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Installation von NTD-Fernsehempfängern – ein Jahrzehnt voller Herausforderungen

6. März 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Im Jahr 2005 traf ich in einer Großstadt zwei Falun-Dafa-Praktizierende, die wussten, wie man NTD-Satellitenfernsehempfänger installiert. Zu Beginn war es aufgrund mangelnder technischer Erfahrung und der Tatsache, dass wir uns in Wohngebieten befanden, sehr schwierig, da die Satellitenschüsseln groß waren. An manchen Tagen konnten wir nur zwei oder drei installieren, manchmal gelang es uns an einem Tag nicht einmal, eine einzige zu installieren.

Die Empfänger wurden üblicherweise auf den Dächern im obersten Stock oder auf den Dächern angebracht. Das Treppensteigen und der Aufstieg aufs Dach konnte sehr mühsam und gefährlich sein.

Der ältere Mitpraktizierende war bereits über 60, aber er war flink, geschickt und arbeitete zügig. Normalerweise testete er die Signale allein. Er hatte viel Geduld, drehte die Schüssel hier und dort, hielt sie manchmal fest und bewegte sie dann ganz vorsichtig, während der LNB ständig nach oben und unten sowie nach links und rechts drehte. Es erforderte viel Mühe, das Signal richtig einzustellen. Manchmal war es nicht erlaubt, die Schüssel auf dem Dach zu installieren, dann mussten wir ein Eisenregal schweißen, um die Schüssel außen am Fenster zu befestigen. Manchmal fanden der jüngere Mitpraktizierende und ich keinen geeigneten Platz für den Empfänger. Der ältere Praktizierende dagegen fand immer eine Lösung – wir sahen ihn nie besorgt. Es war, wie der jüngere Mitpraktizierende es ausdrückte: „Es gibt keine Aufgabe, die er nicht bewältigen kann.“

Die Installation von Empfängern kann gefährlich sein. Hohe Gebäude mit Dutzenden von Stockwerken können einen schwindlig und ängstlich machen, aber der ältere Kollege hatte nie Angst. Einmal machte sich eine Familie Sorgen, keinen Platz für die Satellitenschüssel zu finden. Doch der Mitpraktizierende fand einen Platz. Er band sich einen zuvor vorbereiteten Gürtel um, befestigte das andere Ende des Gürtels an den Eisenstreben des Fensters, ließ sich hinunter und stellte seine Füße auf eine sehr schmale und kurze Plattform, um ein Loch zu bohren und die Schüssel zu installieren.

Es gab eine kleine Plattform außerhalb des Gebäudes, die etwa auf Augenhöhe mit dem Fenster war. Nachdem die Satellitenschüssel installiert worden war, gab es kaum Platz für eine weitere Person. Meiner Meinung nach war es überhaupt nicht möglich, hier eine Schüssel zu installieren, aber der große Bruder sprang ohne Zögern hinunter, ließ mich am anderen Fenster des Gebäudes das Seil halten und ihn an der Taille festhalten. Nach der Installation beobachtete ich, wie er wieder hochkam. Um hochzukommen, musste er die Schüssel berühren, die ihm den Weg versperrte. Ich sah, wie er sich mit einer Hand am Fensterrahmen festhielt und langsam mit der anderen Hand ein Bein anhob, um seinen Fuß auf die Fensterbank zu setzen. Dann forderte er uns auf, sein Bein und seine Hand zu greifen und ihn hochzuziehen. Ich war wirklich beeindruckt.

Einmal stiegen wir ein steiles Dach hinauf. Der jüngere Mitpraktizierende folgte ihm mit zitternden Knien, während der ältere Mitpraktizierende auf ebener Fläche zu gehen schien. Hinterher sagte der jüngere Praktizierende: „Ohne den älteren Mitpraktizierenden hätte ich mich das nie getraut.“

Nach drei Jahren Zusammenarbeit trennten sich unsere Wege. Ich bin dem Meister so dankbar für sein barmherziges Arrangement, das es mir ermöglichte, diese beiden Mitpraktizierenden kennenzulernen und von ihrer technischen Anleitung zu profitieren. Sie scheuten keine Schwierigkeiten und blieben auch bei Problemen ruhig und gelassen. Ihre aufrichtigen Gedanken und Taten gab mir viel Mut und Ermutigung. Diese drei Jahre der Ausbildung legten ein solides Fundament für meine eigene Installation von NTD-Empfängern.

