(Minghui.org) Als einziges Mädchen in meiner Familie mit fünf älteren Brüdern wurde ich verwöhnt. Ich musste nie körperlich arbeiten und wann immer es etwas Leckeres zu essen gab, bekam ich immer etwas davon ab. Ich war der ganze Stolz meiner Eltern. Die Leute sagten oft, ich sei gesegnet.
Mit 20 heiratete ich einen Mann, der mehr als 300 Meilen von meinem Zuhause entfernt wohnte. Mein glückliches Leben fand ein Ende. Mein Mann ist fünf Jahre älter als ich. Ich hoffte, er würde sich genauso um mich kümmern wie meine Brüder. Zu meiner Überraschung kümmerte er sich überhaupt nicht um mich, sondern sprach oft in einem sarkastischen Ton mit mir.
Als ich einmal krank wurde, ignorierte er mich völlig und beschwerte sich, meine Krankheit sei darauf zurückzuführen, dass ich nicht arbeiten würde. Nach diesen Worten verließ er das Haus. Ich lag im Bett, fühlte mich elend und hungrig und weinte, weil ich so verletzt war.
Die Familie meines Mannes war sehr arm. Selbst als ich schwanger war, hatten wir kaum etwas zu essen. Wir bekamen nur zwei Mahlzeiten am Tag, bestehend aus Haferbrei mit einem Brötchen. Mir war übel und ich wollte nichts essen, zwang mich aber jedes Mal, ein wenig hinunterzuschlucken. Ich war so hungrig, dass mein Magen ständig knurrte. Meinem Mann war das egal. Stattdessen sagte er: „Du hast Haferbrei und ein Brötchen bekommen, was du aber nicht essen willst. Wem gibst du da die Schuld?“ Wieder weinte ich still vor mich hin.
So kämpfte ich mich durch jene Tage, lebte in ständigem Elend. Immer wenn ich weinte, schimpfte mein Mann mit mir. Später lernte ich, leise unter der Bettdecke zu weinen. Ich weinte so viel, dass meine Sehkraft mit der Zeit verschwamm. Ich war so einsam und unglücklich. Einmal betete ich zur Bodhisattva: „Bitte schenke mir eine schöne Tochter.“ Und tatsächlich brachte ich eine Tochter zur Welt. Ich war überglücklich und hatte das Gefühl, als könnte ich das Licht am Ende des Tunnels sehen. Ich freute mich darauf, sie aufwachsen zu sehen.
Später wurde ich wieder schwanger. Mein Mann sagte: „Wenn du einen Sohn zur Welt bringst, werde ich mich um dich kümmern. Wenn es eine Tochter wird, werde ich dich schlecht behandeln.“ Ich dachte, er mache Witze. Aber ich bekam wieder ein Mädchen. Forten kümmerte er sich überhaupt nicht mehr um mich, sondern arbeitete den ganzen Tag auf dem Feld, um mir aus dem Weg zu gehen. Ich hatte keine Schwiegermutter und meine eigene Mutter war zu alt, um zu kommen und mich zu unterstützen. Während des Wochenbettes musste ich mich um zwei Kinder kümmern, die nur zwei Jahre auseinander lagen. Mein hartes Leben machte mich krank und ich litt unter allen möglichen Beschwerden.
Mein Mann half weder im Haushalt noch bei der Kinderbetreuung. Stattdessen gab er mir die Schuld dafür, dass ich keinen Sohn gebären konnte. Wieder betete ich zur Bodhisattva und flehte: „Bitte schenke mir einen Sohn, sonst kann ich nicht mehr weiterleben.“ Meine Gebete wurden erhört und später brachte ich tatsächlich einen Jungen zur Welt. Ich sagte zu meinem Mann: „Wir haben jetzt einen Sohn, bitte hilf mir bei der Arbeit.“ Er antwortete: „Wenn unser Sohn groß ist, soll er die Arbeit machen.“ Um meiner Kinder willen hatte ich keine andere Wahl, als das Leid und Elend zu ertragen.
Später fand ich heraus, dass mein Mann mich schlecht behandelte, weil er seine Freundin aus der Zeit vor unserer Heirat nicht vergessen konnte. Er verletzte mich unzählige Male, bis ich ihn zu hassen begann. Meine Güte wurde durch sein Verhalten immer wieder zunichte gemacht und schließlich hatte ich keine Güte mehr für ihn übrig – nur noch Groll. Ich begann sogar, seine Ex-Freundin zu hassen, ebenso wie die Person, die ihn mir vorgestellt hatte.
