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27 Jahre danach: Der Appell vom 25. April auch heute noch eine Inspiration

27. April 2026 |   Von Minghui-Korrespondenten in Toronto, Kanada

(Minghui.org) „Wenn das heute passieren würde, würde ich auf jeden Fall teilnehmen, denn ich glaube fest an die Kraft der Wahrheit“, sagte Leo, als er über ein Ereignis nachdachte, das sich vor 27 Jahren zugetragen hatte.

Damals am 25. April 1999 versammelten sich etwa zehntausend Falun-Gong-Praktizierende in Peking, um ihre Besorgnis über die zunehmenden staatlichen Eingriffe in ihr Recht auf das Praktizieren von Falun Gong zum Ausdruck zu bringen. Sie forderten die Behörden auf, ihre Mitpraktizierenden freizulassen, die am Vortag unrechtmäßig verhaftet worden waren, und baten die Regierung, ihr verfassungsmäßiges Recht auf freie Ausübung ihres Glaubens nicht zu beeinträchtigen. Die Gelassenheit und das friedliche, nicht-konfrontative Auftreten der Praktizierenden an diesem Tag – bekannt als „Geist des 25. April“ – wirken bis heute weltweit nach und überwinden Grenzen und Kulturen.

Reporter von Minghui in Toronto interviewten drei westliche Falun-Gong-Praktizierende aus den Bereichen Kunst, Bildung und Medien, um zu erfahren, wie sich der damalige Appell vom 25. April auf ihr Praktizieren ausgewirkt hat. Alle drei berichteten, wie dieses historische Ereignis ihnen half, ihr wahres Selbst zu entdecken, und dass es sie weiterhin inspiriert, auf die anhaltende Verfolgung von Falun Gong in China aufmerksam zu machen.

Künstler entdeckt sein wahres Selbst

Leo, ein Künstler, war erst zwölf Jahre alt, als der Appell am 25. April stattfand. Er erzählte, er habe auf der Website von Minghui davon gelesen. „Am meisten beeindruckte mich an diesem Ereignis, dass ich selbst auch die Kraft der Wahrheit erleben durfte. Damals war die Güte der Praktizierenden offensichtlich. Selbst der ranghöchste Beamte, der den Fall zu jener Zeit bearbeitete, ordnete die Freilassung der inhaftierten Praktizierenden an, nachdem er die Kraft der Wahrheit erlebt hatte.“

Leo berichtete, bevor er mit dem Praktizieren von Falun Gong anfing, habe ihn die Frage nach dem Sinn des Lebens verwirrt und verzweifelt gemacht. Er habe versucht, die Geheimnisse des Daseins zu ergründen, aber keine Antworten gefunden – bis er 2021 im Alter von 34 Jahren auf der Website Minghui.org auf Falun Gong stieß. Dies habe sein Leben für immer verändert. Durch das Lesen von Artikeln auf Minghui habe er auch ein umfassendes Verständnis der Tragweite des Appells vom 25. April erfasst.

Leo erzählte auch von seinen Erfahrungen beim Lesen des Zhuan Falun: „Als ich das Zhuan Falun zum ersten Mal las, war ich zu Tränen gerührt und empfand ein unbeschreibliches Gefühl des Staunens. Noch am selben Tag gelang es mir, mit dem Rauchen aufzuhören – einer Sucht, die ich jahrelang nicht hatte überwinden können.“

Er resümierte: „Herr Li Hongzhi, der Begründer von Falun Dafa, hat einen immensen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit der Menschen geleistet – eine Tatsache, die sogar durch wissenschaftliche Studien der chinesischen Regierung bestätigt wurde.“

Nachdem Leo mit der Kultivierung begonnen hatte, erlangte er nicht nur seine körperliche Gesundheit, sondern auch seine lange verlorene Vitalität zurück. Heute, inspiriert vom Mut der Praktizierenden, die sich dem Appell vom 25. April angeschlossen hatten, widmet er sich verschiedenen Aktivitäten, um die Wahrheit über die Verfolgung, die in China bis heute andauert, ans Licht zu bringen.

Leo bei einer Informationsveranstaltung zu Falun Gong

Vorschulpädagogin: Ein „Mahnmal für Moral“ über Grenzen hinweg

Masi, eine Vorschullehrerin, nimmt fast jedes Jahr an Veranstaltungen zum Gedenken an den Appell vom 25. April teil. Es sei für sie eine Gelegenheit, über die Geschichte nachzudenken, so Masi. „Die Praktizierenden richteten ihren Appell an die Regierung friedlich und würdevoll, anstatt zu versuchen, Probleme durch Gewalt zu lösen. Genau deshalb wird dieses Ereignis weithin als Mahnmal für Moral betrachtet“, erklärte sie.

Masi

Masi erzählte, dass sie sich 2001 in einer tiefen Krise befand – sie litt unter Depressionen und körperlichen Beschwerden. Sie suchte Linderung durch Medikamente, doch die Ergebnisse waren unbefriedigend. Sie fragte sich: „Warum muss ich so viel Leid ertragen? Was ist der wahre Sinn des Lebens? Wie kann man sich dem Streben nach Ansehen und Reichtum entziehen?“ Auf der Suche nach Antworten erkundete Masi verschiedene spirituelle Methoden, doch ihre Fragen blieben unbeantwortet.

