Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Worte und Taten der Kultivierenden beeinflussen die Menschen in ihrem Umfeld

4. März 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Liaoning, China

(Minghui.org) Seit 27 Jahren kultiviere ich mich im Falun Dafa. In dieser Zeit habe ich sowohl körperlich als auch geistig sehr davon profitiert – ebenso die Menschen in meinem Umfeld. Im Folgenden möchte ich zwei Beispiele aus meiner Familie schildern.

Meine Schwester verzichtet darauf, um das Familienerbe zu streiten

Bedauerlicherweise ist meine Mutter gestorben, bevor Falun Dafa verbreitet wurde; sonst hätte sie vielleicht noch weiterleben können. 1996 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren. Im selben Jahr heiratete mein Vater erneut und ich zog in eine andere Stadt. Nach Beginn der Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) waren auch meine Angehörigen davon betroffen. Weil ich mit dem Wohnsitz in meiner Heimatstadt registriert war, kehrte ich später dorthin zurück.

Ich habe zwei jüngere Schwestern. Zum chinesischen Neujahr 2014 lud meine jüngste Schwester meinen Vater und seine zweite Frau – wir nennen sie Tante Mu – zu sich nach Hause ein. Nach dem Abendessen ging ich mit meinem Kind nach Hause, während die anderen noch zusammensaßen.

Zwei Tage später besuchte mich meine mittlere Schwester und erzählte, dass Tante Mu am Esstisch geweint habe, nachdem ich gegangen war. Während sie mir schilderte, was passiert war, brach sie selbst in Tränen aus. Meiner Ansicht nach war es jedoch keine große Sache. Der Vorfall begann damit, dass Tante Mu über ihre eigene Tochter sprach und meine Schwester lediglich eine ehrliche Bemerkung machte. Tante Mu hatte offenbar erwartet, dass mein Vater meiner Schwester widersprechen würde. Als er jedoch nichts sagte, machte sie eine große Szene.

Als ich meinen Vater später besuchte, kritisierte er mich, dass ich meine jüngeren Schwestern nicht gut erzogen hätte. Ich erwiderte ruhig: „Vater, du weißt doch, dass sie schon als Kinder nicht auf mich gehört hatten.“ Dennoch meinte er, wir müssten Tante Mu freundlich begegnen und uns bei ihr entschuldigen, selbst wenn sie im Unrecht gewesen sei.

Zuvor hatten meine Schwestern vermutet, dass Tante Mu meinen Vater wegen seines Geldes geheiratet hatte, doch sie hatten nicht geahnt, dass sie ein so schwieriges Temperament hatte. Danach hofften meine Schwestern, mein Vater würde ein Testament aufsetzen und uns zumindest das Haus hinterlassen, das er einst mit unserer Mutter bewohnt hatte.

Zwei Jahre später verstarb der Ehemann meiner mittleren Schwester unerwartet an einer Krankheit. Ihr Sohn studierte noch, sodass sie gezwungen war, arbeiten zu gehen. In dieser schwierigen Zeit hoffte sie auf finanzielle Unterstützung unseres Vaters – doch von ihm kam nichts. Gleichzeitig hatte Tante Mu vor, das Haus zu verkaufen. Meine Schwester wollte deshalb um ihren Anteil kämpfen, zumal sie wusste, dass weder unsere jüngste Schwester noch ich unseren Anteil beanspruchen würden.

Gerade als meine mittlere Schwester bereit war, Tante Mu wegen des Hauses zur Rede zu stellen, erkannte sie durch Falun Dafa einen anderen Zusammenhang. Sie begann zu verstehen, dass das, was einem gehört, nicht verloren geht, und dass man das, was einem nicht gehört, auch durch Kämpfen nicht behalten kann. Wenn Tante Mu uns etwas wegnahm, bedeutete das, dass wir es ihr schuldeten. Wenn sie jedoch etwas nahm, das ihr nicht zustand, würde sie uns dafür mit De (Tugend) ausgleichen müssen. Deshalb zeigte sich auch, dass mit jedem Verlust auf unserer Seite unsere Kinder erfolgreicher wurden und bessere Aussichten im Leben hatten, während sich das Leben ihrer eigenen Tochter zunehmend verschlechterte. Das Prinzip von Verlust und Gewinn ist gerecht.

Schließlich gab meine Schwester den Gedanken an eine gerichtliche Auseinandersetzung auf. In diesem Jahr hat ihr Sohn den Doktortitel erworben und ein gutes berufliches Angebot in der Großstadt erhalten. Wenn meine Schwester sich damals in einen erbitterten Konflikt verstrickt hätte, wäre ihr Sohn vielleicht nicht so weit gekommen und sie hätte auch keine Schwiegertochter mit Doktortitel bekommen.

Ich bin auch meiner jüngsten Schwester dankbar. Jedes Mal, wenn sie mit mir über die Angelegenheit sprach, teilte ich ihr meine Sichtweise als Praktizierende mit. Nachdem sie innerlich losgelassen hatte, sprach sie auch mit unserer mittleren Schwester darüber. So gab diese schließlich ihren Wunsch auf, um das Erbe zu kämpfen.

