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Jiangsu: Aufenthaltsort einer 77-Jährigen seit Gerichtsverhandlung im Jahr 2020 unbekannt

9. März 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Jiangsu, China

(Minghui.org) Die Familie von Wang Guilan aus dem Kreis Pei in der Provinz Jiangsu hat seit ihrer Gerichtsverhandlung am 6. März 2020 in Shanghai keine offiziellen Informationen über ihren Verbleib erhalten. Die heute 77-Jährige wurde wegen ihres Glaubens an Falun Dafa angeklagt. Ihre Angehörigen wissen nicht einmal, wo sie derzeit festgehalten wird, und bitten dringend um Hinweise.

Wang hielt sich zum Zeitpunkt ihrer Festnahme im Haus ihrer Tochter in Shanghai auf. Am 24. September 2019 wurde sie von dem Hausmeister der Wohnanlage, Zhang Xiujin, angezeigt, weil sie Informationen über Falun Dafa an Strommasten und Wänden angebracht hatte. Anhand von Aufnahmen der Überwachungskameras konnte die Polizei sie ausfindig machen. Noch am selben Tag brachen Beamte in die Wohnung ihrer Tochter ein und nahmen Wang fest. Ihre Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien wurden beschlagnahmt.

Am folgenden Tag wurde Wang in Untersuchungshaft genommen. Ihre formelle Verhaftung erfolgte am 31. Oktober 2019. Das Erste Mittlere Volksgericht der Stadt Shanghai beauftragte das Bezirksgericht Fengxian mit der Bearbeitung des Falls. Wang stand am 6. März 2020 vor Gericht. Seitdem wird ihre Familie über ihren Aufenthaltsort und den Stand des Verfahrens im Unklaren gelassen. Angesichts der anhaltenden Zwangsorganentnahme an Falun-Gong-Praktizierenden in China ist ihre Familie sehr um ihre Sicherheit besorgt.

Dreimal inhaftiert – insgesamt neun Jahre Haft

Bereits vor ihrer letzten Festnahme war Wang wiederholt ins Visier der Behörden geraten, nachdem die Kommunistische Partei Chinas 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte.

Im November 2004 wurde sie festgenommen, nachdem sie wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt worden war. Das Kreisgericht Pei verurteilte sie am 23. Mai 2005 zu drei Jahren Haft, die sie im Frauengefängnis Nanjing, der Hauptstadt der Provinz Jiangsu, ableistete.

Im August 2010 wurde Wang erneut verhaftet. Jemand hatte sie angezeigt, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Nur wenige Wochen später, am 13. September, verurteilte das Kreisgericht Pei sie in einem geheimen Verfahren zu vier Jahren Haft.

Am 2. Mai 2016, weniger als zwei Jahre nach ihrer Freilassung, wurde Wang erneut festgenommen – wieder wegen der Verbreitung von Materialien über Falun Dafa. Zunächst wurde sie für 15 Tage in Verwaltungshaft genommen und am 10. Mai in Untersuchungshaft überführt. Die Staatsanwaltschaft des Kreises Pei genehmigte ihre Verhaftung am 18. Mai. Anschließend wurde sie aus einer örtlichen Hafteinrichtung in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Xuzhou verlegt, das für den Kreis Pei zuständig ist.

Am 8. September 2016 wurde Wang vor dem Kreisgericht Pei angeklagt und am 20. Februar 2017 zu zwei Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) verurteilt.