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Kanadisches Außenministerium untersucht die gegen Shen Yun gerichtete Bedrohung

16. Mai 2026 |   Von Minghui-Korrespondentin Ying Zi

(Minghui.org) Als Reaktion auf jüngste Störungen gegen Shen Yun Performing Arts veröffentlichte das kanadische Außenministerium (Global Affairs Canada) am 8. Mai eine Stellungnahme. „Global Affairs Canada hat Kenntnis von den äußerst beunruhigenden Drohungen mit Bombenanschlägen und Massenschießereien, die sich gegen die Tanzaufführungen von Shen Yun in ganz Kanada richteten“, hieß es in der Antwort. Infolgedessen haben Beamte des Ministeriums Kontakt zur Royal Canadian Mounted Police und zum Ministerium für öffentliche Sicherheit aufgenommen. Eine Untersuchung wurde bereits eingeleitet.

„Kanada wird Akte ausländischer Einmischung oder transnationaler Repression gegen seine Bürger oder gegen Personen, die sich in Kanada aufhalten, niemals dulden“, heißt es weiter in der Stellungnahme. Tatsächlich hat Kanada die Bekämpfung transnationaler Repression zur Priorität erklärt, „um das Bewusstsein für diese bösartigen Taktiken zu schärfen und eine koordinierte internationale Reaktion voranzutreiben“.

Diese Erklärung wurde von Rob Oliphant, dem Parlamentarischen Staatssekretär der kanadischen Außenministerin Anita Anand, in deren Namen unterzeichnet. Sie dient als offizielle Antwort auf eine Petition, die im vergangenen März von der konservativen Abgeordneten Kelly DeRidder im Parlament eingereicht worden war.

In der Petition wurde darauf hingewiesen, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Falun Gong seit 26 Jahren mit schweren Menschenrechtsverletzungen unterdrückt. „In Kanada waren und sind Falun-Gong-Praktizierende transnationaler Repression und ausländischer Einmischung durch die KPCh ausgesetzt wie Schikanen, Überwachung, Einschüchterung, Desinformation und anderen Formen der Sabotage“, hieß es in der Petition. „Zu den jüngsten Vorfällen zählen Drohungen mit Bombenanschlägen und Schießereien, die sich gegen Shen Yun richteten – eine Darbietung klassischen chinesischen Tanzes und klassischer Musik, die weltweit von der Falun-Gong-Gemeinschaft präsentiert wird und China in der Zeit vor dem Kommunismus zeigt.“

Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten transnationale Repression bereits als ernsthafte Bedrohung für Grundrechte und Freiheiten, die nationale Sicherheit sowie die staatliche Souveränität verurteilt. Die Petition fordert die kanadische Regierung daher eindringlich auf, „stärkere Maßnahmen zu ergreifen, um die Falun-Gong-Gemeinschaft, die Ziel ausländischer Repression ist, zu schützen“.

Global Affairs Canada ist eines der zentralen Ministerien der kanadischen Bundesregierung und für die Außenbeziehungen Kanadas zuständig – einschließlich Außenpolitik, internationalen Handels, konsularischer Dienste, internationaler Entwicklung und humanitärer Hilfe. Es untersteht direkt dem kanadischen Kabinettssystem; an seiner Spitze steht der Außenminister.

Stellungnahme von „Global Affairs Canada“ (GAC) zu den Störversuchen gegen Shen Yun in Kanada. (Screenshot der GAC-Website)

Bombendrohungen

Nachdem Shen Yun am 28. März seine Tournee in Toronto begonnen hatte, wurde die dritte geplante Aufführung – ursprünglich angesetzt für den 29. März im Four Seasons Centre for the Performing Arts – vom Veranstaltungsort abgesagt, nachdem dieser per E-Mail eine Bombendrohung von einem chinesischen Absenderkonto erhalten hatte.

Obwohl der Torontoer Polizeidienst den Vorfall untersuchte und bestätigte, dass die Drohung haltlos war, entschied sich das Theater dennoch, die verbleibenden fünf Aufführungen, die bis zum 5. April angesetzt waren, abzusagen. Nach beharrlichen Bemühungen des lokalen Veranstalters von Shen Yun erklärte sich das Theater bereit, die Aufführungen auf Ende Juni zu verlegen.

Bombendrohungen, die per E-Mail vom selben Absenderkonto verschickt wurden, richteten sich auch gegen das Theater, in dem die Shen-Yun-Aufführungen in Vancouver angesetzt waren. Nachdem das Polizeikommissariat von Vancouver bestätigt hatte, dass die Drohungen nicht glaubwürdig waren, entschied sich das Queen Elizabeth Theatre in Vancouver, die geplanten Aufführungen vom 8. bis 12. April wie vorgesehen durchzuführen.

