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Singapur: Erinnerungen an den historischen Appell vom 25. April 1999 – Chinesen beeindruckt

27. April 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in Singapur

(Minghui.org) Am 16. April 2026 verwandelte sich der Hong Lim Park in einen Ort der Erinnerung und Besinnung. Falun-Dafa-Praktizierende hatten sich hier versammelt, um den 27. Jahrestag des historischen Appells vom 25. April zu würdigen. Diese Gedenkveranstaltung zog Besucher unterschiedlichsten Alters und aus verschiedenen ethnischen Hintergründen an. Viele wollten mehr über die Hintergründe und die Bedeutung dieses friedlichen Appells zu erfahren.

In Gesprächen, durch anschauliche Informationsmaterialien und die ruhige Vorführung der Übungen eröffneten sich den Anwesenden Einblicke in die Prinzipien von Falun Dafa sowie in die Hintergründe des Appells, der für Gewaltlosigkeit und Zivilcourage steht. Die ruhige und respektvolle Atmosphäre lud dazu ein innezuhalten, Fragen zu stellen und sich offen mit dem Thema auseinanderzusetzen.

So wurde der Park an diesem Tag nicht nur zu einem Treffpunkt, sondern zu einem Raum des Austauschs, des Lernens und des gemeinsamen Erinnerns.

Praktizierende führen am 16. April 2026 im Hong Lim Park die Falun-Dafa-Übungen durch, um den 27. Jahrestag des Appells vom 25. April in Peking zu begehen

Frau Huang, ein Mitglied des Falun Dafa Vereins in Singapur, sagte: „Wäre ich zu jener Zeit in China gewesen, hätte ich mich erhoben, um Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu verteidigen. Selbst in dem heutigen Umfeld des enormen Drucks halten die Praktizierenden in China unbeirrt an ihrem Glauben fest. In den vergangenen 27 Jahren haben Praktizierende auf der ganzen Welt beständig die wahren Umstände aufgeklärt und es so immer mehr Menschen ermöglicht, von Falun Dafa und den anleitenden Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu erfahren.“

Friedlicher Appell vom 25. April 1999

Im April 1999 – nach anhaltenden Schikanen und schließlich der ungerechtfertigten Verhaftung von 45 Praktizierenden in der Stadt Tianjin – begaben sich mehr als zehntausend Praktizierende zum Beschwerdeamt des Staatsrats in Peking. Dort reichten sie eine Petition ein, welche die Freilassung der Praktizierenden sowie ein angemessenes Umfeld zum Praktizieren von Falun Dafa forderte. Der damalige Premierminister Zhu Rongji empfing Vertreter der Praktizierenden und führte Gespräche mit ihnen. Das Ereignis fand an jenem Abend einen friedlichen Abschluss, nachdem die Angelegenheit beigelegt worden war.

Trotz der weiten Verbreitung und Beliebtheit von Falun Dafa geriet Jiang Zemin – der damalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) – darüber in Rage und plante aktiv eine umfassende Unterdrückung. Drei Monate später begann eine systematische, völkermordartige Verfolgung, die bis zum heutigen Tage andauert.

Chinesische Passanten beeindruckt von der Glaubensfreiheit

Viele chinesische Passanten äußerten, sie seien von der Veranstaltung der Praktizierenden in Singapur tief bewegt gewesen. Sie erklärten, eine solche Szene sei im heutigen China undenkbar, und nahmen Informationsmaterialien mit, um mehr über Falun Dafa zu erfahren.

Ein Mann mittleren Alters, der das Pseudonym Shunfu verwendete, erklärte seinen Austritt aus den Jungen Pionieren der KPCh und kündigte an, er werde in eine Buchhandlung gehen, um Bücher über Falun Dafa zu erwerben. Vier junge Männer im Alter von 18 oder 19 Jahren unterhielten sich mit einem Praktizierenden. Der Praktizierende erklärte ihnen, dass Falun Dafa die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht lehre, während die KPCh Lüge, Gewalt und Kampf propagiere. Dies überraschte die jungen Männer. Sie meinten, verstünden nun, warum die KPCh so vehement gegen Falun Dafa vorgehe.

