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Groll loslassen – freundlich zu meiner Schwiegermutter sein

28. März 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Shandong, China

(Minghui.org) Im Winter 2010 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und habe mich aus dem Lehrerberuf zurückgezogen. Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Nach meinem Abitur stellte mir ein Freund einen Mann aus einer Gelehrtenfamilie in meinem Landkreis vor. Als wir heirateten, besaßen wir nichts. Meine Schwiegermutter schenkte mir 40 Yuan (etwa 5 Euro), ein Bett, einen Schreibtisch und eine Holzkiste. Schließlich bekamen wir einen Sohn und kauften weitere Möbel. Zu dritt kamen wir über die Runden.

Mein Mann erkrankte 1990 schwer. Er war erst 37 Jahre alt, wurde aber arbeitsunfähig. Er konnte nicht mehr arbeiten, wodurch unsere Familie in Not geriet. Die Gehälter für Lehrer waren damals gering, und wir waren allein auf mein Einkommen angewiesen. Tagsüber arbeitete ich und kümmerte mich nachts um mein Kind und meinen kranken Mann.

Meine Schwiegermutter sah auf mich herab, weil ich ein Mädchen vom Land war. Seit ich für viele Dinge die Verantwortung übernehmen musste, die sie früher erledigt hatte, glaubte sie, das Recht zu haben, mich herumzukommandieren. Von da an musste ich mich um die Hausarbeit kümmern, und es war ihr egal, wie erschöpft ich war. Wenn ich ihren Ansprüchen nicht genügte, schrie sie mich an und sprach in sarkastischem Ton mit mir. Ich behandelte sie freundlich, aber sie war nie zufrieden mit mir.

Obendrein verlor mein Mann mehr als 100.000 Yuan (etwa 13.000 Euro) bei einem mit einem Bankkredit finanzierten Projekt in der Bekleidungsbranche. Als er den Kredit nicht zurückzahlen konnte, verklagte ihn die Bank. Sie begannen, jeden Monat mein Gehalt einzubehalten. Ich musste mir Geld aus dem Wohnungsbaudarlehen meiner Kollegen leihen, um die Schulden meines Mannes zu begleichen.

Das war sehr bitter für mich. Ich hatte niemanden, mit dem ich reden konnte, und niemanden, der mir half. Wie sollte ich so weitermachen? Ich hasste meine Schwiegermutter dafür, dass sie auf mich herabblickte. Ich hasste meinen Mann dafür, dass er unsere Familie vernachlässigte und Affären hatte. Am liebsten hätte ich geweint, aber ich konnte keine Tränen mehr vergießen. Schließlich war ich am Ende meiner Kräfte und wurde krank. Die Diagnose war niederschmetternd – ich hatte eine Leberzirrhose. Mein Leben schien sich dem Ende zu nähern.

Gerade als alles hoffnungslos schien, hatte ich das Glück, Falun Dafa kennenzulernen, und sah Licht am Ende des Tunnels. Als ich das Zhuan Falun las, fühlte sich jedes Wort und jeder Satz so an, als würde der Meister mich persönlich im Fa unterweisen. Endlich fand ich den Sinn des Lebens und verstand die Bedeutung unserer Existenz.

Die Übungen lernte ich aus dem Video, in dem der Meister die Bewegungen vorführt. Als ich sie machte, fühlte es sich an, als würde mein Körper eine dicke Kleidungsschicht ablegen. Begeistert sagte ich zu meiner Schwiegermutter: „Ich habe mich verändert! Ich habe mich verändert!“

Meine Schwiegermutter bemerkte sarkastisch: „Du bist immer noch dieselbe Person, egal wie sehr du dich verändert hast.“ Wie hätte sie die erstaunliche Kraft und die tiefgründigen Prinzipien von Falun Dafa begreifen können?

Während ich die Übungen weiter praktizierte und mein Verständnis des Fa vertiefte, reinigte der Meister meinen Körper, und meine Leberzirrhose war verschwunden. Es ging mir unglaublich gut, und meine früheren Schwierigkeiten verwandelten sich in Licht und Hoffnung.

Mir wurde klar, dass alles aus unseren karmischen Verbindungen und den Schulden entstanden ist, die wir über unzählige Leben hinweg angesammelt haben. Alles muss zurückgezahlt werden. Ich sagte im Stillen: „Verehrter Meister, Sie haben mein Leben gerettet, mich körperlich uind geistig gereinigt und mich gelehrt, meinen Charakter zu verbessern. Danke für Ihre rettende Gnade!“

Der Meister sagte:

„Ein böser Mensch ist böse aufgrund des Neids. Aus Egoismus und Ärger beklagt er sich über sogenannte Ungerechtigkeiten.Ein wohlwollender Mensch ist immer barmherzig. Ohne Beschwerde und Hass hält er die Leiden für Freude.Ein erleuchteter Mensch ist frei von Anhaftung. Ruhig beobachtet er die von Illusionen verblendeten Menschen der Welt.“(Ebenen der Gesinnung, 25.09.1995, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Ich folgte der Lehre des Meisters und beschloss, gütig zu sein, anstatt schlecht zu handeln. Ich ließ meinen Groll los, behandelte meine Familie und meine Schwiegermutter mit Freundlichkeit und hielt nicht an Vergangenem fest. Meine Verbitterung gegenüber meiner Schwiegermutter und meinem Mann verschwand im Buddha-Licht von „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“.

Meine Schwiegermutter wird dieses Jahr 93. Ich habe mich gut um sie gekümmert, als sie im Krankenhaus lag. Sie bekam alles zu essen, was sie wollte, und ich half ihr beim Duschen. Meine Verwandten und Nachbarn sagten: „Du bist mehr als eine Schwiegertochter. Du bist wie ihre eigene Tochter!“

Meine Schwiegermutter sagte: „Du praktizierst Falun Dafa. Deshalb bist du so gut und so gütig.“ In ihren Augen zeigten meine Taten, dass Falun Dafa wirklich gut ist.