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Verbrechen von Zhang Fengwu und Huang Yanchun vom Gericht der Stadt Linghai sowie Ma Liang von der Staatsanwaltschaft der Stadt Linghai

1. März 2026 |   Von einem Minghui-Korespondent

(Minghui.org) Am 10. Dezember 2025, dem Tag der Menschenrechte, reichten Falun-Dafa-Praktizierende aus 48 Ländern eine weitere Liste von Parteifunktionären ein, die an der Verfolgung von Falun Dafa beteiligt waren. Die Praktizierenden fordern von ihren Regierungen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, ihnen und/oder ihren Familienangehörigen die Einreise zu verweigern und ihr Vermögen einzufrieren.

Nachfolgend werden die begangenen Straftaten der folgenden Personen detailliert aufgeführt. Es handelt sich um Zhang Fengwu, Parteisekretär und Präsident des Stadtgerichts Linghai (Provinz Liaoning). Huang Yanchun, Vizepräsidentin des Stadtgerichts Linghai, und Ma Liang, Parteisekretär und Oberstaatsanwalt der Stadtstaatsanwaltschaft Linghai.

Informationen der Täter

Vollständiger Name: Zhang (Nachname) Fengwu (Vorname)Geschlecht: MännlichLand: ChinaTitel oder Position: Parteisekretär und Präsident des Stadtgerichts Linghai seit Dezember 2021

Vollständiger Name: Huang (Nachname) Yanchun (Vorname)Geschlecht: WeiblichLand: ChinaGeburtsdatum/-jahr: 1984Titel/Position: Derzeitige Vizepräsidentin des Stadtgerichts Linghai; seit November 2022 Vorsitzende Richterin der Strafkammer desselben Gerichts

Vollständiger Name: Ma (Nachname) Liang (Vorname)Geschlecht: MännlichLand: ChinaGeburtsdatum/-jahr: Oktober 1970Ethnische Zugehörigkeit: MandschuTitel oder Position: Derzeitiger Parteisekretär und Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Linghai. Zuvor war er stellvertretender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Tianqiao in Jinzhou, stellvertretender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft der Entwicklungszone Jinzhou, Leiter der Zweiten Abteilung für öffentliche Strafverfolgung der Volksstaatsanwaltschaft Jinzhou sowie Parteisekretär und Oberstaatsanwalt der Volksstaatsanwaltschaft Beizhen.

Hauptverbrechen

Seit 2020 sind die Staatsanwaltschaft und das Gericht der Stadt Linghai für Falun-Dafa-Fälle im Großraum Jinzhou zuständig. Zwischen 2022 und 2024 wurden in Jinzhou mindestens 75 Falun-Dafa-Praktizierende verurteilt. Damit ist Jinzhou die Region mit den meisten ungerechtfertigten Verurteilungen in der Provinz Liaoning.

Seit ihrem Amtsantritt 2021 haben Ma Liang, der leitende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Lingyuan, und Zhang Fengwu, der Präsident des Gerichts Lingyuan, direkt an der Genehmigung von Verhaftungen, Anklagen und Verurteilungen von Falun-Dafa-Praktizierenden mitgewirkt.

Aufgrund ihrer aktiven Beteiligung an der Verfolgung erhielt Huang Yanchun zahlreiche „Auszeichnungen“ und wurde von ihrer Position als normalen Richterin zur Vorsitzenden Richterin des Strafgerichts und Vizepräsidentin des Gerichts befördert.

Ausgewählte Verurteilungsfälle

Fall 1: Frau aus Liaoning stirbt, nachdem die Behörden wiederholt versucht haben, sie zur Verbüßung einer fünfjährigen Haftstrafe wegen Falun Dafa wieder in Gewahrsam zu nehmen

Am 28. November 2024 suchten zwei Beamtinnen des Stadtgerichts Linghai Wei Xiuying in ihrer Wohnung auf, um sie zur Unterzeichnung einiger Dokumente zu bewegen. Ihr Mann war außer sich vor Wut, da seine Frau in der Nacht zuvor gestorben war. Die Behörden hatten zuvor wiederholt versucht, sie wegen des Praktizierens von Falun Dafa und der damit verbundenen fünf Jahre langen Haftstrafe wieder in Gewahrsam zu nehmen.

