(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit meiner Kindheit und bin nun ein junger Dafa-Schüler in der Zeit der Fa-Berichtigung. Wenn ich auf meinen Kultivierungsweg zurückblicke, insbesondere auf das vergangene Jahr, seit ich in die Vereinigten Staaten gekommen bin und mich einem Medienprojekt angeschlossen habe, bin ich von tiefen Gefühlen und Erkenntnissen erfüllt. Es ist so viel geschehen. Heute möchte ich dem Meister und meinen Mitpraktizierenden von meinen Erfahrungen berichten.
Falun Dafa wurde der Öffentlichkeit in Festlandchina erstmals 1992 vorgestellt, dem Jahr, in dem ich geboren wurde. Meine Geburt bereitete meiner Familie große Freude, brachte meiner Mutter, die bei schlechter Gesundheit war, jedoch auch viele Beschwerden. Glücklicherweise begann sie 1996, Falun Dafa zu praktizieren. Bald darauf verschwanden all ihre gesundheitlichen Probleme ohne jegliche medizinische Behandlung. Ich war damals erst vier Jahre alt und folgte meiner Mutter ganz selbstverständlich beim Praktizieren von Falun Dafa.
Da ich noch nicht lesen konnte, ging ich einfach mit meiner Mutter zur Fa-Lerngruppe mit und hörte den Erwachsenen beim Vorlesen des Fa zu. Auch wenn ich damals nicht verstand, was sie vorlasen, erinnerte ich mich doch deutlich an eines: Ich sollte ein guter Mensch sein, indem ich den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgte. Von diesem Moment an waren diese drei Worte wie Samen, die tief in mein Herzen eingepflanzt wurden und still jede Phase meines Heranwachsens prägten.
Ich kann keine anderen Dimensionen sehen. Auch habe ich keine der wundersamen Genesungen von schweren Krankheiten erlebt, wie sie viele Praktizierende erfahren haben. Um mir jedoch Mut zu machen, hat der Meister mir ermöglicht, wundersame Erfahrungen mit Dafa mitzuerleben.
Als ich zum Beispiel die erste Übung bei einem Nachbarn lernte, spürte ich, wie sich ein rundes Objekt in meinem Unterleib drehte. Der Praktizierende, der mir die Bewegungen beibrachte, sagte: „Der Meister hat dir ein Falun gegeben.“ Seit diesem Tag rotiert das Falun ununterbrochen in meinem Unterbauch. Immer wenn ich diese Stelle berühre, kann ich es spüren. Besonders während der Übungen dreht sich das Falun mit noch größerer Kraft. Sobald ich die Übungen mache oder aufrichtige Gedanken aussende, fühlen sich mein Körper und meine Hände oft warm an. Durch das Lernen des Fa habe ich verstanden, dass dies eine Manifestation von Energie ist.
Ich las das Zhuan Falun zum ersten Mal während meiner ersten Sommerferien in der Mittelstufe. Als ich die zweite Lektion über das Himmelsauge las, spürte ich eine starke Kraft, die in der Mitte meiner Stirn nach innen drückte. Der Druck war intensiv und ziemlich unangenehm. Ich wollte ständig diese Stelle berühren oder reiben, um das Unbehagen zu lindern. In diesem Moment dachte ich: „Der Meister will mich ermutigen, auf dem Weg meiner Kultivierung standhaft zu bleiben, und mir ermöglichen, persönlich zu erfahren, dass das Himmelsauge wirklich existiert.“
Ich habe auch schon oft unmittelbare karmische Vergeltung erfahren. Am eindrücklichsten war das, als ich in der Grundschule war. Immer wenn ich negative Gedanken hatte – zum Beispiel, wenn ich einen Mitschüler nicht mochte, hinter seinem Rücken schlecht über jemanden redete oder etwas Falsches tat –, folgte kurz darauf ein Missgeschick oder eine unangenehme Situation.
Als Kind habe ich lange Zeit über diese Dinge gegrübelt, war verwirrt und verstand es nicht. Doch nach und nach wurde mir klar, dass der Meister mich mit großer Barmherzigkeit beschützte und mich daran erinnerte, keine negativen Gedanken oder Absichten zu hegen, die anderen schaden oder dazu führen könnten, dass ich meine eigene Tugend verliere und Karma erzeuge.
