(Minghui.org) Vor Kurzem erkrankten einige Praktizierende in meiner Stadt schwer. Ich kenne persönlich sieben von ihnen, deren Zustand kritisch war. Einige wurden bereits ins Krankenhaus eingeliefert.
Diese Praktizierenden schienen alle aktiv die drei Dinge zu tun. Einer von ihnen verhalf etwa 20.000 Menschen zum Parteiaustritt. Als die Verfolgung im Juli 1999 begann, blieben all diese Praktizierenden standhaft und gaben den Behörden nicht nach.
Obwohl sie solch harte Prüfungen überstanden hatten, scheinen sie nun wegen Kleinigkeiten gestrauchelt zu sein.
Diese Praktizierenden weisen ähnliche Charakterzüge auf: Obwohl sie seit Jahren praktizieren, schauen sie immer noch nicht nach innen. Bei kleinen Problemen verhalten sie sich wie Nichtpraktizierende: Sie sind sehr herrisch, egozentrisch und eigensinnig; sie geben anderen die Schuld bei auftretenden Problemen und können nicht ruhig bleiben und darüber nachdenken, wie man als Praktizierender mit den Dingen umgehen sollte.
Einer von ihnen wird oft wütend und schreit andere Praktizierende an; eine andere kritisiert häufig andere aufgrund ihrer eigenen Anschauungen statt auf der Grundlage des Fa; eine glaubt, dass ein Praktizierender ihr Buch gestohlen habe, und grollt ihm seitdem; eine beginnt, ihren Ehemann oder andere Praktizierende zu kritisieren, wenn sie aufgefordert wird, nach innen zu schauen.
Ein anderer Praktizierender verlässt sich darauf, dass andere ihm helfen. Er bemüht sich nicht, es selbst zu lernen, sondern erwartet, dass derjenige, der ihm geholfen hat, dies auch weiterhin tut.
Eine Praktizierende verbringt viel Zeit damit, auf ihrem Telefon Romane zu lesen. Selbst als ihre Sicht verschwamm, blieb sie noch bis spät in der Nacht auf, um weiter zu lesen.
Die Anschauungen und Anhaftungen, die wir nicht loslassen wollen, können zu einem riesigen Berg werden, der unmöglich zu beseitigen ist. Wenn wir immer wieder Prüfungen nicht bestehen, die trivial erscheinen mögen, können sie sich durchaus anhäufen und zu einer tödlichen Gefahr werden.
Der Meister sagte:
„Manche unserer Schüler können den Pass des Krankheitskarmas nicht überwinden. Denkt dabei nicht, dass es mit etwas Großem zusammenhängen würde. Ihr denkt, ihr habt keine großen Fehler gemacht und seid sehr standhaft im Fa. Doch haltet die kleinen Dinge nicht für unwichtig, denn sonst würde das Böse eure Lücken ausnutzen. Viele Schüler sind sogar wegen kleiner Dinge dahingegangen. Es waren wirklich sehr kleine Dinge. Die Kultivierung ist ernsthaft und lückenlos. Du hast dich bei bestimmten Dingen längere Zeit nicht kultiviert. Sie sind zwar klein, aber du hast sie längere Zeit vernachlässigt. Dann ist das zu etwas Großem geworden. Viele Menschen sind deswegen dahingegangen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz im Westen der USA 2015, 16.10.2015)
Manche Praktizierende lesen die Dafa-Bücher, befolgen die Lehre jedoch nicht und kultivieren sich dann nicht wirklich.
Wenn uns jemand verärgert, ist das eine Gelegenheit, unsere menschlichen Anschauungen zu erkennen und uns zu erhöhen. Wir sollten jeden Konflikt als Hinweis nehmen und herausfinden, welche Anhaftung uns verärgert hat, um sie dann zu beseitigen. Auf diese Weise bleiben wir ruhig und barmherzig, anstatt uns aufzuregen. Wir sollten denjenigen dankbar sein, die uns aufregen. Denn wie könnten wir sonst unsere eigenen menschlichen Anschauungen und Anhaftungen erkennen? Kultivierung bedeutet, genau diese aufzudecken, um uns zu erhöhen; dann können wir zu unserem wahren Selbst zurückkehren. Reagieren wir jedoch wie Nichtpraktizierende, indem wir uns ärgern und anderen die Schuld geben, zeigt das, dass wir das Wesen der Kultivierung noch nicht wirklich verstanden und verinnerlicht haben. Wenn wir nicht wissen, wie wir uns kultivieren sollen, kann auch unsere Kultivierungskraft nicht wachsen. Lasst uns deshalb fleißig vorankommen, solange uns noch Zeit zur Kultivierung bleibt.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch