(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit März 1999; jetzt bin ich 72 Jahre alt. In den 26 Jahren meiner Kultivierung stand ich stets unter dem Schutz des Meisters – ich wurde von ihm geführt. Auch Mitpraktizierende haben mir geholfen. Heute möchte ich von zwei meiner Kultivierungserfahrungen berichten.
Mein Mann hat zwei ältere Brüder und sowohl eine ältere als auch eine jüngere Schwester. Seine Familie lebt in der Altstadt. Beide Schwestern sind verheiratet und haben eigene Häuser. Seine Mutter lebte im alten eingeschossigen Haus der Familie (sein Vater war verstorben). Mein Mann erzählte mir, dass er früher in einer anderen Stadt gearbeitet habe, aber in seine Heimatstadt zurückversetzt worden sei, damit er sich um seine gebrechliche Mutter kümmern konnte. Nachdem mein Mann und ich geheiratet hatten, lebten wir mit der Mutter in dem alten, eingeschossigen Haus.
Bevor unser Kind geboren wurde, planten wir, meine Mutter zu uns zu holen, damit sie uns bei der Babybetreuung helfen konnte. Die Nachbarn benutzten alle eine öffentliche Toilette oben auf einem Hügel. Da meine Mutter gebundene Füße hatte, hielten wir es für zu gefährlich, dass sie den Hügel hinauf- und hinunterging, um die Toilette zu benutzen. Deshalb planten mein Mann und ich, für sie ein kleines, eingeschossiges Haus (mit Toilette) vor unserem alten Haus zu bauen. Mein Mann besprach die Angelegenheit mit seinen beiden Brüdern. Sie erhoben keine Ansprüche auf das neue Haus, sondern gaben uns grünes Licht für den Bau. Wir liehen uns Geld und ließen das Haus mit drei Zimmern errichten.
1995 verstarb meine Schwiegermutter. Die Geschwister meines Mannes sprachen mit ihm darüber, das alte Haus zu verkaufen. Wir stimmten zu. Da wir kein Geld für ein neues Haus hatten, beschlossen wir, nun in das kleine, neu gebaute Haus zu ziehen.
Als der Käufer im September kam, um den Vertrag zu unterschreiben und die Zahlung zu leisten, sprach der älteste Bruder meines Mannes mit ihm darüber, das neu gebaute Haus zusammen mit dem alten zu verkaufen. Mein Mann fragte: „Wo sollen wir drei denn dann wohnen? Wir können es doch nicht verkaufen!“ Er ging zum Käufer und sagte: „Wenn Sie das kleine Haus kaufen, haben wir keine Bleibe mehr. Wir können es jetzt nicht verkaufen, lassen Sie uns ein anderes Mal darüber sprechen.“
Der Käufer antwortete: „Ich wollte das kleinere Haus gar nicht kaufen. Ihr Bruder hat mich gebeten, es zusammen mit dem alten zu kaufen.“ Da wurde mein Mann wütend und fragte seine Brüder danach, doch die sagten nichts dazu. Sie behielten jedoch den Erlös aus dem Verkauf des alten Hauses ein und teilten ihn nicht unter den fünf Geschwistern auf. Als mein Mann seinen ältesten Bruder nach seinem Anteil fragte, sagte dieser: „Wir waren uns alle einig, dass der Wert eures kleinen Hauses mit einbezogen und gleichmäßig unter uns fünf Geschwistern aufgeteilt werden sollte.“
Mein Mann sagte: „Ich habe euch doch gefragt, bevor ich das Haus gebaut habe. Ihr alle meintet, ihr wollt nichts davon, und sagtet, ich solle es einfach bauen. Ihr habt weder Geld noch Mühe in den Bau investiert. Warum solltet ihr einen Anteil an diesem Haus bekommen?“
Ich war wütend und fand ihr Verhalten unverständlich: Sie aßen und tranken ständig bei mir und ich bewirtete sie jedes Jahr zum chinesischen Neujahr. Sie beteuerten immer wieder, wir seien gute Menschen, wie konnten sie uns nun so benachteiligen, als es um unseren Anteil am Erlös ging? Erst nachdem mein Mann sie mehrmals bedrängte, gaben sie uns unseren Anteil vom Verkauf des alten Hauses. Danach brachen wir den Kontakt zu ihnen ab.
Nachdem ich 1999 mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen hatte, wurde mir klar, dass ich den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen und mich von innen heraus ändern sollte. Meine Aufgabe war es, den Meister bei der Errettung der Lebewesen zu unterstützen. Auch die Mitglieder meiner Familie warteten auf die Erlösung durch Dafa, darum sollte ich ihnen gegenüber keinen Groll hegen, sondern sie freundlich behandeln und diesen Familienkonflikt beilegen.
Ich begann, mich um sie zu kümmern und ihnen zu helfen. Eines Tages erzählte mir mein Mann, dass sein ältester Bruder sehr krank sei. Ich schlug vor, ihn zu besuchen und ihm ein paar Geschenke mitzubringen. Mein Mann war anfangs skeptisch, aber nachdem ich ihm die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht erklärt hatte, willigte er ein.
Als wir bei seinem Bruder ankamen, lag dieser im Bett. Er hielt die Hand meines Mannes, weinte und sagte: „Es tut mir leid, ich habe einen Fehler gemacht. Ich hätte dich nicht drängen sollen, dein neues Haus zu verkaufen und das Geld mit uns zu teilen.“ Ich antwortete: „Ich praktiziere jetzt Falun Dafa, wir sind nicht nachtragend. Der Meister lehrt uns, gut zu sein und andere freundlich zu behandeln. Wir machen dir keine Vorwürfe. Wir werden weiterhin eine harmonische Familie sein wie früher.“ Ich empfahl ihm, aufrichtig zu rezitieren: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht sind gut.“
Beim Abschied erzählte er uns, dass seine beiden Schwestern seit zwei Jahren nicht mehr mit ihm gesprochen hätten. Auf dem Heimweg sagte ich zu meinem Mann: „Siehst du, wie schwer das Leben ist: voller Streit und Kampf. Wir haben seit vier Jahren nicht mehr mit deinem Bruder gesprochen und sie seit zwei Jahren nicht mehr. Du solltest auch anfangen, Falun Dafa zu praktizieren, um diesem Meer des Leidens zu entkommen!“ – „Das werde ich!“
Ich sprach auch mit meinen Schwägerinnen, weil ich helfen wollte, den Konflikt zwischen den Geschwistern zu beenden. Ich erzählte ihnen von der Situation ihres ältesten Bruders und schlug ihnen vor, ihn zu besuchen. Sie begannen, die alten Geschichten wieder hervorzuholen, bis ich entgegnete: „Das ist alles Vergangenheit. Bitte grübelt nicht darüber nach! Erzählt bitte auch eurem anderen Bruder von eurem ältesten Bruder. Ich werde mir auch Zeit für einen Besuch nehmen.“ Dann brachte ich ihnen die glückverheißenden Worte bei: Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht sind gut. Ein paar Tage später rief mich mein zweiter Schwager an und sagte: „Meine Schwestern haben mir alles erzählt. Wir haben unseren ältesten Bruder gestern besucht. Du bist so ein guter Mensch.“
Ich befolgte die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, kultivierte meinen Geist, begegnete den Geschwistern meines Mannes mit Güte und Freundlichkeit und nahm Rücksicht auf sie. Dadurch waren vier Jahre Groll wie weggeblasen. Danke, Meister! Danke, Dafa!
Während der Jahre meiner Kultivierung verteilte ich Informationsmaterialien, um die wahren Umstände der Verfolgung zu erklären. Ich hängte Transparente auf, schrieb Briefe und sprach fast täglich persönlich mit Menschen darüber. Ich konzentrierte mich jedoch ausschließlich darauf und vernachlässigte dabei das Fa-Lernen und die Kultivierung meines Herzens. Die alten Mächte nutzten meine Schwächen aus, weshalb ich verfolgt wurde: Ich wurde verhaftet, meine Wohnung durchsucht und ich dreimal inhaftiert. Der Polizeibeamte Bing war an allen drei Verhaftungen beteiligt. Er war auch eine Schlüsselfigur, die aktiv lokale Praktizierende verfolgte. Ich hegte Groll gegen ihn und hatte Angst vor ihm.
