(Minghui.org) Wenn Falun-Dafa-Praktizierende Täter dazu bewegen, keine Verbrechen mehr zu begehen, kann das eine sehr große Wirkung entfalten und in entscheidenden Momenten eine Schlüsselrolle spielen. Ich möchte dazu einige meiner Erfahrungen schildern.
Ich wurde 2003 wegen des Praktizierens von Falun Dafa ein weiteres Mal ins Zwangsarbeitslager gesperrt. Von der Kultivierung her wusste ich, dass ich inhaftiert worden war, weil ich zu viele menschliche Anschauungen und Anhaftungen hatte und mein Verhalten nicht immer im Einklang mit dem Fa stand.
Dort wurden die anderen Praktizierenden und ich gezwungen, uns Videos anzusehen, in denen der Meister verleumdet wurde. Das anzusehen, war schmerzhaft und machte mich depressiv. Im Dezember beschloss ich, in Hungerstreik zu treten.
Etwa zwölf Praktizierende schlossen sich mir an. Es war schwer, den Hungerstreik durchzuhalten, und unter dem Druck der Wärter nahmen die anderen schließlich wieder Nahrung zu sich. Ich war der Einzige, der den Hungerstreik fortsetzte. Die ersten sechs Tage ignorierte das Arbeitslager, was ich tat.
Am siebten Tag meines Hungerstreiks wurde ich in eine Isolationszelle verlegt. Die Wärter holten einen Arzt, um mich zwangsernähren zu lassen. Sie führten mir durch die Nase einen Schlauch in den Magen ein und flößten mir zerkleinerte Instant-Nudeln ein, die mit einem unbekannten Medikament vermischt waren. Danach konnte ich mich nicht beruhigen und meine Gedanken waren chaotisch. Ich vergaß die Fa-Prinzipien und konzentrierte mich nur darauf, den Hungerstreik aufrechtzuerhalten.
Das Arbeitslager wies meine Frau an, mich zu besuchen und mich davon zu überzeugen, den Hungerstreik zu beenden. Als niemand hinsah, flüsterte sie mir zu: „Über deinen Hungerstreik wurde auf der Minghui-Website berichtet und Praktizierende setzen sich aktiv für dich ein. Du musst durchhalten.“ Ihre Worte halfen mir sehr und mir wurde klar, dass ich etwas Bedeutendes tat.
Der Oberaufseher meiner Gruppe schikanierte mich oft und sagte: „Wenn du wegen des Hungerstreiks von hier entlassen wirst, wäre das ein Sieg für Falun Gong.“ Ich hörte mir seine Worte an, hatte aber keine Angst, sondern war ich noch entschlossener, den Hungerstreik fortzusetzen.
Das Personal des Arbeitslagers erhielt zu dieser Zeit etwa alle zehn Minuten Anrufe von Praktizierenden aus aller Welt. Nachdem einige Wärter wiederholt gehört hatten, wie Praktizierende sie dazu aufforderten, Gutes zu tun, entwickelten sich bei ihnen aufrichtige Gedanken. Obwohl sie oft zu mir kamen und mir sagten, ich solle den Hungerstreik beenden, erwähnten sie auch, dass meine Frau Briefe verschickt habe, in denen sie die Menschen aufforderte, die Verfolgung zu beenden. Ein Wärter berichtete zudem, dass die zuständigen Justizbehörden Kopien der Artikel über meinen Fall erhalten hätten, die auf der Minghui-Website veröffentlicht worden waren.
Wenn Praktizierende die Menschen dazu bringen, Gutes zu tun, berührt dies ihre Herzen. So wurde beispielsweise der stellvertretende Oberaufseher freundlicher zu mir, nachdem er Anrufe von Praktizierenden aus dem Ausland erhalten hatte.
Eines Nachts kam er zu meinem Bett und deckte mich zu. Er sagte, er habe einen Anruf von einem Praktizierenden außerhalb Chinas erhalten, der ihn gebeten habe, mich freundlich zu behandeln. Er sagte nicht, ob der Anrufer ein Mann oder eine Frau gewesen war, doch wiederholte er lächelnd die Worte des Praktizierenden: „Praktizierende sind alle Kinder des Meisters. Wenn ein Kind einen Fehler macht oder etwas Falsches tut, ist es immer noch das Kind des Meisters. Du bist doch Vater, oder? Egal, welchen Fehler dein Kind macht, es ist immer noch dein Kind, nicht wahr?“ Diese Worte bewegten den Oberaufseher sehr, also kam er, um mir davon zu erzählen.
Die Worte des Praktizierenden weckten nicht nur das Herz und die aufrichtigen Gedanken des stellvertretenden Leiters, sie ließen ihn auch zögern, sich an der Verfolgung zu beteiligen. Als er diese Worte wiederholte, fanden sie auch bei mir großen Anklang. In diesem Moment zerfielen all meine negativen Gedanken und chaotischen Anschauungen und meine aufrichtigen Gedanken erhoben sich auf eine neue Ebene.
Ich dachte: „Sagt dieser Wachmann nicht, dass mein Erfolg den Erfolg von Falun Dafa bedeutet? Dann werde ich Leben und Tod loslassen und mich wie ein wahrer Falun-Dafa-Praktizierender verhalten.“
Ich richtete mich nach dem Fa aus. Inmitten der Rettungsbemühungen innerhalb und außerhalb Chinas kam es im Arbeitslager zu chaotischen Zuständen. Viele Wärter weigerten sich, Praktizierende zu verfolgen. Der Oberwärter, der Praktizierende verfolgt hatte, geriet in einen Konflikt mit einem anderen Wärter, der ihn verfolgte und versuchte, ihn mit einem Aschenbecher zu schlagen. Er hatte solche Angst, dass er sich in einem Raum versteckte, die Tür abschloss und nicht mehr herauskam.
Eines Tages sagte der Oberwärter, der sonst so arrogant war, leise: „Deine Leute haben mein Kind am Schultor aufgehalten und mich gebeten, dich nicht mehr zu schikanieren. Habe ich dich schikaniert?“
Nach zwei Monaten Hungerstreik war ich völlig benommen. Eines Nachts sah ich mich selbst, wie ich ein eisernes Tor trug und langsam einen Berg hinaufging. Männer und Frauen mit blauen Hüten und Kleidung standen in feierlicher Stille zu beiden Seiten der Straße. Als ich den Gipfel erreichte, setzte ich mich auf das Eisentor und rutschte darauf den Berg hinunter. Als ich aufwachte, sagte die Person, die mich überwachte: „Deine Familie ist hier, um dich nach Hause zu holen.“
Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen. In dieser Zeit wurde das Zwangsarbeitslager aufgelöst. Doch ich erinnere mich noch immer daran, wie gewaltig der Einfluss der Praktizierenden gewesen ist, wenn sie die Wahrheit über Dafa erklärten. Ich hoffe, dass die Praktizierenden den Menschen weiterhin die Fakten über Falun Dafa berichten, da dies eine wichtige Rolle bei der Errettung von Lebewesen spielt.
Kurz nachdem ich aus dem Arbeitslager entlassen worden war, las ich den Artikel des Meisters „Den Übeltaten durch aufrichtige Gedanken Einhalt gebieten“ (15.02.2004). Als ich mit dem Hungerstreik begann, herrschte in meinem Kopf Chaos. Später, als Praktizierende mit den Menschen über Dafa sprachen und den Wärtern rieten, gut zu sein, hat dies nicht nur die Wärter, die uns verfolgten, aufgeweckt. Es hat auch mir geholfen, wieder Klarheit zu erlangen, und meine aufrichtigen Gedanken gestärkt – wie es der Meister in dem Artikel beschrieben hat.