(Minghui.org) Ein Ehepaar aus Huludao, Provinz Liaoning, wird wegen seines Glaubens an Falun Dafa strafrechtlich verfolgt.
Xing Jiaqiu und seine Frau Zhang Xiuying, beide um die 50, wurden festgenommen, da die Polizei sie verdächtigte, in der Nähe ihres zu Hauses Plakate mit Verleumdungen gegen Falun Dafa entfernt zu haben.
Im Mai 2025 hatte das Komitee für Politik und Recht des Bezirks Lianshan die verleumderischen Plakate in der Nähe des Lianshan-Boulevards angebracht. Kurze Zeit später waren die Plakate entfernt worden. Zhang Jiandang, der Sekretär dieses Komitees, ordnete daraufhin an, dass die Polizei des Bezirks Lianshan alle Falun-Dafa-Praktizierenden in ihrem Zuständigkeitsbereich untersuchen solle.
Die Polizei konzentrierte ihre Suche bald auf Xing und Zhang, die in einem Mietshaus am Lianshan Boulevard wohnten. Auf Anweisung von Sekretär Zhang stürmten Polizisten am Abend des 9. Juni 2025 die Wohnung des Paares und nahmen sie fest.
Ein dritter Praktizierender, Liu Yan, wurde ebenfalls festgenommen, als er das Paar in jener Nacht besuchte und die Frage der Polizei, ob Falun Dafa gut sei, bejahte.
Die Polizisten brachten alle drei Praktizierenden für 15 Tage in die Haftanstalt von Huludao. Als die Familienangehörigen sie am 24. Juni 2025 abholen wollten, erfuhren sie, dass ihre Angehörigen wegen „Streitsucht und Störung der öffentlichen Ordnung“ sowie „Untergrabung der Strafverfolgung durch eine Sektenorganisation“ in die Haftanstalt von Huludao verlegt worden waren. Sie beauftragten umgehend Anwälte für die Betroffenen.
Als Xings Anwalt ihn im Untersuchungsgefängnis besuchen wollte, wurde ihm der Zutritt verweigert. Die Wärter gaben die Auskunft, die Vorgesetzten hätten den Besuchsantrag nicht genehmigt. Der Anwalt erstattete Anzeige bei der örtlichen Staatsanwaltschaft. Ein Polizist, der mit den Anwälten sympathisierte, sagte ihm unter vier Augen, es sei sinnlos, Anzeige zu erstatten. Das Komitee für Politik und Recht des Bezirks Lianshan stecke hinter dem Fall und habe die Verlegung der Praktizierenden ins Untersuchungsgefängnis angeordnet. Dieses Komitee habe das letzte Wort in dem Fall.
Gemäß der chinesischen Strafprozessordnung darf ein Verdächtiger maximal 37 Tage in Untersuchungshaft gehalten werden. Innerhalb dieser Frist muss die Staatsanwaltschaft über die Genehmigung der Verhaftung entscheiden. Am 31. Juli 2025, dem 37. Tag der Untersuchungshaft des Ehepaares, erließ die Staatsanwaltschaft des Bezirks Lianshan Haftbefehle gegen die beiden. Während das Paar anschließend in Haft blieb, wurde Liu am 1. August gegen Kaution freigelassen.
Die Polizei des Bezirks Lianshan reichte den Fall des Paares am 22. September 2025 bei der Staatsanwaltschaft des Bezirks Lianshan ein, um Anklage zu erheben.
Die Staatsanwaltschaft wies den Fall zweimal wegen unzureichender Beweislage zurück. Als der Fall am 20. Dezember 2025 erneut an die Polizei zurückverwiesen wurde, drangen Beamte ohne Ankündigung in das zu Hause des Paares ein. Die Familie verurteilte die Beamten wegen Hausfriedensbruchs. Einer der Beamten gab an, sie wollten nicht kommen, doch waren aufgrund von Druck seitens des Komitees für Politik und Recht dazu gezwungen gewesen. Sie nahmen ein Kleidungsstück mit, ohne dafür Papiere vorzulegen.
Die Polizei reichte den Fall am 16. Januar 2026 zum dritten Mal ein. Sie fügte lediglich die Kleidung als neues Beweismittel hinzu. Die Staatsanwaltschaft erhob am 3. März Anklage gegen das Paar.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Paar aufgrund seines Glaubens ins Visier genommen wurde. Xing wurde bereits am 28. Mai 2002 verhaftet und wenige Wochen später zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er verbüßte seine Strafe im Gefängnis Nanshan in Jinzhou und später im dritten Gefängnis von Shenyang. In beiden Gefängnissen wurde er brutal misshandelt.
Am 25. Februar 2012 versuchte die Polizei erneut, Xing zu verhaften. Da weder er noch seine Frau zu Hause waren, schikanierte die Polizei stattdessen ihre Eltern. Später wurde das Paar zur Fahndung ausgeschrieben und schließlich am 24. Juli 2014 verhaftet. Beide wurden am 25. September 2015 verurteilt: Xing zu dreieinhalb Jahren und Zhang zu drei Jahren Haft.
Frühere Berichte:
Nach jahrelanger Haft – Ehepaar aus Liaoning wegen seines Glaubens an Falun Dafa erneut festgenommen
Sechs Falun Gong-Praktizierende aus Huludao rechtswidrig verurteilt
Juli 2014: Massive Festnahmen in der Stadt Huludao (Provinz Liaoning)