(Minghui.org) Ich begann im Jahr 2006, Falun Dafa zu praktizieren. In meiner Kultivierung gab es Zeiten des Fleißes, aber auch Phasen der Nachlässigkeit. Erst in den letzten vier Jahren habe ich wirklich erkannt, wie dringend die Zeit für die Kultivierung geworden ist.
Oft bin ich besorgt, weil ich noch so viele menschliche Anhaftungen nicht beseitigt habe. Immer wieder habe ich vor dem Porträt des Meisters gekniet und wie ein Kind über meine Unzulänglichkeiten geweint. Gleichzeitig bemühe ich mich weiterhin, diese Anhaftungen abzulegen und eine wahrhaft kultivierende, standhafte Dafa-Jüngerin zu werden.
Mit 18 Jahren – zu einer Zeit, als meine Schicksalsverbindung offenbar reif war – begann ich, Falun Dafa zu praktizieren und trat in die Kultivierung ein. Zuvor hatten meine Eltern, die ebenfalls Praktizierende sind, mich immer wieder dazu gedrängt, Dafa zu praktizieren, mit der Begründung, dass meine Krankheit (ich litt seit meiner Kindheit an einer Hautpigmentstörung) dadurch geheilt werden könne. Jedes Mal, wenn ich das hörte, fühlte ich mich unwohl. Obwohl ich damals noch nicht praktizierte, wusste ich tief in meinem Herzen, dass Kultivierung aus einem reinen Motiv heraus erfolgen sollte und nicht, um etwas zu erlangen.
Eines Tages sagte meine Mutter erneut dasselbe zu mir. Darauf antwortete ich ernst: „Mama, ich werde Dafa nicht lernen, um meine Krankheit zu heilen. Wenn ich eines Tages wirklich mit der Kultivierung beginne, dann ohne irgendein Ziel – einfach, weil es aus meinem Herzen kommt!“ Meine Mutter war überrascht, erkannte jedoch ihre eigene Unzulänglichkeit und sagte: „Ich bin froh, dass du so denkst.“
Ein Jahr später nahm ich aus Langeweile eine Ausgabe der Minghui Weekly zur Hand. Die Erfahrungsberichte der Mitpraktizierenden gaben mir ein tieferes Verständnis von Dafa und Kultivierung. Besonders berührte es mich, wenn sie Worte des Meisters zitierten. Ich las diese Stellen immer wieder aufmerksam und laut vor – jedes Wort traf mein Herz.
Wenn ich längere Abschnitte las, ohne ein Fa-Zitat zu finden, wurde ich unruhig und dachte: „Warum zitieren sie nicht das Fa?“ Mit Erwartung las ich weiter, bis ich wieder auf ein Zitat stieß – und mein Herz erfüllte sich mit Freude: „Endlich lese ich wieder das Fa!“ So begann mein Weg in der Kultivierung.
Weniger als einen Monat nach Beginn meiner Kultivierung begann ich dank der barmherzigen Arrangements des Meisters, in einem Geschäft eines Mitpraktizierenden zu arbeiten. Neben der Arbeit nutzte ich jede freie Minute, um das Fa zu lernen.
Aufgrund der Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) war es sehr schwierig, an die Bücher des Meisters zu gelangen. Deshalb lieh ich mir bei jeder Gelegenheit von anderen Praktizierenden Bücher aus, die ich noch nicht gelesen hatte. Jedes Mal war ich überglücklich, als hätte ich einen Schatz erhalten.
Im Geschäft arbeiteten mehrere Praktizierende. Wir lernten täglich gemeinsam das Fa und machten die Übungen. Sie unterstützten mich in der Anfangszeit meiner Kultivierung sehr, wofür ich ihnen dankbar bin.
Kurz nach Arbeitsbeginn wurde meine Xinxing auf eine große Probe gestellt.
Ich hatte einer älteren Kollegin versprochen, ihr beim Aufhängen eines Vorhangs zu helfen, vergaß es jedoch aufgrund von Arbeitsstress. Daraufhin beschimpfte sie mich vor mehr als zehn Kollegen – laut, heftig und mit den übelsten und schmutzigsten Ausdrücken. Ich schwieg und arbeitete weiter, während ich meine Tränen unterdrückte. Diese Beschimpfungen dauerten fast drei Stunden. Obwohl ich kein Wort erwiderte, fühlte ich mich tief ungerecht behandelt. Damals war mein Verständnis des Fa noch nicht tief. Ich erinnerte mich nur an „Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht“ und sagte mir immer wieder: „Ich muss es ertragen!“ Als jemand, der früher leicht weinte, wiederholte ich innerlich unaufhörlich: „Nicht weinen, nicht weinen – ertragen!“
Erst kurz vor Feierabend trat eine Kollegin hinzu und sagte zu der schimpfenden Person: „Hör auf! Du beschimpfst sie schon so lange und das Mädchen hat kein einziges Wort gesagt. Das geht zu weit.“ Erst dann hörte diese Kollegin auf. Daraufhin hörte sie endlich auf. Nach der Arbeit ging ich in einen leeren Raum und weinte lange.