Als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 begann, Falun Dafa zu verfolgen, war die einst friedliche Atmosphäre plötzlich angespannt. Mein Vater praktizierte Falun Dafa nicht und hatte Angst vor der bösartigen Partei, weshalb er vehement dagegen war, dass meine Mutter weiterpraktizierte. Noch mehr sorgte er sich darum, dass meine Mutter mich dazu bringen könnte, ebenfalls diesen Weg zu beschreiten. Infolgedessen stritten sie sich oft. Ich war damals noch jung und zwischen meinen Eltern hin- und hergerissen. Ich befand mich in einem Dilemma und fühlte mich unbehaglich und unsicher.
Aber tief in meinem Inneren wusste ich ganz genau, dass Falun Dafa gut ist. Auch wenn das Umfeld weniger frei und offen war als zuvor, las mir meine Mutter dennoch, wann immer sie konnte, das Fa vor, und ich hörte still zu. Manchmal rezitierten wir gemeinsam das Lunyu oder Gedichte aus Hong Yin.
Seit dem Eintritt in die Mittelschule konnte ich selbstständig lesen. Als ich auf ein Internat ging, schenkte mir meine Mutter ein brandneues Zhuan Falun. Dieses Buch begleitete mich während meiner gesamten Zeit im Internat, an der Universität und sogar später in meinem Beruf nach dem Studium.
Unter dem Schutz des barmherzigen Meisters verlief mein Leben relativ reibungslos. Ich erzielte gute Leistungen im Studium und zeigte früh ein natürliches Talent für Rundfunk und Moderation. Nach meinem Abschluss trat ich in ein Medienunternehmen ein und fand eine sichere Anstellung mit guten Sozialleistungen. Ich wurde zu einem Vorbild für meine Verwandten und Freunde und zeigte ihnen, dass der Glaube an Falun Dafa dem Leben wahrhaftig Segen und Glück bringen kann.
Um ehrlich zu sein, war ich in meiner Kultivierung nicht wirklich fleißig. Während meiner Schulzeit war ich mit dem Lernen beschäftigt und las das Fa nur, wenn ich Zeit hatte. In den ersten Jahren meiner Berufstätigkeit hielt mich die Arbeit extrem auf Trab und ich dachte nur gelegentlich daran, nach der Arbeit das Fa zu lesen. Ich suchte oft Ausreden für meinen Mangel an Fleiß. Da ich in der gewöhnlichen Welt lebte, diesem großen Farbbottich der menschlichen Gesellschaft, nahm ich unweigerlich schlechte Gewohnheiten an, wodurch mein Charakter seine ursprüngliche Reinheit verlor.
Doch der barmherzige Meister wachte über mich. In verschiedenen Phasen meines Lebens, besonders wenn ich mich in einem schlechten Kultivierungszustand befand, gelang es mir auf wundersame Weise immer wieder, lokale Mitpraktizierende in verschiedenen Städten zu treffen. Durch ihre Hilfe konnte ich wieder Kontakt zu den örtlichen Fa-Lerngruppen aufnehmen. Dank ihrer Unterstützung und Ermutigung stolperte und tastete ich mich vorwärts auf meinem Kultivierungsweg und gelangte so nach und nach dorthin, wo ich heute bin.
Der Sommer 2024 markierte einen Wendepunkt in meinem Leben und auch in meiner Kultivierung. Ursprünglich war ich für einen Urlaub in die Vereinigten Staaten gereist. Doch nachdem ich mich mit bekannten Praktizierenden unterhalten hatte, begann ich, meine Kultivierung ernsthaft zu hinterfragen und darüber nachzudenken, ob ich in den USA bleiben sollte. Wenn ich bleiben würde, welche Absichten könnte ich damit verfolgen?
Tief in meinem Inneren schien sich eine entschiedene Antwort zu regen: „Bleib!“ Doch meine Gedanken waren voller Widersprüche und innerer Konflikte. Viele Tage lang dachte ich darüber nach, was das Richtige wäre. Mein „wahres Ich“ und meine „Anhaftungen“ begannen, miteinander zu ringen.
