(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit 22 Jahren und habe in dieser Zeit viele erstaunliche Dinge miterlebt. Ich möchte von einem Ereignis aus dem Jahr 2007 erzählen, als eine neu gebaute Möbelfabrik durch den Schutz von Meister Li, dem Begründer von Falun Dafa, auf wundersame Weise gerettet wurde.
Als Shan, eine unserer Praktizierenden, ihre Heimatstadt in der Provinz Yunnan besuchte und über Falun Dafa und die Verfolgung berichtete, wurde sie von der Polizei verhaftet und ins Gefängnis gebracht. Wir wollten sie befreien, aber keiner von uns war je in Yunnan gewesen.
Zwei Praktizierende aus der Provinzhauptstadt, die unsere Gegend besuchten, erzählten uns, dass sie nach Yunnan reisen würden. Eine von ihnen namens Fen sagte, ihr jüngerer Bruder Gang besitze dort eine Fabrik. Sie schlug uns vor: „Kommt mit! Gang kümmert sich um Unterkunft und Verpflegung.“
Uns wurde klar, dass der Meister das arrangiert hatte, und so dankten wir ihr und sagten zu. Eine weitere Praktizierende aus der Gegend schloss sich mir an und so fuhren wir vier in die Provinz Yunnan.
Unterwegs erzählte uns Fen von Gang. Nachdem er von Falun Dafa und den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gehört hatte, fand er sie gut. Sein Geschäft lief sehr gut. Fen wurde einmal an einem Bahnhof verhaftet, während Gang auf einer großen Messe in Gangzhou in der Provinz Guangdong war. Als er davon erfuhr, rief er sofort das Büro 610 an und warnte die Beamten: „Kümmert euch gut um meine Schwester. Wenn ihr etwas zustößt, werde ich nicht ruhen, bis die Sache wieder in Ordnung gebracht ist.“
Ich praktizierte Dafa damals erst seit drei Jahren und Fens Worte beruhigten mich. Ich reiste selten und wollte niemandem zur Last fallen. Hätte Fen uns das nicht erzählt, wäre ich in einem Hotel geblieben.
Es war schon später Nachmittag, als wir Gangs Fabrik erreichten. Wir lasen das Fa und sendeten aufrichtige Gedanken aus, bevor wir zum Abendessen gerufen wurden. Das Essen war sehr gut – Hühnchen, Fisch und Gemüse. „Ich merke, dass Gang ein sehr netter Mensch ist“, sagte ich zu Fen. Ein Mädchen, das in der Küche arbeitete, hörte mich und meinte: „Er behandelt seine Angestellten immer gut.“ Das ist heutzutage in China selten, wo die Menschen einander ausnutzen, weil sie nur aufs Geldverdienen aus sind.
Das Mädchen erzählte weiter, dass die Angestellten oft Überstunden machen würden. Wenn das der Fall sei, bitte Gang das Küchenpersonal, ihnen abends einen Snack zuzubereiten. „Gang möchte nicht, dass sie so lange arbeiten, aber sie tun es gern, weil Gang so nett ist und sie gut bezahlt. Manchmal machen sie sogar unbezahlte Überstunden.“
Gang kam und war tatsächlich sehr freundlich. Wir stellten uns vor und ich sagte ihm, dass wir schon viel Gutes über ihn gehört hätten. Gang antwortete, er sei selbst einmal Arbeiter gewesen und wisse daher, wie schwer die Lage für sie sei. „Ich darf das Wohlergehen meiner Beschäftigten nicht außer Acht lassen“, erklärte er, „deshalb haben wir Wohnheime gebaut. Einige meiner Angestellten leben hier mit ihren Familien, auch mit Kindern.“ – „Kein Wunder, dass die Fabrik so erfolgreich ist“, erwiderte ich.
Wir waren damit beschäftigt, Shan zu retten, und kamen gut voran. Am dritten Tag aßen wir mit Gang zu Mittag, als ich bemerkte, dass er besorgt aussah. „Sie wirken gestresst. Was ist los?“, fragte ich.
