(Minghui.org) Mein Mann ist leitender Angestellter. Ein Kollege brachte ihn nach Hause, weil er ausgerutscht war und sich den Fuß verletzt hatte. Die Verletzung war schwerwiegend, weshalb wir ihn ins Krankenhaus zu einer Computertomographie brachten, die 500 Yuan (62 Euro) kostete.
Während wir auf die Ergebnisse warteten, trafen wir eine Verwandte, die im Krankenhaus arbeitete. Nachdem wir ihr den Grund unseres Besuchs erklärt hatten, bat sie den Arzt, einen Vermerk auszustellen: „Der Patient ist für diese Untersuchung nicht geeignet.“ Daraufhin gab sie uns die 500 Yuan zurück. Mein Mann war jedoch bereits untersucht worden und der Arzt stellte anhand der Bilder die Diagnose.
Er sagte, dass bis auf den großen Zeh die Basis der anderen vier Zehen gebrochen und kleine Knochenfragmente zu sehen seien. Er legte meinem Mann einen Gipsverband an und riet ihm, nach Hause zu gehen und sich auszuruhen. Uns wurde gesagt, dass Knochenverletzungen drei bis sechs Monate zur Heilung benötigen könnten. Bei langen Spaziergängen oder Regen werde er möglicherweise Schmerzen durch die Knochensplitter verspüren.
Nach unserer Heimkehr dachte ich immer wieder an die 500 Yuan, die uns unsere Verwandte zurückerstattet hatte. Warum hatte ich sie nicht davon abgehalten? In der heutigen Gesellschaft scheint es normal zu sein, seine Position auszunutzen, um anderen kleine Vorteile zu verschaffen. Die Verwandte sagte, sie hoffe, mein Mann könne ihrem Kind in Zukunft zu einer Stelle in seiner Firma verhelfen. Aber ich praktiziere Falun Dafa und hätte das wirklich nicht tun sollen.
Meister Li lehrt uns:
„Die verworrene Welt durch Dafa gelöst“ (Überall beleuchtet, in: Hong Yin II)
Als ich nach innen schaute, erkannte ich, dass ich von einer egoistischen und profitorientierten Anhaftung beeinflusst gewesen war – ich hatte mich nicht streng an die Falun-Dafa-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gehalten. Meinen Fehler nur zu erkennen, reichte nicht. Ich musste ihn korrigieren. Am Ende fand ich einen Weg, die 500 Yuan dem Krankenhaus zurückzugeben.
Auf dem Rückweg vom Krankenhaus fühlte ich mich unglaublich leicht und entspannt. Es war eine Freude, die aus der Erhöhung der eigenen Xinxing erwächst. Ich dachte, ich hätte etwas Gutes getan, und erzählte es meinem Mann. Plötzlich richtete er sich auf, seine Augen wurden rot und er schrie: „Bist du wahnsinnig geworden?!“ – „Wir haben das Krankenhaus ausgenutzt; wir werden dadurch unsere Tugend verlieren“, entgegnete ich. „Tugend verlieren!“ schrie er. „Weißt du, wie viel so ein Krankenhaus ohne jeden Skrupel verdient? Wie viele Patientenrechte sie verletzen? An wen genau verlierst du denn deine Tugend? Du bist die größte Närrin der Welt!“
Ich konnte mich nicht mehr beherrschen und Tränen stiegen mir in die Augen. „Ja“, rief ich aus, „ich bin die größte Närrin! Ich kann die Wahrhaftigkeit nicht verraten! Andere können tun, was sie wollen, aber ich nicht!“
Nachdem ich mich beruhigt hatte, erinnerte ich mich an die Lehre des Meisters und schaute nach innen: Warum hatte ich den Maßstab des Dafa nicht angelegt? Warum hatte ich meine innere Stärke nicht bewahrt, als ich plötzlich mit einem Konflikt konfrontiert wurde? Es lag daran, dass ich es nicht ertragen konnte, ungerecht behandelt oder kritisiert zu werden. Ich war fest entschlossen, mich insbesondere in diesem Punkt zu kultivieren.
Am nächsten Tag klopfte mir mein Mann auf die Schulter und sagte: „Die Dummen sind ja eigentlich die Glückspilze. Sie haben normalerweise viel Glück!“ Ich weiß, dass er sehr gütig ist und keine schlechten Angewohnheiten hat. Er respektiert Ältere, übernimmt Verantwortung für die Familie und arbeitet fleißig. Es ist nur so, dass unsere Generation seit unserer Geburt von der Kultur der Kommunistischen Partei Chinas vergiftet wurde. Wir trieben ziellos umher, ohne es zu merken, und hielten uns für gute Menschen. Ich dachte, ich sei ein guter Mensch, bevor ich mit Falun Dafa begann. Ich war gebildet und fühlte mich kultiviert und anständig. Doch nachdem ich angefangen hatte, mich zu kultivieren, und mich am Maßstab des Dafa maß, erkannte ich, dass ich weit von alledem entfernt war.
