(Minghui.org) Seit 27 Jahren praktiziere ich Falun Dafa und bin jetzt 70 Jahre alt. Ich folge der Lehre des Meisters und habe meine Xinxing erhöht. Das Hauptwerk von Falun Dafa, das Zhuan Falun, habe ich viele Male gelesen und sogar auswendig gelernt und fleißig die drei Dinge gemacht.
Da ich in meiner Kultivierung nachlässig geworden war, stieß ich auf Störungen, die durch menschliche Gedanken und Sentimentalität verursacht wurden. Kürzlich erlebte ich eine bedeutende Prüfung meiner Xinxing.
Mein Schwager kam vor dem chinesischen Neujahrsfest zu Besuch. Die Unterhaltung beim Abendessen war zunächst angenehm; er sagte, er respektiere meine Entscheidung, Falun Dafa zu praktizieren. Er lobte meine Fähigkeit, andere zu tolerieren und nicht wütend zu werden. Doch nachdem er ein paar Gläser getrunken hatte, beschimpfte er mich und wurde unhöflich. Er folgte mir in die Küche, während er meine Familie beschimpfte.
Zunächst blieb ich ruhig und fragte ihn, warum er diese Dinge sage. Ich erinnerte ihn daran, dass mein Mann und ich ihn gut behandelt hätten – wir hatten ihm auch bei seiner Arbeit und seiner Hochzeit geholfen. Selbst als er mich beschimpfte, dankte ich ihm dafür, dass er mir Tugend (De) schenkte. Das machte ihn noch wütender, und er versuchte, mich zu schlagen. Deshalb erinnerte ich ihn daran, dass ein Schlag nur noch mehr Tugend für mich bedeuten würde.
Die Situation eskalierte und er beschimpfte Dafa und den Meister. Dass er mich beschimpfte, konnte ich ertragen, aber nicht, dass er Dafa und den Meister beschimpfte. Ich schrie: „Hör auf zu reden! Schaffe kein weiteres Karma!“ Er beruhigte sich ein wenig. Mein Mann schickte ihn nach Hause.
Ich stand vor dem Porträt des Meisters und sagte: „Meister, ich habe mich nicht gut verhalten. Ich habe meinen Schwager dazu gebracht, schlechte Worte über Sie und Dafa zu sagen. Es tut mir leid; das ist meine Schuld.“
Ich gab mir selbst die Schuld, konnte aber den Grund für die Konfrontation nicht finden. Als ich über das Geschehene nachdachte, fiel mir wieder ein, dass mich gefreut hatte, als mein Schwager mich für meine Fähigkeit lobte, andere zu tolerieren. Mir wurde klar, dass ich übereifrig war und gerne angenehme Dinge hören wollte.
Als mein Schwager ein paar Gläser getrunken hatte, sagte er: „Du praktizierst Falun Dafa und sagst uns, wir sollen aus den Organisationen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) austreten. Wie viel Geld gibst du mir, wenn ich austrete?“ Ich sagte ihm, dass Dafa Leben rette, was mit keinem Geldbetrag zu messen sei. Ich führte mich selbst als Beispiel an – ich war nach meiner Heirat krank, wurde aber gesund, als ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren. Dass ich seit zwanzig Jahren gesund bin, hat uns Geld gespart.
Mein Schwager war mit meiner Erklärung nicht einverstanden und sagte, ich sei krank gewesen, bevor ich seinen Bruder geheiratet hätte. Ich widersprach und entgegegnete, ich sei vor der Heirat vollkommen gesund gewesen.
Dieser Streit wurde dadurch ausgelöst, dass ich wettgeeifert und gegrollt hatte; beides ist in der Kultur der KPCh verwurzelt.
Mein Mann und ich lebten nach unserer Heirat zwei Jahre lang bei seiner Familie. Mein Schwager und seine Frau wohnten ebenfalls dort. Mein Schwiegervater war übellaunig. Oft provozierte er ohne Grund Streit, was zu körperlichen Auseinandersetzungen und Beleidigungen führte. Ich war deprimiert und wurde krank. Aus diesem Grund begann ich, die Familie meines Mannes zu hassen.
