(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit über 30 Jahren und habe enorm davon profitiert. Es ist Meister Li, der Begründer von Falun Dafa, der mich stets erleuchtet und beschützt hat, sodass ich auf meinem Kultivierungsweg wachsen konnte.
Ich bin in einer Stadt im Nordosten Chinas aufgewachsen. Im Jahr 1994 brachte meine Mutter von einem Verwandtenbesuch ein Exemplar des Buches Falun Gong mit nach Hause. Als ich es las, empfand ich es als aufrichtig und tiefgründig und entschloss mich, Falun Dafa zu praktizieren.
Anfangs lernte ich die Übungen selbstständig anhand der Abbildungen im Buch. Später besorgte meine Mutter Tonaufnahmen von Vorträgen des Meisters, die wir als Familie häufig anhörten. Dadurch begann ich, die Bedeutung der Kultivierung, das Wesen göttlicher Wesen sowie die Beziehung zwischen Himmel und Erde wirklich zu verstehen.
Früher war ich schwach und oft krank. Nachdem ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, verbesserte sich meine Gesundheit deutlich. Auch meine Mutter litt zuvor unter zahlreichen Beschwerden, darunter ein Tumor. Zudem hatte sie durch eine andere Qigong-Praxis eine Besessenheit entwickelt. Nachdem sie mit Dafa begonnen hatte, verschwanden ihre Beschwerden, der Tumor löste sich auf wundersame Weise auf und der Meister befreite sie von dem besitzergreifenden Geist.
Mein Vater machte zwar die Übungen mit, praktizierte jedoch nie wirklich ernsthaft. Dennoch verbesserte sich auch sein Gesundheitszustand erheblich. Nach einem schweren Autounfall, bei dem er Rippenbrüche und eine schwere Kopfverletzung erlitt, erholte er sich erstaunlich schnell. Falun Dafa brachte unserer Familie ein Glücksgefühl, das wir zuvor nie erlebt hatten.
Bis 1997 gab es in unserer Stadt gemeinsame Fa-Lerngruppen und Übungsplätze. Dort zeigte mir ein Betreuer die korrekte Ausführung der Bewegungen, sodass ich sie schließlich richtig erlernen konnte. Ich beschaffte mir weitere Dafa-Bücher, nahm regelmäßig am Fa-Lernen teil und übte täglich im Park. Später richteten wir bei mir zu Hause eine Lerngruppe und einen Übungsplatz ein, dem sich auch andere Praktizierende aus der Umgebung anschlossen.
Am 20. Juli 1999 begann die Kommunistische Partei Chinas (KPCh), Falun-Dafa-Praktizierende zu verfolgen und verbreitete Lügen, um die Bevölkerung gegen diese Praxis aufzubringen. Damals ging ich noch zur Schule und hatte große Angst angesichts der feindseligen Atmosphäre. Ich wusste zunächst nicht, wie ich mich verhalten sollte, und wagte es nicht, meine Meinung offen zu äußern. Doch nach und nach fand ich den Mut, meinen Klassenkameraden und Freunden die wahren Umstände zu erklären. Mit Unterstützung anderer Praktizierender konnte ich immer mehr Menschen erreichen.
Nachdem ich ins Berufsleben eingetreten war, kaufte ich mir einen Computer und einen Drucker, um Informationsmaterialien über Dafa herzustellen. Außerdem vervielfältigte ich DVDs von Shen Yun. Beim Erklären der wahren Umstände stellte ich fest, dass einige Menschen offen und verständnisvoll reagierten, während andere ablehnend oder sogar aggressiv waren. Manchmal wusste ich nicht, wie ich antworten sollte.Deshalb informierte ich mich intensiver über Websites wie Minghui.org, New Tang Dynasty Television (NTD) und die Epoch Times, um fundierter argumentieren zu können. Mit der Zeit gelang es mir immer besser, auf Fragen einzugehen.
