(Minghui.org) Eine Frau aus Fuxin, Provinz Liaoning, wurde kürzlich zu drei Jahren Haft verurteilt, weil sie Falun Dafa praktiziert. Sie hat Berufung eingelegt.
Beamte der Polizei des Kreises Zhangwu nahmen die über 70-jährige Xiong Suxiang am 18. September 2025 gegen 7 Uhr morgens fest. Sie sagten, eine Überwachungskamera habe Xiong beim Aufhängen von Falun-Dafa-Plakaten gefilmt und beschlagnahmten Xiongs Computer und ihre Falun-Dafa-Bücher.
Xiongs Familie erhielt keine Informationen über ihren Zustand. Erst im März 2026 bestätigte sie, dass das Gericht des Autonomen Kreises Fuxin der Mongolei, das für „Falun-Dafa-Fälle“ im Großraum Fuxin zuständig ist, Xiong zu drei Jahren Haft verurteilt hatte. Einzelheiten zu Anklage, Prozess und Urteilsverkündung sind nicht bekannt.
Vor ihrer jüngsten Verurteilung wurde Xiong bereits drei weitere Male verhaftet und zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil sie sich weigerte, ihren Glauben an Falun Dafa aufzugeben.
19 Tage Haft
Xiong wurde am 12. Dezember 2001 in der nahegelegenen Gemeinde Shuangmiao festgenommen, nachdem jemand sie dort wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt hatte. Sie wurde 19 Tage lang im Gefängnis des Kreises Zhangwu festgehalten. Aus Protest trat sie in den Hungerstreik, woraufhin eine Wärterin namens Li Ying sie schlug. Die Polizei erpresste 5.000 Yuan (ca. 600 Euro) von ihrer Familie, bevor sie sie freiließ.
Zu sieben Jahren Haft verurteilt
Cui Haifeng, der politische Direktor der Polizeibehörde des Kreises Zhangwu, und eine Gruppe von Beamten drangen am frühen Morgen des 25. Februar 2008 in Xiongs Haus ein und durchsuchten es. Ihr Mann, der nicht Falun Dafa praktiziert, wurde ebenfalls festgenommen, aber noch am selben Abend freigelassen. Xiong wurde jedoch in die Haftanstalt des Kreises Zhangwu eingeliefert. Später wurde sie zu sieben Jahren Haft verurteilt und im September 2008 in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning verlegt.
In der ersten Abteilung zwangen die Wärter Xiong, mindestens 18 Stunden am Tag, von 6 Uhr morgens bis Mitternacht, regungslos auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Die Mitgefangenen Jin Wenli und Cai Tiehong wurden ihr zur Bewachung zugeteilt. Sie sagten zu ihr: „Wenn du aufstehst, darfst du nicht mehr sitzen. Du musst dann auf einer Bodenfliese stehen und darfst dich nicht bewegen.“
Weil Xiong standhaft blieb, verlängerte die Gefangene Jin ihre Sitzfolter bis 2 Uhr nachts, sodass sie 20 Stunden am Tag dauerte. Einmal durfte sie drei Tage hintereinander nicht schlafen. Infolgedessen konnte sie nichts essen und magerte ab. Ihr war extrem schwindelig, und sie hatte das Gefühl, ihre Beine würden jeden Moment versagen. Sie taumelte beim Gehen.
Folterdarstellung: Auf einem kleinen Hocker sitzen
Einmal rissen die Häftlinge Jin und Cai der Praktizierenden beim Schlagen eine Handvoll Haare aus.
Xiong musste später Zwangsarbeit leisten, täglich von 7 bis 19 Uhr. Alle Häftlinge mussten ihre drei Mahlzeiten in der Werkstatt einnehmen und hatten kaum Pausen. Wer sein Tagespensum nicht schaffte, musste bis 22 Uhr auf einem kleinen Hocker sitzen, bevor er schlafen durfte.
Manchmal bekamen die Häftlinge nur Mittagessen und durften weder frühstücken noch zu Abend essen. Das Mittagessen mussten sie in wenigen Minuten verzehren. Wer die Toilette benutzen musste, musste dorthin rennen. Viele hielten es zurück und gingen erst nach Arbeitsende abends auf die Toilette. Um die Reinigungszeit zu verkürzen, war jedoch nur die Hälfte der Toiletten geöffnet, was zu langen Warteschlangen führte.
Eine weitere Festnahme
Xiong wurde im Juli 2015 erneut verhaftet und vier Stunden lang festgehalten. Sie hatte Anzeige erstattet gegen Jiang Zemin, den ehemaligen Chef der Kommunistischen Partei Chinas. Jiang Zemin hatte 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet.