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Persönlicher Bericht eines Einwohners aus Heilongjiang über sein erlittenes Leid

25. April 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten aus der chinesischen Provinz Heilongjiang

(Minghui.org) Yu Enxiang aus der Stadt Harbin in der Provinz Heilongjiang wurde wegen des Praktizierens von Falun Dafa wiederholt festgenommen. Nach seiner Festnahme im April 2003 wurde er zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und Ende Dezember 2005 vorzeitig freigelassen.

Auch seine Frau wurde wegen des Praktizierens von Falun Dafa verfolgt. Sie entwickelte einen Kopftremor, von dem sie sich nicht mehr erholte. Die beiden Töchter des Paares wuchsen in ständiger Angst auf. Obwohl sie zuvor gute Leistungen in der Schule gezeigt hatten, brachen sie die Mittelschule ab.

Yu Enxiang berichtete vor Kurzem über sein erlittenes Leid.

Seit dem ersten Tag der Verfolgung ins Visier genommen

Ich begann 1997, Falun Dafa zu praktizieren. Meine Herz- und Magenkrankheiten verschwanden daraufhin, und ich war wieder in der Lage zu arbeiten und meine Familie zu ernähren. Auch meine Frau begann, Falun Dafa zu praktizieren.

Am 20. Juli 1999, dem Tag, an dem die Kommunistische Partei Chinas offiziell eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa einleitete, begab ich mich zur Provinzregierung, um für das Recht auf die Ausübung meines Glaubens zu appellieren. Es gelang mir, zu entkommen und nach Hause zurückzukehren. Meine beiden Töchter berichteten mir, dass ihre Mutter von der Polizei verschleppt worden sei.

Ich ging daraufhin zur Polizeistation Fendou, um die Freilassung meiner Frau zu erwirken. Der Leiter Qu Zhantao beschimpfte mich und ließ mich für 15 Tage in der Haftanstalt des Bezirks Hulan einsperren. Meine Frau wurde jedoch freigelassen.

Zwei Verhaftungen im Jahr 2000

Im Februar 2000 wurde ich festgenommen und im Bürgerbüro der Dongfeng-Straße festgehalten. Die Mitarbeiter überwachten mich rund um die Uhr im Wechsel und forderten mich auf, Erklärungen zu schreiben, dass ich Falun Dafa aufgebe. Einige Tage später wurde ich in die Haftanstalt des Bezirks Hulan verlegt. Der Zellenvorsteher trat und schlug mich. Er schlug mir zudem so heftig ins Gesicht, dass meine Trommelfelle verletzt wurden. Danach konnte ich üNach 27 Tagen wurde ich freigelassen. ber längere Zeit nichts hören. Nach 27 Tagen wurde ich freigelassen.

Im April 2000 fuhr ich noch einmal nach Peking, um erneut für mein Recht zu appellieren, Falun Dafa zu praktizieren. Da Tausende von Praktizierenden aus demselben Grund ebenfalls nach Peking gingen, hatte die örtliche Polizei arbeitslose Personen engagiert, die uns durchsuchten. Sie drehten alle meine Taschen um und nahmen mir die wenigen Dutzend Yuan ab, die ich bei mir hatte. Anschließend brachten sie mich zum Verbindungsbüro der Stadt Harbin in Peking. Später holte mich die örtliche Polizei dort ab und brachte mich zurück nach Harbin.

Wieder wurde ich in die Haftanstalt des Bezirks Hulan gebracht. Ein etwa 30-jähriger Mann mit Nachnamen Wu beschimpfte mich und zwang mich, an einer Wand zu stehen. Anschließend trat er mich und schlug mir auf die Brust. Dabei erlitt ich schwere Verletzungen.

Aus Protest trat ich in den Hungerstreik und wurde von Wang Jianxin, dem Arzt der Haftanstalt, zwangsernährt. Er setzte dabei einen metallenen Mundöffner ein. Meine Zähne lockerten und entzündeten sich. Mein Zahnfleisch war geschwollen, schmerzte und sonderte Eiter und Blut ab.

Als ich mehr als 40 Tage später freigelassen wurde, hatte ich nur noch drei obere Zähne, während meine unteren Zähne locker waren.

Während meiner Inhaftierung suchte die Polizei meine Frau auf und verlangte von ihr, die Reisekosten für ihre Fahrt nach Peking zu bezahlen, von wo sie mich abgeholt hatten. Sie weigerte sich.

Außerdem erpresste die Polizei mehr als 3.000 Yuan (ca. 384 Euro) von mir.