Ich erkannte, dass der eigene Kultivierungszustand eine große Rolle spielt. Wenn ich das Fa gut gelernt hatte und innerlich ruhig und aufrichtig war, waren die Menschen eher bereit zuzuhören. War ich hingegen unkonzentriert oder innerlich unklar, fiel es ihnen schwerer, meine Worte anzunehmen. Besonders wichtig ist die eigene Geisteshaltung: Wenn ich mit aufrichtigem Herzen, Ruhe und Mitgefühl sprach, waren die Menschen eher bereit, die wahren Umstände zu akzeptieren und sogar aus der KPCh und ihren Organisationen auszutreten.
Anfangs fiel es mir schwer, mit meinen Kollegen darüber zu sprechen. Doch mit der Zeit gelang es mir auch hier, das Thema anzusprechen. Einige von ihnen traten schließlich aus den Organisationen der KPCh aus. Ich zeigte ihnen auch Videos wie die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei und stellte Software zur Umgehung der Internetzensur bereit. Dadurch konnten sie sich selbst ein umfassenderes Bild machen.
Da ich das Fa nicht ausreichend gründlich gelernt hatte und in meiner Kultivierung Lücken aufwies, konnten die alten Mächte meine Schwächen ausnutzen. Ich wurde zweimal verhaftet und in Zwangsarbeitslager gebracht.Beim ersten Mal wurde ich wegen der Verteilung von Informationsmaterial angezeigt und zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Anfangs war ich sehr niedergeschlagen und hatte wenig aufrichtige Gedanken. Eines Nachts hatte ich jedoch eine eindrückliche Vision: Ich sah eine Szene ähnlich wie in Shen Yun, in der göttliche Wesen erscheinen und der Meister über ihnen emporsteigt. Dieses Erlebnis war überwältigend und gab mir neue Kraft. Von da an konnte ich den Wärtern und Mitgefangenen mit Mitgefühl und aufrichtigen Gedanken begegnen.
In einem anderen Arbeitslager traf ich viele Praktizierende. Gemeinsam waren wir der Überzeugung, dass wir auch dort Menschen erreichen sollten. Mit Unterstützung des Meisters erklärten wir den Insassen die wahren Umstände und halfen ihnen, aus der KPCh auszutreten. Schließlich traten fast alle in unserer Einheit aus, und einige wollten sogar die Übungen erlernen.
Die zweite Inhaftierung hing mit eigenen Anhaftungen zusammen, etwa Übereifer, Prahlerei und Unvernunft. Ich wurde zu zweieinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Innerlich erkannte ich diese Verfolgung jedoch nicht an und bestärkte mich darin, nur den Arrangements des Meisters zu folgen. Im Lager rezitierte ich das Fa, sandte aufrichtige Gedanken aus und nutzte jede Gelegenheit, um die wahren Umstände zu erklären. Mit der Zeit wandelte sich sogar die Haltung der Aufseher von Feindseligkeit zu Freundlichkeit.
Weil ich mich weigerte, mich „umerziehen“ zu lassen und kein Erkennungszeichen zu tragen, wurde ich Ende Februar, als es noch sehr kalt war, in einem kleinen, ungeheizten Raum eingesperrt. Außerdem zwangen sie mich fünf Monate lang, von morgens bis abends auf einem kleinen Hocker zu sitzen, und ich durfte nicht duschen. Trotz der körperlichen Belastung empfand ich innerlich wenig Leid. Ich wusste, dass es unser barmherziger Meister war, der das Leiden für mich auf sich nahm. Noch bevor ich die Hälfte meiner Haftstrafe verbüßt hatte, wurde das Arbeitslagersystem in China abgeschafft, und ich konnte sicher nach Hause zurückkehren.
Diese beiden Inhaftierungen haben mir tief bewusst gemacht, wie wichtig es ist, das Fa gründlich zu lernen und sich solide zu kultivieren. Vor allem während der zweiten Inhaftierung habe ich einen Grundsatz verstanden: Wir müssen Dafa an die erste Stelle setzen, vor alles andere!