Ich fragte mich: „Wer bist du?“ – „Ich bin ein Dafa-Schüler.“
„Was ist deine Mission?“ – „Dem Meister dabei zu helfen, das Fa zu berichtigen und die Lebewesen zu erretten.“
„Warst du in den letzten Jahren in deiner Arbeit unter den gewöhnlichen Menschen wirklich zufrieden? Möchtest du wirklich wieder in den Teufelskreis aus Genusssucht zurückkehren: Essen, Trinken und Zeitverschwendung?“ – „Nicht wirklich.“
„Wovor hast du Angst, wenn du bleibst? Was würdest du verlieren?“ – „Das würde bedeuten, dass ich bewusst meinen sicheren Arbeitsplatz in China, ein gutes Gehalt und ein bequemes, sorgenfreies Leben aufgeben würde. Ich müsste mich von meiner Familie trennen, in einem fremden Land leben und mich den Schwierigkeiten stellen, alles von Grund auf neu aufzubauen. Möglicherweise würden viele herzzerreißende Prüfungen vor mir liegen.“
„Was würdest du gewinnen, wenn du bleibst?“ – „Vielleicht könnte ich meine Erfahrungen und Fähigkeiten in die Medien der Praktizierenden einbringen. Die Projekte im Ausland brauchen dringend junge Menschen wie mich. In einer friedlichen Umgebung könnte ich dem Meister ohne Angst dabei helfen, Menschen zu erretten.“
Vor allem hatte ich das Gefühl, dass ich im Ausland besser mit dem Fortschritt der Fa-Berichtigung mithalten könnte, standhaft auf den Weg eines Kultivierenden kommen, mich gut kultivieren und mehr Lebewesen erretten könnte.
Allmählich klärten sich meine Gedanken. Als Falun-Dafa-Kultivierender war ich entschlossen, dem Meister zurück in meine wahre, ursprüngliche Heimat zu folgen. In dieser Zeit konzentrierte ich mich darauf, das Fa mehr zu lernen und meine aufrichtigen Gedanken kontinuierlich zu stärken. Ich ermahnte mich selbst, Anhaftungen an Ruhm, Gefühlen und persönlichem Gewinn loszulassen, Verantwortung für meine eigene Kultivierung zu übernehmen und mein Gelübde zu erfüllen, den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen. Ich beschloss, meine Arbneitsstelle in China zu kündigen und in den Vereinigten Staaten zu bleiben, um den von mir gewählten Kultivierungsweg weiter zu beschreiten.
Um alles ordnungsgemäß zu regeln, verbrachte ich Tage damit, mein Kündigungsschreiben sorgfältig zu verfassen. Ich brachte meine Aufrichtigkeit zum Ausdruck und entschuldigte mich für meine plötzliche Entscheidung. Gleichzeitig versicherte ich meinem Vorgesetzten, dass ich mein Bestes tun würde, um eine reibungslose Übergabe meiner Aufgaben zu gewährleisten, ohne dem Unternehmen Schwierigkeiten oder Verluste zu bereiten, und hoffte auf ihr Verständnis.
Es war nicht leicht, all die Anstrengungen und Errungenschaften der Vergangenheit bewusst loszulassen, die ich mir über all die Jahre aufgebaut hatte. In meinem Inneren war noch eine gewisse Zurückhaltung. Doch als Kultivierender verstand ich, dass das, was mein Leben wirklich ersehnt, Dafa ist.
Meine vorherbestimmte Verbindung zu „Sound of Hope“ muss vom Meister arrangiert worden sein. Das erste Mal, dass ich von „Sound of Hope“ erfuhr, war während der Pandemie. Damals durchbrach ich die Internetblockade, um mir eine Dokumentation über dessen Sendung (Seagull Radio) nach China anzusehen. Das Video rührte mich zu Tränen. Ich dachte mir: „Das ist die Art von Medien, bei der ich mitwirken sollte.“ Durch eine wunderbare Fügung des Schicksals schloss ich mich schließlich „Sound of Hope“ an.
In der ersten Zeit in Kalifornien kam mir alles fremd vor. Dinge, die mir früher leichtgefallen waren, wurden plötzlich schwierig. In dieser Zeit empfand ich oft Reue – Bedauern darüber, hierhergekommen zu sein und mich zum Bleiben entschieden zu haben.
Wie ich erwartet hatte, folgten verschiedene Prüfungen und Schwierigkeiten nacheinander. Als Erstes machte sich die Anhaftung an persönliche Interessen bemerkbar. Ich war noch nie geizig gewesen, was Geld anging, schon als Kind nicht. Ich hatte es genossen, andere einzuladen und gutes Essen mit Freunden zu teilen. Bei meiner früheren Arbeit, wenn es mit Kollegen zu Reibereien wegen Vergünstigungen kam, konnte ich großzügig bleiben, Konkurrenz vermeiden und sogar auf bestimmte Vorteile verzichten, damit andere sie haben konnten. Daher dachte ich immer, meine Anhaftung an persönlichen Gewinn sei klein.
