(Minghui.org) Eine 59-jährige Frau aus Jinan, Provinz Shandong wurde um den 10. Februar 2026 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Sie ist derzeit in der 13. Abteilung des Frauengefängnisses der Provinz Shandong inhaftiert.
Luan Qingling wurde am 8. Juli 2025 festgenommen, nachdem sie wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über die anhaltende Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas angezeigt worden war. In der Nacht vor ihrer Festnahme erschienen etwa zehn Beamte am Haus ihrer Mutter und fuhren wieder weg, als niemand öffnete. Am Tag ihrer Festnahme wurde das Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers durchsucht, obwohl das Paar nicht Falun Dafa praktiziert. Sie wurden stundenlang auf der Polizeiwache Xinzhuang verhört, bevor sie freigelassen wurden.
Luan wurde in das Gefängnis von Jinan gebracht und unter Folter verhört. Ihre Tochter beauftragte einen Anwalt für sie, doch Einzelheiten zu Anklage, Prozess und Urteil sind unbekannt.
Luan war in jungen Jahren gesundheitlich sehr angeschlagen. Sie litt unter Leber- und Magenproblemen, chronischer Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit sowie Schwäche und Schwellungen in den Beinen. Sie war den ganzen Tag über antriebslos. Als sie 1998 anfing, Falun Dafa zu praktizieren, verschwanden all ihre Beschwerden, und sie fühlte sich leicht und voller Lebensfreude. Ihre Nachbarin bemerkte oft, dass sie zehn Jahre jünger aussah.
Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa gestartet hatte, hielt Luan an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt ins Visier genommen.
Luan reiste im April 2000 nach Peking, um sich für das Recht auf das Praktizieren von Falun Dafa einzusetzen, und wurde auf dem Tiananmen-Platz verhaftet. Nach kurzer Inhaftierung im Pekinger Polizeipräsidium wurde sie zusammen mit über 100 anderen Falun-Dafa-Praktizierenden in einen großen Bus verfrachtet. Der Bus brachte sie an einen unbekannten Ort in Peking, wo sie in verschiedene Zellen gesperrt wurden. In jeder Zelle befanden sich über ein Dutzend Menschen, die sich ein einfaches Brett als Bett teilen mussten, das über einer riesigen Jauchegrube lag. Den Praktizierenden wurden weder Decken noch Essen oder Trinken gegeben.
Zwei Wochen später wurde Luan zurück zum Polizeirevier des Bezirks Laiwu in Jinan gebracht. Abteilungsleiter Liu Qing forderte sie auf, Falun Dafa abzuschwören. Als sie sich weigerte, ordnete er an, dass der Arbeitgeber ihres Mannes, die Taishan Stahlfabrik sie abholen und nach Hause bringen sollte. Polizeichef Li Jun von der Polizeistation Tieche schikanierte sie und ihre Eltern weiterhin. Er drohte, das Haus ihrer Eltern zu plündern und niederzubrennen.
Im November 2000 reiste Luan erneut nach Peking und wurde zum Verbindungsbüro der Stadt Jinan gebracht, wo zwei Beamte sie schlugen und traten. Ein Abteilungsleiter namens Zhou beschimpfte sie aufs Übelste. Am nächsten Tag wurde sie zurück in den Bezirk Laiwu gebracht und über Nacht auf der Polizeistation Tieche festgehalten. Anschließend wurde sie in die Haftanstalt des Bezirks Laiwu gebracht und dort 15 Tage lang inhaftiert.
Luan trat aus Protest in den Hungerstreik und wurde zwangsernährt. Fünf Männer hielten sie an Armen und Beinen fest, und eine Krankenschwester führte ihr einen dicken Schlauch durch die Nase bis in den Magen ein. Sie wäre dabei beinahe erstickt und bekam keine Luft. Die ihr eingeflößte Milch erbrach sie. Ihr Vater suchte sie im Gefängnis auf und wollte ihre Freilassung fordern. Er war zutiefst erschüttert, sie nur noch als Haut und Knochen zu sehen, ihr Körper mit Milchpulver bedeckt.
