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Warum es wichtig ist, nach innen zu schauen

18. Mai 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Als ich 1996 begann, Falun Dafa zu praktizieren, wusste ich nur, dass Falun Dafa gut ist und dass ich bis zum Ende an der Kultivierung festhalten sollte, damit ich mit dem Meister nach Hause gehen konnte. Der einfache Satz „ein guter Mensch sein“ ist in Wirklichkeit gar nicht so leicht umzusetzen. Als ich mit dem Praktizieren begann, hatte ich viele menschliche Anschauungen, darunter den Atheismus, die Evolutionstheorie und verschiedene moderne, verzerrte Vorstellungen.

Durch das Lernen des Fa ließ ich nach und nach viele Anschauungen los, doch mein Verständnis von Kultivierung beruhte weiterhin auf einer menschlichen Betrachtungsweise. Ich strebte nach einem persönlichen Vorteil und verstand die wahre Bedeutung der Kultivierung nicht. Infolgedessen scheiterte ich oft, wenn ich auf große Schwierigkeiten oder schwere Prüfungen stieß. Immer wieder stolperte ich, doch jedes Mal stand ich wieder auf. Der Meister gab mich nicht auf, und das Fa erweckte meine wahre Natur. Jetzt verstehe ich, dass es in der Kultivierung keine Abkürzungen gibt. Nur durch aufrichtige und fleißige Kultivierung kann man den Weg nach Hause finden.

Ich möchte euch von meinen Kultivierungserfahrungen berichten.

Schwierigkeiten zu durchstehen und Karma zu beseitigen, sind wahre Segen. Der Meister erwartet von mir, dass ich die Dinge mit aufrichtigen Gedanken angehe. Ich habe erkannt: Immer wenn ich auf eine Prüfung stoße, nimmt die Situation ganz natürlich eine positive Wendung, sobald ich innehalte und darüber nachdenke, welche Anhaftungen ich loslassen sollte.

Vor einem Jahr erlebte meine Mutter, eine Dafa-Praktizierende, eine schwere karmische Prüfung durch Krankheit und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. In der Situation blieb ich bei ihr, um mich um sie zu kümmern, was uns die Gelegenheit gab, gemeinsam das Fa auswendig zu lernen. Mein älterer Bruder und meine ältere Schwester halfen ebenfalls abwechselnd mit. Allerdings richteten sie ihre ganze Frustration und ihren Ärger gegen mich. Egal, was ich tat, es war nie richtig. Deshalb erinnerte ich mich daran, dass ich Güte zeigen und nicht streiten oder Groll hegen sollte.

Eines Morgens, nachdem ich die Nachtschicht übernommen hatte, kam mein Bruder und geriet in Wut, nur weil ich das Telefon meiner Mutter vom Nachttisch an einen anderen Ort gelegt hatte. Obwohl ich wusste, dass ich sein Verhalten ertragen musste, fühlte ich mich innerlich unwohl. Am nächsten Tag kam meine Schwester und sprach das Thema der Medikamentengabe für meine Mutter an. Sie behauptete, ich hätte die Anweisungen des Arztes nicht befolgt, und entfachte erneut einen heftigen Streit.

Diese Kritik brachte mich zum Nachdenken: Warum geschah das und welcher Aspekt meines Charakters wurde hier geprüft? Mir wurde klar, dass ich stark emotional war. Zudem neigte ich zu Konkurrenzdenken, konnte Kritik nicht annehmen, sehnte mich nach Anerkennung, hegte Groll und Neid und neigte dazu, eine Abwehrhaltung einzunehmen und misstrauisch zu sein. Das Problem lag in mir. Bei einem derart unreinen Energiefeld um mich herum war es nur verständlich, dass sie sich unwohl fühlten. Daher begann ich, diese negativen Anhaftungen abzulegen. Die Situation verbesserte sich spürbar, obwohl ich noch immer einige Überreste davon spürte. Meine Beziehungen zu meinem Bruder und meiner Schwester blieben angespannt.

Nach der Entlassung meiner Mutter aus dem Krankenhaus zog sie zu meiner jüngeren Schwester. Wir vier Geschwister versammelten uns bei ihr zu einem gemeinsamen Essen. Mein älterer Bruder fing wieder an, an mir herumzukritisieren, eine Sache nach der anderen. Bei der dritten Beschwerde hatte ich das Gefühl, meine Grenze erreicht zu haben. All der Groll, den ich unterdrückt hatte, brach an die Oberfläche. Wir stritten uns, und ich war so aufgebracht, dass ich in Tränen ausbrach. Mein Bruder lächelte und sagte: „Ich helfe dir dabei, dich zu erhöhen.“ Durch seine Worte erkannte ich, dass ich im Unrecht war.

Als ich später über das Geschehene nachdachte, spürte ich, dass das unfreundliche Verhalten meines Bruders mir half, meine karmischen Schulden zu begleichen. Anstatt nach innen zu schauen, schaute ich nach außen. Schlimmer noch, ich ließ zu, dass sich in meinen Gedanken ein falsches Bild von ihm festsetzte. Ein wahrhaft gütiger Mensch würde die Dinge nicht so sehen. Ich war übervorsichtig gewesen, hatte Angst gehabt, ausgenutzt zu werden, und war stark an persönlichen Vorteilen interessiert gewesen. Sein Verhalten war ein Spiegelbild meines eigenen Verhaltens. Nachdem mir das klar geworden war, löste sich mein Groll auf. Mein Bruder hatte sich unbewusst so verhalten, um mir bei meiner Kultivierung zu helfen.

