(Minghui.org) Ich bin 74 Jahre alt und begann 1995, Falun Dafa zu praktizieren. Wenn ich auf meinen Kultivierungsweg zurückblicke, erkenne ich, dass jeder Schritt meiner Xinxing-Erhöhung von der fürsorglichen Führung des Meisters durchdrungen war. Jede Prüfung konnte ich unter dem barmherzigen Schutz des Meisters überwinden. Im Folgenden möchte ich meine jüngsten Erfahrungen und Erkenntnisse mit euch teilen.
Seit dem vergangenen Jahr haben fast alle Praktizierenden in meiner Umgebung begonnen, das Fa auswendig zu lernen. Das war schon lange mein Herzenswunsch – ich wollte das Fa tief in mein Herz einprägen und ein wahrhaft kultivierender Schüler des Meisters werden.
Anfang letzten Jahres überwand eine Mitpraktizierende ihr Krankheitskarma. Dabei erkannte sie, wie kraftvoll die „Neun Kommentare über die Kommunistische Partei“ bei der Errettung von Menschen sind. Sie fasste den Entschluss, die „Neun Kommentare“ in unserer Stadt weit zu verbreiten, damit die Menschen das Böse der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) erkennen und gerettet werden können.
Zu Beginn nahm jeder von uns bei jedem Hinausgehen mehr als zehn Exemplare mit. In diesem Prozess konnten wir nach und nach unsere Angst loslassen. Wir stellten das Fa-Lernen und die Kultivierung unseres Herzens an erste Stelle, lernten das Fa gut und suchten nach unseren Anhaftungen. Manchmal trug jeder von uns mehr als dreißig Exemplare bei sich. Eine Person verteilte innerhalb von zwei Tagen 70–80 Exemplare.
Nebenbei druckte ich regelmäßig die Minghui Weekly für die Mitpraktizierenden, bereitete Audio-Materialien vor und half beim Bearbeiten und Hochladen von Erfahrungsberichten sowie Informationen zur Aufdeckung der Verfolgung. Außerdem leitete ich die Listen der Menschen weiter, die aus der KPCh und ihren Organisationen ausgetreten waren. In der übrigen Zeit lernte ich ruhig und konzentriert das Fa und lernte es auswendig.Ich lebe allein, meine Tochter besucht mich nur selten. Deshalb konzentriere ich mich ganz auf das Fa. Oft schreibe ich das Fa ab und lerne es dabei auswendig. In dieser Zeit konnte ich täglich mindestens drei bis vier Seiten lernen. Ich schätze die Zeit sehr – ob ich gehe, stehe, sitze oder liege, denke ich an das Fa des Meisters. Ich spüre, wie das Dafa meinen Körper und Geist reinigt und neu formt; nichts Schlechtes kann in mein Raumfeld eindringen.
Als ein Mitpraktizierender von der Polizei festgenommen und später in Untersuchungshaft überführt wurde, waren wir alle sehr besorgt. Um ihn zu retten, organisierte ein Praktizierender ein Fahrzeug und wollte mit Familienangehörigen zur Polizeistation fahren, um die wahren Umstände zu erklären und seine Freilassung zu fordern.
Da der Weg weit war, holten wir zunächst andere Praktizierende ab und sprachen auch mit der Mutter des Festgenommenen. Am nächsten Tag kamen wir erst gegen 14 Uhr bei der zuständigen Polizeistation an. Es wurde vorgeschlagen, dass ich zusammen mit einem anderen Praktizierenden hineingehe, um die Situation zu erklären.
Der Leiter der Staatssicherheitsabteilung empfing uns im Empfangsraum, begleitet von zwei Beamten mit einer Videokamera, und zeichnete unser Gespräch auf. Ich sagte zu ihm: „Angesichts der vielen Natur- und von Menschen verursachten Katastrophen wollte mein Neffe seinen Verwandten nur erklären, wie man ihnen entgehen kann, doch dafür wurde er festgenommen. Falun Dafa ist das Buddha-Gesetz. Jiang Zemin verleumdete aus Neid Falun Dafa und nutzte Medien wie Radio und Fernsehen, um Lügen zu verbreiten und die Menschen zu vergiften. In Wirklichkeit sind die Menschen für dieses Fa gekommen und positionieren sich in dieser großen Angelegenheit selbst. Die Alten sagten: ,Schon einem Mönch eine Mahlzeit zu geben, bringt unermessliche Tugend. Andere gut zu behandeln, bedeutet, sich selbst gut zu behandeln. Bitte verfolgen Sie Falun-Dafa-Praktizierende nicht.“ Der Leiter antwortete: „Wenn ich Sie so sprechen höre, weiß ich, dass auch Sie praktizieren. Bei uns ist das nicht erlaubt.“
Als wir später das Gebäude verließen, rieten wir ihm erneut, gütig zu bleiben. Er zeigte auf sein Aufnahmegerät und sagte leise: „Ich arbeite auch nur für die Kommunistische Partei. Drinnen musste ich so sprechen.“Nach dem Verlassen der Polizeistation verhielten wir uns vorsichtig. Wir nahmen ein Taxi, statt unser eigenes Auto zu benutzen. Ein Mitpraktizierender bemerkte, dass uns ein weißes Auto folgte. Nachdem wir ausgestiegen waren, befanden wir uns noch weit von unserem Ziel entfernt. Wir versuchten, ein Fahrzeug anzuhalten, doch keines hielt an. Schließlich riefen wir einen örtlichen Praktizierenden, der uns abholte.
