(Minghui.org) Es ist fast 20 Jahre her, seit ich der Tian Guo Marching Band beigetreten bin. Anfangs konnte ich kaum mehr als vereinfachte Noten lesen, doch schaffte ich es im Laufe der Zeit, mein Instrument gekonnt zu spielen und an Hunderten von Paraden aller Größenordnungen teilzunehmen, um die Lebewesen zu erretten. Dafür bin ich dem Meister sehr dankbar. Ich danke Ihnen, verehrter Meister, dass Sie mir diese kostbare Chance gegeben haben, Menschen zu retten, mit Mitpraktizierenden in diesem Projekt zusammenzuarbeiten und mich dabei zu kultivieren.
Jedes Jahr begleite ich die Band zu Dutzenden von Paraden. Aber Anfang 2020 veränderte sich die Situation drastisch. Alle Paraden wurden aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt. Sogar die Übungen im Freien wurden eingestellt. Wie viele andere Praktizierende investierte ich mehr Zeit in die Aufklärung über die wahren Hintergründe der Verfolgung von Falun Dafa im Internet, um die Lebewesen zu erretten. Doch auch wenn wir keine Auftritte mit der Band hatten, ließ ich nicht nach, regelmäßig mit meinem Instrument zu üben. Hierzu hatte ich bereits wertvolle Erfahrungen in der Vergangenheit gesammelt, über die ich heute sprechen möchte.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie begeistert ich war, als ich der Band beitrat. Nach einer gewissen Zeit des Übens hatte ich alle Lieder einstudiert und nahm an Paraden teil. Nach einer Weile wurde ich jedoch nachlässig, insbesondere, als es in die Winterpause ging und es keine Paraden gab. Zu jener Zeit rührte ich mein Instrument lange Zeit nicht an. Einige Wochen vor einer Frühjahrsparade stellte ich dann fest, dass alle Tasten meines Instruments klemmten. Nachdem ich eine Weile damit verbracht hatte, sie zu lockern, konnte ich das Instrument zwar spielen, aber es klang furchtbar. Obwohl ich alle Stücke mit großer Mühe erneut einstudierte und an der Parade teilnahm, stellte ich fest, dass meine Ausdauer, meine Tonhöhe und mein Timbre während der Parade sehr schlecht waren. Nach der Parade fühlte ich mich nicht gut. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass Lebewesen, die hätten gerettet werden sollen, aufgrund meiner mangelnden Anstrengungen nicht errettet worden waren. Ich spürte, dass ich den Meister wirklich enttäuscht hatte.
Seitdem halte ich mich konsequent dazu an, regelmäßig zu üben. Wenn es die Zeit zulässt, übe ich jeden Tag; wenn ich zu beschäftigt bin, mindestens dreimal pro Woche. Abgesehen vom perfekten Einüben der Stücke für die Parade übe ich auch andere professionelle Übungsstücke. Nachdem ich eine Zeit lang auf diese Weise geübt hatte, stellte ich fest, dass sich meine Ausdauer und meine Tonqualität erheblich verbessert hatten.
Musik ist wirklich wundersam. Sie ist eine universelle Sprache, welche die Gottheiten den Lebewesen geschenkt haben. Musik eignet sich besonders gut, um die Botschaft hinter den Noten zu vermitteln, was sie zu einer Form des Austauschs auf spiritueller Ebene macht. Daraus habe ich verstanden, dass gute Musik, unabhängig davon, aus welchem Land die Zuhörer kommen und sogar ob sie Tiere, Pflanzen oder andere Materie sind, Resonanz erzeugen und ihre Herzen bewegen kann. In der traditionellen chinesischen Kultur sind die fünf Elemente (Metall, Holz, Wasser, Feuer und Erde) die grundlegenden Elemente, aus denen alles in dieser Welt besteht. Die fünf Noten, fünf Farben und fünf Geschmacksrichtungen entsprechen den fünf Elementen. Unter ihnen sind die fünf Noten Gong, Shang, Jiao, Zhi und Yu, die den Noten Do, Re, Mi, Sol und La in der westlichen Musik entsprechen. Im ältesten und grundlegendsten Standardwerk der Traditionellen Chinesischen Medizin, dem „Inneren Klassiker des Gelben Kaisers“, heißt es: „Der Himmel hat fünf Töne und der Mensch hat fünf innere Organe.“ Die fünf Töne entsprechen den fünf menschlichen Organen Herz, Leber, Milz, Lunge und Nieren sowie den fünf menschlichen Emotionen Freude, Wut, Sorge, Trauer und Angst. Sie alle besitzen die Eigenschaften der fünf Elemente und stehen miteinander in Beziehung.
