(Minghui.org) Ein ehemaliger Lehrer aus dem Kreis Yinan in der Provinz Shandong wurde zu einem Jahr Haft verurteilt, weil er einem Freund über WeChat (eine Social-Media-Plattform) die Nachricht „Falun Dafa ist gut“ gesendet hatte.
Falun Dafa, auch bekannt als Falun Gong, wird in China seit Juli 1999 verfolgt. Pang Zhihua, etwa 50 Jahre alt, wurde im Oktober 2025 verhaftet, nachdem die Internetpolizei im Kreis Yinan seine WeChat-Nachricht entdeckt hatte. Beamte der Staatssicherheit des Kreises Yinan und der Polizeistation der Gemeinde Shuanghou waren für seine Verhaftung verantwortlich. Sie brachten ihn in das Untersuchungsgefängnis des Kreises Yinan und verhörten ihn unter Anwendung von Folter.
Pangs Familie wurde weder über seine Anklage noch über seinen Prozess informiert. Erst vor Kurzem erfuhren sie von seiner heimlich verhängten Haftstrafe wegen „Nutzung einer Sektenorganisation zur Untergrabung des Gesetzesvollzugs“. Üblicherweise nutzt das chinesische kommunistische Regime diesen Vorwand, um Falun-Dafa-Praktizierende zu konstruierten Anklagen zu verurteilen.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Pang wegen des Praktizierens von Falun Dafa ins Visier genommen wurde. Kurz nach Beginn der Verfolgung im Juli 1999 bestieg er einen Zug nach Peking, wurde jedoch von den örtlichen Beamten Yu Houping und Gao Hongbin abgefangen. Sie brachten ihn in eine Gehirnwäsche-Einrichtung und lieferten ihn noch in derselben Nacht an die Polizeistation der Gemeinde Shuanghou aus. Dort hielten sie ihn in einem Käfig gefangen und zwangen ihn, eine Verzichterklärung zu unterschreiben, in der er versprach, sich künftig nicht mehr für Falun Dafa einzusetzen. Tage später wurde er freigelassen.
Im Frühjahr 2000 gelang es Pang, nach Peking zu reisen; dort wurde er jedoch verhaftet. Er wurde zurückgebracht und über einen Monat lang im Untersuchungsgefängnis des Kreises Yinan festgehalten. Die Polizei erpresste 3.000 Yuan (etwa 360 Euro) von seiner Familie, bevor sie ihn freiließ. Sein Arbeitgeber, die Grundschule Suozhuang, kündigte ihm das Arbeitsverhältnis – obwohl er ein beliebter Lehrer war. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, verrichtete er fortan Gelegenheitsarbeiten.
Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking wurde Pang am 27. Mai jenes Jahres erneut verhaftet, da er als „Zielperson“ eingestuft worden war. Die Polizei beschlagnahmte seine Falun-Dafa-Bücher, Audioaufnahmen der Falun-Dafa-Lehre, einige Informationsmaterialien, eine Satellitenschüssel, einen MP3-Player sowie zwei Mobiltelefone.
Pang wurde zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Nach seiner Freilassung war er ständigen Schikanen durch die Polizei ausgesetzt. Er musste fernab von zu Hause leben und seinen Aufenthaltsort wiederholt wechseln, um einer Verhaftung zu entgehen.
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