Doch als ich mich hier niederlassen wollte und mit hohen Lebenshaltungskosten, teuren Mieten, den Ausgaben für den Erwerb des Führerscheins, dem Kauf eines Autos und anderen Ausgaben konfrontiert war, fühlte ich mich zunehmend unter Druck. Als ich sah, wie viel Geld ich in US-Dollar ausgab und wie hoch der Wechselkurs zum chinesischen Yuan war, schmerzte es mich. Ich war frustriert und bereute meinen Umzug nach Kalifornien. Die Investitionen, die ich getätigt hatte, schienen mir viel höher zu sein als der Ertrag, den ich dafür erhielt.
Kurz darauf stand ich vor einer weiteren Xinxing-Prüfung, bei der es um ein Mobiltelefon ging. Mein Handy war das neueste iPhone 15 Pro, das ich aus China mitgebracht hatte. Nach dem Reset konnte ich es wieder benutzen. Aus Sicherheitsgründen für das Projekt gab ich jedoch letztendlich über 1.000 Dollar für eine neue US-Version des Telefons aus.
Ein paar Tage später erfuhr ich, dass ein anderer Praktizierender, der zusammen mit mir eine SIM-Karte gekauft hatte, durch den Abschluss eines Telefonvertrags ein neues Handy zu einem günstigeren Preis bekommen hatte. Als ich das hörte, war ich wütend und warf dem Praktizierenden vor, mir das nicht früher gesagt zu haben. Ich wäre am liebsten vor Wut davongelaufen.
Nachdem mich diese Anhaftung mehrere Tage lang gequält hatte, beruhigte ich mich allmählich und begann, nach innen zu schauen. Welche Art von Anhaftung hatte mich so sehr beunruhigt? Am offensichtlichsten war meine Anhaftung an persönlichen Gewinn. Ich war untröstlich, weil ich diese Gelegenheit verpasst hatte, die meine Interessen betraf. Aber hatte ich nicht immer geglaubt, dass meine Anhaftung an materiellen Gewinn nur von untergeordneter Bedeutung sei? Wie konnten Geldangelegenheiten mich dann so wütend und nachtragend machen?
Erstens hatte ich in meiner früheren Stelle in China am Ende des Monats ein gutes Gehalt, was mir ein stabiles Leben ohne Sorgen ermöglichte. Doch nun, seitdem ich China verlassen hatte, verfügte ich über kein regelmäßiges Einkommen mehr. Zweitens gab ich seit meinem Umzug nach Kalifornien ständig meine Ersparnisse aus, während meine Zukunft ungewiss aussah. Das Gehalt, das mir die Medienfirma zahlte, war bescheiden, weshalb ich befürchtete, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten und ein eingeschränktes Leben führen zu müssen.
Warum war diese Anhaftung so stark aufgetaucht, nachdem ich in die Vereinigten Staaten gezogen war? Als ich gründlich darüber nachdachte, wurde mir klar, dass es daran lag, dass die gegenwärtige äußere Umgebung meine frühere Komfortzone durchbrochen hatte. Früher dachte ich, meine Anhaftung an persönliche Interessen sei nicht besonders stark. In Wirklichkeit konnte ich sie jedoch nur loslassen, wenn ich wusste, dass ich nicht durch einen Verlust gefährdet war oder wenn ich mich sicher fühlte. Mit anderen Worten: Ich bewegte mich immer noch innerhalb der Grenzen von Egoismus und Selbstschutz.
In dem Prozess des Nach-innen-Schauens entdeckte ich auch eine starke Tendenz zu Neid. Das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden: Warum können andere dies oder jenes haben, ich aber nicht? War das nicht genau das, was der Meister im „Zhuan Falun“ über Shen Gongbaos Neid gegenüber Jiang Ziya schrieb? Hinter meinem Groll war Neid die Hauptursache.