Ich wurde noch mehrere Male verhaftet, aber unter dem barmherzigen Schutz des Meisters blieb ich stets in Sicherheit und wurde ohne Verurteilung freigelassen.
Im Laufe meiner Kultivierung lernte ich, verschiedene Wünsche und Anhaftungen loszulassen. Dadurch konnte ich viele mögliche Gefahren und Schwierigkeiten vermeiden.
Da Falun-Dafa-Praktizierende keinen Alkohol trinken, hielt ich mich bereits während meiner Schulzeit davon fern. Viele meiner Mitschüler gingen häufig trinken und gerieten danach in Schwierigkeiten – es kam zu Streit, Schlägereien oder anderen problematischen Situationen. Weil ich nicht daran teilnahm, blieb ich von solchen Dingen verschont.
Auch im Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen begegnete ich im Alltag verschiedenen Versuchungen. Viele Menschen geraten dadurch in Konflikte, verlieren Geld, ihren Ruf oder sogar ihre Lebensgrundlage. Als Praktizierende achte ich darauf, solche Anhaftungen loszulassen, und konnte dadurch viele dieser Fallen vermeiden.
In den vergangenen Jahren gab es zudem einen starken Immobilienboom. Viele Menschen investierten ihr gesamtes Erspartes oder verschuldeten sich hoch, um davon zu profitieren. Als die Preise später fielen, erlitten viele große Verluste. Da ich durch die Kultivierung mein Streben nach materiellem Gewinn losgelassen hatte, beteiligte ich mich nicht daran und blieb von finanziellen Einbußen verschont. Stattdessen erhielt ich durch eine Umsiedlung eine Wohnung, ohne dafür große Kosten tragen zu müssen.
Ähnlich verhielt es sich mit Finanzprodukten und Online-Krediten. Eine Bekannte schickte mir über längere Zeit Angebote mit angeblich hohen Renditen. Ich schenkte dem keine Aufmerksamkeit, da ich es als eine Form von spekulativem Verhalten ansah. Einige Jahre später brachen viele dieser Angebote zusammen, und zahlreiche Investoren verloren ihr Geld. Auch hier blieb ich verschont, weil ich mich nicht darauf eingelassen hatte.Da ich mich bemühe, nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben, erkennen andere Menschen meist, dass ich kein schlechter Mensch bin. Deshalb begegnen sie mir in der Regel freundlich. Selbst während der Zeit im Arbeitslager hatten Mitgefangene und einige Wärter eine positive Haltung mir gegenüber.Da ich mich bemühe, nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben, ist an meinem Auftreten deutlich zu erkennen, dass ich kein schlechter Mensch bin, und ich werde in der Regel freundlich behandelt. Selbst in den Arbeitslagern hatten die Insassen und sogar einige der Wachen eine gute Meinung von mir.
Im Jahr 2021 beteiligte ich mich an einem Internetprojekt in China, später auch an einem Telefonprojekt im Ausland. Während der COVID-Lockdowns war der direkte Kontakt mit Menschen eingeschränkt, weshalb solche Projekte an Bedeutung gewannen.
Ich übernahm technische Aufgaben und beteiligte mich gelegentlich an Telefongesprächen. Mit der Zeit entwickelte sich jedoch eine Struktur, die eher der gewöhnlichen Gesellschaft ähnelte. Einige Praktizierende wiesen auf Probleme hin, doch ihre Hinweise wurden nicht ernst genommen. Man ging davon aus, dass sie einen schlechten Kultivierungszustand hätten und lediglich Störungen innerhalb des Projekts verursachten. Rückblickend erkannten wir, dass wir es versäumt hatten, die Situation anhand des Fa zu beurteilen.Wir haben viel Zeit in dieses Projekt investiert, was dazu führte, dass einige Praktizierende sich nicht mehr an den lokalen Bemühungen zur Erklärung der wahren Umstände beteiligten. Dadurch verpassten sie Gelegenheiten, den Menschen in ihrer Umgebung zu helfen, die wahren Umstände über Dafa zu erfahren. Andere nutzten das Projekt als Ausweichmöglichkeit, um direkten Kontakt mit der Außenwelt zu vermeiden. Dadurch gingen wertvolle Gelegenheiten verloren, Menschen persönlich zu erreichen.