Seit ich Falun Dafa praktiziere, folgte eine Xinxing-Prüfung auf die nächste: Kollegen kniffen mich „zum Spaß“ so fest, dass ich blaue Flecken bekam; ich wurde grundlos beschimpft; wegen einer Gehaltserhöhung wurde ich beneidet und musste die schmutzigsten und schwersten Arbeiten übernehmen; ich wurde schikaniert und ausgegrenzt.
Ich hielt stets die Lehre des Meisters im Herzen und richtete mein Verhalten nach den Maßstäben des Fa aus. In dieser komplexen Umgebung nutzte ich jede Gelegenheit, mich zu erhöhen. Allmählich wandelte sich meine Haltung vom bloßen Ertragen hin zu innerer Ruhe und Unerschütterlichkeit – schließlich empfand ich sogar Freude im Leiden.
Jedes Mal, wenn ich mich erhöhte, ließ mich der barmherzige Meister die Schönheit und Erhabenheit einer neuen Ebene erfahren. Das motivierte mich, noch fleißiger zu sein. In jener Zeit fühlte ich mich jeden Tag glücklich und hatte das Gefühl, der glücklichste Mensch der Welt zu sein.
Nach Beginn meiner Kultivierung lieh ich mir nach und nach alle Vorträge des Meisters aus und las sie vollständig durch. Dennoch war ich unsicher, ob ich etwas übersehen hatte, und fragte wiederholt andere Praktizierende. Erst als ich sicher war, alles gelesen zu haben, war ich erleichtert – denn ich wollte diese einmalige Gelegenheit auf keinen Fall verpassen. Ich stellte mir oft vor: „Wie schön wäre es, alle Dafa-Bücher selbst zu besitzen!“ Wegen der Verfolgung waren diese Bücher in China schwer zu bekommen. Mit Hilfe anderer Praktizierender konnte ich mir schließlich einen vollständigen Satz beschaffen. Ich war überglücklich – wie ein Kind, das vor Freude hüpft.
Obwohl meine Arbeit anstrengend war, nahm ich weiterhin am gemeinsamen Fa-Lernen und den Übungen teil. In meiner Freizeit lernte ich zusätzlich zwei bis drei Stunden täglich das Fa. Mein größter Wunsch war es, früher Feierabend zu haben, um mehr Zeit zum Fa-Lernen zu gewinnen.
Einmal bestand ich eine Xinxing-Prüfung nicht und wusste nicht, woran es lag. Ich weinte sehr. Doch ich hatte mir angewöhnt, das Fa-Lernen niemals zu vernachlässigen. Also schlug ich – noch mit Tränen in den Augen – mein Dafa-Buch auf. In dem Moment, als ich las, wurde mein Herz plötzlich leicht. Die Worte beantworteten genau die Frage, die mich beschäftigte. Ich musste lachen – und gleich darauf wieder weinen vor Rührung:
„Der Meister ist wirklich unglaublich, er weiß einfach alles!“
Von da an wurde mein Glaube an das Fa noch stärker. Wenn ich auf Probleme stieß, hörte ich auf zu weinen und schlug stattdessen das Buch auf. Ich wusste, dass der Meister mich im Fa erleuchten würde.
So konnte ich nach und nach alle Schwierigkeiten lösen. Anfangs wandte ich mich bei jedem Problem, egal wie groß oder klein es war, an andere Praktizierende. Mit der Zeit wurde ich reifer und lernte, mich am Fa zu orientieren, statt bei jeder Frage andere zu konsultieren.
Durch eine arrangierte Bekanntschaft lernte ich meinen späteren Ex-Mann kennen. Nach kurzer Zeit wurde die Hochzeit von unseren Eltern beschlossen. Trotz meiner Einwände blieb mir nichts anderes übrig, als zuzustimmen.
