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Falun-Dafa-Praktizierender aus Liaoning saß wegen seines Glaubens vier Jahre im Gefängnis

19. Mai 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Liaoning

(Minghui.org) Ein Bewohner des Kreises Kangping, Provinz Liaoning, wurde am 11. Februar 2026 nach Ablauf einer vierjährigen Haftstrafe freigelassen. Seine Familie durfte ihn während seiner Inhaftierung kein einziges Mal besuchen.

Chen Yuchun war am 17. Mai 2021 festgenommen worden, als er zwei Freunde besuchte, die Falun Dafa praktizieren. Da er ebenfalls Falun Dafa praktiziert, durchsuchte die Polizei seine Wohnung. Da sie keine Materialien in Bezug auf Falun Dafa fanden, ließen sie ihn noch am selben Tag frei.

Am 12. Februar 2022 gegen 3 Uhr wurde Chen erneut festgenommen, als er in einer Nachbarschaft Informationsmaterialien über Falun Dafa an Fahrzeugen anbrachte. Fünf Beamte der Staatssicherheitsabteilung des Landkreises Kangping stießen ihn mit dem Gesicht nach unten zu Boden, drehten ihm gewaltsam die Arme auf den Rücken und legten ihm Handschellen an. Er hatte so starke Schmerzen, dass er stark schwitzte.

Die Beamten durchsuchten Chens Wagen und fuhren anschließend zu ihm nach Hause. Während sie seine Wohnung durchsuchten, filmten sie den gesamten Vorgang. Seine ältere Tochter zitterte vor Angst und brachte kein Wort heraus.

Die Beamten beschlagnahmten Chens Computer, Drucker, Laminiergerät, DVDs, Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien.

Chen blieb die ganze Nacht mit Handschellen an das Treppengeländer gefesselt und konnte weder aufrecht stehen noch in die Hocke gehen oder sich hinlegen.

Am 24. Februar 2022 stellte die Staatsanwaltschaft des Bezirks Liaozhong in der Stadt Shenyang (die für den Kreis Kangping zuständig ist) einen formellen Haftbefehl gegen ihn aus und erhob Anklage gegen ihn.

Während seiner Haft verlor Chen fast 15 Kilogramm an Gewicht. Er hatte Schüttelfrost und Schmerzen am ganzen Körper. Er verlor auch sein Augenlicht. Die Wärter brachten ihn ins Kreiskrankenhaus von Kangping, aber die Ärzte dort konnten nicht feststellen, was mit ihm los war.

Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit hielt das Bezirksgericht Liaozhong eine virtuelle Anhörung ab. Chens Anwalt und Chens jüngere Tochter plädierten auf nichtschuldig und forderten Freispruch. Dennoch verurteilte das Gericht ihn zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro).

Nach der unrechtmäßigen Verurteilung wurde Chen in das Gefängnis der Stadt Shenyang eingeliefert und in die Gefängnisklinik verlegt. Drei Tage später fiel er plötzlich ins Koma. Als er wieder zu sich kam, war er an Schläuche angeschlossen. Die Ärzte teilten ihm mit, dass er einen Schlaganfall erlitten und man bei ihm Diabetes diagnostiziert hatte.

Trotz seines kritischen Zustands wurde Chen in das Gefängnis Jinzhou verlegt, wo er schwere körperliche Arbeit verrichten musste. Die Gefängniswärter erlaubten ihm manchmal nicht, die Toilette zu benutzen oder warm zu duschen. Sein rechter Zeigefinger schmerzt bis heute und ist aufgrund der langjährigen schweren körperlichen Arbeit steif.

Während seiner Haft stand Chen unter strenger Überwachung. Er durfte keine Dinge des täglichen Bedarfs kaufen und keine Familienbesuche empfangen. Seine Angehörigen wurden jedes Mal weggeschickt, wenn sie ihn im Gefängnis besuchen wollten. Er durfte sie auch nicht anrufen.

Frühere Berichte:

Neun Verhaftungen innerhalb von zwei Tagen, vier Personen noch in Haft (Provinz Liaoning)

All 17 Detained Kangping Practitioners Released

Several Practitioners in Kangping County Arrested, Brainwashed, and Beaten

Mehrere Praktizierende aus dem Bezirk Kangping, Provinz Liaoning, wurden rechtswidrig festgenommen

Persecution of Falun Gong Practitioners in Kangping County, Liaoning Province