Mir wurde auch bewusst, dass ich anderen gegenüber misstrauisch war. Ich dachte, der Praktizierende müsse von dem Mobilfunkvertrag gewusst haben, habe mir dies aber absichtlich verschwiegen. Später stellte ich fest, dass es sich tatsächlich um ein Missverständnis gehandelt hatte. Nachdem ich diese Anhaftungen erkannt hatte, korrigierte ich mich im Fa. Der Schmerz und der Groll schienen sich augenblicklich aufzulösen und ich fühlte mich wieder leicht und zufrieden.
Während meiner Mitarbeit an einem Projekt wurde mir auch bewusst, dass ich viele Elemente der „Parteikultur“ in mir trage. Zum Beispiel neige ich dazu, Dinge übermäßig ausführlich zu erklären und beim Sprechen um den heißen Brei herumzureden. Ich lege gerne Definitionen fest, treibe Dinge auf die Spitze, von anderen erwarte ich, dass sie meinen Ansichten zustimmen, und verlange, dass andere meinen Maßstäben entsprechen. Andernfalls bin ich frustriert.
Wenn ich Artikel schreibe, neige ich zu Übertreibungen, verwende eine starke emotionale Sprache und schließe mit einer großspurigen, hochgestochenen Zusammenfassung ab. Mein Vorgesetzter hat mich ermahnt, es zu unterlassen, und stattdessen die Fakten wahrheitsgemäß zu schildern, mich präzise auszudrücken und mit beiden Beinen fest in der Realität zu stehen. Ich habe mein durch die Parteikultur geprägtes Verhalten erkannt und werde daran arbeiten, es in Zukunft abzulegen.
Bei meiner Arbeit in China war ich im Vergleich zu meinen Kollegen eher zurückhaltend. Nach meiner Ankunft in den Vereinigten Staaten stellte ich jedoch fest, dass mein Bedürfnis, anzugeben und Anerkennung zu suchen, sehr stark geworden war. Ich wollte beweisen, dass ich fähig und kompetent war, und hatte das Bedürfnis anzugeben, wann immer mir etwas gut gelang.
Eines Tages sah ich mir ein Interview mit einer Shen-Yun-Tänzerin an, die sagte: „Alle Errungenschaften sind ein Geschenk Gottes und kehren letztendlich zu ihm zurück.“ Diese Worte rüttelten mich wach. In diesem Moment verstand ich, dass alles in meinem Leben – jede Fähigkeit, jedes Arrangement, jedes Talent – vom Meister und von Dafa gegeben wurden.
Mein Wunsch nach Bequemlichkeit war am stärksten von allen, so stark, dass ich es gar nicht bemerkte. Wann immer es nicht bequem für mich war, fühlte ich mich äußerst unwohl. Ich empfand mein Büro als stickig, das Licht war schlecht und die Schalldämmung ließ zu wünschen übrig – ein krasser Gegensatz zu dem angenehmen Arbeitsumfeld, das ich einst in China gehabt hatte. Ich war enttäuscht. Ich beklagte mich über die intensive Sonne Kaliforniens, die meine Haut austrocknete und dehydrierte. An kalten Tagen zitterte ich sogar unter der Bettdecke. Meine Gedanken waren unruhig und aufgewühlt.
Mir wurde klar, dass ich meine Anhaftung an Bequemlichkeit loslassen und mich diesem Thema stellen musste, um mich wirklich weiterzuentwickeln. Im vergangenen Jahr habe ich mich selbst dazu gezwungen, alle möglichen Dinge zu tun, die ich noch nie zuvor gemacht hatte. Trotz des Unbehagens habe ich durchgehalten.
Durch die Teilnahme an Aktivitäten zur Fa-Bestätigung und die Zusammenarbeit mit der gesamten Gruppe wurde mir nach und nach der Zusammenhang zwischen der früheren persönlichen Kultivierung und der Kultivierung in der Zeit der Fa-Berichtigung bewusst.
Bei meiner persönlichen Kultivierung entscheide ich manchmal aufgrund meines eigenen Zustandes, meines Verständnisses oder meiner Bereitschaft, etwas zu tun oder zu unterlassen. Im Rahmen der Kultivierung zur Fa-Bestätigung habe ich jedoch erkannt, dass jeder einzelne Tag, den der Meister uns gewährt hat, dazu bestimmt ist, Menschen zu erretten. Jeden Tag sterben unzählige Lebewesen im alten Universum, während wir gleichzeitig unzählige Lebewesen aus genau diesen Bereichen erretten.
