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Den Haag: Aktivitäten im Gedenken an den wegweisenden „25. April-Appell“

1. Mai 2026 |   Von Minghui-Korrespondenten in den Niederlanden

(Minghui.org) Zhen, damals eine junge Lehrerin Anfang zwanzig, befand sich am 25. April 1999 gemeinsam mit ihrer Familie in einem Zug nach Peking. Gegen 18 Uhr war der Zug überfüllt, dennoch herrschte Stille: Einige lasen mit gesenktem Kopf, andere trugen Militäruniformen.

Da fiel Zhen plötzlich ein, dass sie keinen Urlaub beantragt hatte und am nächsten Tag arbeiten musste. Deshalb lieh sie sich ein Handy, das damals selten und sehr teuer war, um zu Hause anzurufen und Urlaub zu beantragen. Der Besitzer des Handys hatte ein Geschäft in Shenzhen. Er erzählte Zhen, dass er Falun Gong praktiziere und auf dem Weg nach Peking sei, um dort zu appellieren.

Zhen, die damals bereits seit drei Jahren Falun Gong praktizierte, meinte, dass an diesem Abend im Zug fast alle Fahrgäste ebenfalls Falun Gong praktizieren würden. Viele Menschen hatten von der unrechtmäßigen Verhaftung von 45 Falun-Gong-Praktizierenden in Tianjin gehört und wollten nach Peking reisen, um sich für deren Freilassung einzusetzen.

Am 25. April 1999 versammelten sich über 10.000 Falun-Gong-Praktizierende aus dem ganzen Land vor dem Nationalen Beschwerdebüro in Peking, um der Regierung die Fakten ihrer Praxis darzulegen. Sie forderten drei Dinge: die Freilassung der in Tianjin verhafteten Praktizierenden, die Zulassung der Veröffentlichung des Zhuan Falun und ein legales Umfeld für das Praktizieren von Falun Gong. Ministerpräsident Zhu Rongji traf sich daraufhin mit Vertretern der Praktizierenden und stimmte den Forderungen zu. Daraufhin zerstreuten sich die Praktizierenden stillschweigend.

Die Kundgebung vom 25. April setzte ein Zeichen für den Dialog zwischen dem chinesischen Regime und der Bevölkerung. Sie zeigte der Welt auch das Wesen der Falun-Gong-Praktizierenden, die nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben. Seit 1999 gedenken Praktizierende weltweit dieses wichtigen Tages, um die Widerstandskraft und die Güte der damaligen Verfolgungsopfer in China zu würdigen.

In den Niederlanden fanden auch dieses Jahr Veranstaltungen vor der chinesischen Botschaft in Den Haag sowie in der Nähe des niederländischen Parlaments statt, um an den 27. Jahrestag des Pekinger Appells zu erinnern, und zwar am 23. April 2026. Bei den Aktivitäten forderten die Praktizierenden ein Ende der Verfolgung.

Falun-Gong-Praktizierende in den Niederlanden stehen am 23. April 2026 vor der chinesischen Botschaft in Den Haag und fordern ein Ende der Verfolgung

Teilnehmer der Pekinger Appellaktion: Ein unvergessliches Erlebnis

Chen, die in den Niederlanden lebt, arbeitete 1999 in Peking. Kurz nachdem sie mit Falun Gong begonnen hatte, erfuhr sie von der Verhaftung Dutzender Praktizierender in Tianjin. Viele wollten nach Peking reisen, um Berufung einzulegen. Sie ging allein zum Nationalen Berufungsbüro. Dort sah sie zahlreiche Praktizierende aus dem ganzen Land, die beidseitig der Straße standen. Sie waren ruhig und friedlich. Es war bereits Frühsommer in Peking, doch sie empfand an diesem Tag keine Hitze, sondern fühlte sich sehr wohl.

Zhen lebt ebenfalls in den Niederlanden. Sie schaffte es nicht bis nach Peking zum Appell am 25. April, denn als der Zug, in dem sie saß, im Bahnhof Gongzhuling in der Provinz Jilin einfuhr, hatte sich bereits die Nachricht verbreitet, dass der Premierminister den Forderungen der Falun-Gong-Praktizierenden zugestimmt hatte. Zhen stieg aus und kehrte mit dem nächsten Zug nach Changchun zurück. Sie sagte, sie werde diese Erfahrung nie vergessen. Obwohl sie nicht persönlich zum Büro in Peking ging, um für ihren Glauben einzutreten, sah sie so viele Praktizierende in diesem Zug. Alle wollten einfach nur Gutes tun und für eine gemeinsame Sache nach Peking fahren. Sie war stolz, eine von ihnen zu sein. Sie sah, wie populär Falun Gong war und welche positiven Veränderungen es in China bewirkte.

