(Minghui.org) Ich begann etwa im Jahr 2005, Falun Dafa zu praktizieren, und bin mittlerweile über 70 Jahre alt. Dafür, dass ich mich nicht mehr an das genaue Datum dieses wichtigen Ereignisses erinnern kann, gibt es einen Grund: Damals konnte ich keinen klaren Gedanken fassen, da meine Familie und ich mit zahlreichen Schwierigkeiten und Leiden konfrontiert waren.
Früher waren wir eine glückliche Familie; meine Frau war tüchtig und fleißig. Sie stand jeden Tag früh auf, um Tofu zuzubereiten, den sie anschließend auf einem Karren verkaufte und so unsere Familie unterstützte. Wir waren zwar nicht wohlhabend, lebten aber gut.
Wir haben eine Tochter und zwei Söhne, alle drei adrett und wohlerzogen, insbesondere der Jüngste: Er war pummelig, intelligent und bei allen beliebt.
Vor etwa 30 Jahren wurde meine Frau dann psychisch krank. Unsere Kinder gingen damals noch zur Schule und das Jüngste war erst wenige Jahre alt. Meine Familie brach auseinander. Am Anfang war der Zustand meiner Frau noch haltbar – es gab gute und schwierigere Tage. Wenn sie bei klarem Verstand war, erledigte sie die Hausarbeiten und kümmerte sich um die Kinder. Schließlich erlitt sie einen kompletten Zusammenbruch, verlor die Orientierung und urinierte und kotete auf die Möbel. Manchmal lief sie weg, sodass ich nicht in der Lage war, Tofu zuzubereiten, da ich nach ihr suchen musste.
Als mein älterer Sohn in die Mittelstufe kam, entwickelte er eine psychische Störung. Als mein jüngerer Sohn erwachsen war, fand er zwar eine Arbeit. Doch eines Tages geriet er mit mehreren Leuten in Streit und wurde später ebenfalls psychisch krank.
Meine einst glückliche Familie wurde zu einem Albtraum. Nur meine Tochter und ich waren psychisch stabil. Meine Frau und meine beiden Söhne befanden sich die meiste Zeit in einem desolaten Zustand und urinierten und koteten überall hin. Ich kam mit dem Saubermachen kaum noch nach. Außerdem rannten sie oft aus dem Haus. In diesem Chaos gestaltete es sich extrem schwierig, das Tofu-Geschäft aufrechtzuerhalten.
Meine Tochter konnte mich nicht unterstützen, da sie inzwischen selbst Kinder hatte und sich um ihre eigene Familie kümmern musste. Ich führte ein elendes Leben, war körperlich und seelisch völlig erschöpft. Die Lage schien hoffnungslos. Ich klagte mein Elend dem Himmel, fragend, wann es endlich ein Ende nehmen würde und wurde von Tag zu Tag gereizter. Oft schlug ich meine Frau und meine Kinder und fragte mich, welche Sünden ich in einem früheren Leben begangen hatte, dass ich mit einer solchen Familie bestraft wurde.
Mein Nachbar riet mir, eine Hexe aufzusuchen und einer Gruppe von Füchsen und Wieseln Opfergaben darzubringen. Ich folgte seinem Rat, aber es änderte nichts.
Die Krankheit meines jüngeren Sohnes entwickelte sich schleichend. Anfangs war er nur depressiv. Vielleicht wäre er gesund geworden, wenn man ihn rechtzeitig behandelt hätte. Aber ich wusste einfach nicht, was ich tun sollte. Als er nach etwa acht Jahren aus einer psychiatrischen Klinik entlassen wurde, unternahm er drei Selbstmordversuche. Bei seinem dritten Versuch schluckte er eine große Menge Schlaftabletten und Beruhigungsmittel und verlor das Bewusstsein. Er war damals etwas über 30 Jahre alt.
