(Minghui.org) Die Falun-Gong-Praktizierende Feng Suxia, 62, aus der Stadt Renqiu, Stadtbezirk Cangzhou, Provinz Hebei, wurde am 10. Oktober 2025 von der städtischen Staatssicherheitsbrigade verschleppt. Danach durchsuchten die Beamten ihre Wohnung. Anschließend wurde sie in der örtlichen Haftanstalt gesperrt und mittels fingierter Beweise angeklagt.
Am 6. Januar 2026 führte das Gericht der Stadt Renqiu einen illegalen Prozess gegen Feng durch und verurteilte sie zu drei Jahren und drei Monaten Haft. Sie hat Berufung eingelegt.
Am Vormittag des 10. Oktober 2025 drangen Mitarbeiter der Staatssicherheitsbrigade der Stadt Renqiu gemeinsam mit Beamten der Polizeistation der Gemeinde Chuan’an in Fengs Wohnung ein, verschleppten sie gewaltsam und durchsuchten die Wohnung. An diesem Tag waren zahlreiche Polizisten vor Ort, einige sogar bewaffnet. Sie umstellten ihr Haus, sodass Dorfbewohner sich nicht nähern konnten. Sie beschlagnahmten mehrere private Gegenstände, sogar ihr Elektrofahrrad, das sie täglich benutzt.
Anschließend brachten sie Feng in die Haftanstalt der Stadt Renqiu. Am 22. Oktober 2025 ordnete die Polizei eine formelle Festnahme gegen sie an.
Am 6. Januar 2026 führte das Gericht der Stadt Renqiu einen illegalen Prozess gegen sie durch und verurteilte sie zu drei Jahren und drei Monaten Haft.
Feng Suxia stammt aus dem Dorf Beicaokou-Yi der Gemeinde Chuan’an in der Stadt Renqiu. Seit sie 1998 mit der Praxis von Falun Dafa begonnen hatte, erfuhr sie positive Veränderungen von Körper und Geist – alel ihre über viele Jahre angesammelten Krankheiten verschwanden. Sie begann, bei allem zuerst an andere zu denken und richtete ihr Handeln an den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht aus. Sie forderte von sich, ein guter Mensch zu sein und kümmerte sich um ihren Schwiegervater und ihre Schwiegermutter. Dadurch harmonisierte sich ihre familiäre sowie ihre nachbarschaftliche Beziehung.
Ihr Schwiegervater war damals vier Jahre lang gelähmt. In der Familie gab es fünf Brüder, doch der alte Mann wollte nur bei ihr leben. Die anderen Brüder übernahmen lediglich finanzielle Beiträge, während sie allein für die Pflege verantwortlich war. Sie kümmerte sich in jeder Hinsicht sorgfältig um den alten Schwiegervater: Sie wusch ihm täglich Gesicht und Hände, half ihm beim Stuhlgang und Wasserlassen, wusch die Wäsche, kochte für ihn und fütterte ihn. Die Dorfbewohner bezeichneten sie alle als eine selten gute Person.
Nach Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 verstand Feng Suxia nicht, warum es nicht einmal mehr erlaubt sein sollte, ein guter Mensch zu sein. Mit nur etwas mehr als zehn Yuan reiste sie nach Peking, um an die höhere Instanz zu appellieren. Die Polizei brachte sie zurück und sperrte sie in der Haftanstalt von Renqiu ein. Erst nach dreizehn Tagen ließ der Beamte Zhang Aitian sie frei, nachdem er von ihrer Familie 5.000 Yuan erpresst hatte. Zu dieser Zeit war die Familie in äußerster Not: Zwei Kinder gingen zur Schule, ältere Familienmitglieder waren krank, und es gab kaum Einkommen. Ihr Ehemann lieh sich mühsam von allen Seiten Geld zusammen, um diese 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) aufzubringen (Anmerkung: Das durchschnittliche monatliche Pro-Kopf-Einkommen in Renqiu lag 1999 bei etwa 300 Yuan).
In der ersten Hälfte des Jahres 2004 schrieb Feng Suxia einen Brief an Zhang Aitian, um die Rückgabe des Geldes zu verlangen. Daraufhin wurde sie von Du Zhongfu von der Polizeibehörde zusammen mit sechs bis sieben weiteren Personen erneut in die Haftanstalt, gebracht und dort über mehrere Monate inhaftiert.
Am 25. August 2010 gegen 23 Uhr drangen mehr als zehn Polizisten des Polizeiamts Renqiu und der Polizeistation Chuan’an über die Mauer in ihr Haus ein. Sie trugen Leitern, Elektroschlagstöcke und Schlagstöcke bei sich und entführten Feng gewaltsam zur Unterbehörde Chuan’an. Sie trug zu diesem Zeitpunkt nur kurze Hosen und ein Unterhemd. Dort fesselten die Polizisten ihre Hände auf dem Rücken und zwangen sie, auf einem Eisenstuhl zu sitzen. Als ihre Angehörigen sie sahen, stellten sie fest, dass ihre Handgelenke an mehreren Stellen aufgeschürft und stark angeschwollen waren.
Während Feng Suxias Inhaftierung in der Haftanstalt von Renqiu arbeiteten Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen, um sie zu verleumden. Am 1. März 2011 um 9 Uhr führte das Gericht von Renqiu einen illegalen Prozess durch. Während der Verhandlung wurde sie gezwungen, Handschellen und Fußfesseln zu tragen. Sie war blass, ihr ganzer Körper war geschwollen, ihr Gesundheitszustand äußerst schlecht, und sie konnte nicht einmal allein in ein Fahrzeug einsteigen. Um die Öffentlichkeit und die Angehörigen zu täuschen, zog das Gericht absichtlich gewöhnliche Strafgefangene als sogenannte Schöffen hinzu. Am Ende verurteilte das Gericht sie illegal zu drei Jahren Haft mit vier Jahren Bewährung.
Während der neun Monate in der Haftanstalt befand sie sich aufgrund der Misshandlungen mehrmals in Lebensgefahr. Auch ihre Familie stand unter enormem psychischem und körperlichem Druck. Ihre betagte Schwiegermutter, die aus Sorge um ihre Schwiegertochter starker seelische Belastung ausgesetzt war, verstarb am nächsten Tag. Während der Beerdigung erlaubte die Polizei von Renqiu Feng Suxia nicht, nach Hause zurückzukehren und sich ein letztes Mal von der Verstorbenen zu verabschieden. Die illegale Festnahme erfolgte während der herbstlichen Erntezeit. Der Mais auf ihren Feldern konnte nicht geerntet werden und somit konnte auch die nächste Weizensaat nicht bestellt werden.