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Chongqing: Polizei beauftragt Schlüsseldienst und bricht in Wohnung einer 77-jährigen Witwe ein

19. Mai 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Chongqing, China

(Minghui.org) Im Februar und April 2026 drangen Polizeibeamte in Chongqing in die Wohnung einer 77-jährigen Frau ein und durchsuchten ihre Räumlichkeiten. Der Grund: Sie praktiziert Falun Dafa.

Chen Hua, Leiter der Polizeistation Chenjiaqiao, Yu Qiao, ein Gemeindepolizist, zwei Polizeibeamte von unbekannter Identität, Xie Shaoqing, Leiter des Gemeindekomitees sowie die Beamten Wang Cui und Yi Ping des Gemeindekomitees, hämmerten am Mittag des 28. Februar 2026 an Xu Mingjins Wohnungstür. Sie riefen ihren Namen und forderten sie auf, ihnen zu öffnen.

Xu fragte, was sie wollten, und weigerte sich, sie hereinzulassen. Die Beamten beschuldigten sie, in einen Betrugsfall verwickelt zu sein, und behaupteten, eine Vorladung zu haben.

Als Xu verlangte, das Dokument zu sehen, zeigten sie ihr ein Blatt Papier, das mit einem Stempel versehen, aber ohne Unterschrift war. Laut Gesetz sind solche Dokumente ohne die Unterschrift des Polizeichefs ungültig. Sie erklärte, dass ihr kein Betrugsfall bekannt sei und sie ihnen nicht öffnen werde.

Daraufhin riefen die Beamten einen Schlüsseldienst, brachen die Tür auf und stürmten in die Wohnung. Zwei von ihnen zerrten Xu hinaus, während die anderen über eine Stunde lang ihre Räumlichkeiten durchsuchten. Sie beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, ein Foto des Begründers von Falun Dafa und andere persönliche Gegenstände.

Danach brachten sie Xu zur Polizeidienststelle des Bezirks Shapingba. Dort befragten sie die Praktizierende zu ihrem Besuch in der Stadt Zouma, wo sich das Frauengefängnis von Chongqing befindet. Xu antwortete nicht. Daraufhin erkundigten sich die Beamten nach den Vorteilen des Praktizierens von Falun Dafa. Xu erklärte, dass Falun Dafa die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht lehre und sie sich nach diesen Prinzipien richte, um ein besserer Mensch zu sein.

Sie verlangte Auskunft über die Namen der Beamten, die sie verhört hatten, doch diese weigerten sich, sie ihr zu nennen. Nach 22 Uhr wurde sie freigelassen.

Als Xu ihre Wohnung betrat, fand sie ein komplettes Chaos vor: Ihre Kleider und persönlichen Gegenstände lagen verstreut auf dem Boden und die Haustür war aufgebrochen und ließ sich nicht mehr vollständig schließen. Sie musste tags darauf einen Reparaturdienst beauftragen.

Neun Tage später, am 9. März 2026, schikanierten die Gemeindepolizisten Yu Qiao und Zhu Gang die betagte Praktizierende erneut.

Am 1. April 2026 standen Polizeichef Chen Hua und sein Assistent Li Xiaogang vor Xus Wohnungstür. Sie forderten sie auf, mit ihnen zur Polizeistation zu kommen, und ihre Habseligkeiten abzuholen. Sie weigerte sich und bat sie, ihr die Sachen zu schicken. Daraufhin beauftragten die beiden Beamten abermals einen Schlüsseldienst, drangen in Xus Wohnung ein, nahmen sie fest und brachten sie zur Polizeistation.

Während Xu versuchte, der Polizei die Rechtswidrigkeit der Verfolgung klarzustellen, fälschten diese ihre Verhörprotokolle und befahlen ihr, sie zu unterschreiben. Stattdessen schrieb sie, dass die Beamten gegen das rechtmäßige Verfahren verstoßen hätten, indem sie in ihren Privatbereich eingedrungen seien. Die Beamten nahmen ihr daraufhin den Stift weg und verließen den Raum.

Kurz darauf kam der Beamte Li zurück und teilte Xu mit, dass eine Verwaltungshaft gegen sie verhängt worden sei, diese jedoch aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht vollstreckt werde. Dann legte er ein Blatt Papier vor sie hin und verlangte ihre Unterschrift, aber sie weigerte sich.

Die Beamten fotografierten Xu ohne ihr Einverständnis und nahmen ihre Fingerabdrücke und Blut ab. Sie wurde nach 17 Uhr freigelassen.

Der Einstieg in Falun Dafa

Xu, eine pensionierte Mitarbeiterin der Huxi-Elektromotorenfabrik in der Stadt Chenjiaqiao, begann im Mai 1999, Falun Dafa zu praktizieren. Davor hatte sie Beschwerden im Nacken, Magen und an der Leber sowie Knochenwucherungen im Lendenwirbelbereich und chronische Kopfschmerzen und war empfindlich gegen Kälte. Seit ihrem 20. Lebensjahr hatte sie alle möglichen Medikamente und Übungen ausprobiert, um ihre Gesundheit zu verbessern, doch nichts hatte geholfen. Kurz nachdem sie angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, wurde sie gesund, fühlte sich leicht und voller Energie. Durch das Studium der Falun-Dafa-Lehre verschwand ihre schlechte Laune, und ihre Beziehung zu ihrer Familie und ihren Nachbarn wurde harmonisch.

