Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Kundgebung in Ottawa fordert Ende der seit 27 Jahren andauernden Verfolgung von Falun Gong durch Peking

26. April 2026 |   Von Yingzi, Minghui-Korrespondent

(Minghui.org) Am 22. April 2026 veranstalteten Falun-Gong-Praktizierende eine Kundgebung vor der chinesischen Botschaft in Ottawa. Sie gedachten dabei des friedlichen Protests vom 25. April 1999, der nur wenige Monate vor Beginn der landesweiten Verfolgung von Falun Gong durch Peking stattfand. Sie verurteilten die anhaltende Verfolgung und riefen die Öffentlichkeit auf, dazu beizutragen, dass den Gräueltaten ein Ende gesetzt wird.

Vor 27 Jahren versammelten sich etwa 10.000 Praktizierende vor dem Nationalen Beschwerdeamt im zentralen Regierungskomplex von Peking. Sie protestierten, indem sie den ganzen Tag schweigend standen. Es wurden keine Parolen gerufen, stattdessen forderten sie die Regierung auf, ihr Recht auf eine spirituelle Überzeugung und die Ausübung von Falun Gong zu wahren.

Kundgebung zum 27. Jahrestag des friedlichen Appells vom 25. April; Praktizierende fordern ein Ende der Verfolgung von Falun Gong in China

Vor 27 Jahren übergaben Praktizierende Appellbriefe an die Botschaft

Der Wissenschaftler Dr. Lei Shizhong zollte den Praktizierenden Respekt, die vor 27 Jahren nach Peking reisten, um sich für Falun Gong einzusetzen. Damals habe er in Kanada gelebt und Falun Gong seit zwei Jahren praktiziert, berichtete er. Auch damals war er schon der Ansicht gewesen, dass die Praktizierenden richtig gehandelt hätten.

„Der 25. April 1999 ist ein denkwürdiger Tag. Der friedliche Appell wurde von einem internationalen Medium aufgegriffen und die internationale Gemeinschaft sah, dass Menschen in China friedlich für ihre Rechte eintreten können“, erklärte Lei.

Leider habe der damalige chinesische Staatschef Jiang Zemin wenige Monate später mit der Verfolgung von Falun Gong angefangen. „Wir müssen die Welt darüber informieren, was vor 27 Jahren in China geschah, damit sie weiß, dass die Praktizierenden nichts Falsches getan haben. Unser Ziel war und ist dasselbe“, so der Wissenschaftler.

Lei erlebte als Praktizierender die verleumderische Propaganda des chinesischen Regimes gegen Falun Gong. Er berichtete, dass um den 25. April 1999 viele Praktizierende außerhalb Chinas zu ihren jeweiligen Botschaften gingen, um den dortigen Mitarbeitern Petitionsschreiben zu übergeben und den Diplomaten in ihren Ländern zu erklären, dass Falun Gong rechtschaffen und integer sei. Er erinnerte sich, dass man damals direkt zum Haupteingang der Botschaft in Ottawa gehen und den Beamten seine Briefe aushändigen konnte, da das Fenster weit offenstand. Der Diplomat versprach ihm, den Brief an die nächsthöhere Stelle weiterzuleiten.

Auf die Frage, was ihn über so viele Jahre hinweg dazu bewegt habe, immer wieder über Falun Gong und die Verfolgung zu berichten, erklärte der Wissenschaftler: „Ich fühle mich verpflichtet, die Fakten zu vermitteln. Falun-Gong-Praktizierende folgen den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Wir sind überzeugt, dass wir richtig handeln.“

Dr. He Zhenhua, ebenfalls Falun-Gong-Praktizierender, studierte 1997 an der Universität Waterloo. Er sagte, die Praktizierenden hätten sich für friedliche Proteste entschieden, weil sie der Regierung vertrauten. „Sie glaubten, dass die Regierung ebenfalls friedlich handeln und die Angelegenheit angemessen lösen würde.“

Während seines Aufenthalts in China arbeitete Dr. He an der Tsinghua-Universität und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking. Damals war er gestresst und ausgebrannt. Er probierte viele Qigong-Übungen aus, doch nichts brachte eine Besserung. Nachdem er mit Falun Gong begonnen hatte, verbesserten sich sein geistiger und körperlicher Zustand deutlich und er lernte, sein Verhalten und seine Beziehungen zu anderen angemessener zu handhaben.

Nach dem Appell vom 25. April begaben sich Dr. He und einige andere Praktizierende zum chinesischen Konsulat in Toronto, um ihre Bedenken zu äußern. Damals glaubten die meisten noch, Peking würde die Angelegenheit offen und gerecht behandeln. Laut dem Wissenschaftler seien durch die jahrelange Aufdeckung der perfiden Verfolgung durch Peking immer mehr Menschen in der Lage, die Wahrheit von falscher Propaganda zu unterscheiden.