Vielleicht war ich seiner Familie aus einem früheren Leben etwas schuldig. Seine Familie besaß kein eigenes Haus und hatte zudem hohe Schulden. Schon am Tag nach der Hochzeit wurde ich gedrängt, Geld zu verdienen, um die Schulden zu begleichen und den Haushalt zu finanzieren. Obwohl das Leben hart war, wurde mir klar, dass dieser von Armut geprägte Lebensstil mich davon abhielt, modernen abwegigen Ideen und dem Streben nach Luxus nachzugehen. Ich konnte meine reine Natur bewahren, während ich in dieser komplexen und korrupten Gesellschaft lebte.
Während der Ehe kümmerte ich mich um meine Schwiegereltern, erledigte alle Hausarbeiten und behandelte meinen Ex-Mann respektvoll. Dennoch behandelte mich die Familie wie eine Schuldnerin. Niemand arbeitete, alle lebten auf meine Kosten und verbrauchten meine Ersparnisse.
Wenn ich über Falun Dafa sprach, wurde ich verspottet. Unter diesem Druck ließ ich in meiner Kultivierung nach und verlor mich im Alltagsleben. Ich war voller Groll, einsam und erschöpft – körperlich wie seelisch. Mein Gewicht sank von über 45 Kilo auf nur noch 36 Kilo. Da ich an meine Grenzen kam, beendete ich die Ehe.
Obwohl mein Leben danach wieder ruhiger wurde, blieb der Groll bestehen. Erst als ich erkannte, dass nur Dafa ihn aufzulösen vermochte, nahm ich die Kultivierung wieder auf. Nach einigen Monaten kehrte meine ruhige und friedliche Geisteshaltung zurück.
Rückblickend wurde mir klar, dass ich mich beinahe unter den gewöhnlichen Menschen verloren hätte – und dass es der Meister war, der mich wieder aufgeweckt hat. Danke, Meister.
Nach dem Ausbruch von COVID-19 zwang die Regierung die Menschen zu Tests und Impfungen. Wer sich weigerte, wurde im Alltag stark eingeschränkt. Ich erkannte dies als eine weitere Form der Verfolgung und weigerte mich, daran teilzunehmen. Obwohl mein Arbeitsplatz kontrolliert wurde und Strafen angedroht wurden, blieb ich standhaft. Doch da ich meinem Chef keinen Ärger bereiten wollte, teilte ich ihm meine Absicht mit, das Unternehmen zu verlassen. Er jedoch zeigte Verständnis für meine Situation und erlaubte mir, mit der Arbeit fortzufahren.
In den folgenden Tagen beruhigte ich meinen Geist und ich konzentrierte mich auf das Fa-Lernen. Danach blieb ich unbeeindruckt, egal wie viele Kontrollen durchgeführt wurden oder wie viel Druck andere in Bezug auf die Impfungen ausübten. Diese chaotische Situation hatte nichts mit unserer Mission zu tun, die wahren Umstände zu erklären und Dafa zu kultivieren. Der barmherzige Meister half mir kurze Zeit später, diese Hürde zu überwinden, bis die Behörden schließlich auch die Impfpflicht aufhoben.
Vor einigen Jahren durchlebte ich eine Phase, in der mein Geist von lüsternen Gedanken überschwemmt wurde. Sobald ich mich entspannte, drängten sich diese Gedanken sofort in meinen Kopf. Zunächst dachte ich, es würde ausreichen, aufrichtige Gedanken auszusenden, um sie zu beseitigen. Doch nach mehreren Tagen der Anstrengung verschlimmerte sich mein Zustand nur noch mehr. Mir wurde klar, dass ich dieses Problem ernst nehmen musste, also sandte ich, wann immer ich Zeit hatte, aufrichtige Gedanken aus und stärkte ständig mein Bewusstsein, um mich vor diesen negativen Gedanken zu schützen. Doch die ständige Anspannung erschöpfte mich geistig.
Eines Tages wollte ich mich nach dem Aussenden aufrichtiger Gedanken kurz ausruhen. Kaum hatte ich mich hingelegt, hörte ich einen tiefen, enttäuschten Seufzer. Erschrocken stand ich auf und erkannte: Hätte ich noch etwas durchgehalten, wäre das Böse vielleicht vollständig beseitigt worden. Andere himmlische Wesen und Gottheiten aus anderen Dimensionen hatten mir in den vergangenen Tagen geholfen, dieses Böse zu beseitigen. Doch in diesem entscheidenden letzten Moment hatte ich mich entschieden, eine Pause zu machen. Ich bereute meine Nachlässigkeit zutiefst und setzte mich wieder in den Lotussitz, um meine Gedanken zu reinigen.
Eines Nachts sah ich in einem Traum eine Reihe hässlicher, behaarter, schwarzer Monster. Obwohl ich im Schlaf über sie lachte, war mir beim Aufwachen übel. Ich wusste, dass dies auf einen Mangel in meiner Kultivierung hindeutete. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, um sie zu beseitigen, schaute aber nicht nach innen, um mich selbst zu prüfen.
Die Monster im Traum hatten unterschiedliche Gesichtsausdrücke. Einige wirkten selbstgefällig wegen ihres Aussehens und ihrer guten Figur, während andere stolz auf ihre gesellschaftliche Stellung und ihre Fähigkeiten waren. Erst bei tieferem Nachdenken erkannte ich, dass sie meine eigenen versteckten Anhaftungen widerspiegelten wie Eitelkeit oder Selbstzufriedenheit. Ich realisierte, das ich zwar im Alltag versuchte, diese Anhaftungen zurückzuweisen, doch oft waren meine Bemühungen oberflächlich und ohne Herz.
Nachdem ich diesen Traum und diese Erkenntnisse hatte, versuchte ich meine Sprache und mein Verhalten an den Maßstäben traditioneller Frauen aus alter Zeit auszurichten. Ich konzentrierte mich nicht mehr so sehr auf mein äußeres Erscheinungsbild, sondern bemühte mich stattdessen, mein Inneres zu kultivieren. Ehe ich mich versah, verschwanden die Anhaftungen und meine Gedanken wurden reiner als je zuvor.
Die Polizei kam an meinen Arbeitsplatz, um einen Praktizierenden festzunehmen. Ich half ihm bei der Flucht. Den Behörden war zuvor nicht bekannt gewesen, dass ich Falun Dafa praktiziere. Nun war ihr Verdacht geweckt.
Kurz darauf stellte ich fest, dass mein Telefon abgehört wurde. Ich träumte von Schlangen, die sich in großer Zahl unter meiner Mietwohnung drängten. Daraufhin änderte ich meinen Tagesablauf und begann, meine aufrichtigen Gedanken täglich durch intensives Lernen des Fa zu stärken. Der Meister offenbarte mir zudem in einem Traum, dass ich von meinem Nachbarn auf der anderen Seite des Flurs überwacht wurde. Eine Beobachtung bestätigte, dass dieser neue Nachbar ein verdeckter Ermittler war. Nach einiger Zeit begann meine anfängliche Angst nachzulassen. Jeden Tag sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um das Böse um mich herum zu beseitigen. Ich erkannte, dass ich als Dafa-Schülerin nicht aus Angst zurückweichen durfte. Also ging ich weiterhin hinaus, um die wahren Umstände zu erklären.
Einige Tage später baten mich meine Eltern, für ein paar Tage nach Hause zu kommen. Kurz nachdem ich das getan hatte, bat mich eine Praktizierende, sie zu besuchen, da sie etwas mit mir besprechen wolle. Ich beschloss, diese Gelegenheit zu nutzen, um saubere Kleidung aus meiner Mietwohnung zu holen.
Ich fuhr mit meinem voll aufgeladenen Elektroroller, doch plötzlich blieb er stehen. Ich dachte, mein Roller hätte eine Panne, also drehte ich um und begann, ihn nach Hause zu schieben. Doch sobald ich mich umdrehte, funktionierte mein Roller wieder normal. Verwirrt wendete ich ihn, um meine Fahrt fortzusetzen, nur um gleich darauf wieder feststellen zu müssen, dass er erneut stehen geblieben war. Mir wurde klar, dass der Meister mich daran hinderte, zu meiner Mietwohnung zu fahren. Womöglich wartete dort etwas Gefährliches auf mich.
Voller Dankbarkeit sagte ich: „Meister, ich werde meine Kleidung nicht holen. Ich fahre zu der Praktizierenden, die meine Hilfe braucht.“ Sofort sprang mein Elektroroller wieder an und ich gelangte ohne Probleme zum Haus der Praktizierenden.
Wenn ich auf meinen Weg der Kultivierung zurückblicke, wurde jeder Schritt von der barmherzigen Fürsorge des Meisters begleitet. Selbst wenn ich Fehler machte, ließ mich der Meister nie im Stich. Ich werde mich weiterhin fleißig der Kultivierung widmen, damit der Meister sich weniger Sorgen machen muss.