Ursprünglich sollte der festgenommene Praktizierende nach 15 Tagen freigelassen werden, doch stattdessen wurde er in Untersuchungshaft genommen. Daher mussten wir weiterhin die Verfolgung aufdecken und Wege finden, den beteiligten Beamten die Wahrheit zu erklären. In dieser Zeit fiel es mir schwer, das Fa ruhig zu lernen. Sobald ich das Zhuan Falun in die Hand nahm, dachte ich daran, wie ich den Mitpraktizierenden retten konnte. Ich fühlte mich angespannt und erschöpft und meine aufrichtigen Gedanken waren nicht stark genug.Als solche negativen Gedanken aufkamen, erschien plötzlich der Gedanke: „Nur das Fa erhalten wollen, aber nichts dafür hergeben wollen.“ Ich erkannte, dass der Meister mich darauf hinwies. Mir wurde klar, dass ich mein Ego loslassen und still das tun musste, was ein Dafa-Praktizierender tun sollte.
Ich verstand, dass der Meister mir Fähigkeiten, Weisheit und ein so gutes Umfeld gegeben hatte – nicht für mich selbst, sondern damit ich Lebewesen rette. Sobald auch nur ein wenig Egoismus auftauchte, half mir das Fa, ihn zu beseitigen. Das neue Universum ist selbstlos. Der grundlegende Zweck eines Dafa-Praktizierenden ist es, dem Meister bei der Errettung der Menschen zu helfen. Das Fa zu lernen und auswendig zu lernen, sind die heiligsten Aufgaben. Wir sollten dabei keine egoistischen Gedanken haben.
Allmählich wurde mein Herz ruhig. Ich suchte nach Informationen, sammelte Adressen, schrieb Briefe zur Erklärung der wahren Umstände und überlegte, wie ich den von der KPCh beeinflussten Beamten helfen konnte, die Wahrheit zu erkennen – damit auch sie gerettet werden können, denn auch sie sind Verwandte unseres Meisters. In verschiedenen Online-Foren fand ich zahlreiche Artikel zum Thema, wie man Praktizierende wieder befreien kann.
Egoismus überwinden beim Überarbeiten von Erfahrungsberichten
Nachdem ich diese Dinge geordnet hatte, bereitete ich Materialien vor, lud die Austrittslisten hoch und schrieb weitere Briefe. Gerade als ich mich wieder ruhig dem Fa-Lernen widmen wollte, brachte mir eine Praktizierende ihren Erfahrungsbericht. Einige Tage später erhielt ich einen weiteren Bericht eines Praktizierenden aus einer anderen Region – über zwanzig Seiten lang, dicht beschrieben. Manche Stellen waren unklar und ich konnte den Verfasser nicht direkt kontaktieren.
Zunächst fühlte ich mich unruhig und gestresst. Dann erkannte ich, dass diese Ungeduld und Gereiztheit nicht mein wahres Selbst waren, und beseitigte diese Gedanken ganz bewusst. Ich fragte mich: „Wozu lerne ich das Fa? Um mich zu einem selbstlosen Wesen zu kultivieren.“ Als ich die negativen Gedanken losließ, verschwand meine Unruhe. Ich dachte daran, wie viel Mühe es den Mitpraktizierenden gekostet hatte, ihre Berichte zu schreiben, und beschloss, meine eigenen Pläne zurückzustellen und die Texte so gut wie möglich zu überarbeiten.
In diesem Moment brachte mir ein anderer Praktizierender noch viele Aufkleber zur Erklärung der wahren Umstände. Während ich tippte, dachte ich: „Bei so vielen Aufgaben – wann soll ich die alle anbringen?“ Wieder spürte ich Druck und Ungeduld. Ein Mitpraktizierender erinnerte mich: „Keine Eile. Die Erfahrungsberichte für die Fa-Konferenz haben Vorrang. Die Aufkleber können später angebracht werden.“
Als ich erkannte, dass sich hinter meinen Gedanken Egoismus, Ungeduld und Unruhe verbargen, sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um sie zu beseitigen. Später nahm ein anderer Praktizierender die Aufkleber wieder mit, da sie anderswo benötigt wurden. Ich verstand, dass all diese Situationen vom Meister arrangiert waren, um meine Xinxing zu erhöhen.
Egal wie beschäftigt ich bin, ich stelle das Fa-Lernen und die Kultivierung meines Herzens immer an erste Stelle. Ich bemühe mich, nach innen zu schauen, mich solide zu kultivieren und ein selbstloser Mensch zu werden – jemand, der vollständig an andere denkt. Mit der im Dafa kultivierten Barmherzigkeit möchte ich jeden Mitpraktizierenden, meine Familie, Freunde und auch die Mitarbeiter von Polizei und Justiz behandeln.Ich möchte mich rein und standhaft nach den Anforderungen des Meisters kultivieren und ein würdiger Dafa-Praktizierender in der Zeit der Fa-Berichtigung sein.