Die Minghui-Website veröffentlichte später einen Artikel eines Praktizierenden mit dem Titel „Praktizierende in China, bitte beteiligt euch nicht an Telefonprojekten im Ausland“. [Anmerkung der Redaktion: Es liegt keine deutsche Übersetzung dieses Artikels vor.] Erst dadurch wurden wir wachgerüttelt. In gemeinsamen Gesprächen verstanden wir die Absicht dahinter und entschieden uns, das Projekt zu verlassen.
Aufgrund der Sicherheitsrisiken in China – trotz der von uns getroffenen Vorsichtsmaßnahmen – schritt die technologische Entwicklung der KPCh voran, und viele Praktizierende hätten in Mitleidenschaft gezogen werden können, wenn die Sicherheitsprotokolle verletzt worden wären. Praktizierende in China haben den einzigartigen Vorteil des direkten, persönlichen Kontakts mit der Öffentlichkeit, den Praktizierende außerhalb Chinas nicht haben. Daher sollten wir uns darauf konzentrieren, direkt mit den Menschen zu sprechen und Informationsmaterial zu verteilen. Telefonanrufe und softwaregestützte Kontaktaufnahme sind für Praktizierende im Ausland besser geeignete Optionen.
Nachdem ich das begriffen hatte, schaltete ich die Kommunikationsserver ab, deinstallierte die Software, löste das überregionale Team auf, und alle Mitglieder unseres Projekts zogen sich zurück und kehrten zu den persönlichen Bemühungen zurück, die wahren Umstände zu erklären. Dadurch gewann ich wieder Zeit und Energie für die eigentliche Aufgabe und begann, den Menschen direkt die wahren Umstände zu erklären. Ich bin dankbar, dass der Meister uns rechtzeitig geweckt hat.
Die Minghui-Website veröffentlichte daraufhin den Leitartikel „Die Verbreitung der Worte des Meisters außerhalb von öffentlichen Vorträgen ist eine Störung des Fa“. Während des Telefonprojekts hatte ich von Praktizierenden außerhalb Chinas gehört, dass der Meister angeblich einem bestimmten Projekt im Ausland große Bedeutung beimesse, weshalb auch ich andere dazu ermutigte, die Website dieses Projekts zu besuchen, um die Besucherzahlen zu steigern und Materialien herunterzuladen.
Nachdem ich den Artikel gelesen hatte, wurde mir jedoch klar, dass darin unbestätigte Informationen verbreitet wurden, was einen Akt der Störung des Fa darstellte. Ich erkannte meine Eigensinne, wie zum Beispiel Prahlerei und das Bedürfnis nach Anerkennung. Ich korrigierte mein Verhalten, informierte die betroffenen Praktizierenden und bat sie, die Verbreitung solcher Informationen einzustellen. Diese Erfahrungen haben mir die Ernsthaftigkeit der Kultivierung wirklich bewusst gemacht.
Wenn ich heute auf meinen Kultivierungsweg zurückblicke, sehe ich viele Höhen und Tiefen. Es ist der barmherzige Meister, der mich immer wieder geführt und beschützt hat. Dafür empfinde ich tiefe Dankbarkeit. Der einzige Weg, dies zu erwidern, besteht darin, fleißig zu bleiben, das Fa gut zu lernen, mich standhaft zu kultivieren und mein Gelübde zu erfüllen.