Im Mai 2014 wurden drei Praktizierende und ich aus der Gehirnwäsche-Einrichtung der Provinz entlassen. Nachdem ich nach Hause gekommen war, rief Bing an und sagte, er wolle vorbeikommen, um nach mir zu sehen. Ich wies ihn ab. Er rief mich erneut an und ich sagte ihm, dass ich nicht zu Hause sei. Mir wurde jedoch klar, dass es nicht gut war, ihn zu meiden, und dass ich mich ihm stellen musste. Mir wurde auch bewusst, dass meine Abneigung, ihn zu sehen, von Angst geprägt war, dennoch war ich mir weiterhin unsicher, ob ich ihn treffen sollte. Ich lernte das Fa und sandte aufrichtige Gedanken aus. Eines Tages erinnerte ich mich an die Worte des Meisters:
„Barmherzigkeit ist der ewige Zustand der Gottheiten“ (Warum ablehnen?, in: Hong Yin III)
Ich fragte mich: „Fühle ich Barmherzigkeit für den Polizisten Bing? Ich hege offensichtlich Groll gegen ihn, aber ich kultiviere Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und bin hier, um den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen und ihm zu helfen, Lebewesen zu retten. Wie kann ich Bing helfen, wenn ich ihm grolle und Angst vor ihm habe?“
Ich legte meinen Groll und meine Angst beiseite und verhielt mich in unserer Beziehung aufrichtig: Mir wurde klar, dass Bing darauf wartete, gerettet zu werden, und dass ich ihm sagen sollte, dass Dafa Leben rettet. Ich erkannte auch, dass er zu mir nach Hause kommen musste, um die Fakten über Falun Dafa zu hören und gerettet zu werden. Ich sandte aufrichtige Gedanken für ihn aus, um die bösen Mächte hinter ihm zu vertreiben, damit ich mit seinem wahren Selbst in Verbindung treten, seine Buddha-Natur erwecken und seine dämonische Natur auslöschen konnte.
Zwei Tage später rief Bing erneut an und bat um einen Besuch. Diesmal willigte ich ein. Ich bat den Meister um Stärkung. Am Nachmittag kam er mit einer jungen Polizistin. Ich hieß beide willkommen und bot ihnen einen Platz auf dem Sofa und Tee an. Die Polizistin setzte sich, doch Bing ging in Richtung meines Lesezimmers. Da er es immer gewesen war, der das Bild des Meisters aus meinem Lesezimmer mitgenommen hatte, wenn mein Haus durchsucht wurde, sagte ich zu ihm: „Sie sind heute zu Gast hier. Bitte nehmen Sie auf dem Sofa Platz!“ Gehorsam ging er zum Sofa.
Als er mich fragte, ob ich noch praktizieren würde, antwortete ich nicht. Dann sagte er: „Ich sehe, Sie haben das Schriftzeichen ‚Fu‘ [was ‚Glück‘ bedeutet] in Ihrem Wandbild.“ Das Bild enthielt auch die Schriftzeichen „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“.
Ich fragte ruhig: „Dürfen Falun-Dafa-Praktizierende das Schriftzeichen ‚Fu‘ nicht an ihren Wänden haben?“
„Doch, ja, das dürfen Sie“, sagte er. Die Polizistin spielte weiter mit ihrem Handy und sagte kein Wort.
Ich sagte: „Falun Dafa ist gerecht. Es ist ein buddhistischer Kultivierungsweg und lehrt die Menschen, gut zu sein. Seine Praktizierenden sind gesund und haben einen hohen moralischen Maßstab. Die Kommunistische Partei Chinas verfolgt Falun-Dafa-Praktizierende. Jiang Zemin [ehemaliger Chef der Partei] schwor, Falun-Dafa-Praktizierende innerhalb von drei Monaten zu vernichten, doch mehr als 20 Jahre sind vergangen und es wird heute in über 100 Ländern weltweit praktiziert und von Menschen aller Kulturen geschätzt. Artikel 36 der Verfassung garantiert die Glaubensfreiheit. Was werden Sie tun, wenn die ganze Welt diese Verfolgung verurteilt? Wie viele Sünden haben Sie begangen, indem Sie Falun-Dafa-Praktizierende verfolgen? Sie sind nur ein Werkzeug der KP Chinas, aber Sie werden dennoch zur Rechenschaft gezogen werden und Ihre Familie wird mit hineingezogen werden. Wachen Sie auf! Indem Sie Falun-Dafa-Praktizierende schützen, werden Sie gesegnet sein und Ihre Sünden werden sich verringern. Falun Dafa kann Sie retten. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie von Herzen alles Gute.“
Bing hielt sein Handy hoch und meinte, er müsse jetzt gehen, weil er noch etwas zu erledigen habe. Ich legt ihm nahe: „Ich hoffe, Sie werden Dafa-Praktizierende in Zukunft freundlich behandeln und dadurch gesegnet sein. Denken Sie bitte daran: Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut. Ich wünsche Ihnen eine glückliche und friedvolle Zukunft!“
Als er sich bedankte, sagte ich: „Sie sollten dem Meister danken!“ Er murmelte zustimmend und ging nach unten.
Seitdem hat er mich nie wieder belästigt! Ich freute mich sehr für ihn, dass er die Fakten über Falun Dafa verstanden hatte. Ich dankte dem Meister von Herzen für seine Stärkung und seinen Segen! Danke, Meister, dass Sie mich barmherzig erlöst haben!