Frühere Verfolgung

Vor ihrer jüngsten Verfolgung hatte Xu bereits eine einjährige Haftstrafe in einem Zwangsarbeitslager abgeleistet, war in einer Gehirnwäsche-Einrichtung eingesperrt und mehrfach inhaftiert und schikaniert worden. Ihr Mann war psychisch so sehr gestresst, dass sich seine Herzkrankheit und sein Bluthochdruck verschlimmerten. Er starb im September 2013.

Ein Jahr Zwangsarbeitslager

Xu wurde im Mai 2009 verhaftet, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte, und zu einem Jahr Zwangsarbeitslager verurteilt.

Über drei Monate hinweg musste sie jeden Morgen um 6 Uhr aufstehen und durfte erst um 3:30 Uhr schlafen gehen. Sie war von 8 Uhr bis 18 Uhr in einem dunklen Raum eingesperrt, wo sie in der Hocke verharren musste. Eine Insassin wurde angewiesen, sie zu überwachen und dafür zu sorgen, dass sie weder aufstand noch sich hinsetzte. Manchmal konnte Xu nicht mehr in der Hocke bleiben und brach zusammen, woraufhin die Insassin sie schlug und beschimpfte. Durch das Hocken waren ihre Füße stark geschwollen, sodass sie größere Schuhe tragen musste. Nachdem sie nach dem Abendessen in ihre Zelle zurückgekehrt war, musste sie bis zur Schlafenszeit wieder in der Hocke verharren. Zwei Insassinnen beobachteten sie, während sie schlief, und weckten sie auf, wenn sie ihre Beine anwinkelte, da sie diese während des Schlafens gestreckt halten musste. Nach weniger als drei Stunden Schlaf musste Xu aufstehen, und die Tortur ging von vorne los.

Da Xu standhaft an ihrem Glauben festhielt, lehnte das Zwangsarbeitslager die Besuchsanträge der Angehörigen wiederholt ab. Ihr Mann ging mehrmals dorthin, als die Temperaturen bei über 40 °C lagen, und durfte sie schließlich einmal sehen. Als jedoch andere Familienmitglieder einen Besuch beantragten, erklärten die Wärter, sie würden diesen nur dann gewähren, wenn sie Xu überzeugen könnten, sich gegen Falun Dafa zu wenden.

Zusätzlich zur Hockfolter musste Xu unentgeltliche Arbeit verrichten, unter anderem Süßigkeiten verpacken. Im Sommer wurde sie manchmal gezwungen, unter der prallen Sonne zu stehen und erhielt zum Waschen ihrer Wäsche und zur Körperpflege nur eine Schüssel Wasser. Im Winter zwangen die Wärter sie, vor dem offenen Fenster zu sitzen, und ließen sie frieren. Außerdem wurde ihre Rente ein Jahr lang ausgesetzt.

Vier Wochen in einer Gehirnwäsche-Einrichtung

2011 stellten die Behörden in Chongqing eine Quote für die Festnahme einer bestimmten Anzahl von Falun-Dafa-Praktizierenden aus. Als Xu sich nach dem Einkaufen auf dem Weg nach Hause befand, wurde sie verhaftet und einen Monat lang in der Gehirnwäsche-Einrichtung Qianzhugou eingesperrt.

Dort wurde sie rund um die Uhr von zwei Mitarbeitern beobachtet. Sie befahlen ihr, Materialien anzusehen und zu lesen, die Falun Dafa diffamierten. Außerdem zwangen sie ihren Sohn und ihren Mann, bei ihr zu bleiben, und sie dazu zu bringen, Falun Dafa aufzugeben. Ansonsten drohe ihr eine Gefängnisstrafe, hieß es.

Die Mitarbeiter mischten auch unbekannte Medikamente unter ihr Essen. Ihr Blutdruck schwankte stark, und sie hatte jede Nacht Albträume und schwitzte stark. Sie litt unter ständiger Angst und war gestresst.

Schikaniert und inhaftiert

Am 19. August 2012 wurde Xu erneut festgenommen, als sie eine Praktizierende besuchte. Am darauffolgenden Tag beauftragte die Polizei einen Schlüsseldienst und drang in ihre Wohnung ein. Sie durchsuchten die Räumlichkeiten und beschlagnahmten eine Nudelmaschine.

Xu wurde zwei Tage lang auf der Polizeistation Zhongliangshan festgehalten und anschließend für ein Jahr unter Hausarrest gestellt. Die Polizei überwachte ihre täglichen Aktivitäten, wie oft sie ihr Mobiltelefon benutzte und folgte ihr jedes Mal, wenn sie das Haus verließ. Außerdem schikanierten sie ihren Mann und ihren Sohn, indem sie die beiden wiederholt anriefen.

Die psychische Belastung forderte ihren Tribut an der Gesundheit ihres Mannes: Seine Herzerkrankung und sein Bluthochdruck verschlimmerten sich, bis er ein Jahr später im September 2013 verstarb.

Xu wurde am 14. Juni 2016 abermals verhaftet und elf Monate lang im Bezirksgefängnis Shapingba festgehalten. Am 13. Mai 2017 kam sie frei.

Als sie am 15. August 2018 die Formalitäten für ihre Rente erledigte, nahmen Beamte der Polizeistation Chenjiaqiao sie fest. Chen Yueqin und Yi Bing, Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Straßenkomitees hatten sie angezeigt. Die Beamten fotografierten Xu und drohten, sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung zu bringen. Sie wehrte sich entschlossen. Daraufhin drohte Chen, künftig einmal im Monat „vorbeizuschauen“.