Klassische Musik oder Musikstücke, die nach den orthodoxen Musikregeln komponiert sind, können positive Energie erzeugen, die Schwingungen erzeugt, welche für den menschlichen Körper sowohl physisch als auch psychisch wohltuend sind. Dies gilt insbesondere für unsere Paradestücke, da sie vom Meister mit lebensrettenden Elementen ausgestattet sind. Wenn Lebewesen sie hören, empfinden sie nicht nur Freude, sondern können auch die barmherzige Ausstrahlung wahrnehmen, wodurch ihre wissende Seite gerettet werden kann.
Jeder weiß, dass die Band, die bei einer Parade auftritt, Menschen erretten kann. Das Üben der Instrumente wiederum braucht Zeit. Müssen wir als erfahrene Mitglieder, welche die Paradenstücke bereits spielen können, immer noch so viel Zeit mit dem Üben der Stücke verbringen – gerade in Anbetracht der Tatsache, dass es so viele andere Projekte zur Aufklärung über die wahren Umstände gibt, die erledigt werden müssen? Auch können wir das Lernen des Fa, das Praktizieren der Übungen und das Aussenden aufrichtiger Gedanken nicht aufschieben.
Eines Tages stach mir ein Abschnitt beim Lernen des Fa in die Augen, der mich sehr inspirierte.
Der Meister sagte:
„Ihr alle wisst von der Malerei, ihr alle kennt Musik, Bildhauerei und auch die moderne Wissenschaft und Technologien, all das sind unterschiedliche Techniken in unterschiedlichen Leben der Menschheit. Es scheint so, als ob die Menschen selbst all dies zur Bereicherung der menschlichen Gesellschaft erschaffen hätten. In Wirklichkeit ist das überhaupt nicht der Fall. Was hat all dies dann zu bedeuten? Ich sage euch, das gehört alles zur Kultivierung, das sind eben die Eigenschaften des Horizontes von Lebewesen aus weit entfernten Systemen. Denn bei der Erhöhung jener Ebene werden die Erkenntnisse über diese Art Fertigkeit auch mit dem Fa verbunden, man erhöht sich während des Erkennens, dabei kann man sich auch grenzenlos erhöhen. Die Teilchen, aus denen die Räume hoher Ebenen gebildet werden, sind noch kleiner, das Feld des Klanges ist auch aus mikroskopischen, materiellen Teilchen zusammengesetzt, damit klingt die Musik noch schöner und die Farben sind noch schöner. Alle Materie ist aus den mikroskopischen Teilchen hoher Ebenen zusammengesetzt, sie kann in den Räumen der niedrigen Ebenen nicht von Lebewesen gefunden werden. Die Kunstwerke und die Fertigkeiten werden immer hervorragender und immer wunderbarer, die Erhöhung eines Lebewesens ist ein Resultat von der gemeinsamen Erhöhung der Ebene und der Fertigkeiten, es ist eine Erhöhung von eigenen Erkenntnissen auf unterschiedlichen Ebenen.“ (Fa-Erklärung in San Francisco 2005, 05.11.2005)
Die Bedeutung dieses Abschnitts des Fa ist sehr tiefgründig, und ich habe nur sehr wenig davon verstanden.
