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Die Geschichte eines skrupellosen Polizeichefs

11. April 2026 |   Von Liu Yi

(Minghui.org) Laut einem der großen Klassiker Chinas, dem I Ging (Buch der Wandlungen), heißt es: „Eine Familie, die gute Taten ansammelt, wird gesegnet; eine Familie, die schlechte Taten ansammelt, wird Unglück erleiden. Hier ein paar Geschichten dazu – von der Antike bis zur Moderne.

Ehrlichkeit und Integrität

Lin Ji, der während der Song-Dynastie im Kreis Youxi in der Provinz Fujian lebte, war der erste aus diesem Kreis, der die kaiserliche Prüfung bestand. Einige seiner Erlebnisse wurden in den Annalen des Kreises Youxi festgehalten.

Als er zur kaiserlichen Prüfung in die Hauptstadt reiste, übernachtete Lin in einem Hotel in Caizhou, der heutigen Provinz Henan. In seinem Zimmer fand er einen Stoffbeutel, der mehrere hundert Perlen enthielt. Er fragte den Hotelbesitzer, wer dort zuvor übernachtet habe, und erfuhr, dass es ein Kaufmann gewesen sei.

„Der Kaufmann ist mein Freund. Wenn er zurückkommt, sagen Sie ihm bitte, er möge mich an der nationalen Akademie in der Hauptstadt aufsuchen“, bat Lin den Besitzer. Aus Sorge, der Mann könnte es vergessen, schrieb er eine Notiz und hinterließ sie im Zimmer.

Der Kaufmann war Zhang Ke. Er bemerkte erst, dass die Perlen fehlten, als er sie in einer anderen Stadt verkaufen wollte. Er geriet in Panik, da diese Perlen das Vermögen seiner Familie darstellten. Daher eilte er zum Hotel zurück, wo er erfuhr, dass Lin ihm eine Nachricht hinterlassen hatte.

Nachdem Lin sich vergewissert hatte, dass die Perlen Zhang gehörten, übergab er ihm den Beutel. Zhang war sehr dankbar und bot Lin die Hälfte der Perlen an. Als Lin ablehnte, verkaufte Zhang die Hälfte der Perlen und baute von dem Geld einen Tempel in Lins Namen. Bald darauf bestand Lin die kaiserliche Prüfung.

Lin wurde später zum Justizkommissar von Xunzhou (der heutigen Provinz Guangdong) ernannt. Sein Vorgesetzter wollte seine eigenen Verdienste aufbauschen und forderte Lin daher auf, Einwohner wegen Korruption anzuklagen und zu verurteilen. Der Vorgesetzte versprach Lin dafür eine Beförderung. Lin lehnte das Bestechungsgeld ab und ließ die Menschen mangels Beweise frei. Der Vorgesetzte wurde später seines Amtes enthoben, Lin und seine beiden Söhne dagegen hohe Beamte.

Ein skrupelloser Polizeichef

Die jahrtausendealte moralische Tradition Chinas geriet nach der Machtübernahme durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Jahr 1949 fast vollständig in Vergessenheit. Durch ihre zahlreichen politischen Kampagnen wie die Kulturrevolution förderte die KPCh Klassenkampf, Gewalt und Lügen und hielt die Menschen davon ab, ihre traditionellen Werte wie Ehrlichkeit und Integrität zu leben.

Falun Dafa wurde 1992 eingeführt und erfreute sich sofort großer Beliebtheit. Durch das Befolgen der Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sowie das Praktizieren der Übungen verbesserten sich Körper und Geist von Millionen von Menschen. Die Praxis hatte auch positive Wirkung auf die Gesellschaft.

Im Juli 1999 begann die KP jedoch mit der rücksichtslosen Unterdrückung von Falun Dafa. Chifeng, die größte Stadt in der Inneren Mongolei, bildete dabei keine Ausnahme. Yang Chunyue, ehemaliger Polizeichef des Bezirks Songshan und des Büro 610 der Stadt Chifeng, war der Kopf hinter jeder groß angelegten Verhaftungsaktion in der Region. Yang wies die Polizei an, jeden zu verhaften, der Falun Dafa praktizierte, unabhängig von Geschlecht oder Alter. Die Betroffenen wurden Folter und psychischer Misshandlung ausgesetzt. Yang drückte sich vor der Verantwortung und vertuschte seine Verbrechen.

Tausende Praktizierende wurden festgenommen und zu Zwangsarbeit oder Gefängnis verurteilt. Bevor Yang 2014 starb, genehmigte er persönlich viele Fälle. Sechs Praktizierende verloren ihr Leben, während sie sich in Polizeigewahrsam befanden. Andere wurden schwer gefoltert und starben, als sie wieder zu Hause waren.