In dem Moment konnte ich mir meine Fehler eingestehen. Damals verstand ich nicht, was es bedeutet, an mir selbst zu arbeiten. Diese Erfahrung deckte meine Anhaftungen auf – ich benutzte Dafa als Mittel zur Erlangung weltlicher Vorteile. Das Verhalten meiner Geschwister war nicht absichtlich, doch ich schaffte es nicht, Schwierigkeiten und Drangsale als etwas Positives zu betrachten, und ich sah Konflikte nicht als Gelegenheit zur Erhöhung. Als Probleme auftraten, reagierte ich immer noch mit menschlichen Anschauungen statt mit aufrichtigen Gedanken. Stattdessen fühlte ich mich, als hätte ich die Menschen um mich herum im Stich gelassen. Wegen meiner Unzulänglichkeiten brachte ich sie in Schwierigkeiten. Sollte ich nicht den Menschen dankbar sein, die diese Schwierigkeiten verursachten, weil sie mich dazu ermutigten, mich gewissenhaft zu kultivieren, bedingungslos nach innen zu schauen und die Dinge ihren Lauf nehmen zu lassen

Im vergangenen Juni zog meine Mutter vom Haus meines älteren Bruders zurück zu meiner jüngeren Schwester. Während eines Gesprächs zwischen meiner jüngeren Schwester und mir fiel der Name meines Bruders. Sie wurde plötzlich wütend und brachte alte Beschwerden zur Sprache, wobei sie mit jedem Ereignis, an das sie sich erinnerte, wütender wurde. Zunächst hörte ich schweigend zu, fragte mich aber, wie ich ihr raten könnte, diesen tiefen Groll aufzulösen. Als ich wieder zu Hause war, dachte ich weiter über ihren Groll nach, und mir kam ein Gedanke: Sie stand mir nahe und das bedeutete, dass der Groll, den sie hegte, in meinem Raumfeld existieren musste – also war ich diejenige, die noch Groll hegte. Es war nicht ihr Problem, sondern meines. Ich musste tiefer nach innen schauen. Nur wenn ich mein Inneres in Ordnung brachte, konnte die äußere Umgebung friedlich werden. Ich beschloss, diese verdorbenen Substanzen vollständig zu beseitigen, einschließlich meiner Abwehrhaltung, meines Misstrauens und meines Grolls.

Als ich am nächsten Tag meine jüngere Schwester erneut besuchte, wirkte sie wie ein völlig anderer Mensch. Sie ermutigte mich sogar, keinen Groll zu hegen und mich auf die guten Seiten anderer zu konzentrieren, und sagte, dass unser Bruder viele Schwierigkeiten ertragen habe. Da war ich erleichtert und froh. Indem ich mich selbst berichtigte, berichtigten sich auch die Menschen um mich herum. Meine jüngere Schwester ergriff sogar die Initiative, gemeinsam mit meiner Mutter das Fa zu lernen. Sie begann wirklich zu praktizieren. Dies bewegte mich zutiefst. Mir wurde klar, dass meine unzureichende Kultivierung sie daran gehindert hatte, das Fa zu erhalten. Kultivierung ist wahrlich tiefgründig und wundervoll.

Ermutigt schaute ich weiterhin nach innen und fand mehrere Anhaftungen. Nachdem ich zweimal verfolgt worden war, hatte ich immer noch Angst. Beide Fälle der Verfolgung standen in direktem Zusammenhang mit meiner Angst. In meiner Situation hing ich immer noch emotional an meinem Mann und konnte deshalb das Fa zu Hause nicht in Ruhe lernen. Was die Krankheit meiner Mutter betraf, klammerte ich mich an die Überzeugungen der modernen Medizin und versuchte, ihr Problem mit gewöhnlichen menschlichen Methoden zu lösen. Außerdem hatte ich weiterhin atheistische Gedanken und war von der Evolutionstheorie beeinflusst, was mich daran hinderte, volles Vertrauen in das Fa zu setzen. Tatsächlich ist jede Prüfung ein Prozess der Beseitigung von Karma, daher ist sie etwas Gutes. Ich habe den Meister und das Fa, daher brauche ich keine Angst haben. Ursprünglich stamme ich aus dem heiligen Kosmos, doch die alten Mächte haben mir diese verdorbenen Substanzen aufgebürdet. Als Praktizierende sollte ich nur dem Arrangement des Meisters folgen. Ich sollte jedem mit Güte begegnen und mich darauf konzentrieren, ihnen die Gelegenheit zur Erlösung zu bringen.

Ich bin entschlossen, das Fa fleißig zu lernen und mich ihm wirklich anzugleichen, mich gut zu kultivieren, alles Unaufrichtige zu berichtigen, die drei Dinge – das Fa zu lernen, aufrichtige Gedanken auszusenden und die wahren Umstände zu erklären – gewissenhaft zu tun und meine feierlichen Gelübde einzulösen.“

Ich bin dem Meister zutiefst dankbar!


Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch