(Minghui.org) Ich bin 58 Jahre alt und habe 2002 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren.
Seit sechs Jahren arbeite ich als Haushälterin – ein Beruf, der kein so gutes Ansehen genießt und in dem ich mit unterschiedlichsten Menschen zu tun habe. Wo auch immer ich arbeite, gebe ich mein Bestes, um das Fa zu bestätigen. Darüber hinaus achte ich darauf, Dafa nicht in Verruf zu bringen. Selbst wenn ich nur für ein oder zwei Tage arbeite, bemühe ich mich immer, die Barmherzigkeit einer Praktizierenden zu zeigen. Im Laufe der Jahre habe ich alle möglichen Xinxing-Prüfungen erlebt, von denen einige wirklich herzzerreißend waren.
Im Jahr 2023 erzählte mir ein Mitpraktizierender von einer Stelle als Haushälterin bei einer 87-jährigen Dame, die ich hier respektvoll „Tante“ nenne. Sie lebte allein und war noch rüstig. Mein Monatsgehalt betrug 2.500 Yuan, ohne freie Tage oder Feiertage. Obwohl die Bezahlung bescheiden war, ermöglichte sie mir, jeden Morgen hinauszugehen, um die Tatsachen über Falun Dafa und die Verfolgung zu erklären. Vorher hatte eine andere Praktizierende für sie gearbeitet, aber sie musste aufhören. Ich nahm an, dass sie eine gute Kultivierungsumgebung geschaffen hatte, und nahm die Arbeit gerne an.
Am siebten Tag des chinesischen Neujahrsfestes trat ich meine Arbeitsstelle an. Gleich an meinem ersten Arbeitstag kamen ihre beiden Söhne mit Familien zum Abendessen, insgesamt fünf Personen. Angesichts einer so großen Gruppe von Menschen war ich extrem nervös, ob meine Kochkünste den Anforderungen gerecht werden würden. Was die Sache noch stressiger machte, dass drei von ihnen Führungskräfte waren, einige mit Erfahrungen auf internationaler Ebene. Als ich noch hörte, wie sie die Kochkünste meiner Vorgängerin lobten, brachte mich das zusätzlich unter Druck.
Ich wusste, dass diese Gefühle nicht mein wahres Selbst waren, sondern Anhaftungen, wie Angst und die Befürchtung, das Gesicht zu verlieren. Daher sandte ich sofort aufrichtige Gedanken aus, und rezitierte immer wieder „Falun Dafa ist gut“. Tatsächlich bin ich eine gute Köchin und meine Kochkünste wurden oft gelobt. Als das Essen serviert wurde, lobten alle die Speisen, und fast alles wurde aufgegessen. Deshalb bat mich die Tante für den nächsten Tag, noch mehr Speisen zuzubereiten. Wieder aßen sie alles auf. Mein Übereifer kam zum Vorschein, und ich dachte: Zum Glück habe ich diese Prüfung bestanden und mein Gesicht nicht verloren. Das war kein aufrichtiger Gedanke, aber ich hatte ihn nicht sofort beseitigt. Dann kam eine Xinxing-Prüfung.
Bei einem späteren Abendessen bemerkte ich am Gesichtsausdruck meiner Tante, dass ihr das Essen nicht schmeckte. Ich war verwundert und betroffen: Kann mein Essen wirklich so schlecht geschmeckt haben? Ein paar Tage später äußerte sie ihren Frust: „Was kochen Sie denn jeden Tag? Es ist schrecklich und ohne Geschmack.“ Sie warf ihre Essstäbchen hin und weigerte sich zu essen. Ich war fassungslos. In den sechs Jahren, in denen ich als Haushälterin arbeitete, hatte mich noch nie jemand so behandelt. Jeder schätzte meine Küche.
Ich begann, über mich selbst nachzudenken, und stellte fest, dass diese Schwierigkeiten von meinem Übereifer und der Angst vor Gesichtsverlust herrührten. Sofort korrigierte ich mich und beseitigte diese Anhaftungen. Danach erinnerte ich mich, dass die Tante kurz vorher wegen einer COVID-Erkrankung aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Ich erkundigte mich bei jemanden, der zuvor COVID gehabt hatte, nach den Symptomen. Derjenige erzählte mir, dass er sich schwach gefühlt und den Geschmackssinn verloren hatte. Plötzlich wurde mir klar, dass die Beschwerde der Tante nicht auf mein Essen zurückzuführen war, sondern auf ihren vorübergehenden Geschmacksverlust. Ich erklärte ihr dies behutsam. Sie schämte sich und erwähnte es nie wieder.
Als Praktizierende durfte ich ihr gegenüber keinen Groll hegen. Falun Dafa lehrt uns, immer zuerst an andere zu denken. Ich gab mein Bestes und kochte jeden Tag köstliche, abwechslungsreiche Mahlzeiten. Allmählich erholte sie sich vollständig von den Nachwirkungen von COVID.
Eines Tages besuchte Feng, eine Praktizierende aus einer anderen Stadt, meine Nachbarin Liang, die ebenfalls Praktizierende ist. Feng litt seit einigen Jahren unter Krankheitskarma, konnte aber keinen Durchbruch erzielen. Sie hofften, dass ich auch kommen würde, um Feng zu treffen und ihr zu helfen. Die Tante bat mich, etwas Hackfleisch zu kaufen. In der Nähe meiner Wohnung gab es eine Metzgerei. Ich kaufte zuerst das Fleisch und schaute dann bei Liang vorbei. An diesem Morgen war ich etwas länger unterwegs und kam erst gegen 11:30 Uhr bei meiner Tante an. Normalerweise bin ich so zwischen 10:30 und 11:00 Uhr bei ihr.
Sobald ich bei ihr war, schimpfte sie: „Warum kommst du so spät? Warst du zu Hause? Wo ist der Rollstuhl im Abstellraum?“ Sie deutete an, dass ich ihn vielleicht mit nach Hause genommen hätte. Sie hatte den Rollstuhl nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus mitgebracht, ihn aber nie benutzt und im Abstellraum abgestellt. Nur wir beide hatten den Schlüssel für diesen Raum. Als sie mir sagte, dass sie ihn im Abstellraum nicht finden könne, versprach ich, sofort nachzusehen.
Als ich die Tür zum Abstellraum öffnete, sah ich den Rollstuhl. Ich trug ihn nach oben und zeigte ihn ihr mit einem Lächeln: „Tante, schau mal, hier ist er!“ Sie lächelte verlegen und sagte: „Ich habe ihn nicht gesehen. Du hättest ihn nicht hochbringen müssen.“ Ihr Gesicht wurde sofort rot. Ich nahm die ganze Sache leicht und brachte ihn zurück. Dann wusch ich die Tomaten, die ich von meinem eigenen Geld gekauft hatte, und bot sie ihr freundlich an: „Tante, probiere doch mal meine Tomaten.“ Sie wurde noch verlegener: „Du kannst doch das Geld nehmen, das ich dir gegeben habe. Warum hast du dein eigenes Geld ausgegeben?“ Ich sagte ihr, dass das kein Problem sei.
Nach diesem Vorfall schaute ich wieder nach innen, wo ich etwas falsch gemacht hatte, denn ihr Misstrauen mir gegenüber war kein Zufall. In letzter Zeit schaute sie immer heimlich zu, wenn ich die Küche putzte. Ich dachte: „Ich stehle nichts. Du kannst mir ruhig zuschauen, und auf alles aufpassen.“ Dann fiel mir noch eine andere Sache ein. Vor ein paar Tagen hatte sie keine Kartoffeln mehr. Da ich welche zu Hause hatte, bot ich ihr diese an, um ihr Geld zu sparen. Sie freute sich darüber. Aber ich wollte meine neuen Tüten nicht für die schmutzigen Kartoffeln verwenden, also nahm ich – ohne ihr etwas zu sagen – zwei gebrauchte Plastiktüten aus ihrer Küche, steckte sie in meine Schürze und dann in meine Tasche. Obwohl es niemand gesehen hatte und zum Vorteil anderer war – war diese Handlungsweise dennoch unehrlich. Hier lag die Wurzel. Ein scheinbar kleiner Vorfall stellte sich als eine große Sache heraus, weil die Gottheiten und Buddhas mich beobachteten. Ich musste die Sache in Ordnung bringen.
Am nächsten Tag entschuldigte ich mich aufrichtig bei ihr. Sie sagte: „Das ist keine große Sache.“ Dann erklärte ich ihr: „Ich habe vorher nichts gesagt, weil ich auch dachte, dass es keine große Sache ist. Aber in den Augen der Gottheiten bin ich ein Dieb.“ Sie lächelte verständnisvoll. Ich dachte immer, meine Anhaftung an Eigennutz sei schwach, aber durch diesen Vorfall wurde mir klar, dass er noch stark war. Der Meister nutzte diesen Vorfall, um mich aufzuwecken.
Die Tante war sparsam. Nur wenige Tage nach meinem Arbeitsbeginn fand das Laternenfest statt, und ihr ältester Sohn brachte Trauben und Bananen mit. Sofort sagte sie: „Warum kaufst du so etwas? Ich werde das nicht essen.“ Ihr Sohn sagte: „Das Laternenfest steht bevor. Vielleicht möchte deine Haushälterin das Obst essen.“ Sie liebte Obst, daher war sie besorgt, dass ich das geschenkte Obst essen könnte. Ich fühlte mich sehr unwohl und dachte: Ich esse dein Obst nicht. Wenn ich welches möchte, kann ich es mir selbst kaufen. Aber du bekommst nichts von mir.
Eines Tages sah ich im Supermarkt große frische Erdbeeren im Angebot. Ich kaufte mir welche und wollte sie in meinem Zimmer genießen. Als ich eine Erdbeere in die Hand nahm, ließ ich sie versehentlich auf den Boden fallen. Auf einmal war ich mir nicht mehr sicher. Entsprach mein Verhalten den Maßstäben einer Falun-Dafa-Praktizierenden? In diesem Moment klingelte das Telefon, es war meine Schwester. Sie sagte: „Oh, die Tante, um die du dich kümmerst, ist 87 Jahre alt. Bitte mach deine Arbeit gut und behandle sie wie deine eigene Mutter.“
Ich errötete vor Scham. Selbst eine gewöhnliche Person wie meine Schwester war rücksichtsvoll, doch ich regte mich über solche Kleinigkeiten auf. Das Fa lehrt uns, immer zuerst an andere zu denken, aber mir fehlte die Nachsicht einer Praktizierenden. Der Meister benutzte die Worte meiner Schwester, um mich zu erleuchten. Tränen der Dankbarkeit traten mir in die Augen. Ich suchte schnell die besten Erdbeeren aus und bot sie der Tante an.
Als ich über meine nicht so guten Gedanken nachdachte, erkannte ich meinen Neid und mein Konkurrenzdenken. Ich setzte mich sofort hin und sandte aufrichtige Gedanken aus, um diese Anhaftungen zu beseitigen. Immer wieder erinnerte ich mich an die Worte meiner Schwester, die Tante wirklich gut zu behandeln. Mit der Zeit wurde ich immer barmherziger und einfühlsamer. Die Tante bekam nur wenig Besuch. Wenn ihre Tochter gelegentlich kam, brachte sie ihr nie etwas mit. Wenn ich später wieder Obst kaufte, achtete ich darauf, ihr die Früchte zuerst anzubieten – ohne Geld dafür zu verlangen.
Die Tante mochte gerne Teigtaschen, deshalb bereitete ich immer eine große Portion für sie zu. Normalerweise ließ ich das Abendessen ausfallen, aber wenn ich Knödel für sie kochte, aß sie absichtlich weniger und lud mich zum Essen ein. Mit der Zeit wurde sie mir gegenüber immer aufmerksamer. Da mein Zimmer im ersten Stock lag und im Frühjahr kälter war, gab sie mir ihr elektrisches Heizgerät. Wenn sie sah, dass ich nicht genug Kleidung anhatte, machte sie sich Sorgen um mich. Sie hörte auch auf, mich bei der Arbeit zu beobachten. Wenn ich länger weg war, sagte ich es ihr im Voraus. Dadurch hatte ich mehr Freiheit, die drei Dinge zu tun.
Nach fünf Monaten musste ich aufgrund unvorhergesehener Umstände kündigen. Sie wollte mich nur ungern gehen lassen und sagte mit zitternder Stimme: „Ich hoffe, du kommst zurück.“ Sie rief mich mehrmals an und bat mich zurückzukommen. Ich hätte wirklich wieder bei ihr angefangen, aber ich hatte Bedenken, dass ihre derzeitige Haushälterin dann ihre Stelle verliert. Sie war älter und hätte vermutlich Schwierigkeiten gehabt, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich, nicht zurückzugehen.
Das waren meine Kultivierungserfahrungen als Haushälterin. Bitte weist mich gütig auf alles hin, was nicht mit dem Fa übereinstimmt.