Einen Schritt zurück – und meine Schwester bekam einen wunderbaren Enkel

Meine Nichte Xiaoting, die Tochter meiner jüngsten Schwester, ist eine hübsche und anmutige junge Frau. Im dritten Studienjahr wollte die beste Freundin meiner Schwester sie mit einem jungen Mann bekannt machen. Die Familie hielt sie jedoch noch für zu jung und lehnte ab. Ein halbes Jahr später brachte die Freundin das Thema erneut zur Sprache. Als wir uns das Foto des jungen Mannes anschauten, hielt ihn niemand für einen geeigneten Partner – weder sein Aussehen noch sein akademischer Werdegang schienen besonders beeindruckend.

Doch die Freundin blieb hartnäckig, und schließlich stimmte Xiaoting widerwillig einem Treffen zu. Als sie nach Hause kam, konnte sie ihre Freude nicht verbergen. Ein Jahr nach ihrem Studienabschluss heiratete sie den jungen Mann, Xiaoshi. Im selben Jahr wurde sie zu einem weiterführenden Studium zugelassen. Da sie gleichzeitig arbeitete und studierte, beschlossen sie, vorerst keine Kinder zu bekommen.

Zwei Jahre später entdeckte Xiaoting auf dem Handy ihres Mannes die Nachricht einer anderen Frau. Das ein schwerer Schlag für die Familie. Besonders verletzend war, dass Xiaoshis Vater am Telefon bereits über eine mögliche Scheidung sprach.

Meine Schwester war sehr aufgebracht und fragte mich um Rat. Ich sagte ihr, dass die Ehe eine ernste Angelegenheit sei und dass Meister Li Praktizierenden nicht leichtfertig zur Scheidung rät. Außerdem sprach ich über die karmischen Beziehungen zwischen Eheleuten und über das Prinzip:

„… wenn du bei Konflikten einen Schritt zurücktrittst, wirst du sehen, dass das Meer weit und der Himmel grenzenlos ist. Die Situation wird dann bestimmt anders sein.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 457)

Nur wer sich kultiviert, versteht die tiefe Bedeutung dieses Satzes – Nachsicht.

Dann nahm alles eine unerwartete Wendung: Bei einer Routineuntersuchung wurde bei Xiaoshis Vater – dem Schwiegervater von Xiaoting – Krebs diagnostiziert, und er musste sofort operiert werden. Plötzlich traten alle familiären Konflikte in den Hintergrund. Xiaoshis Familie war Xiaoting dankbar, dass sie keine Scheidung verlangte, und behandelte sie fortan noch besser als zuvor.

Ich sagte zu meiner Schwester: „Viele Ehen beruhen auf karmischen Verbindungen. Vielleicht sollte Xiaoting in diesem Leben etwas mit Güte zurückzahlen. Außerdem hat sie ihn aus Liebe geheiratet. Solange sie selbst keine Scheidung möchte, sollten wir sie nicht dazu drängen.“

Obwohl sich die Scheidungskrise gelegt hatte, war meine Schwester noch nicht völlig beruhigt. Auf Xiaoshis Handy befanden sich weiterhin Nachrichten von dem Mädchen, die meine Schwester sehen konnte, da sie Zugang zu dem Gruppenchat hatte. Manchmal beobachtete sie das Mädchen und machte sogar heimlich Fotos von ihr an ihrem Arbeitsplatz. Ich konnte die Gefühle meiner Schwester verstehen. Als sie mir einige Fotos des Mädchens zeigte, lächelte ich und sagte: „Sie ist ziemlich hübsch und sieht Xiaoting sogar ein wenig ähnlich.“ – „Das finde ich auch“, antwortete meine Schwester. Auf diese Weise verurteilte ich zwar das unmoralische Verhalten des Mädchens, wies meine Schwester jedoch zugleich auch auf ihre positiven Seiten hin. So ließ der Groll meiner Schwester allmählich nach.

Später sagte meine Schwester einmal zu mir: „Du warst damals die Einzige in unserer Familie, die gegen eine Scheidung war.“

„Das stimmt. Das Wort ‚Scheidung‘ ist leicht ausgesprochen, doch die Folgen führen oft zu Tragödien“, sagte ich. „Nur wenn man Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht befolgt, dann wird das Ergebnis gut sein.“

Allmählich legte sich der Groll meiner Schwester. Heute ist Xiaotings Sohn fast zwei Jahre alt. Meine Schwester kümmert sich liebevoll um ihren Enkel. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn in einem Haus. Sie haben einen Garten, in dem Gemüse und Blumen anbauen. Wenn wir uns treffen, spricht sie nur voller Freude von ihrem Enkel.

Die Menschen in unserem Umfeld beobachten unser Verhalten sehr genau. Wenn wir uns nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht richten, wirkt sich das unmerklich auf andere aus. Das Fa erhellt ihr Leben und auch sie profitieren davon.