Die etwa 76-jährige Wei war am 25. Mai 2021 verhaftet und gegen Kaution freigelassen worden, nachdem sie die ärztliche Untersuchung nicht bestanden hatte. Am 24. Februar 2023 wurde sie zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) verurteilt. Zwei Monate später wurde ihre Berufung abgewiesen. Die Behörden versuchten wiederholt, sie wieder in Gewahrsam zu nehmen, zuletzt am 28. November 2024, dem Tag nach ihrem Tod.

Fall 2: Sieben Frauen, darunter vier über 70 und 80 Jahre alt, wegen Falun Dafa verurteilt

Bei einer Gruppenverhaftung in Jinzhou am 27. November 2021 wurden elf Falun-Dafa-Praktizierende in der Wohnung von Kang Guiyun festgenommen. Sieben von ihnen wurden nach einer Anhörung am 13. Juli 2022 vom Gericht in Linghai verurteilt.

- Zhang Yingling (61) und Jin Xiaomei (52) wurden jeweils zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) verurteilt.

- Kang Guiyun (70) erhielt eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren und eine Geldstrafe von 5.000 Yuan.

- Liu Yurong (60), Li Shufang (80) und Chen Wenxue (77) wurden jeweils zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (etwa 240 Euro) verurteilt.

- Liu Baolian (81) wurde zu einem Jahr Haft mit zweijähriger Bewährungszeit und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan verurteilt.

Fall 3: 81-jährige Frau während ihrer 15-monatigen Haftstrafe misshandelt

Wang Guixia, 81 Jahre alt, aus Jinzhou, Provinz Liaoning, wurde am 25. September 2022 verhaftet und später gegen Kaution freigelassen. Am 1. Februar 2024 wurde sie erneut inhaftiert. Im März 2024 verurteilte sie das Stadtgericht Linghai zu 15 Monaten Haft. Am 17. Juli 2024 wurde sie in das erste Frauengefängnis der Provinz Liaoning eingeliefert und am folgenden Tag der Abteilung 12 zugewiesen. Diese Abteilung war speziell für die Folter von Falun-Dafa-Praktizierenden eingerichtet, und keine Misshandlung wurde als übermäßig eingestuft.

Am 18. Juli 2024 wurde Wang in eine Einzelzelle mit den Mitgefangenen Zhang Hanwen, Fan Lili und Xu Liyan gesperrt, die sie abwechselnd bewachten. Sie zwangen sie, von 6:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr abends auf einem kleinen Plastikhocker zu sitzen. Mit der Zeit litt sie unter Rückenschmerzen und starken Schwellungen an Beinen und Füßen. Ihre Knöchel hatten zeitweise den Umfang ihrer Waden.

Während dieser Sitzfolter wurde Wang auch geschlagen. Am Mittag des 18. Juli 2024 packten die Mitgefangenen Zhang und Xu sie am Hemd, schleuderten sie hin und her und schlugen ihren Kopf gegen das Metallbettgestell. Eine eigroße Beule heilte erst Tage später ab.

Wang schrie um Hilfe, doch kein Wärter kam, um die Gefangenen aufzuhalten. Sie höhnten: „Es kümmert niemanden, ob du stirbst. Das Gefängnis hat jedes Jahr zwei Todesquoten. Wir haben kein Gesetz gebrochen, als wir dich gefoltert haben!“

Später beschuldigten die Wärter Wang, durch ihre Hilferufe die Gefängnisordnung gestört zu haben.

Drei Tage lang ließen die drei Gefangenen Wang weder trinken noch essen oder die Toilette benutzen. Sie gaben ihr lediglich fünf Minuten Zeit, um sich die Zähne zu putzen und zu waschen. Es gab keine Matratze, sodass sie auf einem harten Lattenrost mit nur einer dünnen Decke schlafen musste. Sie bekam auch kein Kissen.

Als Wang im Mai 2025 endlich freigelassen wurde, war sie abgemagert und schwach, ihre Beine stark geschwollen. Einst fröhlich und aufgeschlossen, war sie nun zurückgezogen und ängstlich. Sie litt zudem unter geistiger Erschöpfung und hatte Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren.