Zurück in meiner Heimatstadt

Zurück in meiner Heimatstadt arbeitete ich mit zwei örtlichen Mitpraktizierenden zusammen und begann, selber NTD-Empfänger zu installieren. Zunächst starteten wir in unserer Region, später weiteten wir unsere Aktivitäten auf Gebiete aus, die mehrere hundert Kilometer entfernt lagen. Bei jedem Wetter – ob Regen oder Sonnenschein, klirrende Kälte oder sengende Hitze – fuhren wir dorthin und installierten die Empfänger, sobald Menschen sie brauchten.

Als wir einmal einen Empfänger bei einem Mann installierten, schien er zunächst nicht zu funktionieren. Dann entdeckten wir, dass der Mann mehrere Bilder von Mao Zedong aufgehängt hatte. Wir baten ihn, sie abzunehmen, doch er weigerte sich. Daraufhin erklärten wir ihm geduldig die wahren Umstände. Schließlich nahm er die Bilder ab – und das Signal funktionierte. Später trafen wir ihn zufällig wieder. Er erzählte uns: „Nachdem ihr gegangen wart, habe ich heimlich ferngesehen. Die Kommunistische Partei irrt, Falun Dafa ist großartig! Ich praktiziere jetzt auch Falun Dafa.“ Später hörte ich, dass seine Frau von der Polizei verschleppt worden war. Er setzte sich mutig für sie ein und verteidigte Falun Dafa.

Ein anderes Mal installierten wir eine Schüssel bei einem Mann, der zunächst zögerlich schien, weshalb wir ihm sofort erklärten, dass die Installation kostenlos sei. Er war erfreut und stimmte zu. Später sah er fern und sagte begeistert zu uns: „Das ist ja großartig, so ist Falun Dafa also! Ich habe ein halbes Leben gelebt und es war umsonst, jetzt verstehe ich es erst.“ Er erzählte uns: „Meine Frau hatte einen Schlaganfall, aber das Fernsehen hat ihr geholfen. Sie bringt jeden Tag die Kinder zu ihrem Sohn und erzählt oft den Eltern der Kinder die wahren Begebenheiten aus dem Fernsehen.“ Später stellte er uns einige seiner Verwandten und Freunden vor, damit wir auch ihnen NTD-Empfänger installieren konnten.

Einmal halfen wir einem älteren, gebildeten Ehepaar bei der Installation eines Empfängers. Beide waren Funktionäre der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Unerwarteterweise konnten sie ihre Begeisterung nicht zurückhalten, nachdem sie sich die NTD-Fernsehprogramme angesehen hatten.

Die Frau rief: „All die Jahre wurde ich von der bösartigen Partei getäuscht!“ Sofort entschlossen sie sich für den Parteiaustritt. Anschließend riefen sie ihre Tochter in Italien an, um ihr von ihren Erkenntnissen zu berichten.

Der Mann sagte begeistert: „Wir verstehen jetzt, was die KPCh tut. NTD Television bringt die wahren Hintergründe ans Licht. Wir haben den Sinn des Lebens gefunden und werden den betrügerischen Lügen der Partei nicht mehr glauben!“ Seither erzählt er bei jeder Gelegenheit von Falun Dafa. Er spricht über die Verbrechen der Partei, um den Menschen zu helfen, das wahre Gesicht der Partei zu erkennen.

Einmal bat er uns, einem anderen gebildeten Mann einen NTD-Empfänger zu installieren. Dieser Mann war nach dem Ansehen von NTD Television tief bewegt und schrieb einen Artikel, den wir an Minghui.org zur Veröffentlichung weiterleiten sollten. Außerdem trat er aus der Partei aus und bekundete wiederholt seine Unterstützung für uns. Später begann er mit seiner Frau gemeinsam, Falun Dafa zu praktizieren.

Unsere Regeln 

Um unser Projekt ordnungsgemäß durchzuführen, haben wir uns drei Regeln auferlegt: 1. Wir bezahlen unsere Mahlzeiten selbst oder bringen unser eigenes Essen mit; 2. Wir dürfen kein Geld von Produktionsstätten für Informationsmaterialien verwenden; 3. Wir dürfen den örtlichen Praktizierenden keine zusätzliche Arbeit aufbürden.

Wenn Mitpraktizierende darauf bestanden, uns Geld zu geben, gaben wir es der Materialproduktionsstätte. Im Laufe der Jahre haben wir viele Empfänger für Nicht-Praktizierende kostenlos installiert. Wir haben keine Spenden gesammelt, dennoch haben einige Mitpraktizierende uns freiwillig Geld gegeben. Ein Mitpraktizierender gab uns einmal 10.000 Yuan (etwa 1.250 Euro). Wir fühlten uns wirklich unwohl, so viel Geld anzunehmen. Ein anderer Mitpraktizierender aus einer anderen Stadt schickte uns 20.000 Yuan. Wir trauten uns nicht, das Geld anzunehmen, und lehnten es wiederholt ab, doch er bestand darauf. Ohne die selbstlose Unterstützung unserer Mitpraktizierenden über die Jahre hinweg hätten wir all das nicht geschafft.

