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Ruhm und Gewinn leichtnehmen, andere an die erste Stelle setzen

1. März 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Ich habe 1997 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begann, erlebte ich – wie viele andere Praktizierende – Schwierigkeiten und stand unter enormem Druck durch meine Familie und die Gesellschaft. Geleitet von den Fa-Prinzipien des Meisters und mit Unterstützung meiner Mitpraktizierenden bestand ich eine Prüfung nach der anderen.

Der Meister beseitigte meine Krankheiten

Nachdem mein Mann begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, brachte er das Buch Zhuan Falun mit nach Hause. Ich las es voller Begeisterung und mein Herz wurde klar und offen – das war genau das, wonach ich gesucht hatte! Ich erkannte, dass der Zweck unseres Daseins nicht darin besteht, ein menschliches Leben zu leben, sondern darin, zu unserem ursprünglichen, wahren Selbst zurückzukehren.

Wir lebten auf einem Universitätscampus, wo es einen gemeinsamen Übungsplatz gab. Außerdem hatten wir wöchentliches Fa-Lernen, bei dem Praktizierende jedes Alters gemeinsam aus dem Zhuan Falun vorlasen. Es war stets sehr friedlich; Körper und Geist verschmolzen mit dem Fa. Alle waren zufrieden.

Wir machten die Übungen um 5 Uhr morgens. Das Energiefeld war sehr stark. Danach fühlte sich mein Körper leicht an und ich war fröhlich. Früher war eine Seite meines Kopfes taub gewesen und ich hatte mich deswegen behandeln lassen, aber ohne Erfolg. Nachdem ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, hatte ich eine Erfahrung im Halbschlaf: Ich sah mehrere Menschen vor meinem Bett stehen und hörte eine Stimme sagen: „Passt sie ein wenig besser an!“ Als ich aufwachte, wusste ich, dass die Fashen des Meisters etwas für mich berichtigt hatten. Danach war die Taubheit verschwunden und ich erkältete mich nicht mehr so häufig.

Als ich anfing, die fünfte Übung, die Sitzmeditation, zu machen, waren die Schmerzen beim Sitzen im vollen Lotussitz so stark, dass ich meine Beine fast sofort wieder ausstrecken musste. Als ich weiter das Fa lernte und meine Xinxing erhöhte, konnte ich immer länger im Lotussitz sitzen, von fünf Minuten über zehn, fünfzehn Minuten, eine halbe Stunde bis zu einer ganzen Stunde.

Die Übungen zu praktizieren, bedeutet, körperliche und geistige Härten zu ertragen. Wenn die Schmerzen in den Beinen stark waren, wurde auch mein Herz unruhig. Oft weinte ich grundlos während der Meditation. Vielleicht verstand meine wissende Seite, welche Mühen der Meister auf sich genommen hatte, um mich zu erretten. Danke, Meister, für Ihre grenzenlose Barmherzigkeit!

Wenn wir Zeit hatten, gingen wir auf die Straße, um die Übungen zu machen, damit andere von unserem Übungsplatz erfuhren und um das Fa in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Wir organisierten auch Treffen, um uns die Vortragsreihe des Meisters auf Video anzusehen. Die Praktizierenden lernten voneinander und ermutigten einander in der Kultivierung – wir alle konnten unsere Xinxing schnell erhöhen.

Dunkle Wolken vor dem Sturm

Monate bevor die Verfolgung am 20. Juli 1999 begann, spürten wir bereits den Druck der KP Chinas. Oft tauchten Fremde an den Übungsplätzen auf; später wurde uns klar, dass es sich um Spezialagenten handelte, die die Praktizierenden überwachten. Einmal organisierten wir ein gemeinsames Üben im Industrie- und Handelszentrum der Stadt. Am Nachmittag vor der Veranstaltung rief mich ein Vorgesetzter an und sagte: „Gehen Sie morgen nicht dorthin. Die Polizei weiß bereits davon. Wenn Sie hingehen, tragen Sie die Konsequenzen.“

Ich war beunruhigt und rezitierte im Stillen die Worte des Meisters:

„Mächtige TugendDafa den Körper nicht verlässt,Zhen Shan Ren im Herzen bewahren;In der Welt großer Arhat,Gottheiten und Gespenster voller Angst.“(Mächtige Tugend, 06.01.1996, in: Hong Yin I)

Ich dachte: Dafa ist aufrichtig – was gibt es zu befürchten? Am nächsten Morgen, noch vor Sonnenaufgang, kam ich im Industrie- und Handelszentrum an. Die Praktizierenden stellten sich auf und machten die Übungen, begleitet von der sanften Musik. Körper und Geist waren ganz in das Fa eingetaucht. Nach den Übungen sahen wir Polizeiautos, die rund um das Gelände geparkt waren, und Polizisten in Zivil, gingen in kleinen Gruppen umher.