Die konstante Erschöpfung sowie Angstzustände beeinträchtigten meine Gesundheit. Ich litt unter Schulterschmerzen, Schlaflosigkeit und bekam Depressionen. Oft lag ich die ganze Nacht wach und fühlte mich tagsüber wie benommen. Ich schob meinen Tofukarren wie benebelt und ziellos umher und fragte mich, wie lange ich das noch durchhalten würde.
Schließlich führte die schwierigste Zeit meines Lebens zu einem Wendepunkt und neuer Hoffnung. Eine Frau, die bei mir Tofu kaufte, machte mich mit Falun Dafa bekannt. Sie riet mir, die folgenden Worte zu rezitieren: Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut. Das tat ich in jeder freien Minute.
Die Fuchs- und Wieselgeister, denen ich zuvor Opfergaben dargebracht hatte, konnten es nicht ertragen. Sie versuchten, mich abzulenken, indem sie die Decke knarren ließen und Geräusche von klirrendem Geschirr und Essstäbchen verursachten. Es war ziemlich beängstigend. Ohne zu verstehen, was sich da genau abspielte, rezitierte ich einfach weiter: Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut. Ich konnte dann spüren, wie die negativen Faktoren meinen Körper verließen und ich geistig klar wurde. Die wundersame Wirkung, die mir das Rezitieren dieser Worte offenbarte, bestärkten mich in meinem Entschluss, Falun Dafa zu praktizieren.
Bei unserer nächsten Begegnung gab mir die Frau, die mir die magischen Worte beigebracht hatte, das Buch Zhuan Falun und brachte mir die Übungen bei. Sie erklärte, dass die Mission eines Praktizierenden darin bestehe, die drei Dinge gut zu erledigen und dem Meister bei der Errettung der Menschen zu helfen.
Nachdem ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, verspürte ich ein unbeschreibliches Glücksgefühl, das nicht in Worte gefasst werden kann. Neben den täglichen Aufgaben wie der Zubereitung von Tofu und der Versorgung meiner Familie lernte ich das Fa und praktizierte die Übungen, sobald es die Zeit erlaubte. Damals war mein Erkenntnisvermögen noch nicht so stark ausgeprägt und mein Fokus lediglich darauf ausgerichtet, mit irgendeiner Methode meine Seele zu heilen.
Kurz nachdem ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, verschwanden all meine Krankheiten. Ich schlief besser, hatte jeden Tag gute Laune und freute mich auf das Lernen des Fa und das Praktizieren der Übungen. Obwohl ich nur drei Stunden pro Nacht schlief, fühlte ich mich nie müde.
Ich las das Buch und folgte den Anweisungen des Meisters. Ich wurde gelassener und hörte auf, meine Frau zu schlagen und unsere Kinder zu beschimpfen. Ich übte Geduld und betrachtete die Leiden als Freude.
Kurz nach Beginn der Kultivierung suchten mich die Tiere, die ich zuvor angebetet hatte, auf. Im Schlaf fühlte ich mich erstickt, konnte nicht mehr atmen und wachte panisch auf. Manchmal fühlte es sich an, als kröche eine Schlange in meine Nasenlöcher, und wie sehr ich mich auch abmühte, gelang es mir nicht, sie herauszuziehen. Dann wachte ich voller Panik, zitternd und schweißgebadet auf.
Als ich meditierte, knarrte und ächzte die Decke. Voller Schrecken rief ich: „Meister, bitte retten Sie mich!“ Sofort verstummten alle Geräusche. All diese Störungen wurden von den Geistern verursacht, die ich früher angebetet hatte. Deshalb warf ich alle Altäre weg und ersetzte sie durch das Portrait des Meisters. Seitdem kultiviere ich mich von ganzem Herzen im Falun Dafa und folge seiner Lehre.