Schikaniert im Jahr 2002

Im Mai 2002 gelang einem örtlichen Praktizierenden die Flucht aus einem Krankenhaus, in dem er festgehalten worden war. Die Polizei vermutete, dass er bei mir Unterschlupf suchen könnte. Eines Abends gegen 20 Uhr führte der damalige Polizeichef Wang Xianjun von der Polizeistation Fendou mehrere Beamte zu meinem Haus. Sie kletterten über meinen Zaun und riefen in meinem Hof. Anschließend versuchten sie, meine Tür und mein Fenster aufzubrechen, konnten jedoch keine geeigneten Werkzeuge finden. Daraufhin sprangen sie wieder über den Zaun und verließen den Ort.

2003 misshandelt und zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt

Im April 2003 wurde ich von Beamten der Polizeistation Heping festgenommen. Sie beschlagnahmten mein Dreirad, das mir bis heute nicht zurückgegeben wurde.

Während des Verhörs schlug mir ein Beamter ins Gesicht und fixierte mich auf einem Metallstuhl. Anschließend wurde ich für mehr als 70 Tage in der Haftanstalt Hulan festgehalten. Danach verurteilten sie mich zu drei Jahren Zwangsarbeit. Ich weigerte mich, in ein Fahrzeug zu steigen, das mich in das Arbeitslager Wanjia bringen sollte. Daraufhin legten sie mir Handschellen an und schoben mich in das Fahrzeug.

Bei der vorgeschriebenen körperlichen Untersuchung wurde bei mir erhöhter Blutdruck festgestellt. Das Arbeitslager wollte mich zunächst nicht aufnehmen. Der Wärter Li Mingjiu aus der Haftanstalt nutzte daraufhin persönliche Beziehungen, um meine Aufnahme in das Arbeitslager dennoch zu erreichen.

Nachdem ich 15 Tage im schwarf überwachten Bereich des Arbeitslagers Wanjia festgehalten worden war, wurde ich in das Arbeitslager Changlinzi verlegt. Bei meiner Ankunft wies Gruppenleiter Zhao Shuang mehrere Insassen an, mich zu schlagen. Sie hörten erst auf, als ich gezwungenermaßen gegen meinen Willen die Erklärung schrieb, dass ich meinen Glauben aufgebe.

Die Wärter des Arbeitslagers erlaubten mir, die Toilette nur zwei- bis dreimal am Tag zu benutzen. Daher vermied ich es, Wasser zu trinken oder zu viel zu essen. Die Toilettengänge mussten zu festgelegten Zeiten gemeinsam erfolgen. Wenn ich als zu langsam angesehen wurde, schlug mich der Insasse Xu Kunlei, der mit der Überwachung der Toilettennutzung beauftragt war.

Den Praktizierenden war es nicht erlaubt, miteinander zu sprechen oder Dinge miteinander zu teilen. Einmal gab ich einem anderen Praktizierenden ein paar saure Gurken. Der stellvertretende Gruppenleiter Qiang Shengguo erfuhr davon und warf meine Gurken weg. Der Insasse Zhong Chunlong war zuständig für die Werkstatt. Er beschimpfte mich, als ich meinen Mund bewegte, da er annahm, ich würde mit anderen sprechen.

Wir mussten täglich Zwangsarbeit von etwa 6 Uhr morgens bis gegen 21 Uhr abends leisten. Wenn ich mein Arbeitssoll nicht erfüllte, wurde mir mehrere Nächte lang der Schlaf entzogen.

Auch die Verpflegung war sehr schlecht. Anfangs erhielten wir Maisbrot mit etwas Chinakohlsuppe. Am Boden der Schüsseln befand sich Schlamm. Später wurde etwas Öl in die Suppe gegeben, um „unsere Lebensbedingungen zu verbessern“. Die gedämpften Brötchen waren schwarz, und aus dem eingelegten Gemüse krochen Maden hervor.

Meine Familie zahlte 200 (ca. 26 Euro) Yuan auf mein Gefangenenkonto ein, doch der Zellenvorsteher Wang Zhengguo nahm mir nach einer Misshandlung 100 Yuan (ca. 13 Euro) davon ab. Auch die Gegenstände, die mir meine Angehörigen geschickt hatten, behielt er ein. Der Insasse Li Xiaodong steckte meinen Rasierer ein.

Wenn Vorgesetzte das Arbeitslager inspizierten, ließen die Wärter gewöhnliche Insassen mit ihnen sprechen. Uns Praktizierenden wurde der Kontakt zu den Inspektoren nicht gestattet, da die Wärter befürchteten, wir könnten die Misshandlungen melden.

Eines Nachts im Frühjahr 2004 ordnete das Arbeitslager an, dass alle Praktizierenden (etwa 30 Personen zu dieser Zeit) einen Test ablegen müssten. Da die Fragen Falun Dafa und dessen Begründer verleumdeten, weigerte ich mich, daran teilzunehmen. Der stellvertretende Gruppenleiter Qiang schockte mich daraufhin mit einen Elektroschockstab, bis die Batterie leer war.