Da wir oft Spenden erhalten und Dinge kaufen, führen wir Kassenbücher und überprüfen und gleichen die Konten regelmäßig ab. So stellen wir sicher, dass die Beträge mit dem Kontostand übereinstimmen. Falls etwas fehlt, gleichen wir es mit unserem eigenen Geld aus. Wenn es mehr ist, als wir berechnet haben, heben wir nichts ab, um die Richtigkeit der Finanzen zu wahren.

Eines Tages kam ein Mitpraktizierender aus einer anderen Stadt zu mir nach Hause. Er wollte mit mir zusammenarbeiten, um in seiner Gegend und Umgebung Empfänger zu installieren. Ich willigte ein. Mit der Unterstützung der lokalen Praktizierenden in seiner Gegend installierten wir an einem Tag 23 Empfänger und reparierten drei weitere. Es gibt dort unendlich viel zu tun.

Ein Koordinator in der Region sagte zu mir: „Du hast das Projekt zur Installation von Satellitenschüsseln in unsere Gegend gebracht.“ Auch andere Mitpraktizierende erkannten die Bedeutung der Installation von NTD-Empfängern und wie wichtig es ist, die wahren Tatsachen ans Licht zu bringen und Menschen zu erretten. Später reisten wir in Gebiete 300 Kilometer entfernt in den Westen und Südwesten. Gelegentlich unternahmen wir auch Fahrten zu Gegenden, die 800 Kilometer entfernt lagen. Lange Fahrten können sehr anstrengend sein. Um Zeit zu sparen, aßen wir während der Autofahrt und machten unterwegs keine Pausen. Da wir immer weiter nach Westen fuhren, wurde das Signal immer schlechter, deshalb kauften wir eine zwei Meter große Antenne zur Installation.

Wir arbeiteten über ein Jahr zusammen und installierten in dieser zeit etwa 800 Empfänger. Doch wir wollten uns nicht mit dem Erreichten zufriedengeben und arbeiteten weiter zusammen, diesmal um internetfähige Set-Top-Boxen zu verbreiten. Der Mitpraktizierende stellte die Technologie und die Geräte bereit – ich vermarktete sie.

Aufgrund der Verfolgung besaß ich jahrelang keinen Personalausweis und konnte mir keine Zug- oder Busfahrkarten kaufen. Dank des Schutzes durch den Meister tauchten in kritischen Momenten immer Schwarzmarkthändler auf und halfen mir, in den Bus oder Zug einzusteigen.

Einmal reiste ich in eine Stadt, die tausend Kilometer entfernt lag, um dieses Projekt meinen Mitpraktizierenden vorzustellen. Nach Abschluss der Arbeit wollte ich zurückkehren, aber die Mitpraktizierenden waren dagegen, da es stark schneite. Ich bestand jedoch darauf. Am Bahnhof angekommen, lief ich ein paar Runden um den Bahnhof, konnte aber keinen Ticketverkäufer finden, deshalb ging ich direkt zum Ticketschalter. Als ich nachfragte, erfuhr ich, dass die meisten Züge nicht fuhren, bis auf einen Zug, der in die Stadt fuhr, in die ich wollte. Ich wollte mir ein Ticket kaufen, aber da ich keinen Ausweis hatte, wurde ich in ein Zimmer gerufen, wo man meine Identität überprüfen wollte. Ich nannte meine Ausweisnummer, während die Mitarbeiter immer wieder nachschauten. Währenddessen sendete ich aufrichtige Gedanken aus. Schließlich fanden sie meine Identität heraus und gaben mir eine Bescheinigung. Ich rannte schnell zum Zug, der kurz davor war abzufahren.

Wir reisten durch unzählige Städte und Dörfer, durchquerten sowohl Großstädte als auch abgelegene Bergregionen. Eine bewegende Geschichte nach der anderen rührte uns zu Tränen und die Wunder, die wir erlebten, erschütterten uns tief. All jene, die die wahren Umstände erkannten und Erlösung fanden, erfüllte eine grenzenlose Dankbarkeit gegenüber der unermesslichen Gnade des Meisters und Falun Dafas.

Ich bin dem verehrten, barmherzigen Meister dankbar für seine Anleitung und seinen Schutz, die mir bis heute einen sicheren und beständigen Kultivierungsweg ermöglicht haben. Mein Dank gilt auch meinen Mitpraktizierenden für ihre unerschütterliche Unterstützung und ihre gutherzige Ermutigung.