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Neun Praktizierende festgenommen (Stadt Longkou, Provinz Shandong)

20. April 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Shandong, China

(Minghui.org) Mehrere Polizeistationen haben in ihrem Zuständigkeitsbereich zwischen Ende Januar und Mitte März 2026 mindestens neun Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet. Das geschah auf Anweisung des Komitees für Politik und Recht der Stadt Longkou, Provinz Shandong. Ein Praktizierender befindet sich weiterhin in Haft, die anderen acht sind gegen Kaution auf freiem Fuß.

Drei weitere Praktizierende, die zuvor wegen ihres Glaubens inhaftiert waren, wurden im März 2026 schikaniert.

Am 28. Januar drei Personen festgenommen

Eine Zeugin berichtete gesehen zu haben, dass Wang Meirong, etwa 60 Jahre alt, am 28. Januar aus ihrem Zuhause abgeführt wurde. Ihre Familie erklärte, alles sei in Ordnung und verweigerte jegliche weitere Angaben, vermutlich aus Angst vor Repressalien seitens der Behörden. Wang ist immer noch nicht nach Hause zurückgekehrt.

Xing Ni, ebenfalls etwa 60 Jahre alt, wusch am 28. Januar nach der Beerdigung ihres Vaters Wäsche, als fünf Personen erschienen, um sie zu verhaften. Es handelte sich um Feng Xizhi aus dem Dorf Fengjia, den stellvertretenden Polizeichef Wang von der Polizeistation Lutou sowie drei weitere Personen, darunter Wang Renchen, Wang Hengjun und eine Frau, deren Name unbekannt ist.

Der stellvertretende Polizeichef Wang fragte Xing, ob sie noch Falun Dafa praktiziere. Als sie dies bejahte, beschlagnahmten sie ihre Falun-Dafa-Bücher und 50 Yuan in Banknoten mit Falun-Dafa-Aufdrucken. Sie wurde zur Vernehmung auf die Polizeiwache gebracht. Hauptmann Guo Fudui vom Polizeirevier Longkou war ebenfalls anwesend. Xing weigerte sich die Fragen zu beantworten. Deshalb ordnete Polizeisekretär Shi Jianqiang vom Polizeirevier Longkou an, sie im Gefängnis der Stadt Yantai zu inhaftieren. Sie wurde am 27. Februar 2026 gegen Kaution freigelassen.

Am 28. Januar wurde auch Han Hui, über 70 Jahre alt, festgenommen. Vier Beamte in Zivil durchsuchten an diesem Tag ihre Wohnung. Sie beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, ein Bild des Falun-Dafa-Begründers, ihre Abschrift der Falun-Dafa-Lehre und sogar ihre Notizbücher mit Küchenreinigungstipps.

Auf der Polizeiwache durchsuchte eine Beamtin Han und nahm ihr den Schlüssel ab. Mit diesem Schlüssel durchsuchte die Polizei erneut ihre Wohnung und beschlagnahmte diesmal ihren Drucker, ihren Laptop, einen Musikplayer und andere Wertgegenstände. Sie wurde noch am selben Tag nach 21 Uhr freigelassen. Am 24. Februar erschien ein Beamter bei ihr und forderte sie auf, ihr Formular zur Freilassung auf Kaution zu unterschreiben. Erst da wurde ihr bewusst, dass sie gegen Kaution freigelassen worden war.

Am 4. Februar eine Person festgenommen

Am Abend des 4. Februar klopften ein Mann um die 30 und eine Frau um die 50 an Liu Yanrongs Tür. Sie gaben sich als Mitarbeiter der Hausverwaltung aus und behaupteten, nach Wasserlecks zu suchen.

Liu, um die 70, ließ sie herein. Sie fanden keine Lecks und gingen wieder.

Am nächsten Morgen gegen 6 Uhr klopfte erneut jemand an ihre Tür und beschwerte sich über Wasser, das aus Lius Wohnung in die Wohnung ihrer Nachbarin im Erdgeschoss tropfe. Sobald sie die Tür öffnete, stürmten vier Männer und eine Frau herein und gingen direkt zu ihrem Bücherregal im Wohnzimmer. Sie beschlagnahmten all ihre Falun-Dafa-Bücher und andere Materialien.

Der bereits erwähnte Hauptmann Guo war auch bei Lius Verhör auf der Polizeiwache anwesend. Er wollte wissen, wie sie Gruppen zum Lernen der Falun-Dafa-Lehre in einem Privathaus organisiert hatte. Sie bestritt dies. Ein anderer Beamter zeigte ihr mehrere Fotos und forderte sie auf, alle ihr bekannten Personen zu identifizieren. Sie erwiderte, sie könne nicht gut sehen. Noch am selben Abend wurde sie gegen Kaution freigelassen.

Drei Personen am 5. Februar festgenommen

Li Hongjun, etwa 60 Jahre alt, öffnete am 5. Februar gegen 7 Uhr morgens die Tür und sah drei Beamte (zwei Männer und eine Frau) in Zivilkleidung und mit Körperkameras. Sie durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, ihren Musikplayer sowie ihren neuen Laptop und ihr Handy. Sie wurde in Handschellen gelegt und zur Polizeiwache gebracht.

Die Polizei wollte wissen, wo sie sich am 16. Januar 2026 um 13:30 Uhr aufgehalten hätte, ohne jedoch den Grund für ihre Frage zu nennen. Sie verweigerte die Antwort und wurde am Nachmittag gegen Kaution freigelassen.

Wang Liwen, um die 50, wurde etwa zur gleichen Zeit festgenommen. Sie wollte gerade mit ihrem Vater, der nebenan wohnte, frühstücken, als fünf Beamte (vier Männer und eine Frau) der Polizeiwache Langao in Zivilkleidung hereinplatzten. Sie beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher und ein Bild des Begründers von Falun Dafa. Als sie darum bat, sich umziehen zu dürfen, bemerkte die Polizistin, dass sie offenbar körperliche Probleme hatte, nahm sie aber trotzdem fest.

Wang weigerte sich Fragen zu beantworten und wurde gegen 15 Uhr auf Kaution freigelassen.

Am selben Tag wurde auch Yuan Shufang, über 70 Jahre alt, festgenommen. Gegen 8 Uhr morgens warteten etwa sieben Beamte der Polizeistation Dongjiang vor ihrer freistehenden Garage. Als sie das Garagentor öffnete, versuchten sie, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen, doch sie schloss das Tor schnell wieder. Daraufhin riefen sie einen Schlüsseldienst, der die Garage aufbrach, und nahmen Shufang fest.

Die Polizisten zeigten ihr ein Blatt Papier, ließen sie es aber nicht lesen. Sie durchsuchten ihr Zimmer und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, ein Bild des Begründers von Falun Dafa und ihren Musikplayer.

Sie wurde in Handschellen gelegt und zur Polizeistation Dongjiang gebracht. Die Polizisten fragten sie, wo sie sich am 16. Januar 2026 zwischen 13 und 18 Uhr aufgehalten hatte. Anschließend nahmen sie ihre Fingerabdrücke. Sie weigerte sich, das Verhörprotokoll zu unterschreiben. Um 17 Uhr wurde ihr Sohn aufgefordert, in ihrem Namen zu unterschreiben. Um 18 Uhr wurde sie gegen Kaution freigelassen.

Eine Person am 7. Februar verhaftet

Liu Jiayun, etwa 60 Jahre alt, wurde am 7. Februar gegen 6 Uhr morgens von Beamten der Polizeiwache Donglai festgenommen. Sie war ins Visier der Polizei geraten, nachdem Überwachungskameras sie beim Anbringen von Aufklebern mit Botschaften über Falun Dafa gefilmt hatten. Mithilfe von Gesichtserkennungstechnologie wurde sie identifiziert.

Nach ihrer Vernehmung auf der Polizeiwache wurde Liu gegen 15 Uhr in die Haftanstalt der Stadt Yantai gebracht. Am nächsten Morgen wurde sie gegen Kaution freigelassen. Ihre Tochter wurde angewiesen, jeden Montag den Aufenthaltsort ihrer Mutter zu melden. Mitte März 2026 suchten Hauptmann Guo und weitere Beamte Liu in ihrer Wohnung auf und wollten wissen, wie sie die Aufkleber hergestellt und angebracht hatte. Auch ihre Familie wurde verhört.

Am 23. März eine Person verhaftet

Xiu Junhuan, über 70 Jahre alt, wurde am Morgen des 23. März festgenommen. Sie war auf einem Jahrmarkt wegen Gesprächen über Falun Dafa angezeigt worden. Hauptmann Guo und die Beamten der Polizeistation Shiliang durchsuchten ihre Wohnung. Guo durchsuchte sogar die Bereiche unter ihren Tischen. Er beschlagnahmte zwei Falun-Dafa-Kalender, einen Anhänger und einen Flyer.

Nachdem Xiu zur Polizeiwache gebracht worden war, wollte Guo von ihr wissen, wann sie mit Falun Dafa begonnen habe. Woher sie die Materialien über Falun Dafa habe, die sie auf dem Jahrmarkt verteilt hatte. Andere Beamte nahmen gegen ihren Willen ihre Hand- und Fingerabdrücke. Anschließend versuchten sie, ihre biometrischen Daten in ihren Computer hochzuladen, was ihnen jedoch nicht gelang. Ihr Neffe wurde hinzugezogen, um die Unterlagen für ihre Freilassung gegen Kaution zu unterschreiben. Sie kehrte nach 18 Uhr nach Hause zurück.

Fälle von Schikanen

Guo Meixue hatte am 27. Februar 2026 seine zweijährige Haftstrafe beendet und wurde daraufhin am 2. und 24. März telefonisch belästigt.

Mitte März 2026 rief ein Polizist die Familie von Frau Yuan Yuqin an, die 2023 eine vierjährige Haftstrafe verbüßt hatte, und verlangte das Kennzeichen ihres Privatwagens. Die Familie wurde gezwungen, die Information preiszugeben. Nachdem Yuan davon erfahren hatte, ging sie zur Polizeiwache, um die Polizei wegen Verletzung der Privatsphäre ihrer Familie anzuprangern. Die Polizei willigte schließlich ein, die Kennzeicheninformationen aus ihrer Datenbank zu löschen.

Fu Qiurong, die im Juli 2022 eine dreijährige Haftstrafe verbüßt hatte, beobachtete Mitte März 2026 einen Polizisten, der Fotos von ihrem Haus machte. Sie folgte ihm bis zur Polizeiwache und wollte wissen, welches Recht er habe, in ihre Privatsphäre einzudringen. Er rief Hauptmann Guo an, der erklärte, der Befehl stamme vom Ministerium für Zivile Angelegenheiten.

Fu erwiderte, dass das genannte Ministerium keine Gesetzgebungsbefugnis habe und dass die Verfassung ihr Recht auf Glaubensfreiheit schütze. Daraufhin wies Guo den Polizeibeamten an, sie wegzuschicken.