Kanadisches Außenministerium: Keine Toleranz gegenüber ausländischer Einmischung

„Transnationale Repression – verstanden als Einsatz von Drohungen, Einschüchterung oder Zwang durch einen Staat oder dessen Stellvertreter gegen Einzelpersonen oder Gemeinschaften jenseits seiner Grenzen, um politische Opposition im Ausland unter Druck zu setzen und letztlich zum Schweigen zu bringen – wird häufig gegen Gruppen wie Falun-Gong-Praktizierende angewandt“, hieß es in der Stellungnahme des kanadischen Außenministeriums.

Während des G7-Gipfels im Juni 2025 in Kananaskis gaben die Staats- und Regierungschefs eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre tiefe Besorgnis über Akte transnationaler Repression zum Ausdruck brachten, die von autoritären Staaten oder deren Stellvertretern begangen werden. „Im Rahmen seiner Verpflichtung zur Bekämpfung transnationaler Repression setzt sich Kanada weiterhin für schutzbedürftige Gemeinschaften – einschließlich der Falun-Gong-Praktizierenden – ein, unterstützt und schützt diese, um die kanadische Souveränität zu verteidigen und die Universalität der Menschenrechte, einschließlich der Religions- und Weltanschauungsfreiheit, zu wahren“, erläuterte das Außenministerium in seiner Stellungnahme.

So berief sich Kanada beispielsweise im Dezember 2024 auf das Gesetz über besondere Wirtschaftsmaßnahmen (das „Special Economic Measures Act“), und verhängte Sanktionen gegen acht amtierende und ehemalige Funktionäre der Volksrepublik China. Das geschah aufgrund deren Beteiligung an schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen, darunter auch solche, die gegen Falun-Gong-Praktizierende begangen wurden.

„Zuletzt, im Januar 2026, sprach die Außenministerin die Menschenrechtslage in China direkt bei ihrem chinesischen Amtskollegen an“, hieß es dazu in der Stellungnahme.

„Die kanadische Regierung teilt die Besorgnis aller Parlamentarier hinsichtlich jener Menschenrechtsverletzungen, die die Religions- und Weltanschauungsfreiheit einschränken ... Kanada wird stets das Recht der Kanadier unterstützen, sich frei und friedlich zu äußern, und arbeitet weiterhin auf internationaler Ebene – unter anderem bei den Vereinten Nationen –, um sicherzustellen, dass diese universellen Rechte überall geschützt werden“, schloss die Stellungnahme von Global Affairs Canada.

Ausweisung der an transnationaler Repression beteiligten KPCh-Funktionäre

Joel Chipkar, Sprecher des Falun Dafa Vereins in Kanada, hat die kanadischen Regierungsvertreter dazu aufgefordert, die transnationale Repression der KPCh gegen Shen Yun und Falun Gong in Kanada öffentlich zu verurteilen sowie die für die Einmischungsversuche in Vancouver verantwortlichen Beamten des chinesischen Konsulats zur „Persona non grata“ zu erklären und auszuweisen.

19 kanadische Abgeordnete aller Parteien versammelten sich am 5. Mai auf dem Parliament Hill in Ottawa, um den Welt-Falun-Dafa-Tag zu begehen. Der konservative Abgeordnete James Bezan erklärte, die an den Einmischungsversuchen beteiligten Beamten des chinesischen Konsulats müssten aus Kanada ausgewiesen werden, da sie ausländische Einschüchterung und transnationale Repression betrieben hätten.

„Dies stellt einen Amtsmissbrauch dar – ebenso wie einen Missbrauch der Befugnisse, die ihnen als Diplomaten eingeräumt wurden“, merkte er an. „Wir müssen sicherstellen, dass sie alle für diese Verbrechen, die sie an der Bevölkerung Kanadas begangen haben, zur Rechenschaft gezogen werden.“

Der konservative Abgeordnete Dan Muys betonte, Kanada könne Einmischungsakte – wie etwa die Bombendrohungen, die zunächst zur Absage von Shen-Yun-Aufführungen in Toronto geführt hatten – nicht dulden. „Es ist eine fantastische Nachricht, dass die Aufführung nun doch nach Toronto zurückkommt. Ich hoffe sehr, dass ich Ende Juni in Toronto dabei sein kann, um diese Vorstellung gemeinsam mit Ihnen zu erleben – denn das müssen wir unbedingt feiern“, fügte er hinzu.

Auch die konservative Abgeordnete und stellvertretende Parteivorsitzende Melissa Lantsman bekräftigte, dass Kanada derartige Akte transnationaler Repression nicht hinnehmen werde. Keine ausländische Regierung, keine ausländische Botschaft und kein ausländischer Botschafter könne Kanada vorschreiben, wie es seine Angelegenheiten zu regeln habe, erklärte sie.