Fall 4: Sechs Falun-Dafa-Praktizierende zu Gefängnis verurteilt

Sechs Praktizierende in der Stadt Linghai wurden am 30. Dezember 2024 vom Stadtgericht Linghai verurteilt. Herr Wang Guiling, 69, erhielt eine Haftstrafe von fünf Jahren und eine Geldstrafe von 7.000 Yuan (etwa 840 Euro). Die Frauen Meng Chunying, 53, und Liu Yurong, 63, wurden zu viereinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 6.000 Yuan (etwa 720 Euro) verurteilt. Die Frauen Liu Jingju, 70, und Jing Suming, 74, erhielten jeweils zwei Jahre Haft und eine Geldstrafe von 4.000 Yuan (etwa 480 Euro). Herr Wang Zhoushan, 53, wurde zu eineinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 3.000 Yuan (etwa 360 Euro) verurteilt.

Die sechs Praktizierenden wurden am 14. April 2024 festgenommen. Die Polizei hatte sie monatelang observiert bevor sie diese festnahmen. Sie folgten ihnen zu Fuß und installierten Überwachungskameras in der Nähe ihrer Wohnungen. In einigen Fällen brachten sie auch Peilsender an ihren E-Bikes an. Polizisten befragten außerdem den Vermieter von Liu Yurong in Dalian, ebenfalls in der Provinz Dalian. Dieser war verängstigt und beschuldigte Liu, ihn darin verwickelt zu haben.

Fall 5: Verhaftete ehemalige Lehrerin auf Jobsuche – heimlicher Prozess ohne Wissen ihres Anwalts

Als die Familie und der Anwalt von Liu Yurong am 18. Juli 2022 ihre Verteidigungsschrift beim Gericht einreichen wollten, erfuhren sie mit Bestürzung von Richterin Xu Bing, dass bereits am 13. Juli ohne ihr Wissen eine Anhörung stattgefunden hatte.

Lius Familie rief am 13. Juli Richterin Xu an, um sich nach dem Stand des Verfahrens zu erkundigen. Bei diesem Anruf erwähnte Richterin Xu mit keinem Wort, dass die Anhörung am selben Tag stattgefunden hatte. Sie fragte die Familie lediglich, woher sie ihre Telefonnummer hätten, und drohte mit Vergeltungsmaßnahmen. Als die Familie später ihren Anwalt anrief und ihn um Hilfe bitten wollte, ging ihr Anruf nicht durch.

Liu, 60, ist ehemalige Mittelschullehrerin aus Jinzhou. Sie wurde am 27. November 2021 festgenommen, als sie die über 70-jährige Kang, ebenfalls aus Jinzhou, aufsuchte. Sie wollte sie bei der Jobsuche um Hilfe bitten. Die Polizei übergab ihren Fall umgehend der Staatsanwaltschaft von Linghai, die kurz darauf die Festnahme genehmigte.

Um Liu anzuklagen, versuchte die Polizei, sie zu einem Geständnis zu zwingen, dass sie zu Kang gegangen sei, um ihr Falun-Dafa-Materialien zu übergeben, anstatt nach einer Arbeit zu suchen. Liu weigerte sich, dem nachzukommen.

Sowohl Lius Familie als auch ihr Anwalt reichten bei der Polizei Briefe ein und forderten ihre Freilassung. Zudem schrieben sie an die Staatsanwaltschaft von Linghai. Sie baten den Staatsanwalt dringend, den Entschluss sie zu verhaften zurückzuziehen. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft reagierten auf ihre Anfragen.

Zeng Qiang, Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Linghai, teilte Lius Anwalt am 24. Januar 2022 mit, dass eine Freilassung seiner Mandantin ausgeschlossen sei. Als der Anwalt später Lius Akte einsehen konnte, stellte er fest, dass die Staatsanwaltschaft sie mangels Beweisen lediglich wegen „versuchter Straftat“ angeklagt hatte.

Lius Familie rief Staatsanwalt Zeng an. Er nahm den Anruf zwar entgegennahm, teilte der Familie jedoch mit, sie hätten sich verwählt, als sie über Lius Fall sprechen wollten. Bei einem erneuten Anruf war Zeng nicht mehr erreichbar.

Die Familie wandte sich auch an Richterin Xu vom Stadtgericht Linghai, um sich nach dem Stand des Verfahrens zu erkundigen. Die Richterin verweigerte jegliche Auskunft und vertröstete sie lediglich.

Frühere Berichte:

Mindestens 24 Falun-Dafa-Praktizierende im Jahr 2024 vom Gericht Linghai verurteilt

Stadtgericht Linghai verurteilte allein in den Jahren 2022 und 2023 mindestens 45 Praktizierende in der Großregion Jinzhou