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Das Geheimnis unserer harmonischen Familie

28. April 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der chinesischen Provinz Liaoning

(Minghui.org) Im Jahr 1997 habe ich begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Obwohl mein Kultivierungsweg nicht leicht war, sind die Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht tief in meinem Herzen verwurzelt. Ganz gleich, was geschieht, ich richte mich nach den Anforderungen des Fa und denke dabei immer zuerst an andere.

Fürsorge für meine Schwiegermutter

Ich lebe auf dem Land. Mein Mann ist der Jüngste in der Familie; er hat noch zwei Schwestern. Nur wenige Monate nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, erlitt meine Schwiegermutter einen Schlaganfall und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Meine älteste Schwägerin war mit der Viehzucht beschäftigt und hatte keine Zeit, sich um sie zu kümmern. Die Familie meiner jüngeren Schwägerin war finanziell nicht gut gestellt und konnte sich nicht einmal die Fahrtkosten von etwa 12 Yuan (etwa 1,50 €) ins Krankenhaus leisten. In den 1990er Jahren war es für die Menschen auf dem Land wirklich schwer, einen Betrag von einigen Dutzend Yuan aufzubringen. So fiel die Verantwortung für die Pflege meiner Schwiegermutter im Krankenhaus mir zu. Da meine Kinder noch klein waren, musste ich sie bei meinem Mann und meinem Schwiegervater lassen. Nach einiger Zeit vermisste ich meine Kinder sehr und bat meine jüngere Schwägerin, mich für ein paar Tage abzulösen. Mein Mann gab ihr 50 Yuan für die Fahrtkosten, und sie erklärte sich bereit zu helfen.

Meine Schwiegermutter konnte nicht mehr sicher gehen. Ich kümmerte mich jeden Tag um sie wie um ein kleines Kind, half ihr beim Gehen und den Übungen. Zudem massierte ich ihre Beine und Arme. Nach der Behandlung erholte sie sich schnell. Allerdings verschluckte sie sich häufig beim Essen. Das machte mir nichts aus. Eine Patientin im selben Zimmer bemerkte, wie hingebungsvoll ich mich um sie kümmerte, und fragte sie, ob ich ihre Tochter sei. Meine Schwiegermutter antwortete: „Nein, sie ist meine Schwiegertochter.“

Harmonie in der Familie bewahren

Im Jahr 2007 gewann das Ackerland auf dem Land an Wert. In unserem Dorf kursierten auch immer wieder Gerüchte über Landenteignungen. Damals betrug die Entschädigung 50.000 Yuan pro Mu (etwa 0,067 Hektar). Meine Schwiegermutter hatte zu Lebzeiten Land erhalten. Meine jüngere Schwägerin, die im selben Dorf lebte, hatte meiner dritten Schwägerin erzählt: „Obwohl meine Mutter gestorben ist, läuft das Land noch auf ihren Namen. Unsere Eltern hatten insgesamt 6,4 Mu Land. Die Entschädigung würde über 300.000 Yuan betragen! Wenn wir [Schwestern] jeweils 100.000 Yuan (etwa 12.500 €) bekommen, blieben meinem Bruder immer noch über 200.000 Yuan.“

Als ich das von meiner dritten Schwägerin hörte, war ich verärgert. Auf dem Land ist es üblich, dass der Sohn das Vermögen und auch die Schulden der Eltern erbt. Ich dachte: „Wenn meine Schwiegermutter Schulden hinterlassen hätte, würdet ihr dann beim Abzahlen helfen? Noch vor dem Enteignungsverfahren sprecht ihr schon darüber, wie das Geld aufgeteilt wird.“ In all den Jahren hatte ich sie immer gut behandelt, und ihrer Familie viele Jahre hinweg unser Land verpachtet, wobei ich sogar das Startkapital bereitgestellt hatte. Erst nach der Ernte zahlten sie mir die Pacht zurück. Ich fühlte mich ungerecht behandelt und hegte einen gewissen Groll gegenüber meiner jüngeren Schwägerin. Aber ich schaute nicht nach innen und dachte nicht mehr daran, dass ich eine Falun-Dafa-Praktizierende war.

Später hörte ich, wie meine jüngere Schwägerin dasselbe zu meiner Nichte sagte. Wieder dachte ich: „Die Enteignung hat noch nicht einmal begonnen, und sie reden schon davon, das Geld aufzuteilen.“ Kurz darauf dachte ich: „Moment mal…. ich bin eine Kultivierende und nichts geschieht zufällig. Warum höre ich immer wieder, wie sie das Geld aufteilen wollen. Könnte es sein, dass ich meine Anhaftung an persönlichen Gewinn noch nicht losgelassen habe? Ich darf nicht zulassen, dass Geld unsere Beziehung zerstört. Wenn sie das Geld wollen, dann sollen sie es haben. Vielleicht schulde ich ihnen etwas aus einem früheren Leben und soll es nun zurückzahlen.“ Danach sprach meine jüngere Schwägerin nie mehr über die Landenteignung oder die Aufteilung des Geldes.