Der erste Punkt, den ich verstanden habe, war, dass es keine Grenzen für die Verbesserung unserer Fähigkeiten gibt, wenn wir uns bemühen, mit der Haltung eines Kultivierenden und der Absicht, Lebewesen zu erretten, zu praktizieren. Gleichzeitig hilft uns die Verbesserung unserer Fähigkeiten auch dabei, unseren Kultivierungszustand zu verbessern. Die Erhöhung unserer Ebenen und Kultivierungsstufen stärkt dann unsere Fähigkeit, Wesen höherer Ebenen zu retten. Tatsächlich hat der Meister schon oft auf den Zusammenhang zwischen den überlegenen Techniken der Shen-Yun-Tänzer und ihrer Wirkungen zur Errettung der Lebewesen hingewiesen.
Der zweite Punkt, den ich verstanden habe, ist, dass das Streben nach Verbesserung meiner Technik ein Bestandteil der Kultivierung eines Mitglieds der Tian Guo Marching Band ist. Es ist ein Merkmal der Ebenen der Wesen in unseren fernen Systemen. Die Verbesserung unserer musikalischen Fähigkeiten in dieser Welt dient nicht nur dazu, mehr Lebewesen zu erretten, sondern auch dazu, unsere eigenen Systeme (einschließlich der Wesen in diesen Systemen) zu korrigieren.
Die Zeit, die wir für unser regelmäßiges Training aufwenden, mag zeitintensiv erscheinen, aber tatsächlich ist es eine Vorbereitung darauf, Lebewesen zu erretten. Es gibt Sprichwörter wie „Das Schärfen deiner Axt verzögert das Holzhacken nicht“ und „Eine Minute auf der Bühne ist das Ergebnis von zehn Jahren Arbeit hinter den Kulissen“. Wenn ich über die Zeit nachdenke, die ich an einem ganzen Tag verbringe, gibt es tatsächlich Abschnitte, die ich nicht gut genutzt habe, sodass sie verschwendet waren. Wenn ich diese freie Zeit voll ausnutzen könnte, um die drei Dinge zu tun und mein Instrument gut zu üben, wie sehr würde ich davon profitieren?
Vor über einem Jahr bat mich der Bandkoordinator, darüber nachzudenken, die Leitung der Trompetensektion zu übernehmen. Mein erster Gedanke war, wie mühsam das sein würde, da ich dann nicht nur mich selbst gut anleiten müsste. Nachdem ich jedoch etwas länger darüber nachgedacht hatte, wurde mir klar, dass dies Egoismus war, und Kultivierung bedeutet, Egoismus loszuwerden.
Unsere Sektion besteht aus erfahrenen Mitgliedern, die seit der Gründung der Band dabei waren, und neuen Mitgliedern, die erst vor Kurzem zur Band gekommen sind. Es gibt Mitglieder, die ein hohes Leistungsniveau halten, und andere, denen das nicht gelingt. Als ich darüber nachdachte, wie ich das Niveau der gesamten Gruppe verbessern könnte, kamen mir zwei Probleme in den Sinn. Das eine war, dass wir nicht die richtigen Methoden beherrschten, insbesondere beim Spielen der hohen Töne. Einige Mitglieder versuchten immer wieder, die hohen Töne mit roher Gewalt zu spielen, was zu einer schlechten Tonqualität mit Knackgeräuschen führte. Das wiederum hatte Auswirkungen auf ihre körperliche Kraft, sodass sie nicht lange spielen konnten. Das zweite Problem war, dass sie nur die Paradestücke übten und sich nicht auf das Üben der Grundlagen konzentrierten, sodass ihre Fähigkeiten über viele Jahre hinweg stagnierten. Obwohl sie die Paradestücke relativ gut spielen konnten, war ihre Tonqualität nicht besonders gut: Es gab Fehler in der Tonhöhe, die Musik klang nicht schön und die gesamte Sektion spielte nicht einheitlich, sodass das Publikum auf beiden Seiten der Straße unser ungleichmäßiges Spiel hören konnte. Das hatte einen unmittelbar negativen Einfluss auf die Errettung der Lebewesen.