Sich standhaft kultivieren und Dafa bestätigen

Nach Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 mussten die Praktizierenden gleichzeitig der Verfolgung widerstehen, sich selbst gut kultivieren und Lebewesen erretten. Durch mein Verhalten gegenüber Familie, Freunden und Kollegen zeigten viele ihre Unterstützung für Praktizierende. Ich möchte einige Beispiele nennen.

Mein Spitzname ist Lian und ich bin das zweitälteste Mädchen unter uns sieben Geschwistern. Meine Mutter war immer sehr fleißig, sie arbeitete bis zu ihrem 85. Lebensjahr auf den Feldern. Ich habe mich immer an die Prinzipien von Dafa gehalten. Während der Winter- und Sommerferien der Universität und anderen Feiertagen fuhr ich nach Hause, um unserer Mutter bei der Feldarbeit zu helfen. Im Umgang mit meinen Geschwistern versuchte ich immer, ihnen mehr zu geben und bei persönlichen Interessen zurückzustecken. Das konnte ich nur tun, weil ich Dafa praktizierte.

Früher war ich kleinlich und berechnete genau Gewinn und Verlust. Nach Beginn meiner Kultivierung bemühte ich mich, bei finanziellen Angelegenheiten mehr beizutragen, etwa bei der Feier zum Geburtstag meiner Mutter, und übernahm mehr Verantwortung. Ich wusste, dass meine Geschwister beschäftigt waren, daher sollte ich als Praktizierende an sie denken und ihre Last verringern.

Im Jahr 2015, kurz nachdem ich aus der illegalen Haft entlassen worden war, sagte meine Mutter zu uns: „Meine Zahnprothese passt nicht gut, ist kann kaum essen.“

Meine Geschwister sagten nichts, aber ich sagte: „Mama, mach dir keine Sorgen, ich bringe dich zu einem neuen Zahnarzt, der dir eine neue Zahnprothese anfertigt.“ Mehrmals begleitete ich sie zum Zahnarzt, bis sie mit ihrem Gebiss zufrieden war.

Einmal sagte meine vierte Schwester: „Von uns allen ist Lian Mamas Liebling.“ Ich war etwas überrascht, als ich das hörte, vielleicht weil meine Mutter mir das nie gesagt hatte. Als mein jüngster Bruder in finanzielle Schwierigkeiten geriet, half ich ihm und gab ihm über 10.000 Yuan, obwohl meine eigene finanzielle Situation nicht besonders gut war. Er bedankte sich aufrichtig bei mir.

Eines Nachts, als meine Mutter schwer krank war, sagte mein älterer Bruder: „Mama, sag schnell die glückverheißenden Worte!“ Meine Mutter sagte: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Das freute mich sehr. Ich hatte ihr ein Zhuan Falun gegeben. Sie war Analphabetin, aber sie trug das Buch überall mit sich herum und bat andere, es ihr vorzulesen. Auf diese Weise nahm sie den gesamten Inhalt auf.

Mein Schwager trat schließlich aus der Kommunistischen Partei aus

Mein Mann hat viele Geschwister, und ich verstehe mich gut mit ihnen. Mein Schwiegervater bevorzugte seinen dritten Sohn Jian etwas und gab ihm den größten Teil seiner Ersparnisse. Als Jian beispielsweise eine Wohnung kaufte, schenkte er ihm 80.000 Yuan in bar. Als Praktizierende wusste ich, dass ich mich nicht mit anderen über materielle Interessen streiten sollte.

Als meine Schwiegereltern älter wurden, renovierten wir eine Wohnung, die wir gerade gekauft hatten, und ließen sie dort wohnen. Als mein Schwiegervater starb, waren noch mehr als 10.000 Yuan auf seinem Bankkonto, die Jian stillschweigend abhob. Meine Schwiegermutter hatte keine Rente und erhielt nur etwas mehr als 100 Yuan pro Monat. Wir nahmen sie bei uns auf und kümmerten uns mehrere Jahre lang um sie. Jian besuchte sie selten und rief sie auch kaum an.

Der Meister lehrt uns, selbstlos zu sein und zuerst an andere zu denken. Daher sollten Praktizierende bei allem, was sie tun, Rücksicht auf andere nehmen. Mein Mann sagte zu Jian: „Konzentriere dich einfach auf deine Arbeit. Wir kümmern uns um Mama.“

Als Jian eine Wohnung kaufte und sein Sohn heiratete, lieh er sich Geld von uns. Aber als mein Mann illegal inhaftiert wurde, fragte Jian nicht nach ihm, sodass ich ziemlich verärgert war. Auch meine anderen Schwägerinnen sagten: „Leih ihm kein Geld. Wie kann er es wagen, darum zu bitten?“

Ich ermahnte mich, dass ich eine Kultivierende bin und Dinge nicht wie gewöhnliche Menschen beurteilen sollte, geschweige denn Groll hegen. Sofort verschwand dieses Gefühl der Unausgeglichenheit; stattdessen empfand ich Mitleid mit ihm und gab ihm das Geld.

Letztes Jahr, am ersten Tag des Mondneujahrs, versammelten sich viele Verwandte meines Mannes in unserem Haus, und auch Jian kam. Während sie anstießen, stand er auf und sagte: „Lian, abgesehen von Mama bist du diejenige, die mich am besten behandelt hat!“

Ich sagte: „Das kann ich nur, weil ich Falun Dafa praktiziere. Du solltest schnell aus der KPCh austreten.“

In der Vergangenheit, hatte er, wenn ich ihn dazu drängte, auszutreten, entweder geschwiegen oder das Thema gewechselt. Dieses Mal drängte ihn eine meiner Schwägerinnen, die die Wahrheit bereits verstanden hatte: „Mach es schnell. Wozu brauchst du die Partei?“

Jian sagte: „Ich habe schon vor langer Zeit aufgehört, die Beiträge an die KP zu zahlen. Ich habe dem Parteikomitee des Dorfes mitgeteilt, dass ich austrete.“

Ich sagte: „Du musst es hier auch noch erklären, um den giftigen Eid zu löschen. Nur dann wird der Himmel es anerkennen und dir eine gute Zukunft bescheren.“

Als er das hörte, sagte er: „Ja, ich werde austreten.“ Wir freuten uns alle für ihn.

Eigeninteressen loslassen

Wir mieteten eine große Wohnung auf dem Campus, damit wir uns um unsere Enkelin kümmern konnten. Die Leute im Gebäude sagten, mein Vermieter sei sehr schwierig im Umgang. Als Kultivierende dachte ich jedoch, dass sich alle Probleme lösen ließen, egal wie schwierig sie auch schienen.

Der Vermieter war sehr stur. Er und der Nachbar unter ihm hegten wegen eines Problems mit den Abflussrohren einen tiefsitzenden Groll gegeneinander. Am Tag meines Einzugs kam der Nachbar von unten zu uns und bat uns, vorsichtig mit dem Wasserverbrauch zu sein, damit es nicht nach unten tropfte.

Ich sagte: „Keine Sorge, wenn es ein Problem gibt, können wir darüber reden.“ Wir inspizierten die Wohnung und stellten fest, dass die gusseisernen Rohre verrostet waren und leckten, ebenso wie die Rohrverbindungen.

Mein Nachbar aus dem Obergeschoss sagte: „Alle wollten die aktuellen Rohre durch PVC-Rohre ersetzen, aber Ihr Vermieter war damit nicht einverstanden, deshalb konnten wir es nicht tun.“ Ich war sehr vorsichtig mit meinem Wasserverbrauch, aber es lief trotzdem nach unten.

Ich sprach mit unserem Vermieter über Reparaturen, aber er bestand darauf: „Das Abflussproblem sollte von der Schule behoben werden. Sie sollten sich an die Logistikabteilung wenden.“

Aber alle Nachbarn sagten: „Ihr Vermieter sollte die Abflüsse reparieren und dafür bezahlen.“ Sie hatten sich wegen dieser Angelegenheit längst mit ihm überworfen. Ich fragte mich: Wie können wir das lösen?

Ich besprach es mit meinem Mann und wir beschlossen: „Wir bezahlen jemanden und lösen das Problem selbst.“ Wir beauftragten jemanden mit der Reparatur der Abflüsse. Der Nachbar aus dem Erdgeschoss war sehr froh und sagte: „Ich habe mich umgehört – alle in der ganzen Wohnanlage sagen, dass Sie ein guter Mensch sind!“

Nach unserem Einzug kosteten uns diese Reparaturen mehr als 2.000 Yuan. Als wir später auszogen, waren von unserer Kaution noch mehr als tausend Yuan übrig – doch der Vermieter weigerte sich unter verschiedenen Vorwänden, sie uns zurückzugeben. Unser Schwiegersohn war wütend und stritt sich mit ihm. Wir sagten ihm: „Wenn er sie nicht zurückgibt, vergessen wir es einfach.“

Der Frau des Vermieters gab ich einen USB-Stick mit Informationen über Falun Dafa. Ich unterhielt mich auch mit ihnen und forderte sie auf, aus der KP und ihren Unterorganisationen auszutreten. Nachdem sie nach Hause zurückgekehrt waren, schauten sie sich beide die Dafa-Websites an und gewannen ein klares Verständnis für das Wesen der Partei. Sie sagten: „Wir sympathisieren wirklich mit den Falun-Dafa-Praktizierenden. Die KPCh ist echt böse!“

Mein über zwanzigjähriger Kultivierungsweg mag unspektakulär erscheinen, doch im tiefsten Innern ist mir bewusst, dass es die Barmherzigkeit des Meisters und die Größe von Dafa waren, die mich von einer berechnenden, egoistischen Person in eine gesunde Praktizierende verwandelten, die zuerst an andere denkt und Ruhm und Gewinn leichtnimmt.

Dadurch konnte ich mein wahres Selbst in dieser trüben Welt finden und eine heilige Dafa-Schüler werden, die dem Meister dabei hilft, das Fa zu berichtigen und Lebewesen zu retten.