Ich dachte, mein Groll gegenüber der Familie meines Mannes sei aufgelöst, als ich Falun Dafa zu praktizieren begann. Doch er tauchte wieder auf. Die alten Mächte sahen dies als Schwäche an und nutzten den Groll, um unseren Konflikt zu verschärfen.
Als Kultivierende müssen wir das Fa als Anleitung nutzen und Konflikten mit Barmherzigkeit begegnen. Selbst wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen, müssen wir zuerst an andere denken. Diesmal basierte mein Denken jedoch nicht auf dem Fa, und ich sagte zu meinem Schwager: „Danke, dass du mir Tugend schenkst.“ Diese Worte hatten die Situation weiter verschärft und ihn veranlasst, den Meister und Dafa zu verfluchen. Als ich über das Geschehene nachdachte, erkannte ich, dass es der Groll war, den ich nicht beseitigt hatte, der seinen Wutausbruch ausgelöst hatte.
In dieser Nacht schlief ich kaum. Neben dem Aussenden aufrichtiger Gedanken und dem Rezitieren der Lehre des Meisters schaute ich nach innen und versuchte, mich mit dem Fa in Einklang zu bringen. Ich spürte, wie meine Last leichter wurde und meine Sorgen verschwanden, als würde der Meister mich hochschieben. Mein Herz weitete sich und das Gefühl, gefangen zu sein, löste sich auf. Ich musste meinem Schwager dafür danken, dass er mir diese Gelegenheit gegeben hatte, mich zu erhöhen – er half mir, die Anhaftungen zu erkennen, die ich noch nicht beseitigt hatte. Mein Schwager hatte zuvor bereits alle KP-Organisationen verlassen, denen er beigetreten war. Aber ich hatte ihm die wahren Umstände über die Verfolgung nicht gründlich erklärt.
Am nächsten Morgen rief mein Schwager an, um sich zu entschuldigen. Unser Streit wurde beigelegt.
Ich lernte auf diese Weise, dass Hass und Groll große Hindernisse bei der Kultivierung sind. Wir kultivieren Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und dabei ist kein Platz für Hass und Groll. Unabhängig davon, was Menschen sagen oder tun, geschieht nichts ohne Grund. Wir sollten keinen Groll gegen sie hegen. Hass ist übel – keine einfache Anhaftung – und darf im Feld eines Kultivierenden nicht existieren.
Wenn ich auf meine fast drei Jahrzehnte der Kultivierung zurückblicke, habe ich immer noch Gedanken voller Groll gegenüber Familienmitgliedern und anderen Praktizierenden. Hass und Konkurrenzdenken sind in der Parteikultur verwurzelt. Ich habe es versäumt, anderen mit Barmherzigkeit zu begegnen, wenn meine eigenen Interessen auf dem Spiel standen. Stattdessen habe ich mich über andere beschwert, ihnen die Schuld gegeben und ihnen gegrollt.
Einige Praktizierende sind verstorben, weil sie Hass und Groll nicht loslassen konnten. Hass, Eifersucht und Kampfgeist gehen Hand in Hand. Als Kultivierende müssen wir sie unbedingt beseitigen.
Ich werde der Lehre des Meisters folgen, einen aufrichtigen Weg gehen, den Hass und andere emotionale Anhaftungen beseitigen und barmherzig zu allen sein, damit mehr Lebewesen gerettet werden können. Indem ich selbstlos und frei von Begierden werde, hoffe ich, Erleuchtung zu erlangen und dem Meister zu folgen, um in meine himmlische Heimat zurückzukehren.
Dies basiert auf meinem persönlichen Verständnis auf meiner derzeitigen Ebene. Bitte weist mich freundlich auf alles Unangemessene hin.
Danke, Meister. Danke, Mitpraktizierende.