Um diese beiden Probleme zu lösen, gab ich allen einige Übungen zur Ausdauer und zu den Grundfertigkeiten. Die Art und Weise, wie ich diese Übungen aufgab, spiegelte einige meiner Probleme bei der Kultivierung wider. Aufgrund mangelnder gründlicher Überlegungen waren manche Aufgaben schwieriger als andere. Obwohl es mein Wunsch war, dass sich alle schnell verbesserten, dämpfte der Schwierigkeitsgrad der Übung objektiv gesehen die Begeisterung der Teammitglieder für die Erfüllung der Aufgabe und führte letztendlich zu schlechten Ergebnissen. Mir wurde klar, dass ich ihre individuellen Bedingungen berücksichtigen musste, darunter ihre aktuellen Leistungsfähigkeiten, ihre verfügbare Zeit und ihr unterschiedliches Verständnis des Projektes der Tian Guo Marching Band. Daraufhin passte ich den Umfang der Aufgaben so an, dass es verschiedene Übungspakete gab. Folglich bestand eine Aufgabe aus verschiedenen Optionen, die frei wählbar zusammengesetzt werden konnten und die jedes Mitglied nach dem gemeinsamen Durcharbeiten der grundlegenden Übungen absolvieren musste.
Dank der Anstrengungen aller Mitglieder der Trompetengruppe rückten unsere Töne immer näher zusammen und bald klang es, als würden unsere Klänge aus einer einzigen Trompete kommen. Obwohl solche guten Ergebnisse schon oft erzielt wurden, war das unvergesslichste Erlebnis bei einer der Weihnachtsparaden im letzten Jahr. Trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt waren beide Seiten der Straße immer noch mit Zuschauern gefüllt. Einige Eltern hatten ihre Kinder mitgebracht, die Karten in der Hand hielten, mit denen sie die Paradeaufstellung auffordern konnten, anzuhalten und vor ihnen zu spielen. Als unsere Paradeaufstellung langsam vorbeimarschierte, hörte ich unsere Töne so, als kämen sie aus einer einzigen Trompete. Ich konnte auch kaum den Klang meiner eigenen Trompete hören. Es war ein wunderbares Gefühl, als wäre ich völlig in die Musik eingetaucht. Ich hatte das Gefühl, mich völlig darin verloren zu haben. Nach Ende der Parade sagte ein Praktizierender aus der Sektion vor uns zu mir: „Ihr Trompeter habt heute alle sehr gut gespielt.“
Ich möchte diesem Praktizierenden meinen besonderen Dank für seinen Kommentar und seine Ermutigung aussprechen. Ich weiß, dass wir, um besser zu werden, in der Lage sein müssen, unsere Klänge mit denen der anderen Sektionen zu verschmelzen. Abgesehen von der technischen Zusammenarbeit müssen Kultivierende auf die Gefühle anderer achten, insbesondere auf die der Praktizierenden, die direkt vor uns stehen. Ich versuche, falsche Töne zu vermeiden, die andere beeinträchtigen könnten. Wir müssen unsere Musik auf friedliche und barmherzige Weise spielen, damit wir eine bessere Wirkung auf die zu errettenden Lebewesen erzielen können.
Ich bin sehr dankbar, an der Tian Guo Marching Band teilnehmen zu dürfen – einem Projekt, das vom Meister ins Leben gerufen wurde und Musik nutzt, um den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen. Wie viele solcher Gelegenheiten wird es im Laufe der Fa-Berichtigung noch geben? Daher möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um alle Bandmitglieder, ob alt oder neu, aufzurufen, in ihrer Praxis nicht nachzulassen. Wir müssen fleißig und ernsthaft praktizieren, damit wir unsere Technik verbessern und unsere Xinxing erhöhen und so noch mehr Menschen erretten können.
Danke, verehrter Meister. Danke, geschätzte Mitpraktizierende.