Rahul Vaidyanath erklärte, der 25. April sei ein besonderes Datum für Praktizierende: „Es ist ein Tag von großer Bedeutung. Was die Praktizierenden an diesem Tag taten, war friedlich und legitim. Meiner Meinung nach ist es übertrieben, es als Protest zu bezeichnen. Die Menschen versuchten lediglich, mit den Behörden zu kommunizieren, doch Peking reagierte auf äußerst grausame Weise darauf und leitete im Juli 1999 die landesweite Verfolgung ein.“

Vaidyanath betonte, wie wichtig es sei, die eigene Stimme zu erheben: „Andernfalls billigen wir das Vorgehen Pekings. Da wir in einem freien Land leben, haben wir die Möglichkeit, uns zu äußern und die Öffentlichkeit über die Vorgänge in China zu informieren. Wer sonst sollte es tun?“ Er fügte hinzu, er sei stolz darauf, jedes Jahr an dieser Kundgebung teilzunehmen: „Das ist das Mindeste, was ich für Falun Gong tun kann, solange ich in einem freien Land lebe.“ Abschließend äußerte er die Hoffnung, dass die Verfolgung bald ein Ende finden werde.

Verurteilung von Pekings transnationaler Repression

Peking verfolgt Falun-Gong-Praktizierende nicht nur in China, sondern dehnt seinen Einfluss auch auf Kanada aus und unterdrückt sie, indem es Hass gegen sie schürt, ihre Aktivitäten überwacht, sie bedroht und schikaniert, sie körperlich angreift und Cyberangriffe durchführt. Sogar die Familien der Praktizierenden in China werden bedroht. Ein ehemaliger hochrangiger Diplomat, der aus China geflohen ist, erklärte, die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden gehöre zum „täglichen Arbeitsalltag“ eines chinesischen Konsulats. Zwei durchgesickerte Dokumente aus Peking deuten zudem darauf hin, dass Xi Jinping eine koordinierte Operation zur Unterdrückung von Falun-Gong-Praktizierenden auch außerhalb Chinas angeordnet hat. In den vergangenen zwei Jahren habe sich diese Form der transnationalen Repression weiter verschärft und umfasse unter anderem Desinformationskampagnen, juristische Maßnahmen gegen Falun Gong sowie Bombendrohungen. Dr. He wies darauf hin, dass diese Entwicklung vielen Kanadiern vor Augen geführt habe, dass die Verfolgung nicht auf China beschränkt sei, sondern auch eine Bedrohung für Gemeinschaften in Kanada darstelle. Umso wichtiger sei es, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, um dieser grenzüberschreitenden Unterdrückung entgegenzuwirken.

Vaidyanath äußerte sich zu Pekings transnationaler Repression folgendermaßen: „Wir müssen die Öffentlichkeit darüber informieren, was Peking den Künstlern von Shen Yun Performing Art angetan hat.“ Peking würde im Vergleich zur kanadischen Regierung in Bezug auf Menschenrechte, Glaubensfreiheit und kulturelle Darbietungen eine ganz andere Haltung einnehmen.

Immer mehr Menschen lernen Falun Gong

Dr. Lei Shizhong berichtete, dass trotz der Verfolgung in China und der zunehmenden transnationalen Repression weiterhin Menschen Falun Gong online lernen würden und begonnen hätten, es zu praktizieren. „Tausende Menschen weltweit nahmen 2025 am Online-Workshop zu Falun Gong teil.“

Viele hätten von gesundheitlichen Verbesserungen nach Beginn des Praktizierens berichtet. Lei nannte ein Beispiel: Nach einem Workshop, der am 19. April 2026 endete, konnte ein Teilnehmer nach jahrelanger Sucht mit dem Rauchen aufhören. „Ähnliche Fälle gibt es auch heute noch weltweit“, erklärte er. Er ist überzeugt, dass Falun Gong aufgrund seiner universellen Werte von Menschen verschiedener Kulturen angenommen wird.

Bei der Kundgebung an diesem Tag gaben die Praktizierenden eine Erklärung ab: „Heute bekräftigen wir hier einen einfachen und kraftvollen Grundsatz: Glaubensfreiheit ist ein universelles Menschenrecht, unabhängig von Grenzen, Politik und Ideologie. Wir fordern die kanadische Regierung auf, Pekings transnationale Repression gegen Falun Gong auf kanadischem Boden zu beenden.

Wir hoffen, dass die heutige Kundgebung ein Gedenken und ein Bekenntnis ist – ein Bekenntnis, der Opfer der Verfolgung zu gedenken, diejenigen zu unterstützen, die noch immer unter Druck stehen, und uns auf friedlichem Wege für Gerechtigkeit einzusetzen.“