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The European Times: Falun-Dafa-Praktizierende halten trotz des Drucks stand

19. Mai 2026 |   Von Minghui-Korrespondentin Wang Ying

(Minghui.org) Der 13. Mai ist ein besonderer Tag für Falun-Dafa-Praktizierende auf der ganzen Welt, denn an diesem Datum im Jahr 1992 wurde dieser Kultivierungsweg erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Jedes Jahr begehen die Praktizierenden den 13. Mai mit Paraden, Kundgebungen und gemeinschaftlichen Veranstaltungen, um das Bewusstsein für diese traditionelle spirituelle Praxis sowie für die anhaltende Verfolgung in China, ihrem Ursprungsland, zu schärfen.

Am 14. Mai 2026 wurde in The European Times ein Artikel mit dem Titel „Falun Dafa Day Highlights Faith Under Pressure“ (Der Falun-Dafa-Tag rückt den Glauben unter Druck ins Licht) veröffentlicht. Er beleuchtet die Bedeutung und die Nuancen der jährlichen weltweiten Feierlichkeiten zum Falun-Dafa-Tag.

„Für die Anhänger ist dieser Jahrestag in erster Linie ein Tag des Glaubens, der Disziplin und des Dankes. Die offiziellen Materialien von Falun Dafa beschreiben die Praxis als in der buddhistischen Tradition verwurzelt und auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basierend“, heißt es in dem Artikel. „Auf der zugehörigen Website wird dargelegt, dass Falun Dafa mittlerweile in mehr als 100 Ländern ausgeübt wird und dass ihre Lehre über Falundafa.org in über 50 Sprachen übersetzt wurde.“

Am 14. Mai 2026 erscheint in The European Times ein Artikel über Falun Dafa (Screenshot mit freundlicher Genehmigung von The European Times)

Unterdrückung und Beharrlichkeit

Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) wurde in China eingeführt. Obwohl die Lehre im Einklang mit der traditionellen chinesischen Kultur steht, ist sie dennoch einer harten Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ausgesetzt – ein Regime, das seit seiner Machtübernahme im Jahr 1949 für die Unterdrückung verschiedener Gruppen bekannt ist.

„Die chinesischen Behörden verboten die Bewegung im Jahr 1999 und behandeln sie seither als Bedrohung für die staatliche Autorität. Diese offizielle Feindseligkeit hat die Art und Weise geprägt, wie der Jahrestag begangen wird: offen in vielen Ländern, vorsichtig oder im Privaten innerhalb von Festlandchina“, wird in dem Artikel angemerkt.

Zahlreiche Belege, darunter Daten des britischen Innenministeriums, weisen darauf hin, dass Praktizierende in China wahrscheinlich mit Schikanen, Verhaftungen, Inhaftierungen, langen Haftstrafen sowie dem Druck, ihrem Glauben abzuschwören, konfrontiert sind.

In dem Artikel wird zudem ausgeführt, dass die Opfer religiöser Unterdrückung durch die KPCh nicht auf Falun-Gong-Praktizierende beschränkt sind. „Freedom House berichtete in seiner China-Analyse von 2025, dass mehrere religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften, darunter Falun-Gong-Praktizierende, tibetische Buddhisten, muslimische Gruppen und christliche Hauskirchen, unter einer harten Verfolgung leiden, die auf politischen Maßnahmen zur Verschärfung der staatlichen Kontrolle über das religiöse Leben beruht“, heißt es dazu in dem Artikel.

Die Feier des Falun-Dafa-Tages ist nicht nur ein Zeugnis für den Nutzen dieser Praxis, sondern auch für die Beharrlichkeit der Praktizierenden angesichts von Widrigkeiten. Der Artikel erklärt: „In demokratischen Gesellschaften können sich Praktizierende in Parks versammeln, an Paraden teilnehmen, an öffentlichen Orten meditieren und ihren Glauben offen teilen. In China hingegen kann die Verbindung zu dieser Praxis Berichten aus dem Umfeld von Falun Gong sowie internationalen Menschenrechtsdokumentationen zufolge nach wie vor ernsthafte Risiken bergen. Dieser Gegensatz hat den 13. Mai zu einem weltweiten Symbol für eine Gemeinschaft gemacht, die trotz des herrschenden Drucks sichtbar bleibt.“

Das wirft zudem eine Frage an Regierungen und internationale Institutionen auf: „Wie sollte die Welt reagieren, wenn ein Staat eine unabhängige spirituelle Organisation als politische Gefahr einstuft?“

Erzwungene Organentnahme

Leider gehen die Leiden, denen Falun-Gong-Praktizierende ausgesetzt sind, über bloße Inhaftierung und Folter hinaus. „Eine der schwerwiegendsten Dimensionen des Falun-Gong-Falls ist der seit Langem erhobene Vorwurf der erzwungenen Organentnahme an Gewissensgefangenen. China bestreitet diese Vorwürfe. Die internationale Besorgnis ist jedoch keineswegs geschwunden“, konstatierte der Artikel. Die Vereinten Nationen und das Europäische Parlament sind sich der Problematik bewusst. UN-Menschenrechtsexperten äußerten sich im Jahr 2021 alarmiert über Berichte, wonach Häftlinge ethnischer und religiöser Minderheiten, darunter auch Falun-Gong-Praktizierende, angeblich ohne ihre Zustimmung medizinischen Tests und Organentnahmen unterzogen würden. Auch das Europäische Parlament verabschiedete im Jahr 2022 eine Entschließung, die auf Berichten über fortgesetzte Organentnahmen in China basierte. Darin forderte es die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten auf, sich der Problematik anzunehmen und eine Mitschuld an unethischen Transplantationspraktiken zu verhindern.

„Diese Vorwürfe haben dazu geführt, dass Falun Gong nicht mehr nur ein Fall von Religionsfreiheit ist, sondern auch eine Frage der medizinischen Ethik, der internationalen Rechenschaftspflicht und der staatlichen Verantwortung, Missbräuche im Zusammenhang mit Haftsystemen zu verhindern“, wird in dem Artikel in The European Times angemerkt.

Die Bedeutung der Feierlichkeiten

Der Falun-Dafa-Tag sei mehr als bloß eine Feier: „Er ist eine Mahnung, dass Glaubensgemeinschaften durch Erinnerung, Ausübung und öffentliches Zeugnis fortbestehen. Für Falun-Dafa-Praktizierende bekräftigt dieser Tag Gefühle der Dankbarkeit und der Kontinuität. Für Menschenrechtsbeobachter verdeutlicht er die Fragilität des Gewissens, wenn Regierungen spirituelle Identität, Vereinigungsfreiheit und freie Meinungsäußerung einschränken.“

Die Geschichte lehrt, dass politische Unterdrückung den Glauben nicht auslöschen kann. Dies gilt umso mehr für die Lehre von Falun Gong, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert. Diese universellen Werte unterstreichen die Bedeutung der Menschlichkeit.

Die Schlussfolgerung in dem Artikel: „Während die Feierlichkeiten rund um den Globus andauern, bleibt die zentrale Botschaft zugleich einfach und anspruchsvoll: Die Religionsfreiheit ist nicht vollumfänglich geschützt, wenn sie lediglich staatlich genehmigten Gemeinschaften vorbehalten bleibt. Sie ist erst dann geschützt, wenn selbst unpopuläre, missverstandene oder politisch unbequeme Gruppen ihren Glauben offen und friedlich leben können.“