willen. Sie zwangen sie außerdem, Dokumente zu unterschreiben.
Wu und Yan sprachen am 10. April 2022 gegen 7 Uhr morgens mit Passanten über Falun Dafa, als jemand sie bei der Polizei meldete. Sie wurden zur Polizeistation Fenghuang gebracht und gegen 17 Uhr wieder freigelassen. Als sie in ihre Wohnungen zurückkehrten, stellten sie fest, dass die Polizei ihre Falun-Dafa-Bücher beschlagnahmt hatte. Auch Wus Musikplayer und ein Porträt des Begründers von Falun Dafa waren verschwunden. Am 15. und 18. April 2022 suchte die Polizei die beiden Frauen in ihren Wohnungen auf und forderte sie auf, Dokumente zu unterschreiben. Beide weigerten sich, dem nachzukommen.