Da mein Mann leitender Angestellter ist, hat er üblicherweise viel zu tun. Diese plötzliche Verletzung an seinem Fuß fesselte ihn ans Bett und das löste bei ihm Depressionen aus. Ich organisierte meinen Terminkalender so, dass ich mich um seine täglichen Bedürfnisse kümmern konnte. Zugleich nutzte ich auf subtile Weise die Vorträge des Meisters, um die angeborene Güte meines Mannes zu wecken. Ich erzählte ihm die Geschichte des Kindes eines Praktizierenden, das auf dem Heimweg von der Schule in einen Autounfall verwickelt wurde und schwere Fußverletzungen erlitt. Gemäß der Lehre des Meister beschuldigte der Praktizierende den Fahrer nicht. Er hegte auch keinen Groll gegen ihn, sondern berücksichtigte die Umstände des Fahrers. Zudem rezitierte das Kind häufig: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Innerhalb von sechs Tagen war das Kind genesen.
Mein Mann war berührt, obwohl er noch etwas skeptisch war: „Okay, ich gebe dir zehn Tage, in denen ich deinem Rat folgen und mir die Vorträge des Meisters anhören werde. Danach gehe ich zur Kontrolle ins Krankenhaus.“
An den folgenden Abenden kochte ich frühzeitig und legte sein Handy beiseite, damit er nicht gestört wurde, da er normalerweise viele Anrufe wegen der Arbeit bekam. Ich sagte mir: „Es darf ihn kein Anruf stören, während er sich die Vorträge anhört.“ Wie durch ein Wunder gab es an diesen neun Abenden keine Störungen. Jeden Abend half ich ihm, sich auf das Sofa zu setzen, legte seinen verletzten Fuß auf einen Hocker und wir hörten uns einen der Vorträge an, die der Meister in Jinan gehalten hatte.
Eines Abends, mitten in einem Vortrag, rief mein Mann plötzlich: „Aua, aua, das tut weh!“ Ich antwortete: „Das ist gut so. Konzentriere dich einfach aufs Zuhören.“
Am zehnten Tag sagte mein Mann, es gehe ihm besser. Er stellte seinen eingegipsten Fuß auf den Boden und ging ein paar Schritte. Doch er bestand darauf, zur Untersuchung ins Krankenhaus zu gehen. Nach einer kurzen Untersuchung rief mich der Arzt herein. Er deutete auf den Computer und fragte neugierig: „Sind Sie sicher, dass der Fuß gebrochen war? Ich sehe nichts.“ Ich zeigte dem Arzt die vorherigen Bilder. Er untersuchte sie sorgfältig und sagte: „Ja, es gab Brüche und kleine Knochenfragmente, aber der Fuß sieht jetzt völlig normal aus. Wenn Sie mir nicht glauben, können Sie zur Sicherheit in ein anderes Krankenhaus gehen.“ Mein Mann hörte das und sagte: „Es ist gut, alles ist verheilt, warum noch einmal untersuchen? Lass uns nach Hause gehen!“
Ich war überglücklich und dankte dem Meister immer wieder. Ich wusste, er hatte meinem Mann bei der Heilung seiner Knochen geholfen. Mein Mann konnte bald wieder arbeiten gehen.
Im Winter 2024 kam unser Sohn in den Winterferien von der Schule nach Hause. Er hatte vor, sich während der Ferien einem kleinen Eingriff zu unterziehen. Während wir überlegten, in welches Krankenhaus er gehen sollte, bot uns eine Verwandte, die in einem Krankenhaus arbeitete an, einen Arzt zu organisieren. Ich sollte ihm 500 Yuan (62 Euro) in einem roten Umschlag geben, dadurch würden wir über 1000 Yuan an Operationskosten sparen. Ich erklärte meinem Sohn ruhig: „Deine Mutter praktiziert Falun Dafa. Wir müssen den Anweisungen des Meisters folgen und den rechten Weg gehen. Wir dürfen unsere Tugend nicht verlieren. Die Gottheiten beschützen die Gutherzigen.“ Ich erzählte ihm auch, wie der Fuß seines Vaters auf wundersame Weise geheilt war.
Mein Sohn war sofort einverstanden. Ich begleitete ihn ins Krankenhaus und er kümmerte sich um die üblichen Formalitäten. Es handelte sich zwar lediglich um einen kleinen Eingriff, aber er betraf eine empfindliche Stelle und hätte starke Beschwerden verursachen können. Vor der Operation hatte mein Sohn ausführlich recherchiert und sich Sorgen wegen möglicher Komplikationen gemacht.
Nach der Operation schlug ich vor: „Während du dich ausruhst, könnten wir uns zusammen die Vorträge des Meisters anhören, ja?“ Er war einverstanden. An den folgenden neun Abenden hörten wir uns jeweils einen Vortrag des Meisters aus der Vortragsreihe an, die er in Guangzhou gehalten hatte.
Während dieser Tage spürte mein Sohn, wie etwas aus der Wunde austrat. Er bat mich mehrmals, die dicke Gaze zu kontrollieren, die jedoch stets frei von Blut war. Am zehnten Tag ging er zur Nachuntersuchung und ließ sich die Fäden ziehen. Der Arzt bestätigte, dass seine Genesung ausgezeichnet verlaufe.
Die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht haben meinen Charakter erhöht und mich zu einem besseren Menschen gemacht. Mein Mann und mein Sohn haben beide die Worte des Meisters erfahren:
„Wenn einer in der Familie das Fa bekommen hat, profitiert die ganze Familie davon.“ (Antworten auf die Fragen bei der Erklärung des Fa in Jinan, in: Fa-Erläuterung des Zhuan Falun, 16.07.1997)