Im Winter 2009 wurde mein Schwiegervater schwer krank. Als meine Schwägerinnen zu Besuch kamen, sagte ich ihnen: „Wenn unser Vater einmal nicht mehr da ist, sollten wir Geschwister gut miteinander auskommen. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere familiäre Beziehung wegen Kleinigkeiten zerstört wird. Ich habe mir überlegt, falls unser gesamtes Land enteignet wird, sollten wir dem Vorschlag unserer jüngeren Schwester folgen: Jeder von euch erhält 50.000 Yuan.“ Meine Schwägerinnen wirkten etwas verlegen. Eine von ihnen sagte: „Es macht uns nichts aus, wenn wir nichts bekommen. Wenn ihr uns etwas geben wollt, freuen wir uns natürlich.“

Im Jahr 2014 wurde tatsächlich die Hälfte unseres Ackerlandes enteignet. Nachdem wir die Entschädigung erhalten hatten, hoben mein Mann und ich 60.000 Yuan von der Bank ab. Anschließend fuhren wir zu unseren Schwägerinnen und gaben jeder Familie 30.000 Yuan. Diese Geschichte verbreitete sich unter Verwandten und Freunden, und die Dorfbewohner waren erstaunt über unsere Großzügigkeit. Sie sagten sogar, dass Falun-Dafa-Praktizierende wirklich bemerkenswert seien, weil sie das Geld aus der Landenteignung mit ihren Schwägerinnen geteilt hatten.

Geldgeschenke zurückgeben

Im Oktober 2016 heiratete mein Sohn. Viele Verwandte und Freunde nahmen an der Hochzeit teil und brachten Geschenke mit. Nach der Feier gingen wir nach Hause und sahen uns die Geschenke an. Dabei stellten wir fest, dass auch einige finanziell nicht gut gestellte Familien, Geld geschenkt hatten. Obwohl es üblich war, zu einer Hochzeit Geschenke mitzubringen, war es in ihrer Situation nicht angemessen. Deshalb beschloss ich, das Geld nicht anzunehmen. Mein Mann unterstützte meine Entscheidung und half mir, es zurückzugeben.

Der Onkel meines Mannes und seine Frau sind beide über 60 Jahre alt und erhalten keine Rente. Der Onkel ist bettlägerig und auf Medikamente angewiesen, und die Familie lebt in bescheidenen Verhältnissen. Ich sagte zu meinem Mann: „Es ist mir nicht wohl dabei, ihr Geld anzunehmen. Lass es uns zurückgeben.“ Einige Tage später brachten wir ihnen die 500 Yuan zurück. Meine Tante war überrascht und fragte nach dem Grund. Ich antwortete: „Mein Onkel braucht das Geld für Medikamente, wir können das nicht behalten.“

Der älteste Bruder meiner Schwägerin leidet schon seit vielen Jahren an Kehlkopfkrebs. Sie leben allein und verfügen über kein Einkommen, deshalb gab ich ihnen die 200 Yuan zurück. Die Familie meines zweiten Bruders hat ebenfalls finanzielle Schwierigkeiten. Mein Bruder leidet unter starken Schmerzen in den Beinen, seine Beine sind verkrümmt, und er benötigt ständig Medikamente. Deshalb gab ich ihnen die 1.000 Yuan ebenfalls zurück. Meine dritte Schwester mit den drei Nichten hatten ebenfalls Geldgeschenke mitgebracht. Doch ich nahm das Geld nicht an, da sie alle vom Land kommen und ihre Familien nicht wohlhabend sind. Außerdem war es Frühjahr, die Aussaat stand bevor, wofür ebenfalls viel Geld benötigt wird. Ich gab ihnen die 900 Yuan zurück und zusätzlich noch 100 Yuan für die Fahrtkosten.

Die Rückgabe der Geschenke sorgte unter den Verwandten und Freunden für großes Aufsehen. Die Menschen waren überrascht über unsere Entscheidung. Bevor ich Falun Dafa praktizierte, hätte ich das niemals getan.

Heutzutage sind die Menschen zu sehr auf das Geld fixiert. Manche kümmern sich nicht um ihre Eltern, andere behandeln ihre Mitmenschen wie Feinde. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wie würde dann unsere Gesellschaft aussehen? Ist das nicht gefährlich? Nur Falun Dafa kann die Menschen verändern und die Moral wiederherstellen. Dank Falun Dafa habe ich gelernt, das Streben nach persönlichen Gewinn loszulassen, und anderen mit Güte zu begegnen. Der Meister hat mich von einem egoistischen Menschen zu jemandem gewandelt, der wirklich an andere denkt.