(Minghui.org) Als Hou Ruilan im September 2013 nach einer einjährigen Haft freikam, war sie schwer gezeichnet: beidseitig taub und bis zur Unkenntlichkeit abgemagert. Die Inhaftierung stand im Zusammenhang mit ihrem Praktizieren von Falun Dafa. Auch in den darauffolgenden Jahren wurde die Bewohnerin von Qingdao (Provinz Shandong) wegen ihres Glaubens wiederholt von den örtlichen Behörden schikaniert. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend, bis schließlich Lungenkrebs diagnostiziert wurde. Am 20. März 2026 verstarb sie im Alter von 77 Jahren.
Hou Ruilan, geboren am 20. Oktober 1948, begann im Jahr 1998 Falun Dafa zu praktizieren. In der Folge verbesserte sich ihr Gesundheitszustand deutlich, und sie erholte sich von mehreren Erkrankungen, darunter Rachenentzündung, Nasenpolypen, Zwölffingerdarmentzündung und Nierenbeckenentzündung.
Nachdem das kommunistische Regime im Juli 1999 eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa eingeleitet hatte, hielt Hou Ruilan unbeirrt an ihrem Glauben fest und wurde in der Folge wiederholt schikaniert. Am 8. September 2012 wurde sie festgenommen und am 22. März 2013 zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Am 25. Mai 2013 überstellte man sie in das Frauengefängnis der Provinz Shandong.
Dort zwangen Gefängniswärter sie, Materialien zu lesen und anzusehen, in denen Falun Dafa verleumdet wurde. Zudem wurde sie angehalten, sogenannte Gedankenberichte und Erklärungen zu verfassen, in denen sie ihrem Glauben abschwören sollte. Darüber hinaus wurde sie wiederholt zu Zwangsarbeit herangezogen.
Unter dem anhaltenden psychischen Druck und den Misshandlungen verschlechterte sich Hous Gesundheitszustand rapide. Als sie am 8. September 2013 entlassen wurde, erkannte ihre Familie sie kaum wieder: Ihr Haar war vollständig ergraut, sie war extrem abgemagert und auf beiden Ohren taub.
Am 16. Juni 2015 erstattete Hou Strafanzeige gegen den früheren chinesischen Diktator Jiang Zemin wegen der Verfolgung von Falun Dafa. Am 16. Juni 2016 brachen drei Beamte der Polizeistation Changjiang Straße in Hous Wohnung ein und zwangen sie, ihre verschlossenen Schränke und Kommoden zu öffnen. Sie durchsuchten die Möbel und fertigten Fotos an, ohne einen Durchsuchungsbefehl vorzuweisen. Die Beamten fanden keine belastenden Beweise gegen sie, setzten sie aber weiterhin unter Druck, die Adressen anderer Falun-Dafa-Praktizierender in der Gegend preiszugeben.
Vom 8. bis 20. Juni 2018 war vor Hous Wohnhaus rund um die Uhr ein Fahrzeug postiert. Zudem wurde sie auf Schritt und Tritt überwacht und verfolgt, selbst bei alltäglichen Besorgungen wie dem Einkaufen.
Am 18. Juli 2019 verschafften sich Shao Jun und ein weiterer Beamter der Polizeistation Changjiang-Straße zur Mittagszeit Zutritt zu Hous Wohnung. Da Hou nicht anwesend war, teilten sie ihrem minderjährigen Enkel und ihrer Enkelin mit, am folgenden Tag zurückzukehren. Wie angekündigt erschienen sie erneut und befragten Hou, ob sie weiterhin Falun Dafa praktiziere. Nachdem sie dies bejaht hatte, verlangte Shao ihre Telefonnummer. Hou verweigerte die Herausgabe ihrer Kontaktdaten und leistete den Anweisungen nicht Folge.
Von Mitte September bis Ende Oktober 2019 wurde erneut ein Überwachungswagen vor Hous Wohnhaus gesichtet. Am 16. Oktober desselben Jahres schikanierten der Beamte Shao und der stellvertretende Hauptmann Yu Zhiwei sie in ihrer Wohnung. In den folgenden Monaten kam die Polizei mindestens vier weitere Male und fotografierte sie.
Die Polizei setzte auch Hous Familie unter Druck, ihre Freiheit in den letzten Lebensjahren einzuschränken. Unter diesem Druck untersagte ihr die Familie jeglichen Kontakt zu anderen örtlichen Praktizierenden. Selbst wenn es ihr gelang, Verbindung zu ihnen aufzunehmen, wurde sie umgehend daran gehindert.
Später wurde bei Hou Lungenkrebs diagnostiziert. Nach einer Operation konnte sie nur noch geringe Mengen Milch zu sich nehmen. Ihr Teint war fahl, und sie war äußerst geschwächt. Am 20. März 2026 verstarb sie.
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