Ich gestaltete mein Leben um und brachte meine Frau und meine Kinder in einer Pflegeeinrichtung unter. Mit dem Verkauf von Tofu und zusätzlichen Gelegenheitsarbeiten konnte ich meinen Lebensunterhalt bestreiten und die Arztrechnungen meiner Familie bezahlen. Zudem blieb mir genug Zeit, das Fa zu lernen und die Übungen zu praktizieren. Unter der Fürsorge des Meisters und der Anleitung des kostbaren Dafa fand mein jahrzehntelanges Leiden endlich ein Ende.
Kurz nachdem ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, öffnete der Meister mein Himmelsauge. Meine Erfahrung ähnelte der, die der Meister im Zhuan Falun beschreibt:
„In diesem Moment blüht es wie eine Knospe auf. So wie im Film oder im Fernsehen, wenn eine Knospe plötzlich aufblüht; so ein Bild wird erscheinen. Am Anfang ist eine rote Fläche da. Auf einmal wölbt sich diese in der Mitte, dann blüht sie Blatt für Blatt auf.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 73)
Es war wirklich wunderschön und erhaben.
Als ich eines Tages im Garten arbeitete, erschienen zahlreiche Falun (Gebotsräder) am Himmel. Sie waren ziemlich groß, mit verschiedenen Farben, drehten sich in den Wolken und waren wunderschön. Ich sah sie oft – manchmal waren es große, manchmal kleine. Wenn ich mich abends nach den Übungen schlafen legte, sah ich in meinem Zimmer Falun umherfliegen – der ganze Raum war von ihnen erfüllt. Sie summten wie Bienen, es war erstaunlich.
Manchmal leitete mich der Meister bei den Übungen an. Er trug gelbe Kleidung und sah aus wie ein 18-Jähriger. Manchmal sah ich einen Mann, der aussah wie ich, dieselbe Kleidung trug und mit mir die Übungen praktizierte. In seinem Unterbauch drehte sich ein großes Falun. Erst viel später, als ich im Zhuan Falun auf dieses Phänomen stieß, erkannte ich, dass es sich um meinen Haupturgeist gehandelt hatte.
Ich sah auch, wie die Taiji-Platte der Tao-Schule aufbrach, so wie im Zhuan Falun erklärt:
„Diejenigen, die daoistische Kultivierungswege praktizieren, sehen oft, dass sich im Himmelsauge etwas dreht und eine Taiji-Platte mit einem ,Peng!‘ aufbricht. Danach sind Bilder zu sehen.“ (ebenda, S. 78)
Danach sprang ein goldener Drache aus der Platte, der so dick war wie ein Fass. Er überschlug sich und drehte sich vor mir und wirkte sehr lebendig. Durch das Fa-Lernen wurde mir bewusst, dass all mein Leid und Elend mit den Lebewesen zusammenhingen, die ich in früheren Leben getötet und verletzt hatte.
In meinen jungen Jahren hatte ich gerne kleine Tiere gefangen und Metallfallen für Gänse, Kaninchen und Wiesel gebaut. Die Wiesel häutete ich und verkaufte die Felle, um zum Unterhalt meiner Familie beizutragen. Ich tötete auch Schlangen und andere Lebewesen, unzählige. Mit meiner Unwissenheit und Grausamkeit hatte ich Elend über meine Familie gebracht, sodass alle die Konsequenzen tragen mussten. Ohne die Errettung durch den Meister hätte ich vielleicht nicht bis heute überlebt.
Inzwischen klage und fluche ich nicht mehr und begrüße jeden Tag mit Freude. Unter dem barmherzigen Schutz des Meisters lerne ich das Fa und erhöhe mich stetig weiter.
Nach Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 erweiterte sich meine persönliche Kultivierung dahingehend, Falun Dafa weiter zu verbreiten.
Ich nutzte die Zeit, in der ich Tofu verkaufte, und erklärte meinen Kunden trotz Verfolgung furchtlos die wahren Umstände von Falun Dafa. Während ich meinen Karren umherschob, verdeutlichte ich den Leuten die Fakten und ermutigte sie, die Kommunistische Partei Chinas und die ihr angeschlossenen Organisationen zu verlassen. Ich erzählte ihnen, dass Falun Dafa ein Buddha-Gebot sei, wie ich davon profitiert hatte, von den Wundertaten des Meisters und wie das Kommunistische Regime die Praktizierenden verfolgt.