Nachdem der Falun-Dafa-Praktizierende Zhao Yanxia im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Hongshan in Chifeng gestorben war, sagte Yang: „Wenn wir Falun-Dafa-Praktizierende bis zum Tod foltern oder sie bereits tot sind, schicken wir sie in Gefängnisse, Arbeitslager oder Krankenhäuser. Erst nach ihrer Ankunft wird ihr Tod bekannt gegeben. Dann tragen wir keine Verantwortung mehr. Aber wenn sie im Untersuchungsgefängnis sterben, müssen wir den Papierkram erledigen.“

Als im Oktober 2000 Informationsmaterialien über Falun Dafa im Gebiet Chifeng auftauchten, leitete die Polizei eine groß angelegte Razzia ein. Mehr als 50 Praktizierende wurden verhaftet und gefoltert, darunter Yuan Shumei. Die Polizei hängte sie auf, versetzte ihr mehrfach Stromstöße mit Elektrostäben und schlug sie.

Ein Beamter namens Chai Yusheng zerrte Yuan zu sich und stieß sie mit einem Tritt gegen die Wand. Dann zog er sie zurück, um sie erneut gegen die Wand zu stoßen, wobei er gezielt auf ihren Unterleib zielte und dabei Obszönitäten ausstieß. Ihr wurden Nahrung und Schlaf vorenthalten. Sie erhielt nur so viel Wasser und Nahrung, dass sie am Leben blieb. Während ihrer Menstruation durfte sie ihre Binden nicht wechseln, sodass ihre Hose blutgetränkt war.

Auf diese Weise wurde Yuan sieben Tage und sieben Nächte lang gefoltert. Ihr Haar wurde weiß, ihr Körper war blutüberströmt. Sie starb im Frauengefängnis von Hohhot.

Eine ernste Lektion

Polizeichef Yang Chunyue war früher Elektriker gewesen. Er stand in enger Verbindung zur KPCh und wurde wiederholt befördert, insbesondere nachdem er mit der Unterdrückung von Falun Dafa begonnen hatte. Anfangs genossen er und seine Familie einige Vorteile, aber später mussten sie die schwerwiegenden Folgen dafür tragen. Als Leiter des Büro 610 missbrauchte er seine Macht und verschaffte seinem Sohn eine Stelle als Fahrer für die Dienststelle.

Am 28. August 2005 fuhr Yangs 28-jähriger Sohn Yang Zhihui mit seinem Auto unter einen auf der Autobahn geparkten Lkw. Sein Schädel wurde zertrümmert, er war auf der Stelle tot. Die Person auf dem Beifahrersitz blieb unverletzt. Nach Angaben derjenigen, die an der Beerdigung des Sohnes teilnahmen, war nur noch die Hälfte seines Kopfes übrig.

Nach dem Tod ihres Sohnes weinte Yangs Frau zwei Wochen lang. „Was haben wir getan, dass eine solche Tragödie über uns gekommen ist!“, rief er verzweifelt aus. Fast überwältigt von Trauer erlitt sie einen Nervenzusammenbruch. Yang selbst starb 2014 an Krebs. Viele Menschen hatten das Gefühl, dass das, was Yangs Familie widerfahren war, zusammenhing mit den Dutzenden unschuldiger Leben, die er genommen hatte, und den zahlreichen Familientragödien, die er verursacht hatte.

Die Unterdrückung von Falun Dafa ist die größte Katastrophe für die Menschenrechte in China. Seit Juli 1999 wurden Millionen von Menschen diskriminiert, weil sie ihren Glauben praktizieren. Viele wurden festgenommen, verhaftet und inhaftiert. Sie wurden gefoltert und zur Zwangsarbeit geschickt; einige wurden Opfer von Zwangsorganentnahmen. Aufgrund der systematischen Vertuschung und Zensur durch die KPCh bleiben die tatsächlichen Verluste unbekannt.

Diese Verfolgung dauert nun schon 27 Jahre an. Doch Millionen von Menschen, innerhalb und außerhalb Chinas, bleiben gleichgültig und glauben, dies habe nichts mit ihnen zu tun.

„Wir werden in dieser Generation nicht nur für die hasserfüllten Worte und Taten der bösartigen Menschen Buße tun müssen, sondern auch für das entsetzliche Schweigen der guten Menschen“, schrieb Martin Luther King Jr.

Wenn mehr Menschen aufwachen und handeln, können wir diese Katastrophe beenden. Es könnte zu spät sein, wenn es der KPCh gelingt, die kommunistische Agenda weltweit durchzusetzen. Wir sollten Dr. Kings Worte beherzigen: „Ungerechtigkeit an einem Ort ist eine Bedrohung für die Gerechtigkeit überall.“