Vorsitzende des niederländischen Falun Dafa Vereins: Stoppt die Verfolgung von Falun Gong, stoppt die transnationale Repression!

Bei der Kundgebung erinnerte KaYan Wong, die Vorsitzende des niederländischen Falun Dafa Vereins, an den 25. April 1999. Sie erzählte von dem Appell von über 10.000 Praktizierenden, die ein legales Umfeld für ihre spirituelle Praxis forderten.

Angesichts der anhaltenden Verfolgung und transnationalen Repression durch die KPCh betont sie, dass die Falun-Gong-Praktizierenden in den Niederlanden – wie Praktizierende weltweit – an diesem Tag und weiterhin friedlich und rational gegen die Verfolgung protestieren.

Sie appellierte an die chinesischen Beamten, nicht dem Regime zu folgen und Falun Gong zu verfolgen, sondern die staatlich angeordnete Zwangsorganentnahme zu beenden und die transnationale Repression einzustellen.

KaYan Wong, Vorsitzende des niederländischen Falun Dafa Vereins, spricht bei der Kundgebung

Passanten wollen Falun Gong lernen

Eline van Wouwe sah die Praktizierenden bei ihren Übungen, als sie an der chinesischen Botschaft vorbeikam. Sie gab an: „Ich habe zum ersten Mal von Falun Gong gehört. Und ich habe auch nicht gewusst, wie sehr Sie sich für das Recht auf das Praktizieren eingesetzt haben. Danke, dass Sie hier sind. Ich habe die Petition unterschrieben, um meine Unterstützung zu zeigen, und ich überlege, ob ich nicht auch mit Ihnen üben sollte.“

Hugo Makkink, ein Surflehrer, hatte Zeit mit Schülern verbracht, die Touristen aus China waren. Er erfuhr von der Folter und dem psychischen Druck, den die Praktizierenden aufgrund ihres Glaubens ertragen mussten, und unterschrieb sofort die Petition. Als er die Praktizierenden meditieren sah, sagte er: „Das ist außergewöhnlich! Ich habe letzte Nacht geträumt, ich würde meditieren, und heute treffe ich euch!“ Er fragte, wo er einen Übungsort finden könne, und sagte, er wolle die Übungen lernen.

Sensibilisierung für die Verfolgung

Am Nachmittag des 23. April stellten Praktizierende Informationstafeln auf und machten die Übungen auf dem Bezuidenhoutseweg in der Nähe der provisorischen Büros des Repräsentantenhauses und des Hauptbahnhofs Den Haag, um die Bevölkerung über die anhaltende Verfolgung in China zu informieren.

Die Praktizierenden stellen am 23. April in der Nähe des Hauptbahnhofs von Den Haag, der sich in der Nähe des Repräsentantenhauses (De tweede Kamer) befindet, Schautafeln auf und führen die Falun-Gong-Übungen vor

Interessierte bleiben stehen, um mehr über Falun Gong zu erfahren

Praktizierende verteilen Flugblätter an Passanten und bitten sie, die Petition zu unterzeichnen, die ein Ende der Menschenrechtsverletzungen in China fordert

Die riesigen Transparente der Praktizierenden am Bezuidenhoutseweg erregen die Aufmerksamkeit der Passanten

Olievier Beler, der in Leiden lebt und Informationswissenschaften studiert, arbeitet nebenbei in Den Haag. Er meinte, die Übungen seien eine hervorragende Möglichkeit, sich fit zu halten, als er die Praktizierenden bei der Vorführung beobachtete. Die Unterdrückung durch die KPCh sei entsetzlich. „Und doch geht das bis heute so weiter“, stellte er fest. Er sei den Praktizierenden dankbar, dass sie ihn über die Verfolgung informiert hätten, und habe Fotos von den Plakaten gemacht. Er wolle die Praktizierenden dabei unterstützen, ihre Botschaft zu verbreiten und mehr Menschen auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.

Asi, die aus dem Iran stammt, erklärte: „Ich spürte eine reine Energie, als ich euch sah, ganz ruhig. Diese Praxis sollte gut für die Gesundheit sein. Die KPCh sollte euch nicht unterdrücken. Es ist euer Recht, die Übungen zu machen.“

Bezüglich der Verfolgung durch die KPCh folgerte sie: „Sie verlieren die Herzen der Menschen, ignorieren deren wahre Bedürfnisse und zwingen sie zum Gehorsam. Falun Gong kann so viele Menschen vereinen. Die Kraft des Glaubens ängstigt die KPCh, deshalb setzt sie alles daran, Falun Gong zu verfolgen.“

Sie ermutigte die Praktizierenden, ihre Bemühungen zur Aufklärung über die Verfolgung fortzusetzen und wünschte ihnen viel Erfolg.

Passanten unterzeichnen die Petition, um ein Ende der Verfolgung von Falun Gong zu fordern