Ihr Leben nahm eine entscheidende Wendung, als sie an einem kostenlosen neuntägigen Seminar zu Falun Gong teilnahm. Dabei erkannte sie, wie außergewöhnlich Falun Gong war – rein und rechtschaffen, und niemand verlangte Geld von ihr.

Heute, mit 61 Jahren, ist Masi so vital und energiegeladen, als wenn sie 40 wäre; sie arbeitet sogar mit einer Gruppe junger Leute zusammen. Masis Familie und auch ihre Kollegen haben bemerkt, dass sie in diesen Jahren der Kultivierung geduldiger und freundlicher geworden ist.

Masi erklärte: „In den über zwanzig Jahren, in denen ich Falun Gong praktiziere, haben sich meine Gesundheit und meine geistige Haltung verbessert. Diese Veränderungen verdanke ich der Orientierung an den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – insbesondere der Selbstreflexion, um mich selbst zu prüfen und meinen Charakter zu verbessern, wann immer ich auf Schwierigkeiten stoße.“

Masi hat ein klares und nüchternes Verständnis hinsichtlich der Verleumdungskampagne der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) im Zusammenhang mit dem Aufruf vom 25. April: „Damals suchte Jiang Zemin [Generalsekretär der KPCh] nach einem Vorwand, um Falun Gong zu verfolgen und irreführende Informationen in der Welt zu verbreiten.“

Ihre Teilnahme an den jährlichen Gedenkveranstaltungen zum Appell sieht sie als eine Gelegenheit, über die Geschichte nachzudenken. Sie möchte all jene Pioniere ehren, die damals vor 27 Jahren mit großer Güte und Geduld die Wahrheit verteidigt haben.

Medienprofi: Von der Physik zu den fundamentalen Gesetzen des Universums

Dan, der an der Universität Waterloo Mathematische Physik studiert hat, arbeitet heute für ein internationales Medienunternehmen.

Dan

Dan, geboren in der Ukraine der Sowjetzeit, ist sich der Schwierigkeiten bewusst, die man hat, wenn man seinen Glauben unter kommunistischer Herrschaft offen bekennt. Er sieht den friedlichen Aufruf vom 25. April als Erwachen des inneren „wahren Selbst“ der Falun-Gong-Praktizierenden und sagt, der Appell zeige der Welt den edlen Charakter des chinesischen Volkes.

Kurz nach Beginn seines Studiums im Jahr 2007 veranstaltete die Universität eine Messe zur Mitgliederwerbung für verschiedene Hochschulgruppen. Inmitten der vielen Stände fiel Dan ein junger Mann in einem gelben T-Shirt auf, der meditierte, als ob nichts anderes um ihn herum existierte. Dan staunte: „Der Typ hat seine Gedanken wirklich im Griff! So möchte ich auch sein!“ Und so trat Dan dem Falun-Gong-Club bei.

Sobald Dan mit den Übungen begann, spürte er, wie Energie durch seinen Körper strömte. „Damals diskutierten alle über die String-Theorie und hofften, Relativitätstheorie und Quantenmechanik zu vereinen. Doch als ich das Zhuan Falun auf meinem Schreibtisch betrachtete, erkannte ich, dass in Wahrheit Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht die grundlegendsten Prinzipien sind, die das Universum beherrschen.“

Falun Gong heilte nicht nur Dans chronische Schlaflosigkeit, sondern veränderte auch seinen Charakter. Schon am Abend, nachdem er die Falun-Gong-Übungen gelernt hatte, konnte er wieder normal einschlafen. Durch die Lektüre des Zhuan Falun verstand er die wahre Bedeutung der Kultivierung und des Dafa (des Großen Gesetzes) viel besser. Dan war einst dominant, wettbewerbsorientiert und stellte Autoritäten gerne infrage. Durch die Kultivierung im Falun Gong lernte er, seinen Charakter zu verbessern. Er entschuldigte sich sogar bei seinem Vater für seine frühere Rebellion.

Heute lässt Dan diesen Geist der Rücksichtnahme in seine Arbeit einfließen, indem er die Verfolgung und die Lügen der KPCh der Weltöffentlichkeit aufdeckt. „Ich hoffe, dass immer mehr Menschen die Wahrheit über Falun Gong erkennen und dazu beitragen, die Lügen der Kommunistischen Partei Chinas aufzudecken“, so Dan.

Die Wahrheit soll Grenzen überwinden

Obwohl diese drei Praktizierenden aus unterschiedlichen Verhältnissen stammen, fanden sie durch Falun Gong ihre wahre Lebensaufgabe.

Für sie ist der friedliche Appell, der vor 27 Jahren auf den Straßen Pekings stattfand, nicht nur ein historisches Ereignis. Er ist vielmehr eine Kraft der Gerechtigkeit, die Zeit und Raum überwindet und sie dazu beflügelt, ihren Weg fortzusetzen, die Fakten zu verbreiten.