(Minghui.org) Vor einigen Tagen hatte ich nachts einen Traum. Ich erzähle ihn euch hier.
Der Meister hatte ein kurzes Jingwen veröffentlicht. Darin teilte er allen Dafa-Jüngern weltweit mit, dass am Tag X das Fa die Menschenwelt berichtigen werde. Als ich den schwarz auf weiß gedruckten Text in meinen Händen hielt, dachte ich augenblicklich: „Die Kultivierung wird bald zu Ende gehen; ich brauche nur auf diesen Tag zu warten!“ Ich rechnete nach und stellte fest, dass es noch etwa einen Monat dauern würde, und war erleichtert. Danach nutzte ich die Zeit überhaupt nicht sinnvoll, dachte jeden Tag nur darüber nach, was ich essen und wann ich schlafen würde. Ich blieb im gleichen Zustand wie sonst und war sehr nachlässig. Selbst die vier täglichen, festgelegten Zeiten für das Aussenden aufrichtiger Gedanken hielt ich nicht ein.
Der Monat verging sehr schnell. Der Tag, an dem das Fa die Menschenwelt berichtigen würde, kam. In dem Moment, als dies eintrat, erschien überall starkes Licht am Himmel. Augenblicklich hörten alle Menschen auf zu arbeiten, egal ob es sich um wichtige Geschäfte oder um alltägliche Angelegenheiten handelte. In diesem Moment war nichts mehr von Bedeutung. Alle, unabhängig von Alter und Geschlecht, standen regungslos an ihrem jeweiligen Ort, sagten kein Wort und hoben den Kopf. Und die Menschheit wurde in diesem Moment still. Alle blickten unverwandt zu den Gottheiten am Himmel.
In dem Moment, in dem die Gottheiten in der Menschenwelt erschienen, waren Reichtum, Ansehen, Macht, Ethnie, Kultur, Alter und Geschlecht sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen, Liebe und Ärger völlig bedeutungslos. Alle Menschen waren vollkommen gleichwertig; sie waren lediglich Lebewesen auf dieser Ebene, jeder war nur „ein Mensch“. Vor dem Glanz der Gottheiten ist der Mensch niedrig und unbedeutend; er kann nur auf ihr Urteil und ihre Anweisungen warten.
Der Himmel war nicht mehr der blaue Himmel mit weißen Wolken, sondern bestand vollkommen aus goldenem Licht. Es durchdrang die Menschenwelt und erreichte jeden Winkel, es war von enormer sanfter Energie. Unzählige dicht gedrängte Gottheiten verschiedenster Art erfüllten den Himmel und schwebten auf sich farblich wandelnden bunten Wolken. Einige lenkten himmlische Wagen und hielten die Zügel von Himmelspferden. Sie warteten auf den Befehl des Schöpfers und waren bereit, die Dafa-Jünger von der Erde abzuholen. Andere bildeten ein großes Orchester und spielten auf ihren Instrumenten. Zwischen Himmel und Erde erklangen wunderbare Melodien, die das Herz durchdrangen. Wieder andere, Buddhas und Daos, blickten unbewegt und ohne zu blinzeln ruhig auf jeden Menschen. Sie waren in den unterschiedlichsten Gewändern gekleidet und hatten ihre verschiedenen Fa-Instrumente bei sich. Ihre jeweiligen verschiedenen goldenen Throne befanden sich hinter ihnen. Über ihren Köpfen war ein Lichtkranz zu sehen. Alle Gottheiten hatten ihre jeweilige Aufgabe. Sie warteten auf die Anweisung des Schöpfers, um sie dann sofort umzusetzen.
Der Meister erschien mit gewaltiger Gestalt am Himmel. Sein Oberkörper nahm etwa die Hälfte des Himmels ein, während der Unterkörper in den Wolken verborgen war. Sein Ausdruck war ernst. Die Gottheiten hinter ihm wirkten im Vergleich so klein wie Sojabohnen. Die Menschen auf der ganzen Welt konnten den Meister deutlich sehen.
Der Meister begann zu sprechen. Ich kann mich nicht mehr an die genauen Worte erinnern, nur noch an den Inhalt. Der lautete ungefähr so: Die Zeit, welche der Meister verlängert habe, sei mit unermesslichem Leid – das sich die Menschen nicht vorstellen könnten – Sekunde für Sekunde erwirkt worden. Ohne dieses Leid hätte es keine einzige zusätzliche Sekunde gegeben. Alles wäre sofort beendet worden. Doch in diesem Fall wären alle Lebewesen, die nicht errettet worden waren, vollständig vernichtet worden. Viele Dafa-Jünger hätten die Zeit jedoch nicht geschätzt und sie verschwendet. Dadurch sei eine große Anzahl von Lebewesen nicht errettet worden. Auch in ihrer eigenen Kultivierung seien viele Lücken geblieben. Die Universen, die diesen nicht erretteten Lebewesen entsprechen würden, hätten dann für immer keine Möglichkeit mehr gehabt, es wiedergutzumachen. Das gelte auch für die Bereiche innerhalb der Welten der Dafa-Jünger, die durch eine unvollständige Kultivierung entstanden seien.
Der errettete Teil des Universums war in einem prächtigen Zustand. Unzählige Lichtpunkte waren zu sehen. Sie waren dicht gedrängt, unterschiedlich groß und hell wie Sterne. Jeder Lichtpunkt war ein Planet, ein Universum oder ein Himmelskörper – die Heimat unzähliger Lebewesen. Die Teile, die den nicht erretteten Menschen sowie den unvollständig kultivierten Bereichen entsprachen, wirkten wie schwarze Löcher. Dort war es völlig dunkel und leer. Das gesamte Universum wirkte wie in ein in mehrere Teile zerrissenes Stück Stoff auf schwarzem Hintergrund. Die guten Bereiche waren tatsächlich sehr schön, aber der Verlust der fehlenden Teile war erschütternd; sie machten fast die Hälfte aus.
In dem Moment, als das Fa die Menschenwelt berichtigte, konnte ich alles klar erkennen. Die Illusion der menschlichen Welt existierte nicht mehr; die Kultivierung und das Erretten der Menschen waren beendet. Plötzlich begann ich zu bereuen: Ich bereute die verschwendete Zeit, die ich nicht für die Kultivierung und das Erretten von Lebewesen genutzt hatte. Nur weil ich mich hatte gehen lassen, waren unzählige Lebewesen für immer verschwunden.
Als ich aufwachte, war ich noch ziemlich benommen von diesem Traum. Ich wusste, dass der Meister mir einen Hinweis gegeben hatte und dass mein Zustand nicht gut war. Der Meister war sehr besorgt. Denn ich hatte nur daran gedacht, wann die Kultivierung enden würde. Nun verstehe ich, dass ich, egal wie viel Zeit noch bleibt, jede Minute nutzen muss. Deshalb möchte ich diesen Traum den Praktizierenden erzählen; selbst, wenn nur einer dadurch aufwacht und sich verbessert, hat es etwas bewirkt! Momentan ist die Kultivierung und das Erretten der Menschen noch nicht beendet. Ich kann meine Lücken noch schließen. Jene Lebewesen und Universen haben noch die Chance, errettet zu werden.
Jetzt schlafe ich tagsüber nicht mehr, selbst wenn ich sehr müde bin. Meine Zeit nutze ich nun für sinnvolle Dinge. Beim Essen beeile ich mich und vermeide unnötige Gespräche, die mit der Erhöhung der Xinxing nichts zu tun haben. Wenn ich eine Aufgabe erledigt habe, beginne ich ohne Zögern die nächste. Was ich heute erledigen kann, verschiebe ich nicht auf morgen.
Für das Abschreiben und Auswendiglernen des Fa investiere ich jetzt auch mehr Zeit und gebe mir mehr Mühe. Ich sage mir immer wieder: „Ich darf mich von nichts stören lassen.“ Selbst wenn ich beim Abschreiben einen Fehler mache und die Seite neu schreiben muss, gebe ich nicht auf. Beim zweiten Mal mache ich den Fehler dann nicht mehr. Ich wollte Teile aus dem Buch „Falun Gong – Der Weg zur Vollendung“ auswendig lernen, machte mir aber Sorgen, dass ich dadurch mit den Jingwen nicht mehr weiterkommen würde. Da mich meine Mutter ermutigte, fing ich einfach an und lernte Satz für Satz auswendig. Dadurch schaffte ich täglich mehrere Seiten.
Ich kann spüren, dass der Meister mich stärkt. Als ich den ersten Teil dieses Berichtes fertig geschrieben hatte, legte ich mich hin, denn ich war müde. Da hörte ich mehrere Stimmen nah an meinen Ohren. Sie drängten mich ununterbrochen: „Steh' schnell auf, schlaf' nicht! Geh' die Übungen machen! Du willst es immer noch bequem haben! Es gibt noch einiges zu erledigen! Sei nicht faul!“ Ich war sozusagen gezwungen, wieder aufzustehen und die Übungen zu machen. Da verschwanden die Stimmen sofort. Gelegentlich gab es noch eine Stimme, die mich darauf hinwies, mit meinen Gedanken nicht abzuschweifen und die Übungen gewissenhaft zu praktizieren. Wenn ich eine Aufgabe beendet hatte und nicht wusste, was ich als Nächstes tun sollte, hatte ich sofort einen Gedanken, der mich darauf hinwies. Wenn ich beim Schreiben ins Stocken kam und nicht weiterwusste, erhielt ich sofort auf verschiedene Art Hinweise, beispielsweise durch meine Eltern, durch einen Gedankenblitz oder durch einen Satz im Radio Minghui.