Ein weiterer Wärter, ein junger Mann Mitte 20, schlug mir mehr als 20-mal ins Gesicht. Zudem wurden zwei Insassen angewiesen, mich zu schlagen. Meine Schmerzen waren so stark, dass ich mich nachts nicht mehr umdrehen konnte und Schwierigkeiten hatte, aus dem Bett aufzustehen.

Später wurde ich in die Gruppe Nr. 1 verlegt. Als der Ausbilder Yang Yu eines Tages bemerkte, dass ich Schriften von Falun Dafa las, schockte er mich mit einem Elektroschockstab. Ich rief: „Der Ausbilder schlägt mich!“ Daraufhin kam ein Wärter herein, und Yang stellte die Misshandlung ein.

Ein anderes Mal sperrten die Wärter mich und einen weiteren Praktizierenden in eine Zelle. Plötzlich stürmten mehr als zehn Wärter herein und hielten uns fest, um uns Blut abzunehmen. Wir leisteten Widerstand, doch es gelang ihnen, jedem von uns eine Spritze voll Blut abzunehmen.

Am 17. Oktober 2004 traten alle Praktizierenden gemeinsam in den Hungerstreik und forderten die bedingungslose Freilassung. Der Wärter Yang Yu wies Insassen an, mich in die Kantine zu schleifen. Dabei wurden meine Hose und ein Schuh zerrissen. Ein Insasse stopfte mir einen Wischmopp in den Mund. Yang schockte mich anschließend mit einem Elektroschockstab am Mund, im Gesicht und an anderen Körperteilen und verhöhnte mich.

Gruppenleiter Yang Jintang und Ausbilder Yang Yu veranlassten zudem, dass mein Vater eine mehr als 500 Kilometer lange Reise zum Arbeitslager unternahm, um mich zur Aufgabe meines Glaubens zu bewegen. Auch meine Schwester und mein Schwager wurden dazu gebracht, auf mich einzureden. Meine Töchter wurden in der Schule schikaniert.

Ich blieb standhaft in meinem Glauben. Daraufhin setzten sie einen ehemaligen Praktizierenden auf mich an, um mich zu „bearbeiten“. Ich schwieg weiterhin. Yang Jintang wurde daraufhin wütend, schlug die Tür zu und verließ den Raum.

Am 26. Oktober 2004 begannen viele von uns Praktizierenden eine weitere Runde friedlichen Widerstands. Wir weigerten uns, die Gefängnismarken zu tragen oder Zwangsarbeit zu verrichten. Die Wärter zwangen jeden von uns, den ganzen Tag auf kleinen Hockern zu sitzen. Später fixierten sie uns auf Metallstühlen und schockten uns mit Elektroschockstäben.

Ich ließ mich davon nicht einschüchtern. Die Wärter verlegten mich später zurück in die Gruppe 5. Der Insasse Zhao Shuang maß meinen Blutdruck; der systolische Wert lag bei 180 mmHg (wobei der Normalwert bei 120 oder darunter liegt). Zudem wurde bei mir ein unregelmäßiger Herzschlag festgestellt. Da ich die Voraussetzungen für Zwangsarbeit nicht erfüllte, wies Zhao mich an, Medikamente einzunehmen. Ich weigerte mich, woraufhin er mir ins Gesicht schlug. Meine Ohren wurden dabei verletzt, und ich hatte Schwierigkeiten zu hören.

Ich meldete den Vorfall dem stellvertretenden Leiter Liu Lun der Haftanstalt. Er sagte, er werde eine Untersuchung einleiten, um „auch die andere Seite zu hören“. Er meldete sich jedoch nicht mehr bei mir. Daraufhin trat ich in den Hungerstreik und wurde in die Gruppe 2 verlegt.

Der Insasse Zhao kam in die Gruppe 2 und versprach mir zusätzliches Essen. Gleichzeitig sagte er, dass die Gruppe 2 Praktizierende viel härter schlagen würden als er es täte.

Der Gruppenleiter von Gruppe 2 fragte mich, ob ich irgendwelche Wünsche hätte. Ich sagte, dass ich nach Hause gehen wolle. Er antwortete, dass dies unmöglich sei, half mir jedoch, die von Gruppe 5 verhängte Haftverlängerung um 34 Tage aufzuheben. Außerdem brachte er mich in das Zweite Krankenhaus der Stadt Harbin, wo meine Ohren untersucht wurden.

Ich trat ein letztes Mal in den Hungerstreik und bekam unter Anwendung von Gewalt unbekannte Medikamenten verabreicht. Mein Kopf und meine Brust fühlten sich unwohl an, und meine Beine wurden schwach. Meine Haftzeit wurde um weitere sieben Tage verlängert.

Aufgrund meines schlechten Gesundheitszustandes wurde ich Ende Dezember 2005 vorzeitig freigelassen.

Früherer Bericht:

The Brutal Persecution of Practitioners in Changlinzi Forced Labor Camp