Er zögerte, erzählte dann aber von seinen Schwierigkeiten. Die Polizei hätte ihn an diesem Nachmittag aufgesucht und ihm mitgeteilt, dass seine Möbelfabrik gegen die örtlichen Bauvorschriften verstoße. Das Gebäude würde das Stadtbild verschandeln und so hätten die Beamten die Schließung und den Abriss der Fabrik angeordnet.
Ich hatte in der Vergangenheit von ähnlichen Fällen gehört und wusste, dass die Beamten nur auf Bestechung aus waren. Ich dachte, dies könnte ein Hinweis vom Meister sein, dass ich helfen sollte. „Haben Sie beim Bau der Fabrik die Richtlinien und Verfahren eingehalten?“, fragte ich Gang. „Selbstverständlich“, antwortete er. „Ich habe alles mehrfach überprüft.“ – „Dann brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Ich bin überzeugt, Sie können das regeln“, entgegnete ich voll Zuversicht.
Als Gang mich ungläubig ansah, erklärte ich ihm, dass er gesegnet sei, weil er Falun-Dafa-Praktizierenden helfe. Ich riet ihm, vor dem Treffen mit den Beamten folgende Worte zu rezitieren: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Falls sie eine hohe Summe als Bestechungsgeld fordern würden, riet ich ihm, nicht darauf einzugehen, da sie sonst immer wiederkommen und die Fabrik finanziell ausplündern würden. Ein Essen oder ein kleines Geschenk hingegen sollten kein Problem darstellen, da dies seinen Respekt vor ihrer Autorität unterstreiche.
Dann schlug ich ihm einige Argumente für das Treffen vor. Erstens sei die Fabrik erst kürzlich gebaut worden und daher ein wichtiger Impuls für die lokale Wirtschaft. Zweitens dürfe die Fabrik nicht zur Schließung gezwungen werden, da er beim Bau gegen keine Richtlinien oder Vorschriften verstoßen habe. Sollten die Vorschriften nun geändert werden, könnten die Behörden zwar Verbesserungsvorschläge machen, die Fabrik selbst dürfe aber nicht abgerissen werden. Drittens würden bei einer Schließung der Fabrik etwa 100 Arbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Sie und ihre Familienangehörigen würden unter der unrechtmäßigen Schließung eines legalen Betriebs leiden und möglicherweise Unruhe stiften.
Gang war erleichtert, obwohl er noch nicht ganz überzeugt war. „Bitte folgen Sie diesen Vorschlägen und der Meister wird Ihnen helfen“, ermutigte ich ihn.
Er kam ein paar Stunden später zurück und berichtete: „Ich habe Ihren Rat befolgt und es hat funktioniert! Sie wollen nicht mehr, dass ich die Fabrik schließe. Mein Geschäft ist gerettet. Vielen Dank!“
„Wäre es mein eigenes Geschäft gewesen, hätte ich genauso gehandelt. Bitte danken Sie Meister Li, nicht mir“, sagte ich. Gang nickte und lächelte. Dann erklärte ich, die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) agiere mit Brutalität und Lügen und ignoriere moralische Werte. Daher reiße sie die Gesellschaft in den Abgrund. Die Verfolgung von Falun Dafa und seinen Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht habe die Lage in China weiter verschlimmert. Infolgedessen würden Beamte willkürlich die Bürger unterdrücken und nach Möglichkeiten suchen, von ihnen Geld zu erpressen. Ein Unternehmen in China zu führen, sei schwierig, besonders für Kleinunternehmer wie Gang. Doch weil er Dafa vertraute und die Praktizierenden und seine Angestellten gut behandelte, würde er gesegnet sein. „Diese Beamten sind auch Menschen – sie wurden nur von der Ideologie der KPCh korrumpiert“, fuhr ich fort. „Wenn wir ihnen die Dinge so erklären, dass sie sie akzeptieren können, und ihnen helfen, die Vor- und Nachteile zu verstehen, werden sie erkennen, welcher Weg sinnvoller ist.“
Gang bedankte sich erneut und meinte, er habe Glück, Falun Dafa zu kennen. Sonst hätte er diese schwierige Situation vielleicht nicht lösen können.