(Minghui.org) Ein 52-jähriger Bürger der Stadt Chifeng in der Inneren Mongolei wurde in das örtliche Gefängnis eingeliefert. Er muss eine einjährige Haftstrafe absitzen, nur weil er Falun Dafa praktiziert.
Bai Yanbin wurde im September 2025 festgenommen – weniger als zehn Monate, nachdem er eine 18-monatige Haftstrafe wegen seines Glaubens verbüßt hatte. Einzelheiten zu seiner jüngsten Anklage, seinem Prozess oder seinem Urteil sind nicht bekannt.
Vor seiner zweiten Haftstrafe war Bai wiederholt wegen seines Glaubens ins Visier der Polizei geraten. Falun Dafa wird seit 1999 von der Kommunistischen Partei Chinas verfolgt. Bai sah sich gezwungen, sieben Jahre lang weitab von zu Hause zu leben, getrennt von seiner Familie.
Nach einer Festnahme im Dezember 2012 fesselte die Polizei ihn für längere Zeit an einen Metallstuhl und behielt ihn 15 Tage in Gewahrsam.
Am 5. Dezember 2013 wurde Bai erneut festgenommen, als er Kalender mit Botschaften über Falun Dafa verteilte. Die Polizisten durchsuchten seine Wohnung und sperrten ihn 26 Tage lang in einer örtlichen Haftanstalt ein.
Am 11. April 2017 gegen 5 Uhr wurde Bai abermals abgeführt, als er auf einem örtlichen Platz die Falun-Dafa-Übungen machte. Stunden später durchsuchten über zwei Dutzend Beamte seine Wohnung und beschlagnahmten seinen Computer, sein Mobiltelefon sowie Banknoten im Wert von über 300 Yuan mit aufgedruckten Botschaften zu Falun Dafa. Sie brachten Bai in die Haftanstalt der Stadt Jinshan und legten seinen Fall der Staatsanwaltschaft Chifeng vor. Diese lehnte jedoch die Ausstellung eines formellen Haftbefehls ab. Am 12. Mai 2017 wurde Bai freigelassen.
Eine weitere Festnahme erfolgte am 10. Februar 2023, nachdem die Polizei Bai auf ihren Überwachungskameras dabei beobachtet hatte, wie Bai Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Die Beamten beschlagnahmten seinen Computer, sein Motorrad, über 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) Bargeld und andere Wertsachen. Sie brachten ihn in die Haftanstalt Jinshan und ließen ihn am 23. Februar 2023 gegen eine Kaution von 3.000 Yuan frei. Bai wurde aufgefordert, sich einmal pro Woche bei der Polizeistation Jinshan zu melden.
Die Staatsanwaltschaft des Harqin-Banners erhob am 12. Juni 2023 Anklage gegen Bai und leitete seinen Fall an das örtliche Gericht weiter. Am 19. Juni rief die Polizeibehörde des Harqin-Banners ihn an und forderte ihn auf, zur Polizeistation zu kommen und seine Fallakte zu unterschreiben. Dort angekommen, wurde er festgenommen und in die Haftanstalt des Harqin-Banners überstellt.
Am 17. August 2023 verurteilte das dortige Gericht Bai zu 18 Monaten Haft und einer Geldstrafe von 1.000 Yuan.
Früherer Bericht:
50-Jähriger aus der Inneren Mongolei wegen seines Glaubens verurteilt