Ein junger Mann aus China, der Singapur besuchte, erzählte, er spüre dort die Atmosphäre der Freiheit, und hörte der Erklärung des Praktizierenden aufmerksam zu. Der Praktizierende erklärte ihm, dass die Unterdrückung der Falun-Dafa-Praktizierenden durch die KPCh zugleich eine Verfolgung aller Chinesen darstelle und dass die Unterdrückung von Güte zu moralischem Verfall und dem Zusammenbruch der Rechtsstaatlichkeit führe. Folglich trügen alle die Konsequenzen. Der junge Mann sagte zu dem Praktizierenden: „Ich verstehe alles, was Sie gesagt haben.“

Interessierte sprechen mit Praktizierenden, um mehr über Falun Dafa und die Verfolgung zu erfahren

Eine einheimische Chinesin erkundigte sich bei einer Praktizierenden nach dem Hintergrund des Appells vom 25. April. Die Praktizierende erklärte, dass die Praktizierenden nach Peking gereist seien, um dort zu appellieren. Denn sie hatten erfahren, dass in Tianjin Dutzende von Praktizierenden verhaftet worden waren, ungeachtet der Tatsache, dass die chinesische Verfassung die Glaubensfreiheit festschreibt. Sie führte aus, dass die Falun-Dafa-Praktizierenden damals den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gefolgt seien. Sie hätten gute Menschen sein wollen und lediglich ihr Recht als Bürger eingefordert, ihren Glauben auszuüben. Die Frau stimmte der Praktizierenden zu und betonte, dass die Glaubensfreiheit ein grundlegendes Menschenrecht sei.

Besucher betrachten die Gemälde der Ausstellung „Die Kunst von Zhen Shan Ren“ (Wahrhaftigkeit-Güte-Nachsicht), die entlang des Parkwegs ausgestellt sind

Die Parkbesucher blieben stehen und betrachteten die Gemälde der Ausstellung „Die Kunst von Zhen Shan Ren“, die im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wurde. Sie unterhielten sich mit Praktizierenden, dachten über die tiefere Bedeutung der Kunstwerke nach und erfuhren mehr über die Verfolgung des Glaubens durch die KPCh. Einige merkten an, dass die Gemälde eine besondere Energie ausstrahlen würden. Andere wiederum brachten ihre Bestürzung zum Ausdruck, als sie von der Verfolgung hörten. Jeremy, ein Singapurer um die 30, zeigte großes Interesse an dem Gemälde „Erläuterung des Fa“. Eine Praktizierende erzählte ihm von Falun Dafa und lud ihn ein, an einem kostenlosen neuntägigen Kurs teilzunehmen. Danach berichtete sie ihm von der brutalen Verfolgung in China.

Eine junge Chinesin Anfang zwanzig betrachtete jedes Gemälde aufmerksam. Sie erklärte, dass die Prinzipien von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – sie tief berühren würden. Ein Praktizierender empfahl ihr, die folgenden drei Artikel des Begründers von Falun Dafa, Meister Li Hongzhi, zu lesen: „Warum gibt es die Menschheit“, „Warum will der Schöpfer alle Lebewesen erretten“ und „Warum ist die menschliche Gesellschaft ein Ort im Nebel“. Er überreichte ihr auch Informationsmaterialien über Falun Dafa.

Teilnehmerin des Appells vom 25. April: Praktizierende bewiesen durch Friedfertigkeit und Selbstdisziplin einen hohen moralischen Charakter

Frau Xiu, eine Praktizierende, die an der Veranstaltung in Singapur teilnahm, war beim Appell vom 25. April 1999 dabei. Die Szenen vor 27 Jahren sind ihr heute noch lebhaft im Gedächtnis.

Früh am Morgen des 25. April 1999, nachdem sie von den Verhaftungen in Tianjin erfahren hatten, fuhren Xiu und vier Mitpraktizierende mit ihren Fahrrädern zum Bahnhof, in der Hoffnung, einen Zug nach Peking zu erreichen. Sie erinnerte sich: „Mein einziger Gedanke war: Falun Dafa ist so gut und die Verhaftung von Praktizierenden ist falsch. Ich wollte den Behörden sagen, dass diese Praxis gut ist.“

Ihr fiel auf, dass sich viele Praktizierende im Zug befanden. Jedoch hatte niemand die Praktizierenden aufgefordert, nach Peking zu reisen. Ihr Aufbruch dorthin war auch von niemandem koordiniert worden. Nach ihrer Ankunft in Peking folgte Xiu der Menschenmenge und gelangte zur Fuyou-Straße, die in der Nähe des Beschwerdebüros des Staatsrats lag.