Dies tat ich auf eine ruhige und vernünftige Weise und wünschte denjenigen, die mir zustimmten, eine gute Zukunft. Es gab auch welche, die dagegen insistierten oder mich beschimpften. Aber ich ließ mich nicht davon beirren und dachte, dass es mir nicht gelang, ihre harte Schale zu durchbrechen, liege daran, dass meine Kultivierungsebene zu niedrig war. Ich wusste, dass sie Glück hatten, die Wahrheit über Dafa zu erfahren, was ein Fundament für ihre Zukunft legte.
Ich verteilte auch Informationsmaterialien über Falun Dafa. Als ich eines Abends mit einem Mitpraktizierenden Flyer verteilte, bemerkte er vor uns einen geparkten Streifenwagen. Wir sandten sofort aufrichtige Gedanken aus und baten den Meister darum, dass die Polizisten uns nicht sehen würden. Der Abend verlief reibungslos und wir verteilten die gesamten Materialien und gingen dann nach Hause.
Mittlerweile habe ich einen festen Stand, an dem ich Tofu verkaufe. Händler bieten ihre Waren oft unmittelbar neben meinem Stand an. Ich lasse sie gewähren, mache sie mit Dafa bekannt und ermutige sie, sich von der KPCh abzuwenden.
Es gab ein älteres Ehepaar, das seine Waren oft direkt vor meinem Stand feilbot. Ich versuchte mehrmals, ihnen zu darzulegen, was es mit Falun Dafa auf sich hatte, aber sie hörten nie zu. Ich behandelte sie weiterhin freundlich. Als ich eines Tages zu spät kam, hatte sich die ältere Frau einfach meinen Standplatz unter den Nagel gerissen. Ich bat sie, mir etwas Platz zu machen, aber sie weigerte sich, geriet in Rage und schlug mich. Ich nahm es gelassen. Hat der Meister nicht erklärt, dass jede Situation eine Gelegenheit ist, uns in der Kultivierung zu erhöhen?
Ich praktiziere seit 20 Jahren Falun Dafa. Es gab Momente der Angst, in denen mein Erkenntnisvermögen stagnierte oder in denen ich nachließ. Als zahlreiche Praktizierende in der Region verhaftet oder schikaniert wurden, zögerte ich, auf die Menschen zuzugehen. Ich befürchtete, dass die meisten mich erkennen könnten, da ich auf der Straße Tofu verkaufte, wollte etwas abwarten und beobachten. In der Tat kam mit diesem Verhalten meine Dämon-Natur zum Vorschein. Dann wurde mir klar, dass diese Vorfälle durch meine noch nicht beseitigten menschlichen Anhaftungen verursacht worden waren.
Eines Tages fand ich eine verletzte Schwalbe in meinem Garten. Sie zitterte und flatterte eine Weile herum, konnte aber nicht fliegen. Ich setzte sie auf die Küchentheke, damit sie sich aufwärmen konnte, erzählte ihr die Wahrheit über Dafa und riet ihr, sich zu merken: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Als sie sich erholte hatte, ließ ich sie frei.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich sie noch einmal sehen würde. Aber als ich eines Tages meinen Tofu-Karren vor mir herschob, flog sie auf mich zu, landete auf meinem Kopf und streichelte mich mit ihren Flügeln, als dankte sie mir für ihre Rettung.
Ich war tief bewegt. Wahrlich, alles auf der Welt ist für das Fa gekommen! Ich dachte an die unschuldigen Lebewesen, die ich getötet hatte, und empfand tiefe Reue. Von nun an werde ich mich fleißig kultivieren, die Tiere, denen ich Leid zugefügt habe, erretten und sie nach meiner Vollendung als Lebewesen in meine Welt bringen.
Danke, Meister.