Ursprünglich wollte ich das nicht erwähnen. Ich sprach beiläufig mit meiner Mutter darüber. Was ich ihr berichtete, berührte sie. Zweimal ermutigte sie mich, dies mit den Mitpraktizierenden zu teilen. Mein Vater wies mich kurz nach dem Traum klar und gründlich auf Probleme hin. Danach weinte ich ununterbrochen; ich hatte nämlich das Gefühl, dass der Meister mir Hinweise durch meinen Vater gab. Er meinte zum Beispiel, dass mein Schreibstil und meine Ausdrucksweise lebendiger sein sollten und dass ich bei Schwierigkeiten zwar Nachsicht üben, zugleich aber auch Dafas Würde zum Ausdruck bringen solle und dass ich mich durch zu hohe Anforderungen nicht selbst behindern dürfe und so weiter. Er traf meine wunden Punkte, auch solche, die ich selbst nur schwer erkennen konnte. Als der Meister sah, dass ich es gut machen wollte, half er mir sofort, meine Probleme zu finden, und zeigte mir die Richtung auf. Das sparte mir im Prozess des Erkennens viel Zeit. Diese gewonnene Zeit konnte ich für weitere Aufgaben nutzen.
Beim Praktizieren der zweiten Übung, der Falun-Pfahlstellung, fühle ich mich leicht und wunderbar. Bei uns zu Hause hängt ein Bild, das wegen unsachgemäßer Lagerung bei einem Mitpraktizierenden Risse bekommen hatte. Ursprünglich sollte es weggeworfen werden. Ich nahm das Bild, reparierte es mit Klebeband und hängte es gemeinsam mit meiner Mutter an die Wand, sodass die beschädigten Stellen kaum auffielen. Danach dankte mir die Fee auf dem Bild und spielte auf ihrer Pipa für mich. Ich traf dann noch im Wolkenmeer am Himmel auf einen Drachen, der sich in einen himmlischen Krieger mit Menschengestalt verwandelt hatte. Ich bat ihn, seine Lanze vorzuführen. Ich stieg auch hinab ins Meer und traf den Drachenkönig. Dann stieg ich aus dem Wasser hinaus und schritt in einen anderen Raum. Auf diese Weise gelangte ich in den Himmel. Dort traf ich in einer Berghöhle einen erleuchteten Daoisten. Er forderte mich auf, schnellstens die Übungen zu praktizieren, und zwar gewissenhaft. Der Meister ließ mich in einen Raum eintreten, in dem ich die Gestalt eines jungen daoistischen Novizen annahm. Ich sah den großen, würdevollen, rein goldenen Buddha-Körper des Meisters; ich reichte bei Weitem nicht einmal bis zu seinen im Lotussitz überkreuzten Knien. Ich machte die Heshi-Geste und verbeugte mich ehrerbietig. Der Meister streckte die Hand aus und deutete auf meine Stirn zwischen den Augenbrauen. Ein wunderbares Gefühl stellte sich daraufhin an der Stelle meines Himmelsauges in meinem fleischlichen Körper ein. Ich konnte den Kanal des Himmelsauges deutlich sehen und das Fleisch schien nach innen zu bohren. Während dieser Reise lachte ich vor Freude; doch mein Inneres blieb ruhig und friedlich. Ich wusste, dass der Meister mich dadurch ermutigen wollte.
In den letzten Tagen hat sich mein Zustand plötzlich verändert. Ich habe den Gedanken abgelegt, dass die Zeit der Fa-Berichtigung noch Jahre, vielleicht Dutzende Jahre oder sogar mehrere Jahrzehnte dauern werde und ich dadurch noch entspannen und ein gewöhnliches Leben führen könne. Stattdessen höre ich ständig Stimmen, die mich daran erinnern, die Zeit zu nutzen. Als ich das Schreiben aufgeben wollte, weil ich meinte, dass es sich möglicherweise nur um Illusionen handeln würde, träumte ich vom Tod eines Grundschülers. Einen Tag später starb das Kind tatsächlich. Da wurde mir schlagartig bewusst, dass der Traum ein Hinweis gewesen war. Was ich gesehen habe, könnte wahr sein: Die Zeit, die uns zum Praktizieren und zur Errettung von Menschen bleibt, ist wirklich knapp.
Mitpraktizierende, schätzt die vom Meister verlängerte Zeit, schätzt die Gelegenheit zur Errettung der Lebewesen, schätzt die Chance der Kultivierung und schätzt euch selbst.