Xiu berichtete, dass dort Menschen jeden Alters anwesend waren. Sie alle standen stillschweigend am Straßenrand und warteten. Obwohl sie einander nicht kannten, waren ihre Herzen vereint. Sie verharrten in Stille. Sie erinnerte sich, dass die Polizei gelassen wirkte. Gegen 21 Uhr zogen die Praktizierenden ruhig ab, nachdem bekannt geworden war, dass die in Tianjin festgenommenen Praktizierenden freigelassen worden waren. Als sich die Menge auflöste, sah sie lange Reihen, die sich geordnet entfernten und in kleinen Gruppen den Ort verließen. Selbst heute noch ist sie tief bewegt, wenn sie sich an das geordnete Auseinandergehen von zehntausend Menschen erinnert und an die hohe moralische Haltung, die die Praktizierenden von Anfang bis Ende an den Tag legten.

Als Xiu an jenem Tag im April 1999 ihr Zuhause verließ, nahm sie keinerlei Verpflegung mit und trank den ganzen Tag über keinen Schluck Wasser und doch fühlte sie sich wohl. „Ich hatte weder Durst noch Hunger und ich war auch nicht müde. Ich war wirklich überhaupt nicht müde“, erinnerte sie sich weiter. Gegen Mitternacht, als sie wieder am Bahnhof eintraf, „fühlte es sich an, als hätten alle anderen den Ort bereits verlassen und dann setzte plötzlich ein heftiger Platzregen ein“. In der zweiten Hälfte der Nacht, während sie am Bahnhof auf einen Zug am frühen Morgen wartete, schlief sie zwei bis drei Stunden lang, und das tief und fest.

Zu jener Zeit analysierte Xiu dieses Erlebnis nicht, alles schien sich einfach ganz natürlich gefügt zu haben. Später jedoch, als sie sich das Geschehen noch einmal durch den Kopf gehen ließ, wurde ihr bewusst, wie außergewöhnlich es tatsächlich gewesen war. Die vielen Dinge, die sie an jenem Tag miterlebt hatte, berührten sie tief und sind ihr bis heute unvergesslich.

Anwalt: Die Forderungen der Praktizierenden sind äußerst angemessen

Frau Fu spricht über den Appell am 25. April

In den 1990er Jahren, als sich Falun Dafa weit verbreitete, wurde es in ganz China bekannt und zog auch die Aufmerksamkeit singapurischer Berufstätiger auf sich. Fu, die als Rechtsanwältin tätig ist, begann im Jahr 1998 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Ihr Berufsalltag ist voller Herausforderungen. Die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht verleihen ihr nicht nur die Weisheit, komplexe Situationen zu bewältigen, sondern ermöglichen es ihr auch, energiegeladen, ruhig und gelassen zu bleiben – selbst wenn sie unter starkem körperlichen und geistigem Druck steht.

Am Tag nach dem Appell vom 25. April 1999 las Fu Berichte darüber in der The Straits Times. Sie erklärte, dass die Praktizierenden, die sich an das Beschwerdeamt des Staatsrats in Peking gewandt hatten, über eine rechtliche Grundlage verfügten und dass ihre Forderungen vollkommen legitim waren. „Mehr als zehntausend Praktizierende reichten gesetzeskonform eine Petition ein und stellten dabei drei Forderungen: die Freilassung der von der Polizei in Tianjin widerrechtlich verhafteten Falun-Dafa-Praktizierenden; die Genehmigung der legalen Veröffentlichung von Falun-Dafa-Büchern; sowie die Schaffung eines gesetzlich geschützten Umfelds für das Praktizieren von Falun Dafa. Diese Forderungen waren äußerst vernünftig, da die Praktizierenden ein sicheres Umfeld wünschten, um ihre anleitenden Prinzipien – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – praktizieren zu können.“

Hinsichtlich der Anschuldigung der KPCh, dass der Appell eine Belagerung gewesen sei, erklärte Fu: „Die Versammlung an jenem Tag verlief äußerst friedlich und geordnet. Niemand griff die Regierung an. Jiang Zemin, der damalige Führer der KPCh, verbreitete bösartige Lügen, um gute Menschen zu verleumden. Dies beweist lediglich, dass die KPCh ein bösartiges Regime ist, das Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht nicht dulden kann.“ Sie brachte ihre aufrichtige Bewunderung für die Praktizierenden in China zum Ausdruck: „Die Tatsache, dass so viele Menschen derart ruhig blieben, voller Hoffnung waren und ihre Anliegen vorbringen konnten, ist wahrlich bemerkenswert.“