Wir sind Dafa-Jünger, die eine heilige Verantwortung und Mission tragen. Wenn es darum geht, Menschen zu erretten, gibt es keine Alternative. Es ist etwas, das wir tun müssen. Deshalb habe ich mir selbst auferlegt, dass ich, sofern keine wirklich außergewöhnlichen Umstände vorliegen, bedingungslos mit der Gruppe kooperieren und an Aktivitäten teilnehmen muss, die das Fa bestätigen und die wahren Umstände aufklären, um Menschen zu erretten.
In meiner Freizeit gehe ich manchmal zu Sehenswürdigkeiten, um Informationsmaterialien über Falun Dafa zu verteilen. Wenn ich das gelbe T-Shirt mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“ trage, repräsentiere ich nicht mehr nur mich selbst, ich bin ein Teilchen von Dafa. Jedes Wort und jede Handlung wird verstärkt und beeinflusst, wie die Menschen Falun Dafa wahrnehmen und verstehen.
Aus diesem Grund achte ich bei der Teilnahme an Dafa-Projekten besonders auf mein äußeres Erscheinungsbild, meine Ausdrucksweise, meine Umgangsformen und den Umgang mit anderen. In den Augen der gewöhnlichen Menschen sind wir die lebendige Verkörperung von Dafa, das beste Spiegelbild von Dafa. Wenn wir den Menschen sagen, dass wir den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen, müssen wir diese auch in unseren Handlungen und unserem Verhalten widerspiegeln. Es nur zu sagen, aber nicht entsprechend zu handeln, bedeutet nicht, das Fa wirklich zu bestätigen. Daher glaube ich, dass eine gute Kultivierung meiner selbst auch bedeutet, dass Fa zu schützen und den Ruf von Dafa zu bewahren.
Es ist nun ein Jahr her, seit ich in den Vereinigten Staaten gekommen bin. Durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten zur Bestätigung von Falun Dafa und anderen Aktivitäten bin ich vernünftiger und reifer geworden. Bei diesen Projekten kam es auch zu Reibereien unter den Praktizierenden. Wenn ich auf Menschen oder Situationen stoße, die schwer zu akzeptieren sind, versuche ich mein Bestes, ihnen mit Freundlichkeit und Verständnis zu begegnen. Ich nehme mir vor, mich auf die guten Eigenschaften der Menschen zu konzentrieren, denn jeder Praktizierende hat um der Kultivierung wegen unzählige Schwierigkeiten ertragen. Sie sind die besten Menschen der Welt. Egal wie groß die Konflikte sind, sollten wir uns gegenseitig schätzen, mit einer toleranteren Perspektive auf andere eingehen und uns selbst im Spiegel der anderen reflektieren.
Was meine eigene Kultivierung betrifft, so habe ich im vergangenen Jahr größere Fortschritte gemacht als zu der Zeit, als ich in China war. Was das Aussenden aufrichtiger Gedanken, das Lernen des Fa, das Praktizieren der Übungen und das Aufklären über die wahren Umstände zur Errettung der Menschen angeht, habe ich viel mehr erreicht als je zuvor. Früher konnte ich kaum 40 Minuten in der Meditation sitzen, doch jetzt kann ich die volle Lotussitzhaltung eine ganze Stunde lang durchhalten.
Ich weiß, dass ich mich ständig weiterentwickeln muss. Jeder Schritt, den ich mache, und jede Herausforderung, der ich mich stelle, ist Teil meiner Kultivierung und wird vom barmherzigen Meister sorgfältig gelenkt.
Ich schätze mich wirklich glücklich, dass ich mich in der Endphase der Fa-Berichtigung unseren eigenständigen Online-Medien angeschlossen habe. So wie ein Dafa-Schüler während der Fa-Bestätigung, der dem Meister hilft, das Fa zu bestätigen und Lebewesen zu retten.
Ich bin allen Praktizierenden sehr dankbar, die mir freundlicherweise geholfen haben, die mich auf meine Schwächen hingewiesen, sich mit mir über Erfahrungen und Erkenntnisse auf der Grundlage des Fa ausgetauscht haben und mich auf meinem Weg unterstützt haben. Ich möchte von ganzem Herzen sagen: Danke!
Mein Verständnis ist begrenzt. Möglicherweise gibt es Stellen, die nicht ganz passend formuliert sind. Bitte weist mich freundlich darauf hin.