(Minghui.org) Zeitweise erstreckte sich der Schneesturm über nahezu 3.200 Kilometer – von der mexikanisch-amerikanischen Grenze bis nach Ostkanada. Mehr als 10.000 Flüge wurden gestrichen oder verschoben und in vielen Regionen erreichte die Schneehöhe historische Höchststände.
Dieser heftige Schneesturm machte mir unsere Verletzlichkeit und Ohnmacht deutlich bewusst. Dabei stellte ich mir die Frage: Die moderne Technologie hat unsere Lebensqualität zwar spürbar verbessert, doch hat sie uns tatsächlich sicherer gemacht?
Das erinnerte mich an eine Aufführung von Shen Yun. In der Geschichte war ein Dorf im alten China so verdorben und korrupt geworden, dass ihm eine gewaltige Flut drohte. Bodhisattva Guanyin erschien als Bettlerin verkleidet, in der Hoffnung, jene zu retten, die noch über ein Gewissen verfügten. Die Dorfbewohner jedoch beachteten sie nicht; manche verspotteten sie sogar.
Eine gutherzige alte Frau besaß nur eine einzige Schüssel Reis. Die Hälfte davon schenkte sie der Bettlerin – also Bodhisattva Guanyin –, die andere Hälfte stellte sie aus Ehrfurcht vor eine Buddha-Statue. Daraufhin deutete Bodhisattva Guanyin auf ein Paar Steinlöwen am Dorfeingang und sagte zu der alten Frau: „Wenn sich die Augen der Löwen rot färben, kündigt das eine Flut an. Dann lauf in die Berge – dort wirst du sicher sein.“ Die alte Frau dankte ihr und erzählte den Dorfbewohnern von der Warnung. Doch niemand schenkte ihr Glauben; einige lachten sie sogar aus. Unbeirrt jedoch warnte sie die Menschen weiter.
Einige Rowdys aus dem Dorf beschlossen, ihr einen Streich zu spielen, und bemalten die Augen der Steinlöwen rot. Als die Frau das sah, lief sie durch das Dorf und drängte die Menschen zur Flucht, doch alle verspotteten sie. Schließlich blieb ihr nichts anderes übrig, als selbst zu fliehen. Kurz darauf kam die Flut und zerstörte das Dorf.
Auch in der Bibel findet sich eine ähnliche Geschichte: Gott sah die Bosheit der Menschen und sandte eine Flut, um sie zu vernichten. Nur Noah und seine Familie wurden verschont. Die römische Stadt Pompeji wiederum wurde im Jahr 79 n. Chr. durch den Ausbruch des Vesuvs unter Asche begraben. Sie galt als Ort moralischen Verfalls, geprägt von Prostitution, Sklaverei und Gladiatorenspielen. Als König Franz I. im Jahr 1819 gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter eine Ausstellung mit Funden aus Pompeji besuchte, war er von den obszönen Darstellungen derart peinlich berührt, dass er ihre Entfernung anordnete. Erst im Jahr 2000 wurden diese Stücke wieder hervorgeholt und öffentlich gezeigt.
Von den rotäugigen Steinlöwen über die Arche Noah bis zur Asche von Pompeji ziehen sich unzählige Mahnungen durch die Geschichte, die uns die Verletzlichkeit der Menschheit vor Augen führen. Wer wird uns retten, wenn wir moralische Maßstäbe verlieren und der Zerstörung entgegensehen?
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.