Glücklicherweise begann ich 1999, Falun Dafa zu praktizieren. Ein Mitpraktizierender brachte mir das kostbare Buch Zhuan Falun. Jeden Tag nahm ich meinen zweijährigen Sohn mit zum Haus eines anderen Praktizierenden und lernte dort das Fa und praktizierte die Übungen. Mit der Zeit verschwanden all meine Krankheiten, ohne dass ich es überhaupt bemerkte.
Seit meinem Wochenbett litt ich unter Knieschmerzen, Fersenschmerzen, Schmerzen im oberen Rücken, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Immer wenn ich Hunger bekam, raste mein Herz, mein Blick verdunkelte sich und ich brach in kalten Schweiß aus. Während der Zeit nach der Geburt gab mir mein Mann nur verkochtes, gesalzenes Eingelegtes, was bei mir zu ständigem Durchfall führte. Als ich Falun Dafa zu praktizieren begann, verschwanden all diese Probleme vollständig.
Der Meister sagte:
„Warum stößt du auf solche Probleme? Sie sind alle durch das Karma verursacht, das du selbst verschuldet hast.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 189)
Durch das Fa-Lernen lernte ich etwas über karmische Vergeltung. Ich begriff, dass der Grund, warum mein Mann mich schlecht behandelte, mit meinem eigenen Karma zusammenhing. Wenn ich ihn gut behandelte und er es nicht zu schätzen wusste, dann lag das daran, dass ich ihm aus einem früheren Leben etwas schuldete. All dies ist der Kreislauf der karmischen Vergeltung.
Ich folge der Lehre des Meisters und habe viele Anhaftungen losgelassen. Ich streite mich nicht mehr mit anderen wegen persönlicher Interessen. Mein Schwager bewirtschaftet jedes Jahr unser ein Hektar großes Land. Dafür gibt er uns Getreide im Wert von weniger als 500 Yuan (etwa 63 Euro). Andere, die ihr Land verpachten, könnten jedes Jahr etwa pro Hektar 1.200–1.500 Yuan (etwa 150–230 Euro) erhalten. Ich als eine Falun-Dafa-Praktizierende habe ich mich deswegen nicht mit ihm gestritten.
Mein Mann legt großen Wert auf Geld, daher sagte ich zu ihm: „Ich praktiziere Falun Dafa und sollte auf meinen Lehrer hören. Lass uns ihm nachgeben. Einen Verlust zu erleiden, ist eigentlich ein Segen.“ Ich bin meinem Schwager sehr dankbar, denn er hilft mir dabei, meine Anhaftung an persönlichen Gewinn loszulassen.
Als mein Schwiegervater starb, wurden die Bestattungskosten auf drei Familien aufgeteilt: unsere, die meines Schwagers und die meiner Schwägerin. Zu dieser Zeit betrieben wir einen kleinen Lebensmittelladen und so stellten wir alle benötigten Artikel aus unserem Laden zur Verfügung. Alles, was für die Beerdigung meines Schwiegervaters benötigt wurde, kam von uns und die verbleibenden Kosten wurden zu gleichen Teilen unter den drei Familien aufgeteilt.
Als jedoch die endgültige Abrechnung erfolgte, erhielten wir tatsächlich 200 Yuan (etwa 25 Euro) weniger, als uns zustehen sollte. Ich nahm mir das nicht zu Herzen. Wäre dies geschehen, bevor ich Falun Dafa praktizierte, hätte ich das definitiv nicht so leicht hingenommen.
Ich bin meinem Mann sehr dankbar, dass er mir geholfen hat, viele menschliche Anhaftungen loszulassen wie Eifersucht, Groll und Konkurrenzdenken. Er hat mir auch dabei geholfen, mich von einer schwachen Person zu einer fähigen und starken Person zu entwickeln, die fast alles bewältigen kann.
Ich bin auch meinem Schwager und meiner Schwägerin dankbar, dass sie mir geholfen haben, meine Anhaftung an persönlichen Gewinn zu beseitigen. Ich bin allen dankbar, die mich verletzt haben, ob absichtlich oder unabsichtlich, und denen, die mich ausgenutzt haben. Ich bin denen dankbar, die mich gut behandelt haben, und denen, die es nicht getan haben. Ohne sie wäre ich nicht in der Lage gewesen, mich so zu entwickeln, wie ich heute bin.
Mein größter Dank gilt jedoch dem Meister. Ohne die Lehre und die barmherzige Führung des Meisters wäre ich nicht der bessere Mensch geworden, der ich heute bin – eine Dafa-Schülerin.