Luan wusch eines Tages im Februar 2001 zu Hause Wäsche, als Su Donggong und ein weiterer Beamter der Polizeistation Tieche auftauchten und versuchten, sie festzunehmen. Bei ihrem Fluchtversuch wurde sie mehrere Meter weit geschleudert und stürzte, wobei sie sich den rechten Knöchel brach. Sie konnte nicht mehr stehen, und die beiden Männer zwangen sie in ihren Streifenwagen. Sie wurde direkt in die Polizeiwache des Bezirks Laiwu gebracht. Ihr Bein war von der Wade bis zu den Zehen stark angeschwollen. Ihr rechter Fuß schmerzte so sehr, dass sie nachts nicht schlafen konnte. Die Polizei ließ sie erst 15 Tage später frei (nachdem sie gezwungen worden war eine unbekannte Geldstrafe zu zahlen).
Im November 2001 wurde Luan bei der Verteilung von Falun-Dafa-Informationsmaterialien im benachbarten Kreis Yiyuan der Polizei gemeldet und zur Polizeistation der Gemeinde Xujiazhuang gebracht. Kurz darauf wurde sie in das Rathaus verlegt, wo sie von über zehn Beamten verhört und von zwei Beamten geschlagen und getreten wurde. Danach wurde sie an eine Säule gefesselt und mit Wasser übergossen. Ihre Kleidung war klatschnass. Man erlaubte ihr nachts nicht zu schlafen.
Am dritten Tag wurde Luan zur Kriminalpolizei des Kreises Yiyuan gebracht. Dort wurde sie auf einer sogenannten Tigerbank fixiert, ihre Hände an ein Metallgestell gefesselt und eine Metallkette um ihre Taille gelegt. Sie durfte zehn Tage lang nicht schlafen.
Später brachten Polizisten Luan zur Zwangsernährung ins Kreiskrankenhaus Yiyuan. Dem Essen wurde eine unbekannte Substanz beigemischt was bei Luan brennende Schmerzen sowie Blähungen verursachte. Sie weigerte sich weiterhin, Falun Dafa abzuschwören, woraufhin die Polizei sie im Freien an einer Stange aufhängte, um sie frieren zu lassen.
Luan weigerte sich, ihren Namen preiszugeben. Zehn Tage später identifizierten die Beamten Liu vom Polizeirevier Laiwu und Li von der Polizeistation Tieche sie. Danach wurde sie in die Haftanstalt des Bezirks Laiwu gebracht. Nach weiteren zehn Tagen dort wurde sie zu Zwangsarbeit verurteilt, deren Dauer unbekannt ist. Auf dem Weg dorthin hielten die Polizisten sie kurzzeitig in einem Hotel fest. Sie sprang aus dem zweiten Stock, um der Folter zu entkommen, und erlitt dabei schwere Rückenverletzungen, die sie am Sitzen hinderten. Trotzdem brachten die Polizisten sie ins Arbeitslager der Stadt Jinan, das sie jedoch nicht aufnahm.
Die Polizisten brachten Luan in die Nachbarschaft ihrer Eltern. Dort setzten sie sie am Straßenrand aus und fuhren davon.
Luan praktizierte die Falun-Dafa-Übungen und erholte sich auf wundersame Weise innerhalb von weniger als zwei Wochen. Polizeibeamter Su Donggong und sein Stellvertreter Huang von der Polizeistation Tieche schikanierten ihre Eltern weiterhin. Sobald sie genesen war, versuchten sie, Luan in eine Gehirnwäsche-Einrichtung zu bringen. Ihr gelang die Flucht, und sie lebte fast 15 Jahre lang in Armut. Nach ihrer Rückkehr nach Hause wurde sie am 25. November 2016 erneut verhaftet.