(Minghui.org) Am 26. April stellten Praktizierende in Philadelphias Chinatown der Öffentlichkeit Falun Dafa vor und erinnerten an den friedlichen Appell in Peking von vor 27 Jahren. Am 25. April 1999, nachdem Praktizierende in Tianjin verhaftet worden waren, hatten sich etwa 10.000 Praktizierende nach Peking begeben und deren Freilassung gefordert.
An diesem Gedenktag in Philadelphia erklärten sich 43 Chinesen bereit, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und ihren Unterorganisationen auszutreten. Das taten sie, nachdem sie erfahren hatten, wie die Partei Falun-Dafa-Praktizierende aufgrund ihres Glaubens misshandelt. Auch westliche Bürger reagierten auf die Informationen und unterzeichneten die ausliegenden Petitionen, die ein Ende der Verfolgung in China forderten.
Praktizierende erinnern mit einer Veranstaltung an den friedlichen Appell in Peking vor 27 Jahren
Alex erklärt den Anwesenden den Grund für die Veranstaltung
Die über 80-jährige Frau Wang stammt aus Peking. Als sie auf die Veranstaltung in Chinatown traf, zeigte sie sich beeindruckt von der friedlichen Szene und empfand Falun Dafa als gut. Dann erzählte sie, sie habe den Appell im Jahr 1999 selbst miterlebt.
Sie erzählte, dass sie viele Praktizierende gekannt habe, damals, als sie noch in Peking lebte. „In meinem Wohnviertel waren verschiedene zentrale Regierungsbehörden sowie Staatsbetriebe angesiedelt, die dem Ministerium für Metallurgie unterstanden. Viele Bewohner praktizierten Falun Gong, und es waren gute Menschen“, erinnerte sie sich.
Am 25. April 1999 sei sie mit dem Fahrrad zu einem Ort in der Nähe des Pekinger Zoos gefahren, um eine Freundin zu treffen. Als sie an Zhongnanhai vorbeifuhr, habe sie viele Menschen gesehen, die stillschweigend entlang der Fuyou-Straße standen.
„Es waren Reporter vor Ort, die das Geschehen kommentierten, was mich zu der Annahme veranlasste, dass sie gerade einen Film drehten. Doch auf meinem Rückweg war das gesamte Gebiet bereits unter Kriegsrecht gestellt worden“, erklärte Wang. „Die Falun-Gong-Praktizierenden hielten die Straße sehr sauber. Ich sah, dass sich auch in der Nähe des Beihai-Parks Praktizierende aufhielten. Dann traf der Oberleitungsbus der Linie 103 ein und nahm sie auf.“
„Mehrere meiner Kollegen praktizierten Falun Dafa, und sie alle genossen einen guten Ruf“, fuhr Wang fort. „Doch nachdem mein Arbeitgeber erfahren hatte, dass eine Buchhalterin Falun Gong praktizierte, wurde diese aus dem Büro abgezogen und dem Lager zugewiesen“, sagte sie. „Bei vielen anderen Arbeitgebern war die Situation weitaus schlimmer – einige Praktizierende wurden entlassen. Ich konnte das nicht begreifen. Sie [diese Praktizierenden] praktizierten doch lediglich, um ihre Gesundheit zu verbessern; warum wurden sie so schlecht behandelt?“
Nachdem die KPCh im Juli 1999 begonnen hatte, Falun Dafa zu unterdrücken, nahm sie zahlreiche Praktizierende fest, die daraufhin inhaftiert wurden. Auf einer Geschäftsreise in die Provinz Hebei wurde Wang im Zug und auch an den Sicherheitskontrollen wiederholt gefragt, ob sie Falun Gong praktiziere, berichtete sie.
„Als das geschah, sagte ich ihnen, dass ich zwar nicht Falun Gong praktiziere, aber gegen die Verfolgung bin“, erzählte sie. „Tatsächlich wollte der ehemalige Vorsitzende der KP, Jiang Zemin, dass die Menschen nur auf ihn hörten und auf niemanden sonst. Genau deshalb nahm er Falun Gong ins Visier, obwohl es sich damals großer Beliebtheit erfreute.“ Wang erfuhr, dass die KPCh zahlreiche Lügen erfand, um Falun Gong zu diffamieren, darunter auch den berüchtigten, inszenierten Selbstverbrennungsvorfall auf dem Platz des Himmlischen Friedens.
„Spätestens da wurde mir klar, dass die KPCh tatsächlich äußerst bösartig ist. Eine Freundin erzählte mir, dass einige ihrer Nachbarn Militärgeneräle seien und ebenfalls Falun Gong praktizierten. Manche von ihnen verloren sogar ihre Arbeitsstellen, weil sie praktizierten“, fügte Wang hinzu. „Aus diesem Grund halte ich die Unterdrückung für falsch und unterstütze Falun Gong.“

Praktizierende verteilen Informationen über Falun Dafa und sammeln Unterschriften, die dazu aufrufen, die Unterdrückung in China zu beenden
Zwei Mitglieder des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des US-Senats – der republikanische Senator Ted Cruz und der demokratische Senator Jeff Merkley – brachten am 11. März gemeinsam den „Falun Gong and Victims of Forced Organ Harvesting Protection Act“ (Gesetz zum Schutz von Falun Gong und Opfern erzwungener Organentnahme) ein. Dadurch soll die KPCh für erzwungene Organentnahmen und Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werden.
