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Todesmeldung: Über 70-Jährige aus Jilin nach jahrzehntelanger Verfolgung gestorben

15. März 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Jilin

(Minghui.org) Guo Xiuqing aus der Stadt Shulan, Provinz Jilin, starb am 2. März 2026, nachdem sie jahrzehntelang wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verfolgt worden war. Sie war über 70 Jahre alt.

In der Vergangenheit litt Guo an verschiedenen Krankheiten, darunter Leberzirrhose, Cholezystitis (Entzündung der Gallenblase), Pankreatitis, Angina pectoris (Brustschmerzen aufgrund unzureichender Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzens) und Migräne. Sie war leicht reizbar und geriet bereits aus der Fassung, wenn ihre Familie etwas laut sprach. Nachdem sie am 8. Mai 1998 mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen hatte, erholte sie sich auf wundersame Weise. Von da an wurde in ihrem Haus wieder gelacht.

Im Juli 1999 startete die Kommunistische Partei Chinas eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa. Guo hielt jedoch weiterhin an ihrem Glauben fest und wurde deswegen mehrmals verhaftet.

Zweimal verhaftet, weil sie nach Peking reiste, um für Falun Dafa zu appellieren

Im Oktober 1999 fuhr Guo nach Peking, um das Recht, Falun Dafa praktizieren zu dürfen, einzufordern. Nach ihrer Rückkehr erfuhr das örtliche Büro des Straßenkomitees Huancheng von ihrem Unterfangen und begann, sie zu Hause zu schikanieren. Man befahl ihr, Erklärungen zu schreiben, um sich „von Falun Dafa zu lösen“, was sie jedoch ablehnte.

Im Jahr 2000 brach Guo erneut nach Peking auf, wurde jedoch beim Einsteigen in den Zug von einem Zivilbeamten beobachtet. Er zerrte sie aus dem Zug und brachte sie zur Polizeistation Nancheng. Nachdem die Beamten sie durchsucht hatten, übergaben sie die Praktizierende an die Polizeistation Huancheng. Anschließend wurde sie in die Haftanstalt Nanshan überstellt, wo sie 15 Tage Administrativhaft ableistete. Nach Ablauf der Haftzeit musste sie 160 Yuan Verpflegungskosten zahlen und wurde zum Büro des Straßenkomitees in Huancheng gebracht. Nach einer weiteren Woche Gewahrsam wurde sie freigelassen.

Zwei Zwangsarbeitsstrafen

Am 15. November 2005 nahmen Beamte der Polizeistation Huancheng Guo auf ihrem Heimweg fest. Sie durchsuchten, beschimpften und schlugen sie und fuhren sie zu einem Verhör bei der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Shulan. Die Polizei flößte ihr gewaltsam Senföl ein und fesselte sie auf die Tigerbank. Nach etwa 20 Stunden Folter wurde Guo in die Haftanstalt Nanshan eingeliefert und bald darauf zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt.

Am 16. November 2005, einen Tag nach ihrer Festnahme, durchsuchte die Polizei ihre Wohnung und beschlagnahmte ein Abspielgerät, ein Porträt des Begründers von Falun Dafa, zwei Kassetten mit der Falun-Dafa-Übungsmusik sowie zwei Tonbänder mit Aufzeichnungen der Falun-Dafa-Lehre.

Am 29. Mai 2012 wurde Guo von Polizeichef Sun von der Polizeistation Huancheng erneut verhaftet. Polizisten durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien. Am darauffolgenden Tag verurteilten sie die Praktizierende zu Zwangsarbeit unbestimmter Dauer. Da bei ihr jedoch hoher Blutdruck festgestellt wurde, nahm die örtliche Haftanstalt sie nicht auf. Erst dann wurde sie freigelassen.

Immer wieder verfolgt

Am 7. August 2013 wurde Guo in die Gehirnwäsche-Einrichtung Shulan gebracht, die sich damals in einem Resort befand. Es ist unklar, wie lange sie dort festgehalten wurde.

Um den 22. August 2015 herum wurden Guo und viele andere lokale Praktizierende in ihren Wohnungen schikaniert, weil sie eine Klage gegen den ehemaligen chinesischen KPCh-Führer Jiang Zemin eingereicht hatten, der die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte. Die Polizei versuchte, Guo festzunehmen, doch es gelang ihr zu fliehen.

Am 27. April 2017 brachen drei Beamte der Polizeistation Huancheng in Guos Wohnung ein und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher sowie Informationsmaterialien. Sie brachten die Praktizierende zur Polizeistation, wo sie bis etwa 18 Uhr desselben Tages festgehalten wurde. Dieselbe Polizeistation nahm sie am 15. Oktober 2017 erneut fest und hielt sie mehrere Stunden lang in Gewahrsam.

Die Staatssicherheitsabteilungen der Städte Jilin und Shulan sowie die ihnen unterstellten Polizeistationen führten am 10. September 2019 eine Massenverhaftung lokaler Falun-Dafa-Praktizierender durch. Guo war nicht zu Hause, dennoch beschlagnahmten die Beamten ihre Falun-Dafa-Bücher.

Im Mai 2021 suchte die Polizei Guo drei Mal zu Hause auf. Da sie nicht anwesend war, verhafteten sie ihren Mann (kein Falun-Dafa-Praktizierender).

Sieben Beamte der Polizeistation Huancheng, darunter der stellvertretende Leiter Chen Rao und Ji Guofeng, nahmen Guo am 18. Februar 2022 in ihrer Wohnung fest. Sie wurde noch am selben Tag wieder freigelassen.

Am Nachmittag des 7. Mai 2022 brachen Beamte der Polizeistation Tiedong in Guos Wohnung ein und verhafteten ihren Mann. Sie selbst entging der Festnahme, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause war. Ihr Mann wurde bis zum nächsten Morgen festgehalten.

Am 29. Dezember 2025 erschien ein Beamter der Polizeistation Nancheng und fotografierte Guo ohne ihr Einverständnis. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits bettlägerig. Die Schikanen verschlimmerten ihren Zustand, bis sie am 2. März 2026 verstarb.

Frühere Berichte:

Polizisten flößen Praktizierenden gewaltsam Wasabi-Öl ein (Provinz Jilin)

Jilin Police Harass Numerous Falun Gong Practitioners