Während einer Kundgebung in Chinatown sammelten Praktizierende Unterschriften für eine Petition, die den Senat auffordert, das Gesetzesvorhaben zu verabschieden, um den Menschenrechtsverletzungen und der Verfolgung ein Ende zu setzen. Barry Entlock, ein ehemaliger Regierungsauftragnehmer aus Virginia, besuchte gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern Philadelphia. Nachdem er in Chinatown die Fakten über Falun Dafa erfahren hatte, unterzeichneten alle vier Familienmitglieder die Petition.
Barry Entlock und seine Familie
Entlock erklärte, seine Frau sei kambodschanisch-chinesischer Abstammung und wisse daher, wie grausam der Kommunismus ist. Da er sich selbst über viele Jahre hinweg intensiv mit dem Kommunismus befasst habe, stelle er fest, dass viele Menschen nach wie vor vom Kommunismus in die Irre geführt würden. Sie seien sich der enormen Verluste nicht bewusst, die dieses Regime weltweit verursacht habe.
Er erklärte, es sei falsch von der KPCh, Menschen aufgrund ihres Glaubens zu verfolgen. „Ob es sich nun um Falun-Gong-Praktizierende, uigurische Muslime oder Christen handelt – sie alle haben das Recht, ihren Glauben auszuüben.“
Entlocks Tochter Ipporah studiert an der Liberty University in Virginia. Sie sagte, die Erfahrungen der Familie ihrer Mutter unter der kommunistischen Tyrannei hätten ihr die Augen für die Übel des Kommunismus geöffnet. „Ich glaube, dass Menschen in jedem Land das praktizieren können sollten, woran sie glauben, und die Meinungsfreiheit genießen sollten. Das heißt, sie sollten sagen können, was sie sagen wollen, und lernen können, was sie lernen wollen.“
In Bezug auf den jüngsten Export von Repressionen durch die KPCh ins Ausland – insbesondere deren grenzüberschreitende Unterdrückung – hofft Ipporah, dass Falun-Dafa-Praktizierende die Freiheit und den Schutz erhalten können, die sie benötigen. „Ich wünschte, sie könnten sich von dem Einfluss befreien, den die Kommunistische Partei ausübt, nicht nur innerhalb der Grenzen jenes Landes, sondern in jedem Land“, erklärte sie.
Frau Wang, die heute in Philadelphia lebt, wurde 1996 an der Tsinghua-Universität aufgenommen. Zwei Jahre später begann sie an der Universität gemeinsam mit ihren Lehrern und anderen Studenten, Falun Dafa zu praktizieren. Auch sie schilderte ihre Eindrücke von damals.
„Früh am Morgen des 25. April verließen eine Gruppe von Studenten der Tsinghua-Universität und ich den Campus und nahmen einen Bus zur Fuyou-Straße, die sich in der Nähe des Zentralen Petitionsbüros befindet. Als wir aus dem Bus stiegen, sahen wir, dass bereits viele Falun-Gong-Praktizierende vor Ort waren“, erinnerte sie sich. „Zwei Reihen von Praktizierenden standen Schulter an Schulter am äußeren Rand des Gehweges und ließen den mittleren Durchgang frei, um den Fußgängerverkehr nicht zu behindern. Weiter innen meditierten viele andere Praktizierende, machten die Übungen oder lasen Falun-Gong-Bücher.“
Wang berichtete, dass die Polizei die Fuyou-Straße bald abgeriegelt hätte. „Gelegentlich fuhren Luxuslimousinen vorbei, in denen hochrangige Beamte saßen, die uns beobachteten. Auf einigen Fahrzeugen waren Kameras montiert, die uns aufzeichneten. Wir warteten dort den ganzen Tag. Die Praktizierenden ermahnten sich gegenseitig, der Lehre von Falun Dafa zu folgen und ruhig zu bleiben“, fuhr sie fort.
Als die Nacht hereinbrach, erfuhren sie und die anderen, dass die in Tianjin verhafteten Praktizierenden freigelassen worden waren und dass auch jene Praktizierenden, die das Gelände von Zhongnanhai betreten hatten, dieses wieder verlassen hatten, daraufhin begannen die Praktizierenden, die Fuyou-Straße zu verlassen.
„Als wir aufbrachen, sammelte jeder – genau wie wir es auch an unserem Übungsplatz tun –, den Müll ein und hinterließ den Boden makellos sauber. Auch ich prüfte beim Gehen sorgfältig den Boden, um sicherzustellen, dass er rein war. Und tatsächlich: Er war es – nicht eine einzige Plastikwasserflasche oder ein Papierschnipsel war zurückgeblieben“, erinnerte sich Wang.
Ihr fielen ein paar Schalen von Sonnenblumenkernen auf und so ging sie hinüber und sammelte sie ein. Eine Polizeibeamtin, die in der Nähe stand, beobachtete dies und rief sichtlich bewegt laut aus: „Sie sammeln sogar winzig kleine Kernschalen ein!? Sie sind wirklich wunderbare Menschen!“ Wang war froh, dass die Polizistin verstanden hatte, welch besondere Menschen Falun-Dafa-Praktizierende sind.